R.G.KOOPER - R.G. KOOPER

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Es gibt super Konzerte und Events, auf denen man sich regelmäßig trifft. Was nervt, ist das Verhalten mancher Booker und die Abzocke, die oft betrieben wird.

R.G. KOOPER zählt bekanntermaßen seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der Wiener Rockszene. Der eingefleischte GUNS N' ROSES-Fan spielt nicht nur Rock'n'Roll, sondern lebt ihn auch. Warum das nicht immer ganz einfach ist, speziell in Österreich, und andere Dinge erklärt er uns - immer auch mit einer Prise Humor - im STORMBRINGER.at-Interview.

Veröffentlicht am 15.12.2012

R.G. KOOPER zählt bekanntermaßen seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der Wiener Rockszene. Der eingefleischte GUNS N' ROSES-Fan spielt nicht nur Rock'n'Roll, sondern lebt ihn auch. Warum das nicht immer ganz einfach ist, speziell in Österreich, und andere Dinge erklärt er uns - immer auch mit einer Prise Humor - im STORMBRINGER.at-Interview.

SB: R.G., du bist nun schon seit vielen Jahren nicht nur als Fan, sondern auch als aktiver Musiker in der Wiener Rock-Szene vertreten. Wenn du auf die letzten zehn, fünfzehn Jahre zurückblickst - was sind so deine tollsten Erinnerungen an deinen Werdegang als Musiker und Rock-Fan in Wien? Und welches die schlechtesten?

RG: Da gäbe es in Anbetracht des Zeitraums natürlich jede Menge aufzuzählen... die absoluten Highlights sind sowohl viele Konzerte meiner Heroes wie KISS, GUNS N' ROSES oder zB EUROPE, die ich mir alle in der ersten Reihe gegeben habe, als natürlich die eigenen Erfolgserlebnisse wie den gewonnenen ADDICTED TO ROCK-Songcontest im U4, ABC-Finale am Maifest, das erste Radio-Airplay, das erste Fernsehinterview - der ganze Werdegang an sich ist eine tolle Erinnerung, von den ersten Club-Gigs bis hin zu Auftritten am Donauinselfest.

SB: Du hattest im Laufe der Zeit ja auch etliche Bands; derzeit bist du jedoch wieder mit deiner eigenen, schlicht R.G. KOOPER genannten Truppe unterwegs (die aber freilich nicht nur aus dir alleine besteht). Kannst du uns ein bisschen was sowohl über deine bisherigen Bands, als auch über deine aktuellen Tätigkeiten erzählen?

RG: Richtig, da ich für die Musik und fürs Musikmachen lebe, war ich immer schon für verschiedenste Bands und Projekte offen: Mit 16 spielte ich Schlagzeug bei einer Punkband namens VOLLMACHT, später war ich Sänger bei BAD GIRLS MAGAZINE (mit unserer Coverversion von "Neverending Story" schafften wir es auf Anhieb in die FM4-Playlist!) und Mitbegründer von THE SALT DEPARTMENT, wo ich auch Gitarre spielte, während ich auch gerne als Gastmusiker am Keyboard (zB für BOON und ECLIPTICA) fungiere. Daneben schreibe und komponiere ich natürlich für meine eigene Band, also langweilig wird mir nicht!

SB: Wie sieht es mit Tondokumenten aus? Von welchen deiner Bands gibt's Alben oder Videos, und wo können Interessierte Material von R.G. KOOPER bekommen?

RG: Da man hierzulande mit Rock & Roll sowieso nicht reich wird, gebe ich den Leuten gerne die Möglichkeit, mich online gratis anzutesten, um ihnen die Entscheidung zu erleichern, meine Konzerte zu besuchen! Eine große Auswahl bisheriger Aufnahmen gibt es hier: http://www.mydrive.ch (log in: GUEST@RGKOOPER - passwort: ROCK&ROLL)

Viele Live-Ausschnitte und anderes gefilmtes Material aus den letzten Jahren findet man unter: http://www.youtube-nocookie.com/results?search_query=rg+kooper

Und den aktuellen R.G.KOOPER-Longplayer "WORST CASE IN STEREO" (recorded by KauzMusic) kann man sich da reinziehen: http://www.rgkooper.bandcamp.com

SB: Wenn du dir dein aktuelles Projekt ansiehst, wo würdest du R.G. KOOPER stilistisch einordnen? Was sind eure größten Stärken, und wo siehst du vielleicht noch Schwächen?

RG: Obwohl Sleaze- und 80er-Rock meine Roots darstellen, lasse ich mich immer wieder gern auf musikalische Experimente ein, daher ist es wohl nicht ganz so einfach, mich in eine entsprechenden Schublade einzuordnen. Die Stärken in meiner Band liegen auf jeden Fall darin, dass alle Mitglieder (Justin, Gwen, Betty, Besi von REANIMA, Franz von MR. WHITE und Kauz, der auch bei PÖBELSTUNK spielt) erfahrene Profimusiker sind und dabei gleichzeitig tolle Menschen, die respektvoll miteinander umgehen und Spaß an der Sache haben. Solche Leute sind seltener zu finden als man glauben möchte. Schwächen gibt's wohl immer und überall, zum Beispiel dass wir alle totale Perfektionisten sind!

SB: Wie nimmst du die österreichische, und speziell die Wiener Szene war? Was läuft gut, was weniger gut? Was würdest du gerne ändern?

RG: Die Szene an sich rockt! Man supportet sich gegenseitig online und onstage, es gibt super Konzerte und Events, auf denen man sich regelmäßig trifft. Was nervt, ist das Verhalten mancher Booker und die Abzocke, die oft betrieben wird. Es war immer schon ein teures Hobby, in Österreich Musik zu machen, aber beispielsweise für 50 Karten, die Du abnehmen mußt und um 10 Euro verkaufen sollst, selbst grad mal 2 Euro vom Veranstalter zurück zu erhalten - that's a fucking joke... Da wundert es nicht, immer öfter von Bandauflösungen zu hören bzw. zu lesen. Ich meine: Proberaummiete, Instrumente und Drogen, das kostet ja auch alles Geld, bitteschön! Gut, schon klar, die Weltwirtschaftskrise hat uns natürlich alle erwischt und Konzerthallenmiete, Flyer und Drogen sind wiederum genausowenig umsonst, aber trotzdem... Naja, und davon, dass unsereins in Funk und TV quasi totgeschwiegen wird, fang ich ja gar nicht erst an. Hauptsache, es läuft DIE GROSSE SCHEISSE...

SB: Was hältst du von den zahlreichen Bandcontests, die es in Österreich immer wieder gibt? Sind diese für junge Bands hilfreich, um erstmals Fuß im Business zu fassen, oder sind sie eher hinderlich, weil man viel zu viel Energie auf Ticketverkaufen und Freunde-Motivieren verschwendet, anstatt einfach gute Musik zu machen?

RG: Tja, siehe oben... Als neue, unbekannte Band bleibt einem ja eigentlich fast gar nichts anderes mehr übrig, als sich sowas anzutun, um auch mal größere Bühnen zu bespielen, wenn man nicht jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt... aber man sollte bei den meisten dieser Wettbewerbe nicht mehr Fairness und Ehrlichkeit erwarten als beispielsweise in der Politik.

SB: Wer sind deine Lieblings-Acts aus der heimischen Szene?

RG: Die Antwort zu dieser Frage gibt's hier in der zweiten Strophe:



SB: Und wer sind deine großen musikalischen Vorbilder?

RG: GUNS N' ROSES, KISS, MAIDEN, ONKELZ, ÄRZTE, GUNS N' ROSES, CRÜE, OZZY, GUNS N' ROSES und ROBIN SPARKLES ;D

SB: Hm, ich glaube, du hast da GUNS N' ROSES vergessen... Nun, was sind die nächsten Ziele für dein aktuelles Projekt R.G. KOOPER? Wo möchtest du mit der Band hin und was wirst du dafür tun?

RG: Natürlich haben wir uns nach oben hin keine Grenzen gesetzt, aber der Weg ist das Ziel! Solange es uns und dem Publikum Spaß macht, bin ich zufrieden.

SB: Wie sieht's mit Live-Aktivitäten in nächster Zeit aus? Wann kann man euch wieder hören? Gibt's auch schon Pläne für Shows im Ausland?

RG: Derzeit arbeiten wir an neuem Songmaterial und an einer neuen Show, neue Gigs gibt's dann wieder im Frühjahr. Wird dann natürlich entsprechend beworben, News gibt's online, add me on Facebook!

SB: Gibt es noch etwas, dass du den Leuten draußen mitteilen möchtest?

RG: Never back down! And Rock & Roll, baby - as usual!


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