Julian Dürnberger

Bild von Julian Dürnberger

Bei Stormbringer.at seit 2017

Redaktion

Metal bedeutet für den einen nur Lärm, für den anderen ist es sein ganzes Leben. Ich zähle mich zu der zweitgenannten Kategorie und bin stolz ein Meatlhead zu sein. Das Genre ist nicht nur Musik, sondern ein zu Hause für Menschen, die sich in der Gesellschaft nicht ausleben können. Egal, ob gepierct, mit bunten Haaren oder tattöwierten Glatzen, in der Metalszene gibt es keine Normen, die eingehalten werden müssen, jeder Mensch ist willkommen. Das und vieles mehr hat mich zum Onlinemagazin Stormbringer getrieben und ist jetzt Teil meines Lebens.

 

Die Scheiße, die man so riecht.

Wie jeder von uns habe auch ich in meinen jungen Jahren schon viel Scheiße erlebt, an deren Geruch ich mich noch heute erinnere. Das kann einen gewaltig hinunterziehen und genau hier kommt Metalmusik ins Spiel, denn sie muntert einen auf, wenn es nötig ist. Hast du manchmal das Gefühl, ein Freak zu sein? Dann gib dir KORN oder SLIKPNOT. Nerven dich Religionsspinner und deren Scheinheiligkeit? Gönn dir SLAYER. Oder willst du einfach der Realität entfliehen und dir Fantasgeschichten reinziehen? Dann ist BLIND GUARDIAN eine gute Wahl. Diese Bands haben meine Schulzeit erträglicher gemacht und deswegen feiere ich sie und viele andere auch heute noch.

Metal ist ein Lifestyle.

Es ist nicht nur die Metalmusik , die mich aufmuntert, sondern auch die Community, die sich drumherum bildet. Seien es Konzerte oder Festivals, sie sind überall auf der Welt zu finden und, egal, für welche man sich entscheidet, es ist immer wieder sensationell dabei zu sein. Jedes Mal trifft man auf Menschen, die aus den entlegensten Orten kommen oder vielleicht dein Nachbar sein könnten. Piercings im Gesicht, Pentagrammhalsketten um den Hals, Lederjacken und zerrissener Jeanshose , lange schwarze oder buntgefärbte Haare und T-Shirts von Metalbands sind meistens die Grundausstattung eines Metalhead, manche tauch in alltäglicher Kleidung auf und das ist auch in Ordnung. Aber eines ist sicher: sie alle lieben den Metallifestyle.

Jeder Mensch ist willkommen.

Wenn auf der Bühne die Band eskaliert, dann eskalieren die Metalheads vor der Bühne. Die Köpfe kreisen, die Fäuste sind in der Luft geballt, die Musik wird zelebriert bis zum bitteren Ende. Für einen Abend gehört man zu einer verrückten Gemeinschaft, die einem das Gefühl gibt, zu tun was man möchte, ein Ort, wo man sich nicht als Aussetziger fühlt. Alter, Geschlecht, Dresscode und Hautfarbe spielen hier keine Rolle, denn jeder ist willkommen. Deswegen bin ich einer von ihnen geworden und das wird für immer so bleiben.

Auf und hinter der Bühne.

Der Grund warum ich für stormbringer Artikel schreibe ist simpel: die Liebe zur Metalmusik. Ich habe das Glück nicht nur die Metalfans kennenzulernen, sondern auch jene Menschen, die hinter und auf der Bühne stehen. Mit meiner damaligen Band trat ich in Bars in Niederösterreich und Wien auf, bis unsere Wege sich vor paar Jahren trennten. Von da an spielte ich nur mehr mit Freunden im eigenen Proberaum, aber hoffe irgendwann mal die Bühne wieder betreten zu dürfen.
Konzerte und Festivals besuche ich auch heute noch, meistens zu kleineren Veranstaltungen, wo lokale Bands performen. Durch meine kurze Bandkarriere habe ich ein Verständnis dafür, wie schwer es ist, als Band Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Umso schwieriger, ist es, wenn man in der Metalszene noch relativ unbekannt ist. Ich will lokalen Bands dabei helfen, gehört zu werden und das mache ich, indem ich über sie schreibe. Und zwar hier, bei stormbringer.

Der Weg eines Quereinsteigers.

Mir war klar, dass ein Schreibtalent nicht viel bedeutet, sofern man nicht ständig übt, um sich zu verbessern. Deswegen arbeite ich ständig daran, meine Fähigkeit auszubauen. Auch wenn ich ein Journalistenkolleg besucht und ein Praktikum bei einem Printmagazon gemacht habe, werde ich es nicht dabei belassen. Es werden noch weitere Fortbildungen und Abschlüsse folgen, bevor ich mein Hobby zum endgültigen Beruf gemacht habe. Als Quereinsteiger und Arbeitssuchender, während der Coronapandemie, kann man nicht wissen, was genau auf einen zukommt, aber ich gehe diesen Weg, unabhängig davon, wie riskant das ist. Solange ich  meinem journalistischen Können arbeite, werde ich meinen Traumberuf früher oder später finden.

 

Artikel für stormbringer zu schreiben ist ein Teil meines Weges und - da Metal auch Teil meines Lebens ist - werde ich nie daran denken, damit aufzuhören. Dazu bin ich ewig verdammt und unterwerfe mich der metallischen Welt, mit Leib und Seele. Keep it loud and stay brutal!