Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol 14

Veröffentlicht am 17.11.2016

JOHANNES MARIA KNOLL (Instrumental, Niederösterreich)

transcendend

  • 1. creation
  • 2. the fall of man
  • 3. the great flood
  • 4. confusion of tongues
  • 5. exodus
  • 6. the giving of the law
  • 7. lucifer's fall
  • 8. his first coming
  • 9. joy
  • 10. temptation
  • 11. the sermon on the mount
  • 12. the triumphal entry into jerusalem
  • 13. trials
  • 14. the last supper
  • 15. thirty pieces of silver
  • 16. crucifixion
  • 17. resurrection

Um Genregrenzen scheren wir uns dieses Mal einfach keinen Deut, deshalb stellen wir hier auch ein ganz besonderes Stückchen instrumentaler Musikkunst vor. Vermutlich habt ihr die Trackliste bereits überflogen und schon eine Ahnung, worum es sich drehen könnte? In diesem Falle sei euch gesagt, ja, ihr liegt richtig. JOHANNES MARIA KNOLL hat mit seinem vorliegenden Solo-Album tatsächlich eines der vermutlich bekanntesten Bücher der Menschheit vertont – die Bibel. Allerdings nicht auf schnöde, sondern auf sehr persönliche Weise, beschreibt der Künstler doch seinen monumentalen Instrumental-Epos als seinen persönlichen Soundtrack zur Bibel. Gemeinhin verortet man im „wilden“ Rock und Metal gerne eine gewisse Nähe zu mehr antichristlichen Themen, doch JOHANNES MARIA KNOLL beweist, dass man genauso gut als gottesfürchtiger Mann, der nach langen Jahren des Dahinlebens und Suchens seinen Frieden in Gott gefunden hat, ganz gewaltig abrocken kann. In jeder Sekunde des über eine Stunde fassenden Albums sind das Herzblut und das Engagement zu spüren, das diesem äußerst persönlichen Projekt zugrunde liegt. Unterstützung bei der Vertonung harscherer („confusion of tongues“, „trials“) sowie sanfterer Passagen („his first coming“, „joy“, „resurrection“) hat er sich bei zwei großen Namen, nämlich Christian Eigner (DEPECHE MODE) am Schlagzeug sowie Gerald Schaffhauser (HOUSE OF RIDDIM) am Bass geholt. „transcendent“ ist weniger ein Statement als vielmehr ein Bekenntnis – ein Bekenntnis auf höchst persönlicher Ebene, vor dessen Mut man in Zeiten äußerst fragiler Glaubenskonstrukte nur den Hut ziehen kann. Und selbst wenn man mit dem Themenkreis von JOHANNES MARIA KNOLLs Werk nur wenig anfangen kann, bleibt doch noch immer der Genuss hochwertiger, äußerst intensiver Musik, die es versteht mitzureißen und zu berühren, ohne dabei eine Stimme zu erheben.

Wessen Interesse nun geweckt ist, der kann sich zwecks weiterer Informationen an die Homepage oder die Facebook-Präsenz des Künstlers wenden und sich zwecks musikalischer Beispiele gleich direkt ein YouTube-Video reinziehen:

 


 

CORNERSTONE   -   COSMOBLACK   -   DHARK   -   JOHANNES MARIA KNOLL

DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND


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