Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol 7

Veröffentlicht am 04.03.2016

NOCTURNE (Black Metal, Kärnten)

Nocturne:

  • 1. Return To Chaos
  • 2. Eleven
  • 3. Into The Great Below
  • 4. Udinbak
  • 5. Nocturne
  • 6. Ama Lilith
  • 7. He Before Whom The Sky Shakes
  • 8. Son Of Darkness
  • 9. Sign Of The Dark (DE INFERNALI Cover)

 

Wir bleiben in Kärnten - The Shrine ov Klagenfurth strikes again! Auch NOCTURNE sind im südlichen Bundesland beheimatet und haben sich ebenfalls den extremeren Spielarten des Schwermetalls gewidmet. Genauer gesagt gibt es Black Metal auf die Ohren und zwar weniger räudiges Gebolze, als vielmehr mit feiner Klinge ausgeführtes, mehr episch-melancholisch gelagertes Schwarzmetall. Mit dem vorliegenden, selbstbetitelten Scheibchen legt das Kärntner Duo sein Debüt vor und gibt nebenbei gleich einmal eine ziemlich gute Visitenkarte ab. Denn produktionsmäßig gibt es kaum etwas zu meckern, kommt doch der Sound sauber und druckvoll aus den Boxen, auch wenn man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass gerade die epischeren Parts durchaus noch nach etwas mehr soundtechnischer Tiefe verlangen würden. Als Debüt ist das allerdings schon ziemlich amtlich, wenn man vergleicht, was man aus dem gleichen Sektor bisweilen in die Hände bekommt...

Nichts zu meckern findet man beim Songwriting, die größtenteils überlangen und vielfach melancholisch wirkenden Songs treiben sich gerne auch einmal im siebenminütigen Bereich herum, ohne dabei langweilig oder ermüdend zu wirken. Größtenteils sehr hymnisch geraten, dürften auch genrefremde Hörer mit NOCTURNE warm werden, können sich doch Clean-Parts wie in "Eleven" oder Orgel- und Chor-Einschübe in "Udinbak" hervortun. "Ama Lilith" kommt überhaupt mit einem fast punkigen (!!) Riff um die Ecke, das erstaunlicherweise im schwarzmetallischen Kontext mit orientalisch angehauchtem Gesang wirklich gut funktioniert. Überraschend auch hinten raus das DE INFERNALIS-Cover "Sign Of The Dark", das fast besser als das Original daher kommt und durch die hymnische Instrumentierung um einiges mehr Pfeffer im Arsch hat als das elektrolastige Original. Ein ziemlich starkes Debüt, das die beiden Kärntner da vorlegen und in das reinzuhören es sich allemal lohnt. Nicht nur für Pandabären und schwarzes Wurzelgemüse!

Interessantes zu NOCTURNE findet sich auf deren Facebook-Präsenz - und natürlich haben wir auch gleich einen Beispielsong angehängt:

 

 


 

Hoppla, das wars schon wieder? Die Zeit vergeht eindeutig zu schnell! Aber ihr wisst ja, auch nächstes Monat gibt es wieder eine Grabung im österreichischen Musikuntergrund. Falls gerade nichts für euren Geschmack dabei war, könnt ihr, sofern ihr das nicht längst gemacht habt, oder der Serie bereits länger folgt, euch einmal bei den älteren Ausgaben der Reihe umsehen. Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel, so gibt es auch für jeden Hörer die passende Musik - man muss sie nur finden. Also, fangt an zu suchen! Im Internet, auf Konzerten - egal wo. Findet die Musik, die zu euch passt!

Was, ihr habt wirklich noch nie hier reingeschaut? Dann nichts wie ab zu den weiteren Ausgaben des Underground-Specials!
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