The Encyclopaedia Of Australian Heavy Metal - Compiled by Brian Giffin

Text: Lady Cat
Veröffentlicht am 10.09.2015

Ein dicker Wälzer, diese Enzyklopädie des australischen Heavy Metal. Wer sich für die harte Musik von Down Under interessiert, dem sei gesagt, dass er mit diesem Werk einen mehrere hundert Seiten dicken Schmöker ersteht, in dem er alles finden und nachlesen kann, was seit den 70ern bis heute auf dem südlichen Kontinent am Markt ist oder gewesen ist. In dem fast 350 Seiten dicken Werk sind einerseits natürlich Klassiker wie AC/DC oder ROSE TATTOO zu finden, andererseits aber auch alle heutigen Bands wie zum Beispiel PARKWAY DRIVE. Gute Englisch-Kenntnisse sollte man mitbringen, denn es ist ein Original-Text und keine deutsche Übersetzung.

Das erste Mal kam die Enzyklopädie 2002 auf dem Markt - damals unter dem Originaltitel „The Australian Metal Guide“ veröffentlicht, kam 2004 die erste überarbeitete Version auf den Markt. Die zweite Überarbeitung erfolgte 2008 und die dritte nun im Mai 2015.

Brian Giffin hat in dieser aktuellen Ausgabe wieder viele neue Daten zusammengetragen. Natürlich ist er dafür nicht alleine verantwortlich. Ohne Helfer geht das nicht. Daher gibt es auch eine lange Liste mit Danksagungen an Unterstützer, die dieses Werk möglich machten. Unter anderem war für die Realisierung auch Crowd Funding die Basis (Pozible) – die Unterstützer der Kampagne sind ebenfalls im Buch verewigt.

Amüsant zu lesen ist das Vorwort von Lochlan Watt. Er erzählt darin, wie er bereits in jungen Jahren bzw. als Schüler auf „den richtigen Weg“ geführt wurde und wie er bis heute sein Leben mit und rund um Musik und Metal lebt und erlebt. In seinem Text werden sich garantiert viele Leser wiederfinden – die einen mehr, die anderen weniger, aber gar nicht geht nicht.

Eine Enzyklopädie kann ich nicht wie ein normales Buch rezensieren. Einerseits kann man hier nur wenig über den Schreibstil sagen, da er in gleicher Form gehalten ist. Der Inhalt ist informativ und ohne großartige Stories oder Überraschungen, wie man sie zum Beispiel in den Biografien der Stars findet. Es ist ein umfangreiches Nachschlagwerk, bei dem ich eigentlich nur den generellen Inhalt beschreiben kann und den Aufbau. Hier ins Detail zu gehen macht nicht viel Sinn.

Inhalt:
Wie bereits vorhin schon kurz gesagt, erscheint das Werk aufgrund seiner Dicke und der Unzahl an Bands (ungefähr 2.000!), die man darin aufgelistet findet, ziemlich umfassend. Als Europäer hat man das Gefühl von 99 Prozent der hier aufgelisteten Bands noch nie etwas gehört zu haben und so wird es wohl jedem Durchschnitts-Metal-Fan gehen, der sich nicht auf die Materie „Metal aus Down Under“ gestürzt hat.

Was mir am Autor gefällt: Er plustert den Text nicht mit Marketing-Gefasel auf, sondern macht es informativ und knackig kurz.

Der generelle Aufbau ist pro Band gleich; die Länge variiert nur, weil die einen öfter Mitglieder wechselten, oder mehr Veröffentlichungen hatten oder länger aktiv sind bzw. waren und es daher mehr über sie zu berichten gibt.

Zwischendurch sind Bilder eingestreut. Ich habe zur Beurteilung eine pdf-Version des Buches erhalten – hier sind die Bilder schwarz/weiß. Ich nehme aber an, dass das Original ebenfalls so aussehen wird.

Aufbau:

  • Bandname
  • Mitglieder (inkl. ex-Mitglieder, Instrument; von wann bis wann in der Band)
  • Bild (Album-Cover, Logo etc.)
  • Info über Band (Ort, Gründungsjahr, Stilrichtung, etc. chronologisch geordnet)
  • Diskografie (Titel des Albums, EP, Video etc., Label, VÖ-Datum)
  • Wo sie noch beteiligt sind
  • Eventuell Compilation, falls vorhanden

    Als Beispiel hier ein Blick ins Innenleben:

ein Blick ins Innenleben

Ob man als Metal-Fan diese Enkyklopädie gebrauchen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde sie mir aus beruflichen Gründen zulegen, da sie wirklich umfassend ist und die harte, musikalische Landschaft Australiens sehr vollständig abbildet. Aber unterm Strich ist es eher ein Buch für jene, die Insider werden wollen.


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