Exit To Eden - Bernhard Pfeiffer

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In den letzten 30 Jahren hat sich einiges innerhalb der Gothic-Szene getan, sowohl in Österreich als auch über die Grenzen hinaus. Die Szene hat dabei viele Trends mitgemacht.

EXIT TO EDEN zählen schon seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der österreichischen Gothic-Rock-Szene. Neo-Sänger Bernhard Pfeiffer hat uns ein paar Fragen zur Band und zur Szene in Österreich beantwortet.

Veröffentlicht am 10.10.2014

SB: EXIT TO EDEN zählen schon seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der österreichischen Gothic-Rock-Szene. Was hält euch als Band eigentlich am Laufen, warum macht's immer noch Spaß?

BP: Wir haben in der Tat schon einiges erlebt, sei es um die Band herum, oder vor allem auch innerhalb der Band. Wichtig ist, dass wir uns nie aus der Ruhe bringen ließen, und immer an unser Ding geglaubt haben und dies auch durchgezogen haben.
Wir machen Musik, weil es uns Spaß macht und Musik, die uns Spaß macht. Dabei probieren wir auch immer wieder gerne was Neues aus. Es ist spannend, sich als Band zu entwickeln, ohne sich dabei wirklich zu verändern. Wir haben uns dadurch eine treue Fanbase erarbeitet und gewinnen darüber hinaus ständig neue Fans dazu.
Das durchweg positive Feedback unserer Fans gibt uns dabei Recht, am richtigen Weg zu sein.

SB: Wie seht ihr die Gothic-Szene in Wien und in Österreich allgemein? Ist die toll, oder seht ihr Verbesserungsmöglichkeiten?

BP: In den letzten 30 Jahren hat sich einiges innerhalb der Gothic-Szene getan, sowohl in Österreich als auch über die Grenzen hinaus. Die Szene hat dabei viele Trends mitgemacht, welche sich nur zum Teil bis heute gehalten haben.
Unser Eindruck dabei ist, dass inzwischen der Electro-Anteil wieder nachgelassen hat bzw sich die Szene wieder mehr am klassischen Gothic Rock orientiert, was uns als Goth'n'Roll-Band natürlich entgegen kommt.

SB: Was sind denn so die Geheimtipps für Fans von Gothic-Angelegenheiten in Wien? Welche Clubs, welche Konzerte und Events würdet ihr empfehlen?

BP: Als Wiener Band können wir natürlich in erster Linie nur über die Szene in der Stadt sprechen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Gothics. Neben den gängigen Clubevents kommen in letzter Zeit auch wieder vermehrt große Acts nach Wien.
Einige kleinere Clubs (zB Weberknecht, Aera, Replugged usw) veranstalten regelmäßig Live-Events, bei denen vor allem österreichische Bands live zu erleben sind.

SB: Bernie, du bist ja nun auch neu als Sänger bei EXIT TO EDEN dabei - wie kam es zu dem Sängerwechsel in der Band und wie hast du dich bereits eingelebt? Was wird sich am Sound von EXIT TO EDEN jetzt ändern?

BP: Wir kennen uns schon länger. Ich habe mit meiner damaligen Shock-Rock-Band REPEATING PAIN ein paar Gigs gemeinsam mit EXIT TO EDEN gespielt, wir waren sogar für einen gemeinsamen Gig in London.
Als ich damals aus persönlichen Gründen bei REPEATING PAIN ausgestiegen bin, ging mir das Musizieren nach einer Weile schon sehr ab und dies gab ich in einer melancholischen Minute in Form eines Facebook-Posts kund.
Genau zu dieser Zeit verließ Simon Moon, mein Vorgänger bei ETE die Band. Ich denke die Jungs haben da eins und eins zusammengezählt, Werner hat mich um die Weihnachtszeit angerufen und mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte bei ETE einzusteigen.
Anfangs war ich sehr skeptisch. Da ich davor doch auf einer etwas "härteren und aggressiveren" Schiene gefahren bin und mir nicht sicher war, ob mir das "ruhige" und "melancholische" von ETE liegt. Ich habe die vorhandenen Texte für mich adaptiert, dass ich mich besser einleben kann und bei den neuen Lyrics wurde mir quasi freie Hand gegeben.
Nach ein paar gemeinsamen Proben wusste ich, dass dies mein Platz ist. Wir ergänzen uns sehr gut. Sie bringen mich ein wenig runter und ich fahr sie ein wenig hoch. Dabei kommt eine etwas härtere Version von EXIT TO EDEN und gleichzeitig ein ruhigerer Bernie heraus. Ein guter Cocktail, cheers!

SB: Was sind so allgemein die Einflüsse in der Musik von ETE? Was sind so eure musikalischen Vorbilder? Wofür steht ETE inhaltlich?

BP: In der Tat ist es so, dass wir teilweise recht unterschiedliche Einflüsse haben, was es gerade deshalb interessant und spannend für uns macht, unsere Ideen in Songs zu verwirklichen. Wir versuchen dabei nie, unsere Vorbilder zu kopieren, sondern immer etwas Neues zu erschaffen, was am Ende nach EXIT TO EDEN klingen soll. Im Kern geht es dabei immer um Gothic und Rock'n'Roll!

SB: Was steht bei euch demnächst an? Ist ein neues Album in Planung?

BP: Wir sind gerade in der Endphase zu den Aufnahmen für unser nächstes Full-Length-Album, welches wir bis Ende des Jahres fertig stellen möchten. Parallel dazu entsteht das Artwork, und ein Video ist ebenfalls in Planung. Wir haben uns viel vorgenommen und uns entsprechende Ziele gesteckt!

SB: Wie sieht's mit Live-Aktivitäten aus in der nächsten Zeit? Wo kann man euch erleben, und wie kommt der geneigte Fan zu Tickets?

BP: Die nächste Gelegenheit uns live zu erleben, ist am 13. November im Club Aera in Wien. Die W:O:A-Roadshow gastiert dabei in Wien und wir sind stolz darauf, dabei sein zu dürfen. Tickets dafür können direkt bei uns geordert werden. Einfach eine email an contact@exittoeden.at oder einfach eine PN via Facebook!


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