Titi Niti - Christof Kather

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Im Groben geht es bei TITI NITI so ca. darum: Die Welt ein bisschen bunter zu malen als immer nur schwarzweiß. Verstehste?

Dass JAKA-Bandchef Christof Kather neben den Herren, die zum Geld verbrennen auffordern, noch andere Projekte am Laufen hat - u.a. die sensationellen FAKE IDYLL -, ist nichts Neues. Das aktuelle hört auf den Namen TITI NITI (vormals THE TRUE KNETE), und hier gibt man sich politischer als im Hause JAKA. Dies jedefalls legen die Fragen nahe, die bis vor Kurzem noch auf www.thetrueknete.de zu lesen waren. TITI NITI haben ihre Website inzwischen überholt, der Strombringer hat den Fragekatalog aber zuvor noch sichern können. Ende dieser Woche fand Christof Zeit, sich den genauso unangenehmen Fragen von Stefan Baumgartner zu stellen.

Veröffentlicht am 24.05.2015

Der titinitische Fragekatalog lautete wie folgt:

- "Was sind die wahren Beweggründe der da oben, wenn sie behaupten, das Wachstumsdiktat sei die einzige Möglichkeit, den Status quo zu erhalten?"
- "Können Mohammedkarrikaturen wirklich der Verteidigung unseres Rechts auf Meinungshoheit dienen?"
- "Ist der deutsche Peergroupphilosemitismus genauso schwarzweiß vereinfachend wie sein hässliches Pendant?"
- "Behindert political correctness tatsächlich die kritische Reflexion über die Ursachen von Sexismus und Rassismus und fördert beides dadurch eher?"
- "Burnt sich der westliche Durchschnittshedonist out, weil seine Selbstversklavung vielleicht doch nicht so sehr auf seiner freien Entscheidung beruht, wie er denkt?"
- "Stimmt es wirklich, dass der Konsument persönlich moralisch verantwortlich ist für seine Kaufentscheidungen, oder werden eher alle Register gezogen, ihm gar keine Zeit zum Nachdenken zu lassen und ihn auch ansonsten unkritisch und dumm zu halten, weil Dumm alles glaubt und kauft?"
- "Kann man mit einem mobilen Endzeitgerät allen Ernstes gegen Frontex protestieren?"

"Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich die kommende TITI NITI nicht direkt beschäftigt, am Rande aber doch schon auch irgendwie."


Christof, die Debüt-7'' von TITI NITI startet mit der Litanei "Wie ein Idiot". Welchen Intelligenzquotienten würdest du dem durchschnittlichen Europäer attestieren?

Lass mich deine Frage mal so formulieren: Was ist der Unterschied zwischen einem Putin- und einem Merkelversteher? Antwort: Dem Putinversteher unterstellt man, er sei auf der Seite der Bösen und ergo gegen den Westen. Dass er mehr als nur dualistisch zu denken imstande ist, und dass er das, was er versteht nicht unbedingt gutheißt, kann der Merkelversteher nicht verstehen. Der Merkelversteher versteht auch die wahren und vielschichtigen Beweggründe einer Merkel und ihres Umfelds nicht, weiß aber im Gegensatz zum Putinversteher, ohne lange nachdenken zu müssen, auf welcher Seite er steht. Deswegen findet er es ganz normal, dass Merkel der Schutzmacht Amerika die Stiefel küsst trotz der ganzen, auch persönlich erlittenden Demütigungen. Und niemals wird er merken, dass sich durch den bloßen Einsatz bestimmter Begriffe und deren Umdeutungen Denkverbote erteilen lassen, die es ermöglichen, ein immer weniger richtiges Leben im immer Falscheren zu führen, und dass diese Denkverbote außerdem zu vollkommen widersprüchlichen Phänomenen führen wie zum Beispiel, dass Smartphone-user gegen Frontex demonstrieren, wo sie doch - wenn man das Nachdenken über Ursachen fördern würde - eigentlich Frontexversteher sein müssten. Und zwar sowohl nach der neuen Lesart wie auch in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes. Als nächstes demonstrieren diese Idioten wahrscheinlich noch gegen militärische Einsätze gegen Schlepperbanden, obwohl diese Schlepper ja eben nicht die Rohstoffe für ihre Handys hier rüberschippern, sondern die Leute, die gerade diese doch schürfen sollen bei sich zuhause!
Entschuldige, dass direkt die erste Antwort jetzt hier so komplex ausgefallen ist. Euer Heft lesen aber ja wahrscheinlich hauptsächlich die üblichen Bahnhofversteher, also Leute, die Bahnhöfe und Bahnhofsvorsteher uneingeschränkt richtig finden. Bahnhof ist ja nicht schlecht. Man sollte aber ruhig mal hinter die Kulissen gucken. Da, wo es nach Pisse stinkt. Im Groben geht es bei TITI NITI so ca darum: Die Welt ein bisschen bunter zu malen als immer nur schwarzweiß. Verstehste?

Klar doch. Weiß allerdings nicht genau, ob bei unserer Leserschaft der Zug abgefahren ist. Müssen wir mal eine demographische Studie anleiern. Weiter geht es mit "Butter". Auch wenn das Streichfett hier eher symbolisch zu lesen ist, ein ultrawichtiges Thema heutzutage ist ja auch die gesunde Ernährung, immerhin ist es zurzeit schick, ur viele Unverträglichkeiten zu haben und außerdem Tierbabies süß aber nicht schmackhaft zu finden. Ist das nicht eine gar arge Modeerscheinung?

Dass man viele kleine Probleme aufbauscht und diese dann endlos durchkaut, um vom viel schlimmeren großen Ganzen abzulenken, ist keine Modeerscheinung. Dieser Trick ist uralt. Neu ist die Qualität mit der er angewandt wird. Aber das gilt ja im Grunde für alles. Alles wird übertrieben. Kapitalismus finde ich zum Beispiel erstmal total geil. Nur in seiner heutigen, vollkommen übertriebenen und extrem beleidigenden Form ist er schädlich. Für Mensch und Tier und letztendlich das, was er hätte ermöglichen können, dadurch, dass er uns Wohlstand gebracht hat: echte Aufklärung. Diese bleibt leider auf der Strecke, weil alle nur noch arbeitenarbeitenarbeiten und gar nicht mehr zum Hören, Lesen, Mitdenken kommen, und deswegen auf Züge aufspringen, die in die genau entgegengesetzte Richtung fahren oftmals. Linke zum Beispiel sind doch heute gar nicht mehr links. Ein Linker müsste doch eigentlich den Rechtsstaat in Frage stellen, in dem Sinne, dass er kritisiert, was jener als Recht proklamiert, was aber vielleicht doch nicht so gerecht ist. Heutige Linke verteidigen vieles, was eindeutig Unrecht ist. Das beliebteste Manipulationsmittel der Führer sind hier die altbewährten Nazi-Vergleiche. "Verschwörungstheorie" ist ein anderes gutes Wort, mit dem aufkeimendes Nachdenken erstickt wird. Bevor man sich einen Verschwörungs-Nazi schimpfen lässt, verteidigt man lieber unreflektiert die Ziele, die vermeintlich die guten sind - wobei die tatsächlichen Ziele sich ja meist erst zeigen, wenn man über sie mal nachdenkt. MÄDCHENDRECK bringen das in ihrem Stück "Zahl" ganz nett auf den Punkt. "Butter" handelt jetzt aber nicht von Lügenpresse oder, wie man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte, Lügenwerbung.

„Verschwörungstheorie“ ist ein gutes Stichwort: Sag mal, ist die Seite-A eigentlich eine Konzeptseite? „Wie ein Idiot“ schließt mit der Frage „Möchtest du ein Butterbrot?“, während „Butter“ am Schluss doziert: „Kiffen macht Laune, das ist doch klar!“, bevor „Drogen“ die Vorderseite abschließt.

Haha. Das ist mir tatsächlich noch gar nicht aufgefallen. Wirklich nicht! Aber nicht jetzt die Songs rückwärts abspielen und da auch noch irgendwelche "Hinweise" entdecken!

Das mit dem „Ups! Wirklich nicht!“ sagen Putin und Merkel auch immer – und der Kreis schließt sich. Ist TITI NITI also eine politische Band? Muss Message in Musik sein?

Nicht zwingend und schon gar nicht aufgesetzt. Zwischen den Zeilen ist sie aber okay, denke ich. Dass Merkel etwas verleugnet, habe ich noch nicht gehört. Dafür hat die doch einen ganzen Stab an Buhmännern. Das mit der Fassade vorgeschobener hehrer Absichten beherrscht man in Russland noch nicht so durch und durch gekonnt wie in der sogenannten freien Welt. Dass Putin da noch viel üben muss, sieht man daran, dass er auf Gewaltausübung im eigenen Land noch nicht ganz verzichten kann. Dass unsere Gesellschaft freier ist, ist keine Frage. Wenn aber mehr Menschen hierzulande von ihrer Freiheit wirklich Gebrauch machen würden und klarer sehen würden, würden sie vielleicht auf all die Freiheiten verzichten können, welche sie sich gar nicht selber ausgesucht haben, sondern zu denen sie verführt, ja, gesellschaftlich gezwungen werden! Das würde global gesehen bestimmt zu mehr Frieden führen, wenn der Vernünftigere mal ein bisschen nachgeben könnte in seinem Expansions- und Wachstumswahn. Die Leute würden dann vielleicht auch merken, dass die für unseren Lebensstil notwendige Ausbeutung schon längst nicht mehr nur in anderen Ländern stattfindet, sondern sie sich freiwillig selbst ausbeuten. Und zwar für die, die als einzige tatsächlich davon profitieren, weil sich eine Wohlstandsgesellschaft nunmal am besten melken lässt. Und ich glaube fast, dass die da oben die Vernunft genau deswegen klein halten, weil ein Wachstumsrückgang nämlich ihre Einnahmen schmälern würde. Also, der Verdacht drängt sich mir jedenfalls auf.

Jetzt greifst du mit dem Stichwort „Freiheit“ schon auf die B-Seite vor und lässt die „Drogen“ aus. Glaubst du, ich merk das nicht? Da gibt’s diesen einen Typen, Bryan Lewis Saunders. Der hat sich dem Experiment gestellt, sich verschiedene Drogen reinzuschmeißen und dann immer ein Selbstporträt zu malen. Das wär doch mal eine geile Idee für die nächste TITI NITI Scheibe, ein Song, ein Dutzend Mal auf verschiedenen Drogen aufgenommen. Also nicht, dass ich da wen verleiten möchte. Nur theoretisch. Eine Gedankenspielerei.

Einen Song ein Dutzend Mal aufnehmen? Mit Drogen ginge das vielleicht. Ich nehme aber keine Drogen. Das auf Musik zu übertragen, was dieser Bryan da bildnerisch macht, funktioniert vermutlich nur mit gefühlvollerer Musik als der, die TITI NITI spielen. TITI NITI spielen ja an ihrer Obergrenze. Variationen sind da weitestgehend ausgeschlossen.

Wobei man sagen muss, gerade im Solobereich ist TITI NITI stellenweise schon sehr gefühlvoll unterwegs. Ich will jetzt nicht mit dem JUDAS-PRIEST-Schlagwort kommen, aber hat was.

Was für ein JUDAS-PRIEST-Schlagwort? Das kenne ich gar nicht. Wenn du meinst, dass TITI melodischer sind oder besser ins Ohr gehen, dann würde ich das grundsätzlich unterschreiben. René hat seine typische Handschrift, was Riffs angeht, aber auch schon bei JAKA hinterlassen. Vor allem auf dem Album "Kaputte nackte Affen", nach seinem Ausstieg aber auch auf "Welt ohne Werbung", zu dem er zum Teil ganze Stücke beigesteuert hat als Gast. Dasselbe gilt für seine immer sehr gefühlvollen Soli. Als Sologitarrist kommt René bei mir noch weit vor Slash.

Das Schlagwort wäre „Lead“ waagerecht gewesen („ich kaufe ein E und möchte lösen“, aber das ist dann schon wieder drogesk) – aber gut, das war jetzt auch sehr spitzfindig, weil dort sind’s ja die Twin-Leads. Aber sag mal, ganz ehrlich jetzt: JAKA müssen es niemandem recht machen und du hast, glaube ich, dort auch eine gewisse Kim-Jong-Position, aber dennoch hast du zig diverse Projekte am Laufen. Wie weit engen dich selbst die vier Lettern „JAKA“ künstlerisch ein?

Gar nicht. Eben weil ich ja die Ideen, zu deren Umsetzung JAKA gerade keine Zeit haben, in anderen Projekten verwirklichen kann. Die anderen JAKA-Vögel haben deswegen nicht immer Zeit, weil sie selbst auch andere Projekte verfolgen. Und weil wir seit unserer reinigenden Pause von 2011 bis 2014 über alles offen sprechen können, sind diese Fremdgehereien intern auch kein Problem. Das mit den Projekten hat ja in der JAKA-freien Zeit angefangen, weil ich die ständig anfallenden Texte eben nicht mit JAKA vertonen konnte. Jetzt sind JAKA wieder zusammen und ja auch produktiv wie früher. Wir haben seit der Reunion nicht nur ein Album, sondern auch die Cover-LP "Deutschland von vorne 2" herausgebracht. Dies ist aber kein Grund, die Nebenprojekte an den Nagel zu hängen, ist der Kim doch gerade wegen dieser so entspannt, dass er auf seine Jong-Position - was immer genau du damit meinst - pfeifen kann.

Ich wollte nur nicht schon wieder Band-„Hitler“ zitierend sagen, sonst werde ich wieder ins Eck gestellt. TITI NITI sind ja bekanntlich aus (THE TRUE) KNETE hervorgegangen, die sich mit „Ikea“ einen Namen gemacht haben. Hast du eigentlich als Dankeschön für die Negativwerbung (auch die ist eine Werbung!) ein gratis Billy bekommen, oder gar eine Ikea-Family-Card-Gold?

Könnte ich eigentlich mal nachfragen. Wobei, so negativ die Werbung auch ist, eine ausreichend große Verbreitung hat sie nicht gefunden. Sie lief ja nur auf Tape und auf einem extrem stiefmütterlich behandelten youtube-Channel.

Dabei spricht man, gerade in der Bobo/Hipster-Szene, ja wieder von einem Vinyl-und-Tape-Boom. Lustigerweise ist es nun auch wieder im Black Metal und im Grindcore en vogue, auf Tape zu veröffentlichen, wurscht ob MARDUK, NAPALM DEATH oder CATTLE DECAPITATION. Ist Grindcore und Black Metal hip?

Ist heute nicht alles hip? Wird nicht alles, zum Teil sogar noch konturloses, aus dem Untergrund gefördert und auf seine Vermarktbarkeit geprüft? Also alles, was sich diesem Bohren und Fördern nicht ganz bewusst entzieht dadurch, dass es nicht auf facebook geladen wird oder um Subscribers bettelt? Hip zu sein bedeutet mehr Verbreitung, gleichzeitig aber auch baldige Vereinnahmung und Verkehrung ins Gegenteil. Was das Veröffentlichen auf Tapes angeht, würde ich eher davon ausgehen, dass es eine Gegenbewegung zur totalen Vereinnahmung ist. Tapes sind sperrig, störrisch, ein Abspielgerät nicht immer und überall zur Hand. Tapes geben der Kunst die Aufmerksamkeit wieder, die die digitale Welt ihr geraubt hat mit ihrem Viel zu viel und Alles ist alles und alles egal.

Da muss ich grad an ein schönes Zitat aus der „Koinzidenz der Gegensätze“ denken: „Da das schlechthin und absolut Größte, dem gegenüber es kein Größeres geben kann, zu groß ist, als dass es von uns begriffen werden könnte – ist es doch die unendliche Wahrheit –, so erreichen wir es nur in der Weise des Nichtergreifens.“

Ist das aus demselben Buch, in dem da einer weiß, dass er nicht weiß? Also ich weiß nur eins: Wenn es alle gut finden, ist es nichts für mich. Dann ist es was für facebook.

Ne, ich glaub, das war ein Kapitel in „1001 Kristallnacht“ von Adolf Baba. Aber weg von der Politik, hin zur Musik wieder. Hast du gewusst, dass es auf den Diskoinseln vor Grönland keine einzige Disko gibt?

Ich wusste noch nicht einmal, dass es die Diskoinseln gibt. Lass mich raten: Auf den Dispoinseln gibts keine Geldautomaten.

Ein Trugschluss, ein salopper! Wieso erscheint „Schrotuzi“ eigentlich nicht auf unundeux, sondern über Affront? Sparmaßnahmen?

Tatsächlich sind wir bei unundeux schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach dem Leck, durch das immer wieder neues Geld hereinströmt. Unsere Buchhaltung verdient diesen Namen eigentlich gar nicht, und dann wird da immer so viel rausgehauen für die Produktion von T-Shirts und Aufkleber und Flyern und Postern - alles vollkommen unnützer und nicht gerade übermäßig gefragter Krempel. Einiges davon verkaufen wir schon, Vieles aber wird verschenkt oder verstopft unsere Eingangsbereiche. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass wir viel mehr Geld ausgeben als einnehmen, trotzdem war das Labelkonto noch nie im roten Bereich. Die Spenden aus dem Kreis unserer 500, äh 499 Follower - einer ist gerade ausgestiegen, was heißt, dass wieder ein Platz frei geworden ist in unserem beschränkten Newsletterverteiler - können das eigentlich nicht erklären. Wie war die Frage? Ach so, warum Affront. Also, der Christian von Affront Vinyl, so der volle Name dieses sich gerade in der Gründung befindlichen Labels, hatte angefragt, ob die JAKA nicht ne 7" bei ihm rausbringen wollen würden. Und weil JAKA eben gerade keine Zeit hatten, hat er halt TITI NITI genommen.

Von wegen Zeit: Wie entscheidest du eigentlich, wann was raus muss - und was zum Beispiel noch etwas liegen kann, wie bei FAKE IDYLL oder JAKA eben? Und was auf welches Format kommt?

Alles muss immer sofort raus. Beziehungsweise so schnell wie möglich. Einerseits habe ich Angst vor Computercrashes, andererseits brauche ich auch das Abhaken. Wenn man etwas zu lange liegen lässt, besteht die Gefahr des Verschlimmbesserns. Oder man weiß gar nicht mehr, welches die letzte Version war und muss wieder alles zusammensuchen - auf meinem Rechner herrscht nämlich ziemliche Unordnung. Also fertigmachen, abhaken, Kopf und Rechner frei machen für Neues. Unter anderem deswegen wird auch immer am offenen Herzen produziert, wie ich das nenne. Das bedeutet, dass Schreib- und Aufnahmeprozess zusammenfallen. Gleichzeitig wird an den zum jeweiligen Projekt gehörigen Artworks, T-Shirt-Designs etc. gearbeitet.

Während TITI NITI etwas nach Brabbelsprache klingt, ist der EP-Titel schon ziemlich deftig: "Schrotuzi" ist wohl nach einem Elefantentöter (siehe "Predator 1") das garstigste, was man einem Körper antun kann, außer David Guetta vielleicht. Da musste ich an eine witzige Anekdote denken: Dixie von WEEDEATER hat mal in der Restfetten vergessen, dass seine Schrot noch geladen war und hat sich dann beim Putzen eine Zehe weggeschossen. Was war dein waffennärrischer Zugang?

Was ist denn eine Restfetten? Und wieso putzt der mit Schrot?

Der Zustand, wenn du mit leerem 16er-Blech am Bauch und halbem Hotdog im Mund aufwachst. Er hat nicht mit, sondern seine Schrot geputzt!

Ach so! Also ich habe gar kein Faible für Waffen. Als wir letzten Sommer bei unseren Nachbarn zum Saufen waren, wurde da über diese Neunjährige gesprochen, die aus Versehen ihren Schießcoach erschossen hat da drüben in Amerika. Mit einer Uzi. Einer der Gäste war bei der Bundeswehr gewesen und konnte davon berichten, dass die Uzi selbst für Erwachsene kaum zu bändigen ist, wenn die losknattert. Teufel Alkohol hat eine solche Uzi dann mit Schrot geladen und mich diese Quatschkombination direkt ins Internet posten lassen. Somit war der Titel in der Welt. Besonders intelligent ist er nicht gerade, das gebe ich gern zu.

Muss ja auch nicht immer besonders intelligent und ernst sein. So wie die Black-Metal-Bandnamen, die da gerade auf unundeux feilgeboten werden. HANS HE-MAN ist deutlich besser als es ein REINHARD HEYDEGGER je sein könnte, beispielsweise.

Jedenfalls sollte ernsten Sachen immer auch ein Schuss schräger bis peinlicher Humor beigemengt werden. Sonst hält man das ja alles gar nicht aus.

Stimmt. Aber da sind ja glücklicherweise die Amis wie so oft gelungene Vorbilder – wenn wir zum Beispiel nochmals auf die „Schrotuzi“ zurückkommen: >>Klick Mich!<< Man muss sich nicht gegenseitig abknallen, man kann sich auch selbst den Cholesterinspiegel hochpfeffern.

Was ist DAS denn für ein Video schon wieder? Da möchte man ja sofort zum militanten Veganer werden! - wenn das nicht so eine gutmenschenschelnde Luxusbewegung wäre. Die Amerikaner gibt es aber für mich nicht. Ganz sicher gibt es auch in Amerika viele Menschen, die vollkommen in Ordnung sind und einfach nur leben wollen. Die haben nicht alle Bacon am Lauf, genauso wenig wie ausnahmslos alle Palästinenser die Juden ins Meer treiben wollen würden. Die Juden gibts übrigens auch nicht. Die da oben, die gibt es. Und die sind die wirklichen Feinde des Menschen. Egal aus welcher Kultur die stammen.

Zweifelsohne – „die da oben“ und natürlich auch die Massenmedien, die zur Gedankenlenkung manipulativ eingesetzt werden. Allerdings: Ist dieses (nachvollziehbare) Bashing nicht auch eine Modeerscheinung, nicht nur von der Hamburger Schule, ohne selbst dann Lösungsansätze parat zu haben? Quasi eine reine Oppositionspolitik?

Die Massenmedien sind Werkzeuge oder Komplizen. Wie der Normalbürger ja auch. Aber auch innerhalb der Massenmedien gibt es natürlich welche, die oben sind und ganz bewusst einzig und allein ihren Profit im Auge haben, bei dem ja bekanntlich jegliche Moral aufhört. Eine Modeerscheinung ist das, was du jetzt Bashing nennst, nicht. Derlei hat doch die Frankfurter Schule schon längst benannt, noch bevor wir geboren waren. Und auch die hat angeknüpft an das, was andere schon gedacht haben vor noch längerer Zeit. Die Mechanismen mittels derer derlei Erkenntnisse unterdrückt werden, waren aber immer stärker. Weil die, die sie anwenden, Geld und damit Zeit haben, machtvoll zu manipulieren und eine Revolution von innen zu unterdrücken. Diese wäre - auch das ein alter Hut - der einzige Lösungsansatz. Wenn man den Leuten etwas diktiert, werden sie ja trotzig und machen erst recht weiter wie gehabt. Das kann ich ja auch nachvollziehen.
Leute, die objektiv beobachten und die Dinge ohne erhobenen Zeigefinger beschreiben, werden nicht ohne Grund lächerlich oder unmöglich gemacht. Eben damit ja nur keiner mal was von ihnen liest oder ihnen zuhört - wozu er ja sowieso keine Zeit hat. Ich finde zum Beispiel das, was der verstorbene Peter Scholl-Latour geschrieben hat, ganz und gar nicht antiamerikanisch. Und, ja, die Frisur vom Todenhöfer ist natürlich komplett bescheuert, und vielleicht macht der sich auch wichtig. Das, was er vorschlägt zur Schaffung von Frieden, ist aber ganz vernünftig. Ich bin jetzt weder ein ausgewiesener Scholl-Latour- noch ein Todenhöfer-Kenner, was ich von denen aber gelesen und gehört habe, finde ich vernünftig. Die von vielen als Comedians beklatschten Pispers und Schramm klären ebenfalls um einiges mehr auf als so manches Massenmedium. Und dann gab und gibt es da ja eine ganze Reihe israelischer oder jüdischer Autoren mit ähnlichen Themengebieten. Diese kann man ja wenigstens schonmal nicht mit dem Vorwurf des Antisemitismus mundtot machen. Wen die Leute aber natürlich cooler finden, weil er so schön poltern kann, ist der Broder. Bei dessen extrem verkürzten Ansichten muss man nicht so viel nachdenken und abwägen. Wie auch immer, ich glaube nicht daran, dass die Bevölkerungen der Gewinnerländer vernünftig werden können unter diesen Umständen. Und wenn da noch so viel Burn-out ausbricht und die Frauen mit 50 merken, dass ihre eingefrorenen Eizellen keiner mehr befruchten will. Natürlich werden die Menschen erst vernünftig, wenn es wirklich keine Alternativen mehr gibt. Wenn also die Umstände einen Wandel diktieren.

Da ist deine Sicht der Dinge quasi eh noch semi-optimistisch; Ich glaube nicht, dass der Eilzug, der aus dem Bahnhof gefahren wird, aufzuhalten ist, selbst mit Notbremse. Aber vielleicht bin auch ich von „Mad Max“ und „Seven Monkeys“ verdorben, wer weiß. Aber: Dies Gesagte betrifft die „Brot“-Welt, also die tatsächlich existenzsichernden Faktoren, wie lässt sich das auf die „Spiele“-Welt umlegen, also beispielsweise auf die Musikpresse – angefangen beim Rock Hard übers „Feuilleton“ bis hin zum wahnsinnigen Narren, der täglich auf seinem Blog zigtausend Künstler vors Schafott führt oder ins Elysium fliegen lässt?

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe. Ist die Spiele-Welt die, die zwischen Fressen und Moral stattfindet? Was den Eilzug angeht, denke ich ja eben auch nicht, dass der mit Notbremse zu stoppen wäre, sondern dass der erst vor der Wand endet sozusagen. Wobei, das klingt ja jetzt doch sehr fatalistisch. Ich gehe schon davon aus, dass die Menschen kurz vor dem totalen Crash doch noch an ihren freien Willen erinnert werden durch immer unerträglicher werdende Umstände. Noch sind die nicht unerträglich genug. Die Spiele-Welt sorgt ja mit ihren Ablenkungen dafür, dass man so einiges ganz gut erträgt. Du meinst aber was anderes, oder? Im Feuilleton findet ja hier und da auch Aufklärung statt. Ob im Rock Hard gesellschaftliche Fragen behandelt werden, weiß ich jetzt gar nicht. Ich kann mir das aber kaum vorstellen. Also, spielen finde ich natürlich generell erstmal gut. 

Eigentlich meinte ich, wie sehr in der (Metal)-(Fach)presse einerseits Profitorientierung, andererseits Polterjournalismus betrieben wird. Also das, was du vorhin den Massenmedien angekreidet hast. Also: Wie weit da auch die Spielewelt manipuliert wird.

Ach so! Also, Profit muss ja gemacht werden - nur nicht uneingeschränkt und alles dafür in Kauf nehmend oder gar über Leichen gehend. Auch muss Profit ja nicht ausschließlich monetär sein. Blogger zum Beispiel machen das, was sie machen, ja nicht aus monetären Beweggründen - solange sie nicht nur bloggen, um Werbekunden anzuziehen. Der für die Generation unserer Eltern alberne Begriff "Selbstverwirklichung" kann auch eine Bezahlung sein neben der nötigen finanziellen. Wer etwas mit Freude und Herzblut macht, braucht gar nicht viel Geld, sondern eher Zeit. Statt Freude haben die Leute heute nur noch Fun. Und Fun macht gar nicht soviel Spaß, wie mancher denkt. Fun kann genauso anstrengend sein wie Arbeit, wenn man Arbeit als etwas definiert, was einem eigentlich zuwider ist, und was man nur erledigt, um nicht ausgeschlossen zu werden aus unserer Work-Life-Gesellschaft. Inwiefern in der von dir genannten Spiele-Welt manipuliert wird, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass gesellschaftlicher Konsens gar nicht merkt, dass er manipuliert ist und selbst manipuliert.

Ist für dich die Musik – die ja durchaus, ganz gleich in welcher Zusammenstellung, nicht nur ein Herumgealbere ist, auch wenn natürlich Bony und so schon auch witzig sein können – eigentlich nun Fun oder Arbeit?

Sie und alles, was damit zusammenhängt, macht mir Freude.

Bis auf das Touren, bekanntlich. Wenn dann aber doch einmal, sitzt du immer hinterm Kit. Hat es dich eigentlich nie gereizt, auch mal tatsächlich als „Frontschwein“, um wieder herumzublackmetallen, in Erscheinung zu treten – oder gar die Doppelbelastung zu probieren, so wie bei AUTOPSY?

Oder wie bei 100000 TONNEN KRUPPSTAHL. Ich weiß wirklich nicht, wie diese ganzen singenden Deathmetaldrummer das machen. Mir wäre das zu anstrengend. Da ich außerdem über keinerlei Gesangstechnik verfüge, bin ich auch immer ziemlich krank in den Tagen nach dem Einsingen. Und live müsste ich ja dann auch Ansagen machen. Keine Ahnung, ob meine Sozialphobie mir das erlauben würde. Ich verstecke mich nicht umsonst gern hinterm Schlagzeug.

Arbeitet – oder „spaßt“ – es sich mit JAKA und deinen diversen Projekten eigentlich anders?

Alles ist alles und hängt mit allem zusammen. Pflichten gibt es immer. Wenn man sie aber morgens erledigt, merkt man sie gar nicht. Dazu halte ich meine Mitstreiter immer an. Leider leben nicht alle Menschen im selben Rhythmus, und wenn ich dann sage: "Steh auf, du faules Schwein!", legen die sich einfach wieder hin!
Das war natürlich jetzt nur Spaß. Ich bin unendlich froh und dankbar, mit so vielen tollen Typen zusammenarbeiten zu dürfen! Bony würde jetzt sagen: "Der Kather ist ein alter Monsieur tout de suite, dem sollte wirklich mal einer die Schnauze polieren!" ... und dann würde er behaupten, das sei ja nur Spaß gewesen.

Okay, aber dezidiert: Wenn jetzt dann zum Bleistift so ein Typ wie Kai Koslik mitmischt – auch wenn die TITI-Riffs René geschrieben hat – ist’s wohl doch nen Tick anders, als wenn die JAKA-Animal-Farm regiert, oder?

Eigentlich nicht.

In Punkto „Künstlerdramen“ ist der Pott also viel, viel langweiliger, als „Berlin Tag und Nacht“. Schade. Vermutlich deswegen nicht so das Einzugsgebiet. In einem Interview mit unundeux hast du zu Protokoll gegeben, dass Christian Bass von Affront Vinyl so ein richtiger Underground-Fuzzi ist. So ein richtiger Jäger und Sammler. Wie siehts da bei dir aus? Interesse vorhanden? Bekommst du da ab und an von wahnsinnigen JAKA-Fans nicht nur Höschen, sondern auch mal Demos zugesteckt? Könntest du dir, eingedenk deiner Sozialphobie, vorstellen, so wie Gott Fenriz auch so einen Internet-Podcast zu machen, wo du den ganz geilen Scheiß, den aber keine Sau kennt, vorstellst?

Demos bekommen wir bei unundeux en masse. Die Sachen, die uns gefallen, lassen wir aufs Label, den Rest hören wir auf Konzertfahrten mit JAKA im Bus. Ich habe aber mit meinem eigenen Kram schon viel zu tun. Dazu noch den anderer zu besprechen, dafür fehlt mir dann doch die Zeit. Ich sammle auch nicht, habe noch nicht einmal das eigene Oeuvre komplett zuhause.

Frustriert dich das nicht, deine eigene komplette „Biographie“ bzw. Entwicklung nicht parat zu haben? Ist das für einen Künstler nicht irgendwie so, wenn für einen Papa auf einmal alte Fotos von den Kindern futsch sind?

Nein. Das stört mich nicht. Ich habe auch keine Fotos von früher und fotografiere auch heute nicht gerade übermäßig viel. Am liebsten beschäftige ich mich mit den jeweils aktuellen Projekten. Vielleicht auch, weil ich Angst habe, dass die alten Sachen eventuell nicht nur nicht gut, sondern zum Teil sogar total missraten sind. Von Zeit zu Zeit mache ich Best-Of-Compilations wie zum Beispiel die CD-Box "Das große Verbrauchen" oder das Büchlein "Japanische Kampflektüre" - und konsumiere auch diese dann lieber nicht. Ich mache um zu machen. Der Entstehungsprozess ist das, was ich brauche. Archivieren können andere. Wenn es unbedingt sein muss.

Wirst schon sehen, irgendwann gibt’s in Wien ein JAKA-Museum. 5 Euro Eintritt. Pille-palle! Du hast vorhin gesagt, dass, wenn du eben an einem aktuellen Projekt arbeitest, alles gleichzeitig entsteht, auch das ganze Drum-Herum. Warum muss es denn schon wieder ein Totenkopf auf nem schwarzen Shirt sein? Das EP-Motiv ist doch viel, viel toller! Oder funktioniert das auf nem Shirt nicht? Klär mich mal mit deinem grafischen Auge auf!

Mit dem T-Shirt-Motiv wollte ich vor allem René eine Freude machen. Der ist Metaller. Also, ein echter! Nicht so ein Wackenspasti. Aber du hast Recht, den Uzi-Seppel vom Cover könnte man auch mal ausprobieren auf Stoff. Aber einfarbig, sonst wird das zu teuer. Ich frag mal Christian, ob er zur 7" noch ein exklusives T-Shirt rausbringen will.

Is gut. Während Christian mal nen Kosten-Nutzen-Plan erstellt, klär mich mal auf, wie da die OBITUARY-Aktion für die KNETEN-NITI gelaufen ist. Hat man für sowas nicht eigentlich Labels? Oder ist das mittlerweile illusorisch?

Wir haben das Spendenportal geschlossen als 1000 Euro zusammen waren. Manch einer hatte die ganze Aktion als eine Parodie verstanden, was sie aber nicht war! Schon gar keine auf OBITUARY, die ich sehr geil finde, und deren Fundraising ich ganz und gar nicht albern oder untrue fand. Ich habe den Jungs die vielen Dollar wirklich gegönnt! Wir brauchten zum Aufnehmen natürlich kein Geld, auch, wenn unundeux nicht wirklich ein Label ist. Wir haben die Kohle aber trotzdem irgendwie durchgebracht. Mit Unterstützung von unundeux.

Wie läuft das mit unundeux eigentlich so? Ist das irgendwie so als Kommune zu sehen, wo halt ab und an auch Freunde vorbeikommen, so wie demnächst Couchsurfer aus Rio de Janeiro?

Darüber darf ich leider nicht sprechen. Frag doch mal die NVA oder den BDM, vielleicht wissen die was. Ich fänd allerdings schöner, wenn es wenigstens noch eine Kulisse gäbe, hinter die noch niemand geguckt hat.

Sei froh, dass das hier der Sturmbringer und nicht die Bild ist. Da gäbs keine Rücksicht! Dann erzähl mal wenigstens etwas über "Grindbands ohne Grenzen".

Eine Schnapsidee, aus der vielleicht Realität wird. Bisher sind 14 ausgefüllte Anmeldebögen bei uns eingegangen. Mal sehen, ob noch mehr kommen. Mehr gibts da jetzt nicht zu erzählen. Alle nötigen Infos stehen ja auf dem Bewerbungsformular.

... und ich nehme mal an, ob da JAKA als Zugpferd vorangestellt werden, steht auch noch in den Sternen. Weißt du, was die anderen so gerade treiben, abgesehen jetzt von René und Bacho, die ja gerade mit TITI NITI beschäftigt waren?

Hahaha. Du lässt nicht locker, was? Ich werde dir aber nicht verraten, was wir privat ... da kannst du dich auf den Kopf stellen. So. Ich muss auch los jetzt. Bony hat für morgen zum Frühstück eingeladen, und von Wien bis Essen ist es ja ein Stückchen. Gibt es noch irgend etwas, das du den TITI NITI-Fans sagen möchtest?

Eigentlich nur, dass die EP wirklich gut ist. Und das sag ich jetzt nicht, weil ich JAKA gut finde und TITI NITI eigentlich eh JAKA sind, nur halt ein bisschen anders. Weil das sind sie nicht. Carsten hat wieder hervorragende Arbeit geleistet, klingt wunderbar organisch. "Butter" ist mein Lieblingsstück, da ist der Mittelteil so zärtlich. Das macht richtig Lust auf Butterbrot, mit frischem Schnittlauch und Salz. Ich hoffe, das macht Bony morgen zum Frühstück. Also dann mal gute Fahrt, Kather, und fall nicht! Muss mich jetzt eh langsam vorbereiten, heute geht's zu den Black Metallern GROTESKH aus Kärnten ins Escape, und du weißt ja, wie das mit "Kärnten" und "Escape" ist.

Ja. Ich glaube ich weiß, was du meinst. Also, groteske Grüße! Und Danke für die Aufmerksamkeit!

 


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