WEEDEATER - Dave Dixie Collins & Dave Shep Shepherd

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Erst kürzlich hat jemand im Internet geschrieben, wir seien die einzige Band mit 27 Zehen. Er implizierte also, alle drei von uns hätten sich je eine Zehe weggeschossen.

Ein Abend mit WEEDEATER kann für ungeübte Menschen tödlich enden - nicht zwangsweise, weil Dixie auf die Idee kommt, jemanden über den Haufen zu schießen, sondern schlichtweg, weil das Übermaß aus Weed und Whisky, das die Herren wegstecken, nicht jedem zuträglich ist. Dementsprechend wagte sich Stormbringer diesmal nicht nur zu zweit - das bewährte Team Stefan Baumgartner und Robert Fröwein (diesmal als stille Anstandsdame) - nach der schweißtreibenden Show in die Backstage-Räumlichkeiten der Arena, sondern hatte mit Martina Hollauf auch noch weibliche, fachkundige Begleitung vom Slam Magazine im Schlepptau.

Veröffentlicht am 25.06.2015

Eigentlich hätte das Interview mit WEEDEATER der Vorsicht halber vor der Show geführt werden sollen. Jedoch waren die Mitglieder der Band im Gegensatz zur Stormbringer/Slam-Fraktion im Delirium, sodass das Gespräch zurückgestellt wurde. Kaum von der Bühne, wrang Dixie noch rasch sein T-Shirt aus, sodass man darunter duschen konnte, richtete für die Journalisten-Bagage Trink- und Rauchwaren her und stellte sich gemeinsam mit Gitarrist Shep den Fragen über Waffen, Weed und Whisky. Einstweilen sorgte Schlagzeuger Travis für Ordnung, räumte brav das Equipment aus dem Dreiraum aus. Immerhin ist er eine Wanderameise. Oder so. Aber: Lest selbst, what the friend with weed has to say ...


Stefan Baumgartner: In einem älteren Interview mit The Quietus wirst du zitiert, dass du für eine Zombie-Apokalypse vorbereitet wärst. Hast du generell irgendwelche apokalyptischen Ängste?

Dave "Dixie" Collins: Scheiße nein, viel schlimmer als jetzt kann es ohnehin nicht mehr werden. Travis lebt immerhin in Atlanta (lacht). Du musst einfach immer auf alles vorbereitet sein. Erst kürzlich flogen wir in die Ukraine und wurden gefragt, ob wir da nicht Schiss hätten - aber scheiße nein, jeder lebt und stirbt irgendwann, irgendwie. Ich lebe einfach mein Leben wie bisher und du siehst: Wir haben auch die Ukraine überlebt, und morgen werden wir versuchen, Griechenland zu überleben (lacht).

SB: Bist du es eigentlich müde, über deinen Unfall, als du dir selbst die Zehe weggeschossen hast, befragt zu werden?

DC: Ehrlich gesagt, ja - auch wenn du das Thema von der charmanten Seite angegangen bist (lacht). Allerdings ist mir durchaus bewusst, dass das etwas so Absonderliches ist, dass mich das das restliche Leben begleiten wird. Nicht so besonders, als wäre ich jemals auf dem Mond gewesen, aber du kennst vermutlich nicht viele Menschen, die sich selbst angeschossen haben (lacht). (Dixie zieht sich den rechten Socken aus, zeigt seine vier Zehen und amüsiert sich königlich) Schau dir das Tattoo an: "Bin am Markt! - Alles Liebe, Schweinchen" (lacht)

SB: Wohin glaubst du entwickelt sich die US-Debatte über Waffenbesitz?

DC: Sie werden uns niemals die Waffen entziehen, niemals. Unmöglich. Vor vielen, vielen Jahren wäre es noch möglich gewesen, die ganze Welt, und nicht nur die USA, von Waffen zu bereinigen und Gewaltprävention zu forcieren, aber heute ist der Zug abgefahren. Wenn du heute ein derartiges Gesetz erlässt, folgen dem nur die ehrlichen Menschen - die zwielichtigen Gestalten werden dir einen riesen Haufen auf das Gesetz scheißen. Und das wissen die Amerikaner. Außerdem: Das Recht, Waffen zu besitzen, haben wir uns von der Miliz behalten, die damals gegen die Briten in der Revolution kämpfte. Du bekommst heute schlichtweg die Waffen nicht mehr weg aus amerikanischen Häusern, selbst viele Großmütter haben zwei davon. Ich selbst mag Waffen ja nicht wirklich, aber ich möchte auch nicht der einzige in meinem Block sein, der keine hat.

Martina Hollauf: Wofür verwendest du deine Waffen? Jagst du?

DC: Nein, ich jage nicht. Ich habe eine Flinte zur Selbstverteidigung.

SB: Also nur eine Schusswaffe?

DC: Ich hatte noch eine Pistole, aber jemand hat bei mir eingebrochen und sie gestohlen. Also muss ich mir demnächst eine neue besorgen. Die ist allerdings für meine Freundin, weil die mag Flinten nicht wirklich, sondern lieber etwas Handliches fürs Nachtkästchen, sollte jemand einbrechen.

MH: Aber da gibt es doch die eine Geschichte über dich, dass du einmal Besuch bekamst und du fragtest, was du zum Essen schießen gehen sollst ...

DC: (lacht) Es ist nichts Falsches dabei, sich sein Essen zu schießen. Was ich eigentlich meinte ist, ich bin kein aktiver Jäger. In einer perfekten Welt hätte ich eine Flinte und eine Pistole für Selbstverteidigung, und ein Gewehr zum Jagen. Aber bei mir sind die Waffen gut weggeschlossen, ab und an nehme ich sie raus und checke, ob noch alles in Ordnung ist - ich bin wirklich kein Waffennarr.

MH: Wenn wir schon bei Geschichten sind: Gibt es da welche, die über dich erzählt werden, die aber an der Nase herbeigezogen sind?

DC: Da gibt es unzählige davon. Erst kürzlich hat jemand im Internet geschrieben, wir seien die einzige Band mit 27 Zehen. Er implizierte also, alle drei von uns hätten sich je eine Zehe weggeschossen. Was macht das aus WEEDEATER? Ein Vollidiot: Unfall. Drei Vollidioten? Die dümmste Band auf diesem Planeten (lacht). Also, fürs Protokoll: In dieser Band gibt es 29 1/2 Zehen. Ich bin hier der einzige Depp, der sich selbst angeschossen hat (lacht). Aber was lernt man daraus? Man sollte über WEEDEATER keine Scheiße labern, ich habe schon auf Menschen geschossen! Okay, das war ich selbst - aber auch das zählt! Auch ich bin ein Mensch!

SB: Ein weiteres, brisantes Thema ist die Legalisierung von Marihuana. Wie sind da die Zukunftsaussichten?

DC: Ich glaube, es wird über kurz oder lang legal werden. Das hat aber nichts mit vorausdenkendem Handeln zu tun, sondern allein wirtschaftliche Gründe: Wenn Colorado und Washington das aus Gesundheitsgründen durchhaben, werden sie in Kürze schuldenfrei dastehen. Und dann stehen die anderen Bundesstaaten Schlange. Selbst der verbohrteste, größte Politikesel mag Kohle. Selbst in Texas denkt man schon darüber nach - und da ist mir die Kinnlade runter gefallen! Wenn Texas vor North Carolina legalisieren, dann fress ich einen Besen!

SB: Du hast auch einen Head Shop ...?

DC: Der gehört meinem besten Freund, ich habe dort für 12 oder 13 Jahre gearbeitet. Mittlerweile arbeite ich nur mehr selten dort - dieses Jahr das letzte Mal am Valentinstag -, weil ich mit WEEDEATER ausgelastet bin. Aber ich mag's, dort zu arbeiten - jedes Mal wenn ich daheim bin und mir langweilig ist, stell ich mich in den Laden, es ist einer meiner Lieblingsplätze daheim. Haben wir Zeit für eine kurze Werbeeinschaltung? "Expressions: Wir haben sechs Läden in North Carolina, kommt uns besuchen!"

SB: Der Bandname kommt von einem weiteren, kleinen "Unfall": Dein Hund hat Gras gefressen ...

DC: Absolut korrekt recherchiert. Dem Hund ging es anschließend aber gut, schlief für etwa anderthalb Tage durch. Mittlerweile ist sie tot, aber sie hatte 19 sehr glückliche Jahre. Das ist auch schon 15 Jahre her, sie war sechs oder sieben, als das passierte. Sie war anschließend ziemlich sanfmütig, das war vielleicht auch ein kleiner Nebeneffekt, aber ein positiver (lacht).

SB: Mir ist etwas ähnliches mal mit einem Hund und Whisky passiert. Der hat sich dann die Seele aus dem Leib gekotzt.

DC: Siehst du, das ist der Unterschied zwischen Whisky und Weed! Ich mag beides, aber nur eins der beiden Dinge hat mich jemals Speiben gemacht (lacht).

SB: Für mich erweckt es den Eindruck, dass die Sludge-Szene im Süden Amerikas stärker ausgeprägt ist als sonstwo auf eurem Kontinent. Gibt es dafür Gründe?

DC: Ich weiß nicht, wir haben einen ziemlich familiären Zusammenhalt hier unten, ich spiele in BUZZOVEN und in BONGZILLA, da gibt es EYEHATEGOD, wo auch schon jeder gespielt hat ... Es gibt einfach viele Musiker, die in vielen unterschiedlichen Bands miteinander spielen. Der Zusammenhalt ist einfach irrsinnig stark. Niemand von uns hätte je gedacht, dass wir international erfolgreich touren würden - vielleicht einmal aus unserem eigenen Kaff hinaus kommen würden. Versteh mich nicht falsch, wir haben gute Freunde in ganz Amerika, in der ganzen Welt, aber im Süden ist der Zusammenhalt dann doch ein anderer. Da wird an einem Strang gezogen. Das brauchst du in Amerika auch, da musst du als Musiker zusammenhalten - alle anderen scheißen auf dich, nicht so wie in Europa, wo man sich um dich kümmert, wo du Essen, Trinken, Schlafplätze bekommst.

SB: Glaubst du, dass die Stoner-Szene in Amerika und Europa sich stark unterscheiden?

DC: Ja. Also, die guten Menschen sind überall gleich, und es kommt vorderrangig auf die Städte, und nicht die Kontinente an ... Aber in Europa hatte es der Heavy Metal schon immer leichter.

MH: Jede amerikanische Band, mit der ich spreche, lobpreist Europa ...

DC: Die Gastfreundschaft ist weitaus besser, ja. Als wir begonnen haben, war es hier wie dort zum Vergessen, es ist besser geworden. Ich war auch sehr erstaunt, als wir auf einmal Girly-Shirts produzieren mussten: "Was, uns hören auch Mädels?"

MH: Ja, ich habe selber noch zwei WEEDEATER-Shirts in XL ...

DC: (lacht) Weil früher nur die fetten Männer zu unseren Shows kamen (lacht)!
Dave "Shep" Shepherd: Ich glaube, SLEEP waren der ausschlaggebende Punkt, an dem die Sache populär wurde ... Niemand hat sowas in den Achtzigern fabriziert ...
DC: Bis auf SAINT VITUS.
DS: Okay, und PENTAGRAM. Aber nur wenige ... Und auf einmal mochten das die Leute ...

MH: Die letzten zehn Jahre haben einiges voran getrieben.

DS: WEEDEATER gibt es ja auch schon seit 20 Jahren, und die ersten zehn Jahre waren für uns kein Honiglecken ... Aber es wird immer besser.

SB: Mittlerweile ist Sludge, Doom und Stoner ein ziemlich hippes Ding geworden, genau so wie diese ganzen "Post-irgendwas"-Bands. Was hat sich seit euren Anfängen verändert?

DC: Keine Ahnung, außer, dass heute eben mehr Leute zu unseren Shows kommen.
DS: Wir spielten damals schneller. Als wir anfingen, war es noch Punk-Rock.
DC: Stimmt, früher waren vielleicht vier oder fünf von zehn Songs schwerfällig, wuchtig. Heute sind unsere punkigen Stücke eher Scherznummern, mit witzigen Lyrics.

SB: Ähnlich "populär" verhält es sich mit dem Bart: Heutzutage trägt man Bart, es ist für viele Firmen ein Marketingtool, um in der Werbung "frisch und jugendlich" zu wirken.

DC: Meinen Bart habe ich das letzte Mal rasiert ... Fuck, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Es wirkt unnatürlich für mich, aufzustehen und mit einem Stück Metall übers Gesicht zu fahren. Shepherd hingegen ist unser kleiner Indio, dem wächst gar kein Bart (lacht) - vielleicht, wenn er 20 Jahre lang durchschläft, dann kriegt er einen kleinen Flaum (lacht). Ich habe jedenfalls keine Zeit zum Rasieren, ich dusche ja nicht einmal täglich.

SB: Du pflegst ihn also auch nicht wirklich?

DC: Fuck, nein. Ab und an schnippel ich ein bisschen dran herum, wenn sich etwas drinnen verfangen hat, aber das wars auch schon.
DS: Dann verschandelt er sich immer selbst (lacht).
DC: Man sollte besoffen nicht seinen Bart schneiden (lacht). Aber du musst nicht reden, du warst gestern hackedicht! Shepherd konnte nicht einmal sitzen, so besoffen war er. Er ist vier, oder fünf Mal vom Sessel gefallen!

SB: Wenn wir auf eure Bühnenshow zu sprechen kommen: Ist das Chaotische, das Wilde etwas, das ihr sucht, oder etwas, das einfach passiert?

DC: Es passiert einfach. Ich wünschte, es wäre anders - weil dann würde ich nicht jeden Tag klitschnass von der Bühne gehen. Aber ich kann nicht einfach nur da stehen und spielen, das funktioniert einfach nicht. Ich habe einfach meinen Spaß auf der Bühne, egal wie viele Leute vor der Bühne sind - und bei der Probe schaut es bei uns auch nicht viel anders aus.
DS: Das Gute daran ist: Wenn du schwitzt wie Sau, schwitzt du den ganzen Alkohol vom Vortag wieder aus.
DC: Solange du untertags genügend Wasser trinkst, kannst du dich abends mit Whisky volllaufen lassen. Ich trinke eine Flasche Whisky während der Show - und ich könnte jetzt problemlos auf einem Bein stehen, ich bin absolut nüchtern. Und zwar nicht, weil ich ein Übermensch oder ein Alkoholiker bin, sondern weil ich alles wieder rausschwitze.

SB: Hast du dich jemals auf der Bühne verletzt?

DC: Erst kürzlich sind wir in Portugal in unser Equipment gefallen und die Securities haben uns auseinanderklauben müssen, bevor wir den Song zu Ende spielen konnten. Passiert ist da zwar nichts, aber ja, hie und da haben wir uns auch schon gegenseitig oder selbst Verletzungen zugefügt. Passiert halt. Wo gehobelt wird, fallen Späne.

SB: Ich habe heute von Travis eins übergezogen bekommen ...

DC: Ja, mich hat er auch ein paar Mal ins Gesicht geschlagen - aber ich hab einfach zurückgeschlagen. Und ich habe ihm ein paar Mal auf den Rücken geschlatzt, und er hat's nicht mitbekommen (lacht).

MH: Denkt ihr jemals an den Moment, wo ihr aufhören müsst, live zu spielen?

DC: Nein. Und wenn das einmal nicht mehr geht, kann ich mich zumindest noch mit dem Banjo hinsetzen ... Erst kürzlich habe ich einen Song auf der Ukulele geschrieben. Ein praktisches Instrument zum Touren.

SB: Apropos Songs schreiben: Wird zuerst gekifft, und dann geschrieben?

DC: Die Bong kommt immer zuerst. Außer beim Touren, da warten wir zumeist bis nach der Show. Wenn Shepherd zu mir zum Schreiben kommt, kommt es oft vor, dass wir uns einfach antrinken und einrauchen und kein einziges Riff schreiben, nur labern. So wie damals in der Highschool (lacht).

SB: Hat diese spontan-ungekünstelte Schreibweise auch damit zu tun, dass ihr analog aufnehmt?

DC: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, gute Frage eigentlich ... Tatsächlich ist es so, dass wir bodenständig sind, wir brauchen nichts Digitalisiert-Verfälschtes. Wir nehmen mit wenigen Takes auf, spontan und roh. Das sind WEEDEATER, keine zusammengestoppelte Scheiße. Es ist einfach natürlicher.
DS: Wir nehmen live auf.
DC: Die Musik zumindest, ja. Hie und da vielleicht ein Overdub bei der Gitarre, dann die Vocals drüber - und fertig. Ich könnte niemals so spielen, würden Shepherd und Travis nicht gemeinsam mit mir spielen, WEEDEATER funktioniert nur live. Ich könnte niemals in so einer Kabine stehen und das ganze Zeug nur durch Headphones hören, während ich meine Lines einspielen muss. Die Musik kommt direkt aus dem Kopf und dem Herz über deine Finger, und das einzufangen, das geht nur analog und live. Manchmal ist das Timing im Arsch, aber was soll's. Live klingt's dann auch immer irgendwie (lacht). Wenn deine Band am Album besser klingt, als live, dann ist sie scheiße (lacht). Man sollte eine Band immer an ihren Live-Qualitäten messen, live ist immer eine ganz andere Geschichte! Da siehst du richtig, wie viel Arbeit in den Songs steckt, wenn du uns auf der Bühne zusiehst... Ich weiß nicht, ob wir nicht manchmal auch wirklich scheiße sind, aber wir geben immer unser Bestes.

SB: Wäre WEEDEATER eine Flasche Whisky, wie würde er schmecken?

DC: Er würde ziemlich scheiße schmecken, es wäre ein ziemlich grindiges Gesöff (lacht). Scotch-Irish oder so (lacht). Bourbon ist gut, und schlechter Bourbon ist immer noch... schlecht.

SB: Wenn sich jedes Mitglied von WEEDEATER in ein beliebiges Lebewesen verwandeln könnte - was wärt ihr dann?

DC: Fuck. Ich wäre wohl ein Affe, aber nicht so wie die drei Affen - ich würde immer noch Böses hören, sprechen und sehen (lacht). Shepherd wäre ein Faultier. Damit tut er sich jetzt, wo er Kinder zuhause hat, schwer, aber wenn wir auf Tour sind, kommt das Faultier wieder ans Tageslicht gekrochen.
DS: Travis ist ein Karnickel.
DC: Travis hat zig Kinder, der kann nur ein Karnickel sein (lacht).
DS: Oder ein Clownfisch.
DC: Nein, Travis ist wie eine Wanderameise, er steht früh auf, ...
DS: (betrübt) Ich dachte, er ist ein Clownfisch ...
DC: Eine Karnickel-Clownfisch-Wanderameise.

MH: Im Interview, das ich für das Slam-Magazin führte, sagtest du, Murphy ist euer viertes Mitglied. Was ist seine Aufgabe?

DC: Naja, ihr wisst doch, was Murphy's Law ist: Sein Job ist es, alles zu versauen.
DS: Wird der Arsch eigentlich bezahlt?
DC: Nein, zum Glück nicht. Im Ernst: Scheiße passiert eben. Darüber kann man entweder lachen, oder weinen - und die Band auflösen. Wir sind nicht zäher als andere Bands, Murphy's Law gehört überall in dem Business dazu.
DS: Wir haben zum Beispiel vier Mal versucht, mit TODAY IS THE DAY zu touren ...
DC: Diesmal ist ein Familienmitglied von TODAY IS THE DAY verstorben, einmal hat sich Shepherd in Italien die Hand gebrochen, einmal habe ich mir eben in den Fuß geschossen und einmal war irgendetwas mit dem Sohn von Steve Austin... Wir schätzen die Jungs sehr, aber das war echt das letzte Mal, dass wir versucht haben, gemeinsam auf Tour zu gehen, weil ich habe einfach genug von diesen beschissenen Zufällen. Ich bin echt nicht abergläubisch, aber bei vier aus vier...

MH: Schade eigentlich, denn es wäre geplant gewesen, dich und Steve Austin gleichzeitig zu interviewen, während ihr euch mit Whisky gefüllten Wasserpistolen abschießt ...

DC: Geile Idee. Aber ich würde mir die Waffe vermutlich selber in den Mund stecken und abdrücken (lacht). Das gute Zeug kann man ja nicht verschwenden!

SB: Abschließend: Gibt es was Neues in Bezug auf BUZZOVEN und BONGZILLA zu vermelden?

DC: BUZZOVEN werden demnächst wieder ein paar Shows spielen, ich bin mit Kirk zur Zeit ziemlich oft in Kontakt. Bei BONGZILLA habe ich ja nur ausgeholfen, weil Cooter ein Kind bekam und keine Zeit für die Band hatte, aber jetzt ist er wieder dabei, sie haben gerade am Temples Festival in Bristol gespielt. Aber gut, Cooter gehört auch zu BONGZILLA, es wäre auch ein weiter Weg für mich von North Carolina nach Wisconsin.

SB: So, Business is over - jetzt gehen wir uns was checken ...

DC: Guter Mann!


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