DOWNFALL OF GAIA - Dominik

Artikel-Bild

Einen Leadsänger gibt es somit nicht. Stimmliche Variationen geben uns noch mehr Möglichkeiten einen Song und Album noch abwechslungsreicher zu gestalten.

DOWNFALL OF GAIA überzeugten bei ihrem METAL BLADE Debütalbum „Suffocating In The Swarm Of Cranes“ mit einer gekonnten Laut-Leise Dynamik, dem variieren von diversen Gesangsstilen und einer allumfassenden Konzeptstory. Gitarrist/Sänger Dominik im Small Talk mit stormbringer.at

Text: Reini
Veröffentlicht am 03.10.2012

Hi Jungs, vom eher in crustigere Gefilde abdriftenden Sound hin zu einem dunklen, schweren, aber auch wieder wunderschönen mit diversen Einflüssen versehenen Brocken. In der Theorie ein langer, beschwerlicher Weg, für Euch – so scheint es – war das aber irgendwie total einfach und ging auch relativ schnell, oder?

Das Ganze war ein ziemlich natürlicher Entwicklungsprozess, der über die letzten Jahre stattgefunden hat. Wir haben uns musikalisch weiterentwickelt, ebenso spielten immer mehr Einflüsse beim Songwriting mit ein. Das Ganze ist also eher unbewusst passiert, aber wir haben auf jeden Fall gelernt, gewisse Elemente besser miteinander zu verknüpfen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war.

Nach diversen Independent Veröffentlichungen habt ihr bei Metal Blade unterschrieben. Erstens sicher eine große Sache, Metal Blade sind einer der Big Player im Business, wie kam der Kontakt zu Stande und gab es von Eurer Seite her auch etwaige Bedenken vor der Unterschrift?

Das ganze kam ziemlich überraschend und unerwartet. Kurz bevor wir ins Studio gehen wollten, um unsere neue Platte einzuspielen, sind Metal Blade mit uns in Kontakt getreten und haben uns eine Zusammenarbeit angeboten. Auf der einen Seite war das Ganze natürlich eine große Ehre für uns, auf der anderen Seite gab es jedoch wirklich Zweifel unsererseits, ob Metal Blade das richtige zu Hause für uns sein wird. Nachdem wir aber einen guten Informationsaustausch hatten und diverse Fragen geklärt werden konnten, gab es für uns keine Zweifel mehr diesen Schritt zu gehen.

Wir fühlen uns sehr wohl mit dieser Entscheidung und sind gespannt, was die Zukunft bringt.

Auf Eurem „Suffocating In The Swarm Of Cranes“ Album sind mir die wirklich variablen Sangesanteile aufgefallen, ist es wirklich so, wie auf Eurer FACEBOOK-Seite zu lesen, dass bei Euch die beiden Gitarristen (Dominik und Peter), sowie Basser Toni sich den Gesang aufteilen? Oder ist einer von Euch schon der LEAD-Vocalist und wenn ja WER?

Die Gesänge werden immer aufgeteilt. Die Stimmverteilung ist ziemlich songabhängig und muß zum jeweiligen Part des Songs passen. Einen Leadsänger gibt es somit nicht. Stimmliche Variationen geben uns noch mehr Möglichkeiten einen Song und Album noch abwechslungsreicher zu gestalten.

„Suffocating In The Swarm Of Cranes“ bedeutet ja ganz frei übersetzt Im Schwarm der Kraniche zu ersticken! Inwieweit könnt ihr den Albumtitel und auch das damit einhergehende Konzept des Albums erklären, oder wollt ihr hier gar nicht zu viel verraten und setzt auf die Selbstinterpretation(en) der Hörerschaft?

Der Kranich ist in unserem Fall als etwas negatives zu verstehen.

In vielen Mythologien der Welt wird der Kranich als ein Sinnbild des Glücks, der Herrlichkeit und Langlebigkeit gesehen. Wir haben uns bewusst für diese Figur entschieden, um auszudrücken, wie schwer es ist ein Teil des Ganzen zu sein, ohne dabei unterzugehen. "Suffocating In The Swarm Of Cranes" erzählt die Geschichte einer Person, welche auf Grund einer sich immer schneller drehenden Gesellschaft und dem stetig steigendem Leistungsdruck von außen (zwischenmenschlicher, wie auch kapitalistischer Natur) sich selbst verliert und daran zerbricht.

Ich möchte Euch einen Auszug aus meiner Rezension zu „Suffocating In The Swarm Of Cranes“ überlassen und bitte um Eure geschätzte Meinung:

Die fünf nun folgenden, meist um die zehn Minuten langen Epen, sind an Schwere und der damit einhergehenden Heavyness kaum zu überbieten. Aber der Fourpiece schafft in dieser allumfassenden Bedrohung auch ein wenig Licht am Ende des musikalischen Tunnels zu platzieren, Emotion ist hierbei ein ebenso probates Stilmittel, wie das gekonnte Jonglieren mit diversen Stimmungen…

Erstmal danke für die netten Worte ! Emotionen und das Variieren diverser Stimmungen sind uns beim Songwriting immer sehr wichtig. Deshalb freut es uns natürlich solche Zeilen zu lesen.

Wir probieren immer möglichst viel in einen Song zu stecken, ihn jedoch im Endeffekt als ein Ganzes erscheinen zu lassen. Ebenso probieren wir das Ganze aggressiv und atmosphärisch zu umhüllen.

Gaia stammt ja aus der griechischen Mythologie – und ist die personifizierte Erde und eine der ersten Götter. Bei DOWNFALL OF GAIA frag ich mich natürlich: Ist es tatsächlich so schlecht bestellt um unseren Mutterplaneten?

Jedem Menschen, der mit ansatzweise offenen Augen durch die Welt geht, dürfte klar sein, dass wir in eine ungemütliche Richtung steuern und eine Menge Dinge in Bahnen verlaufen, in denen sie es eigentlich nicht sollten.
Ökologischer wie auch humaner Natur werden schließlich tagtäglich nicht wieder gut zu machende Schäden angerichtet und diese Beständigkeit an Fehltritten steht schon im ziemlichen Gegensatz zu einer Dauerhaften Existenz.

Die berühmten "letzten Worte": Willst Du den Lesern von Stormbringer.at noch etwas mit auf den Weg geben?

Lieben Dank für dieses Interview und das Interesse !

Noch mal Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast!


WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Area 53 Festival 2019
ANZEIGE