Mourning Caress - Dominik

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Gerrit kennt Mikael ... recht gut und als sie auf einem Festival ein paar Bier zusammen getrunken haben, kam ... die Idee auf, dass es cool wär, wenn er auf unserem Album Guestvocals machen würde.

Zur Vergangenheit und Zukunft von MOURNING CARESS und wie man einen bekannten Sänger dazu bringt, Guestvocals beizutragen, gibt Drummer Dominik Schlüter Auskunft

Text: Luka
Veröffentlicht am 19.12.2011

Hallo, erstmal danke dass ihr euch Zeit für ein Gespräch nehmt. Bitte stellt kurz mal MOURNING CARESS vor.

MOURNING CARESS wurden von Gerrit (Sänger Gerrit Mohr, Anm. d. Verf.) und mir 1998 in Münster gegründet. Nach zwei selbstproduzierten EP´s haben wir einen Deal bei Arise aus Spanien unterschrieben, die 2002 unser Debüt „Imbalance“ veröffentlicht haben. Nach einer ziemlich langen Durststrecke, einem Besetzungswechsel an der Gitarre und der Suche nach einem neuen Label, haben wir 2008 unser zweites Album „Inner Exile“ veröffentlicht. Nachdem unser Gitarrist Benedikt aus Zeitgründen ausgestiegen ist, haben wir erst mal zu viert an dem Songmaterial für unser neues Album gearbeitet und kurz vor Fertigstellung haben wir mit Wolle einen neuen Gitarristen gefunden. Das war jetzt mal die extremst gekürzte Fassung, haha

„Deep Wounds, Bright Scars“ ist ja schon euer drittes Studioalbum. Wie ordnet ihr das Album im Vergleich zu den zwei Vorgängern ein?

Hm, ich würde sagen, dass es unser bisher ausgepreiftetes Album ist. Klar, das ist eine etwas abgedroschene Phrase, aber wir haben diesmal sehr viel Zeit ins Songwriting investiert und z. B. beim Gesang auf viele Feinheiten geachtet. „Imbalance“ ist im Vergleich zu „Deep Wounds…“ wesentlich kompakter und hatte einen etwas rockigeren und größeren schwedischen Einschlag. „Inner Exile“ hatte schon Elemente, die man auch auf „Deep Wounds…“ finden kann, wie z. B. der etwas größere Thrashanteil. So gesehen kann man sagen, dass „Inner Exile“ die Marschroute für das dritte Album vorgegeben hat und dass wir die Elemente, die man auf den beiden Vorgängeralben findet, weiter ausgebaut haben. Durch diese verschiedenen Elemente haben wir mittlerweile unseren eigenen Stil gefunden und fühlen uns sehr wohl damit.

Das Album kann in Bezug auf Songs und Produktion mit der (in eurem Fall skandinavischen) Oberliga mithalten. Seht ihr das auch so?

Sowas freut uns natürlich zu hören, aber verständlicherweise können wir nicht viel dazu sagen. Schließlich sind wir für die Songs und den Sound verantwortlich. Wir sind jedenfalls sehr stolz auf das Album und sind mit den Songs, der Produktion und dem Artwork restlos zufrieden. Wenn dann jemand sagt, dass die CD mit der Oberliga mithalten kann, ist das natürlich ein schönes Kompliment.

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Vorbilder an sich haben wir keine, denn Vorbild heißt für mich, dass wir genauso werden wollen, wie eben das Vorbild. Wenn es allerdings um Einflüsse geht, ist unser kleinster gemeinsamer Nenner Maiden und dann alles Mögliche aus den verschiedensten Stilrichtungen, was wir privat so hören. Sei es nun Thrash, Death, oder auch Hard Rock. Solange es zu uns passt, sind wir für alles offen.

Kannst Du ein bisschen was über den Recording/Mixing/Mastering-Prozeß erzählen?

Der hat sich doch ziemlich lange hingezogen. Das Schlagzeug wurde Ende August, Anfang September 2010 eingespielt und die letzten Gesangsspuren wurden Mitte März 2011 aufgenommen. Wir waren natürlich nicht die ganze Zeit über im Studio, sondern haben uns auch mal die Zeit genommen, um etwas Abstand zu bekommen, um dann vielleicht doch noch den einen oder anderen Part zu ändern. Matze, unser Produzent, ist zum Glück ein ziemlich entspannter Typ und es hat sehr viel Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten, da der Aufnahmeprozess sehr relaxed ablief. Das Mixing war recht unspektakulär. Er hat einen Rohmix angefertigt, Gerrit und Floh (Gitarrist Florian Erhart, Anm. d. Verf.) haben ihre Änderungswünsche geäußert und das wars auch schon. Genauso lief dann auch das Mastering ab.

Wie ist es zur Zusammenarbeit mit Mikael Stanne gekommen?

Gerrit kennt Mikael durch seinen damaligen Job recht gut und als sie auf einem Festival ein paar Bier zusammen getrunken haben, kam irgendwann die Idee auf, dass es cool wär, wenn er auf unserem nächsten Album Guestvocals machen würde. Also recht einfach, haha

Wie läuft das Songwriting innerhalb der Band ab?

Floh sammelt ständig Ideen, die er dann online stellt, damit wir unsere Meinung dazu sagen können. Die Ideen mit denen wir alle einverstanden sind, werden dann zusammen im Proberaum ausgearbeitet. Es kommt aber auch oft genug vor, dass Ideen erst im Proberaum entstehen, die wir dann direkt verwerten, wie z. B. die Strophe von „A Matter Of Time“

Ihr habt ja einen neuen Gitarristen (Wolfgang Sander), der die Nachfolge des leider verstorbenen Benedikt Bjarnason (RIP) angetreten hat. Er ist zwar auf „Deep Wounds, Bright Scars“ nicht vertreten, aber wie läuft die Zusammenarbeit bis jetzt?

Bis jetzt sind wir sehr zufrieden. Wir haben zwar noch keine neuen Songs mit ihm geschrieben, aber die Proben mit ihm laufen sehr gut. Er passt menschlich sehr gut zu uns und hat auch den gleichen musikalischen Background wie wir. Davon abgesehen ist er ein sehr guter Gitarrist und ich bin sehr gespannt, wie sich das Songwriting aufgrund seines Inputs entwickelt.

Werdet ihr auf Tour gehen, um das Album zu promoten?

Eine Tour ist im Moment nicht geplant und wird auch wohl nicht stattfinden. Wir haben alle gute Jobs und teilweise Familie, so dass die Zeit für eine Tour nicht wirklich vorhanden ist. Wir hoffen natürlich auf möglichst viele Gigs im nächsten Jahr, aber konkret ist da noch nichts geplant.

Danke für die Zeit und eure Antworten und alles Gute für die Zukunft. Habt ihr noch eine Botschaft an unsere Leser?

Vielen Dank für den Support und ein metallisches Jahr 2012. Up The Caress!


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