ATOMIC AGGRESSOR - Enrique Zúñiga, Alejandro Díaz & Alvaro Llanquitruf

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Nach 30 Jahren das erste Mal in Europa zu sein - wer kann das sonst von sich behaupten?

30 Jahre chilenische Death-Metal-Geschichte - erstmals in Europa. Deshalb kann sich Stormbringer.at auch damit brüsten, das erste europäische Face2Face-Interview mit ATOMIC AGGRESSOR geführt zu haben.

Veröffentlicht am 28.09.2015

Selbst in einer von Metalkonzerten überfluteten Stadt wie Wien gibt es noch Premieren. An einem herbstlichen Dienstagabend etwa die Österreich-Premiere der chilenischen Death-Metal-Legende ATOMIC AGGRESSOR. Bereits 1985 von Gitarrist Enrique Zúñiga gegründet, mit einigen Demos zur unkapputbaren Kultband avanciert, 1992 aber dem kreativen Tod erlegen. Unglaubliche 15 Jahre später schlossen sich die Südamerikaner mit neuem Line-Up wieder zusammen und haben diesen Februar, unfassbare 30 Jahre nach der offiziellen Bandgründung, mit "Sights Of Suffering" eines der spannendsten und eindrucksvollsten Underground-Alben des Jahres vorgelegt. Die Show im leider sehr spärlich besuchten Wiener Escape ist erst die vierte in Europa, wir haben die seltene Ehre, als erstes europäisches Medium überhaupt ein persönliches Interview zu führen. Der Underground-Gedanke dominiert dabei, alle stellen sich bereitweillig zum Gespräch an, nur Gitarrist Julio Bórquez fällt dann doch aus, weil er sich einen Amp schnorren muss. Überhaupt ist der alkoholgeschwängerte Übersee-Kurztrip von Pannen gesät. Bei der aus Chile mitgebrachten Vorband DIABOLICAL MESSIAH geht ein Reisepass verlustig, ich muss den ATOMIC AGGRESSOR-Jungs die Saturn- und Klangfarbe-Adressen aufschreiben, damit sie sich ausrüsten können und Bórquez fällt kurz vor dem Auftritt sowieso aus allen Wolken, als ich ihm erklären muss, dass man in Österreich um 21.30 Uhr maximal noch an der Tankstelle zur großen Jägermeister-Flasche kommt. Good old Austria eben - Touristen lernen das ja bekanntlich recht schnell. Andererseits begeistert aber auch die freundliche Bescheidenheit - schon lange habe ich keinen Musiker mehr so dankbar für eine Gratis-Zündholzschachtel gesehen. Nun aber Feuer frei für den entspannten Talk auf der schwarzen Escape-Porno-Couch:

Leute, ihr habt mir gerade gesagt, ihr spielt eure erste Europatour überhaupt. Was sind denn eure bisherigen Impressionen und Erfahrungen von euren Shows und diesem Kontinent?

Enrique Zúñiga: Die Organisation hier ist ein Wahnsinn. Die gesamte Logistik ist beispiellos, man kann hier problemlos eine Tour durch mehrere Länder buchen, das wäre in Südamerika quasi unmöglich. Wir haben bis heute drei Shows gespielt und die Crowd war durchaus toll, auch wenn man sie niemals mit Südamerikanern vergleichen kann. (lacht)

Alejandro Díaz: Was mich bislang wirklich überrascht hat, ist die Tatsache, dass bei jeder Show zumindest ein Chilene direkt an der Bühnenfront war. (lacht) Die sind anscheinend auf der ganzen Welt verstreut, das wusste ich gar nicht. Eine sehr coole Sache.

Enrique, du bist das letzte verbliebene Gründungsmitglied und hast ATOMIC AGGRESSOR 1985 gegründet. Das Jahr, in dem ich gerade einmal geboren wurde…

Zúñiga: Alejandro war dann ab 1988 dabei, wir sind im Prinzip die beiden „alten Hasen“ in der Band. Das war anfangs noch extrem amateurhaft, aber es ging uns um den Spaß. Als Alejandro und unser Gitarrist Jaime Moya 1988 eingestiegen sind, wurden wir deutlich professioneller.

Díaz: Jaime verstarb tragischerweise am 17. September 2008.

Das passierte nur ein Jahr nach eurem großen Comeback. Habt ihr damals daran gedacht, wieder aufzuhören?

Zúñiga: Er hat damals nicht mehr in der Band gespielt und lebte weit entfernt von unserer Heimatstadt Santiago im Norden Chiles. Er litt schon lange an einem tückischen Krebs, deshalb haben wir damals, direkt nach der Reunion, schon mit Julio Bórquez gespielt, der noch immer bei uns ist. Wir wollten dann aber nicht noch einmal aufhören, das wäre ein Jahr nach der Reunion falsch gewesen. Natürlich war die Sache extrem tragisch und traurig für uns, aber wir hatten wieder große Pläne und haben das dann durchgezogen.

Es gibt zwar einen Haufen kultiger Demos aus Ende der 80er-/Anfang der 90er-Jahre, aber bis zum Debütalbum „Sights Of Suffering“ hat es trotzdem unfassbare 30 Jahre gedauert. Warum bloß?

Díaz: Wir haben damals auf die richtigen Konditionen gewartet. Bevor wir 1992 aufgehört haben, waren wir eigentlich die richtige Besetzung im richtigen Moment, aber es hat nicht sollen sein. Nach der Wiedervereinigung haben wir mit Alvaro im Jahr 2012 den besten Drummer bekommen, den wir uns vorstellen können und da wussten wir noch einmal – jetzt oder nie. Wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis.

Für mich ist es ohne Übertreibung eines der besten Death/Thrash-Underground-Alben des Jahres. Ihr habt die Scheibe über Hells Headbangers, eines der geschmackssichersten Underground-Labels, veröffentlicht und habt keine alten Songs verwendet. Ihr wart also ziemlich selbstsicher, dass die neuen Nummern zünden würden.

Zúñiga: Auf der Vinyl-Version gibt es den Song „Twilight Spectres“ unseres zweiten Demos aus 1990 zu hören, aber ansonsten hast du Recht. Wir hatten ja auch genug Zeit, neue Songs zu schreiben, so ehrlich können wir schon sein. (lacht) Wichtig war uns nur, dass wir die neuen Songs im alten Stil schreiben würden, ein bisschen mehr als zwei Jahre hat das Ganze dann schon gedauert.

ATOMIC AGGRESSOR - gesunder Nationalstolz im Wiener Escape - (c) Atomic Aggressor

Wenn man sich „Sights Of Suffering“ anhört, denkt man unweigerlich an MORBID ANGEL, CELTIC FROST und POSSESSED. Warum sind genau die eure größten und wichtigsten Einflüsse?

Zúñiga: Wir wollten einfach die gleiche Art von Musik wie früher schreiben und früher waren bei uns eben die 80er-Jahre. Wir hatten also eine ähnliche Zugangsweise wie in den Anfangstagen. Diese Bands sind unsere Alltime-Favoriten und deshalb stellte sich die Frage auch gar nicht, welche Richtung wir einschlagen würden.

Díaz: Diese Bands sind für uns immer noch extrem lebendig und wichtig, wir lieben aber auch die frühen SLAYER.

Dann muss das Hören des letzten MORBID ANGEL-Studioalbums ja die Hölle für euch gewesen sein?

Zúñiga: Das hat uns wirklich traurig gemacht. Aber gut, diese Freiheit haben sie, aber ich denke, sie sind einfach müde. Es ist ja ohnehin nur mehr Trey Azagtoth in der Band, und jetzt noch Steve Tucker. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf, dass sie an neuem Material arbeiten, das so klingt, als ob es aus den guten alten Zeiten kommen würde.

Wenn wir weiter zurückblicken – was war denn der Grund für das Ende der Band 1992?

Zúñiga: Wir haben unseren Drummer verloren und keinen vernünftigen Ersatz gefunden. Da das nicht das erste Mal passierte, waren wir auch müde, wieder von vorne anzufangen.

Díaz: Wir haben leider auch viele Möglichkeiten sausen lassen. Ein Sublabel von Peaceville Records hat uns schon einen unterschriftsreifen Vertrag für eine EP vorgelegt, wir mussten nur mehr unterschreiben, aber dann war der Drummer weg und der Traum geplatzt. Wir haben dann alle angefangen zu studieren, Häuser zu bauen, Geld zu sparen und plötzlich war die Drummersuche nicht mehr wichtig.

Habt ihr zwischenzeitlich alles liegen und stehen gelassen, oder zumindest in anderen Bands gespielt?

Zúñiga: Ich war kurz danach bei TOTTEN KORPS tätig und außerdem bei SADISM, die übrigens im November auf Europa-Tour gehen. SADISM liefen bei mir auch eine Zeit lang parallel nach der ATOMIC AGGRESSOR-Reunion, im Endeffekt habe ich einfach nie aufgehört, Metal zu spielen.

Und während der 15-jährigen Pause von ATOMIC AGGRESSOR seid ihr Lehrer und Kindergärtner geworden?

Zúñiga: (lacht) Fast. Ich bin Grafikdesigner und habe jedes verdammte Artwork seit den 80er-Jahren gemacht.

Díaz: Nach dem Ende der Band spielte ich bei der Amateurtruppe RAPTOR, aber das war rein zum Spaß.

Alvaro Llanquitruf: Als jüngstes und neuestes Mitglied war ich schon immer professioneller Drummer. Seit heuer zumindest, vorher war ich Amateur und Schüler. Ich wurde geboren, wuchs auf, dann lernte ich Schlagzeug und stieg bei ATOMIC AGGRESSOR ein. (lacht)

Habt ihr da manchmal nicht auch Generationskonflikte?

Zúñiga: Manchmal, ja. (lacht) Müssen wir das wirklich näher ausführen? Nein, Spaß beiseite. Es gibt keine großen Probleme. Alvaro sieht nur aus wie ein Kind, aber er hat eine ziemlich alte Seele.

Julio Bórquez - Gitarrist und Rampensau von ATOMIC AGGRESSOR
(c) Robert Fröwein

Was hat euch eigentlich dazu gebracht, 2007 mit ATOMIC AGGRESSOR wieder durchzustarten?

Díaz: Unser alter Drummer Pablo Clares hat mit uns an einer Bar gequatscht und er hat uns dazu motiviert, dass wir es wieder versuchen wollten. Das war eigentlich der Hauptgrund.

Zúñiga: Es kursierten damals auch ein paar inoffizielle Compilations in Japan und sonst wo und das wollten wir nicht so auf uns sitzen lassen, sondern selber etwas Offizielles veröffentlichen. Da waren unsere Demos perfekt dafür und dann haben wir mit Hells Headbangers gesprochen. Unser Ziel war anfangs, einfach eine offizielle Compilation unserer alten Demos herauszubringen.

Habt ihr die Typen eigentlich verklagt, die das illegale Zeug veröffentlichten?

Zúñiga: Nein, denn wir wissen bis heute nicht, wer das verursacht hat. Das ist leider oft so, dass eine Art Geist mit deinen Songs handelt. Vielleicht war es jemand aus Peru oder Chile, wir hätten da schon Leute in Verdacht gehabt, aber das Label meinte, die Intention kam aus Japan. Wer weiß das schon.

Verspürt ihr jetzt immer noch dieselbe Leidenschaft wie früher? Enrique, du warst 15, als du die Band gegründet hast, bist jetzt 45. Lodert die Flamme da immer noch gleich stark?

Zúñiga: Ich denke schon. Vielleicht liegt das auch an der 40er-Midlife-Crisis, die ich mir zugezogen habe. (lacht) Diese Art von extremen Metal haben wir aber immer gemocht, daran hat sich nichts geändert. Heute sind wir wieder sechs Monate pro Jahr auf Tour.

Wie habt ihr euch als Personen und in euren Ansichten verändert? 30 Jahre sind eine verdammt lange Zeit.

Zúñiga: Was weiß ich? Klingt tiefgründig, oder? (lacht) Nein, wir sind heute fast alle Väter, Arbeiter und Familienmenschen, das bringt das Alter so mit sich. Wir sind zwar älter geworden, versuchen uns das aber nicht anmerken zu lassen. Wir wollen denselben Hunger, dieselbe Mentalität wie früher an den Tag legen. Uns sind auch die Lyrics, das Artwork und alles drumherum wichtig, darauf liegt der Fokus und das nehmen wir sehr ernst.

Mit Kindern zuhause so weit weg zu touren, ist aber sicher nicht so einfach. Was sagen denn eure Frauen dazu, dass ihr mit Mitte 40 das Leben von 20-Jährigen führt?

Zúñiga: Wir haben natürlich viel Verantwortung, aber auch viele Möglichkeiten, die es früher nicht gab. In den 80er-Jahren war es quasi unmöglich, von Chile nach Europa zu reisen. Damals sind wir nur innerhalb der Landesgrenzen aufgetreten, ohne Geld, mit viel Einsatz und noch mehr Problemen. Das ist gar kein Vergleich zu heute, mit dem Internet, den besseren Gagen und den aufgeweichten Grenzen.

Díaz: Zudem haben wir 30 Jahre nach Europa gebraucht. Wer kann das sonst schon von sich behaupten als Band? (lacht)

War das in den 80er-Jahren für die Menschen ein Kulturschock, dass ihr Satan verehrt und über den Antichristen gesungen habt?

Zúñiga: Das auf jeden Fall. Wir waren Teil der zweiten chilenischen Metalband-Welle. Die erste bestand aus PENTAGRAM, MASSAKRE oder NIMROD. Dann kam der Death Metal groß raus und wir waren wohl die erste chilenische Death-Metal-Band, was uns schon sehr stolz macht. Für die gesamte chilenische Szene war das eine total neue Energie, eigentlich gab es davor auch keine Szene.

ATOMIC AGGRESSOR lieferten eine explosive Show im Wiener Escape. Leider vor nur knapp 40 Fans... - (c) Robert Fröwein

 

Dass die Menschen in Südamerika bei Liveshows so enthusiastisch sind, woran liegt das aus eurer Sicht?

Díaz: Vielleicht ist es der Alkohol? (lacht) Nein, anfangs gab es ja kaum Bands, die bei uns getourt haben. Jeder hat sich mit Magazinen eingedeckt, die Poster aufgehängt, Fotos angeschaut und Alben gehört, aber zu Liveauftritten kam es nie. Als die ersten Bands nach Chile kamen, war natürlich jeder aus dem Häuschen. Diese Freude hat sich dann auch nicht mehr geändert, die Leute sind noch immer so enthusiastisch wie eh und je.

Zúñiga: Ich glaube 1992 war es, als KREATOR als erste internationale Metalband dieser Größenordnung nach Chile kam.

Hattet ihr selbst auch Fanboy-Momente, an die ihr euch gerne zurückerinnert?

Díaz: Wirklich irre war, als wir das erste Mal als Vorband für POSSESSED spielten. Jeff Becerra saß schon im Rollstuhl und hat trotzdem alles gekillt, das war unglaublich, nicht zu realisieren. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich vor Freude geweint habe, wenn nicht, dann hat zumindest nicht viel dazu gefehlt. (lacht) IMMOLATION und MORBID ANGEL waren auch magisch.

Zúñiga: Als PENTAGRAM erstmals einen Soundcheck hatten, war ich schon hin und weg. Einmal haben wir auch für SLAYER eröffnet, das war ganz groß. Und natürlich muss ich auch VENOM nennen, auch sie durften wir supporten. Es war zwar nur mehr Cronos dabei, aber irgendwie ist er ja VENOM. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die größten Extreme-Metalbands in unserer Heimat unterstützen durften.

Llanquitruf: Ich war immer schon Fanboy von ATOMIC AGGRESSOR und das ist jetzt kein dahergelogenes Geschleime! Als die Band wieder anfing, war ich sofort bei der ersten Show und war komplett begeistert. Für junge Metaller wie mich war die Band ein Mythos, der noch aus Demos und Bootlegs bestand, und plötzlich spielten sie eine Mördershow. Ich glaube, ich habe damals im Moshpit wirklich alle niedergeräumt. (lacht) Manchmal gab es da auch Streit, aber mein Gott, es war es wert. Das war ein Festival, wo auch OBITUARY, SADUS und WATAIN spielten. Ich hatte wie jeder Junge mal eine Thrash-, mal eine Death, dann auch mal eine Power-Metal-Phase, aber ATOMIC AGGRESSOR begleiteten mich zuerst als Fan und jetzt als Musiker. Was will man mehr?

Wenn ihr so stark auf die alten Extreme-Metal-Bands abfährt, hört ihr dann überhaupt auch Neues?

Zúñiga: Klar, Bands wie DEAD CONGREGATION oder PERDITION TEMPLE sind super, aber die Inspirationen kriegen wir von den alten Haudegen. DESTROYER 666 sind auch toll. Auch in Chile passiert derzeit sehr viel, es gibt viele tolle, junge Bands, die sich auf alte Zeiten beziehen und wirklich guten, professionellen Death Metal spielen.

Wie sieht es denn mit den neuen Alben eurer alten Helden aus – MORBID ANGEL mal ausgenommen?

Zúñiga: Das letzte VENOM-Album habe ich noch gar nicht gehört, muss ich zu meiner Schande gestehen. SLAYER sind einfach nicht mehr SLAYER, das ist klar. Ich bin nur Fan der ersten drei, vier Alben. POSSESSED nehmen angeblich etwas auf und ich kann nur hoffen, dass sie stilistisch nicht ausscheren. Vor zwei Jahren haben sie in Santiago gespielt und die Show war der Wahnsinn. Die Gitarristen sind ja von SADISTIC INTENT und die verstehen was von ihrer Arbeit. MORBID ANGEL sind tot, das wissen wir ja ohnehin. (lacht) Das war’s – das sind unsere Helden. Oh, SODOM möchte ich noch erwähnen. Ich finde es auch grandios, dass sie nie weicher wurden und ihrem Stil immer treu blieben. Wie MOTÖRHEAD, das finde ich großartig.

Ist die Konzertlage in Chile heute eigentlich besser als vor zehn, 15 Jahren?

Zúñiga: Glücklicherweise ja. In den 80ern gab es wirklich gar nichts, aber es wurde stetig besser. Etwa seit dem Millennium geht es steil aufwärts, auch die einheimische Szene wächst ständig. Ich weiß aber trotzdem nicht, ob das für die lokalen Bands gut ist, denn wenn die internationalen Stars kommen, dann geben die Leute ihr Geld natürlich eher dort aus. Die Menschen sind nicht sehr reich in Chile und Konzerte sind auch nicht billig. Zum Glück gibt es aber eine Szene, das ist schon mal das Wichtigste. Es wäre schön, wenn man einheimische und neue Bands stärker unterstützt. IRON MAIDEN kassieren ja ohnehin so viel Geld, wenn da mal 100 Zuseher weniger zu einem Konzert kommen, weil sie ihr Geld lieber lokal ausgeben, fehlt es den einen an nichts und den anderen ist aber viel geholfen.

Es ist ja anzunehmen, dass ATOMIC AGGRESSOR jetzt weitermachen. Das nächste Album kommt aber schon vor 2045 oder?

Zúñiga: (lacht) Davon könnt ihr alle ausgehen. In erster Linie haben wir aber gerade ein anderes Projekt in Planung. Wir wollen für ein kleines chilenisches Label eine EP veröffentlichen und werden dann anfangen, am zweiten Album zu schreiben. Zuerst müssen wir mal nach Chile zurück, sonst erschlagen wir uns noch auf Tour. (lacht) Wir sind es ja nicht gewohnt, so lange auf so engem Raum zusammenzuhängen.

Das ist ja eure erste große Tour zusammen. Auch mit euren Landsmännern von DIABOLICAL MESSIAH, die als Vorband fungieren. Birgt das oft Zündstoff?

Zúñiga: Die anderen Jungs sind aus Rancagua, einer total anderen Stadt und wir kannten uns vorher nicht. Sagen wir so – der Metal steht über allem. (lacht) Es ist aber in einem kleinen Van nicht immer so einfach, die Freiräume fehlen halt. Aber mein Gott, wir sind ja hier um zu rocken – nur das zählt!


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