Theories - Joe Axler

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Wir starteten mit THEORIES nur zu dem einen Zweck, nämlich Musik zu schreiben die angepisst ist... - Joe Axler

Die US-Grinder THEORIES veröffentlichten mit "Regression" ihr Debütalbum und bringen frischen Wind in ein mittlerweile doch etwas angestaubtes Genre. Drummer Joe Axler nahm sich Zeit für ein Stormbringer-Interview über das Erstwerk und den brachialen Krawall, der da aus Übersee zu uns herüber schwappt.

Text: Laichster
Veröffentlicht am 03.04.2015

Die US-Grinder THEORIES veröffentlichten mit "Regression" (zum Review) ihr Debütalbum und bringen frischen Wind in ein mittlerweile doch etwas angestaubtes Genre. Drummer Joe Axler nahm sich Zeit für ein Stormbringer-Interview über das Erstwerk und den brachialen Krawall, der da aus Übersee zu uns herüber schwappt.

Hello Joe, THEORIES existiert nun seit 2011, bitte erzähl und doch was euch dazu gebracht hat gemeinsam Musik zu machen und wie die Band zustande kam?

Es passierte aus Langeweile. Die Bands, in denen ich zu jener Zeit aktiv war, hatten keine Touren vor der Tür stehen und es gibt nichts, dass ich mehr hasse als nicht auf Tour zu sein, haha!
Wir starteten mit THEORIES nur zu dem einen Zweck, nämlich Musik zu schreiben die angepisst ist und damit auf Tour zu gehen. Das ist eigentlich alles und jetzt haben wir unser erstes Album am Start und schon ein dutzend Touren hinter uns.

Ihr spielt eine Mischung aus Grindcore und Death Metal. Was sind eure persönlichen Favoriten und was beeinflusst den Sound von THEORIES maßgeblich?

Jeder von uns hatte Ideen, Bands als Vorbilder oder Vorstellungen über die Richtung in die wir gehen sollten, aber als wir angefangen haben gemeinsam Songs zu schreiben, hörte sich das auf einmal danach an, was sich jeder einzelne anfänglich vorgestellt hatte. Ich denke jeder hatte Ideen und wir schreiben unsere Songs alle gemeinsam und so endet es eben in diesem verstümmelten Schlamassel, das wir dann als Endprodukt bezeichnen, aber ich finde mich damit ab und liebe es auch die Songs die wir gemeinsam geschrieben haben zu spielen.

Jetzt präsentiert ihr uns mit eurem ersten Album "Regression" einen Longplayer, der viel Sozialkritik in seinen Lyrics versteckt hält. Ist es dir wichtig, dass eure Musik eine Message verbreitet? Was sind die wichtigen Themen auf "Regression" aus deiner persönlichen Sichtweise?

Im Grunde geht es um den unvermeidlichen Untergang der Welt und der Gesellschaft so wie wir sie kennen. Die Natur wird wieder die Herrschaft übernehmen. Ich schreibe nicht unsere Lyrics, deswegen kann ich leider nicht zu spezifisch werden, aber das ist das generelle Gefühl, dass "Regression" vermitteln soll.

Denkst du, dass eure Musik die Denkweise der großen Masse verändern kann, um einen positiveren Lebensweg einzuschlagen?

Ich denke Musik ist im Grunde ein emotionales Leuchtfeuer. Ich bin nicht der Meinung, dass Musik das Leben eines einzelnen Zuhörers grundlegend ändern kann, aber sie kann definitiv den Weg zu fühlen ändern. Ich denke aber spezielle Songs, Bands oder Melodien helfen zu fühlen, oder ändern die Art zu fühlen. Ich bin der Meinung, Menschen können einen Soundtrack zu ihrem Leben haben, der ihnen hilft das zu tun, was sie wollen, also irgendwie schon ja...

Mit "Regression" bringt ihr neuen in Wind in den Grindcore, euer Sound ist sehr experimentell, ihr spielt melodiöse Gitarrenparts unter dem typischen Geprügel und habt auch einige groovige Passagen in euren Songs. Wart ihr den typischen Grindcore-Sound satt und habt versucht das Genre wieder neu zu erfnden oder ist das einfach so passiert?

Ich bin Grindcore absolut nicht satt. Der Sound, den wir geschaffen haben sollte nicht irgendetwas ändern. Wir haben nur solche Songs geschrieben, die wir selbst hören möchten. Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas ändern oder neu erfinden, das war auch nicht unser Ziel. Und noch einmal: Wir schreiben Musik, die wir selbst gerne spielen und die Richtung, in welche sich ein Song entwickelt, entsteht, wenn wir ihn schreiben. Wir hatten auf keinen Fall eine vorgefasste Meinung von dem, was wir zu tun versuchen würden.

Ein Song auf "Regression" nennt sich "First Worlds Last Breath". Denkst du, dass die Welt wie wir sie kennen nicht mehr lange existieren wird?

Natürlich, alles kommt einmal zu einem Ende. Ich kann natürlich nicht genau sagen wie alles zugrunde gehen wird, aber ich habe meine Vorstellungen. Das würde jetzt aber zu einem Roman ausarten... Haha!

Ich hoffe auch bald auf der Bühne zu sehen, wann können wir mit einer Europa-Tournee rechnen?

Wir haben gerade begonnen mit einem europäischen Booker Kontakt aufzunehmen und wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich nach Europa kommen können. Wenn alles gut läuft, sehen wir uns Ende des Jahres!

Danke für deine Zeit und Stormbringer wünscht viel Erfolg mit "Regression"!


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