NILE - Karl Sanders

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Früher war ich eine Art Adolf-Hitler-Person. Heute bin ich wesentlich milder geworden.

Interviews mit NILE-Kopf Karl Sanders können alles Mögliche sein - interessant, spannend, bereichernd, nervtötend, lästig, unerträglich. Die Stormbringer-Fraktion erlebte in der Wiener Szene all diese Phasen in nur wenigen Minuten - wer sagt, es fehle dem Metal an Typen?

Veröffentlicht am 19.10.2015

Mit NILE-Chef Karl Sanders zusammenzusitzen und in völliger Ruhe zu plaudern ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dazu ist der Mittfünfziger viel zu exzentrisch und penibel. Das erste Missverständnis gibt es vor dem brandneuen Produktionsbüro in der Wiener Szene schon vor den ersten offiziellen Wörtern. Karl verwechselt Videofilmen mit Fotografieren, wird darob etwas fauchig und holt schnell noch den Kamm, um das nicht mehr ganz so wallende, aschblonde Haar im Prinzip unverändert nachzustriegeln. Nach der doch etwas mühsamen Diskussion ist die Lage auf beiden Fronten angespannt und beruhigt sich auch nicht mehr vollends, aber wenn es um den Job geht, ist Sanders nicht nur professionell, sondern auch belesen und durchdacht. Die stets mitschwingende Arroganz nimmt man ihm ob des Herzblutes, das er für sein Lebensprojekt zu verschütten bereit ist nicht allzu krumm, auch dass er so manche Erklärung mit in unseren Breitengraden eher unbeliebten ex-Herrschern untermalt und beim Fragendurchlesen vor dem Interview samt Edding-Korrigierstift selbst oberlehrerhaft und despotisch daherkommt, lässt man dem Gitarrenkaiser durchgehen. So ein Leben als Death-Metal-Held kann schon mal schwierig werden, das etwa halbstündige Gespräch war es dann trotz der Anfangsprobleme überraschenderweise nicht. Deshalb konnten wir am Ende doch munter und beschwingt über so verschiedene Themenkomplexe wie das neue Album "What Should Not Be Unearthed", scheißhausputzende Jungbassisten, MORBID ANGEL, George W. Bush, Adolf Hitler und blasende Groupies quatschen. Ein Prolet mit sympathischen Zügen eben...

Karl, du hast mehrfach betont, dass das neue NILE-Album „What Should Not Be Unearthed“ ein Album für die Fans sein soll. Ein Fan mag aber natürlich alle eure Alben, was meinst du also damit?

Der Vorgänger „At The Gate Of Sethu“ entstand eher aus der Motivation heraus, uns selbst glücklich zu machen. Wir haben sehr clean aufgenommen und unheimlich tight gespielt. Wir wollten einfach, dass jede einzelne Note die wir spielen, klar zu hören ist. Wenn man sich das große Bild ansieht merkt man aber, dass etwas, was einen selbst glücklich macht, nicht zwingendermaßen auch jemand anderen erfreut. Wir wollten den Fan wieder in die erste Reihe stellen – nicht das Label, nicht das Management und auch nicht die Band. Die Fans zählen. Ohne die Fans gäbe es nicht einmal eine Metalszene. Wir würden einfach nichts haben.

Mit der Produktion von „At The Gate Of Sethu“ warst du im Nachhinein nicht zufrieden.

Ja und nein. Ich war glücklich darüber, dass ich jede Note heraushörte, aber das Endergebnis war einfach zu dünn. Es fehlte die Wucht, die NILE benötigt. Ich glaube, wir haben damit einige Leute verloren, die damit nicht klargekommen sind. Von der musikalischen Seite gibt es sehr viel Ideenvielfalt, aber nur wenige Leute konnten eine Verbindung dazu aufbauen. Dieses Mal wollten wir einfach hart und simpel sein, den Fokus total auf die Songs legen. Jeder Song sollte so klingen, dass ihn die Leute unbedingt live hören möchten.

Bist du mit dem Vorgänger auch etwas zu technisch geworden?

Möglicherweise. Ich glaube, dass es oft Verständigungsschwierigkeiten gab. Der Fan sieht es von der einen und die Band von der anderen Seite. Manche Ideen fast das Publikum nicht so auf, wie ich es vielleicht gemeint habe und es gibt einfach viel zu viel Material da draußen, um vom Fan zu fordern, uns viel Zeit zu geben. Wenn ein Fan etwas nicht versteht, dann mag er es nicht. Punkt. Sie müssen auch nicht weiter denken, der Rest liegt an uns. Von diesem Standpunkt aus war „At The Gate Of Sethu“ vielleicht zu weit entwickelt. Viele Musiker haben wahrscheinlich verstanden, um was es uns ging – für die Fans war es aber zu viel.

Nicht immer pflegeleicht, aber das Metal-Herz am rechten Fleck: NILE-Boss Karl Sanders - (c) Norbert Wabnig

In deiner Brust schlägt einerseits das Musiker-Herz, andererseits das Fan-Herz. Gewinnt das Fan-Herz auch hie und da?

Auf diesem Album schon. „What Should Not Be Unearthed“ ist definitiv für die Fans und so war auch mein Zugang.

Wird es mit den Jahren nicht immer schwieriger, neue Ideen und Einflüsse für die ägyptische Mythologie zu bekommen?

Nein, überhaupt nicht. Es wird sogar von Jahr zu Jahr einfacher. Vor mir sehe ich gerade ein „Rauchen verboten“-Schild und bloß wenn ich draufsehe, packt mich die Inspiration. Ich schreibe dir also einen verdammten Song von diesem verdammten Schild auf der verdammten Wand. Songwriting sollte auch so einfach verlaufen. Wenn dir die Metalgötter diese Inspiration geben, dann solltest du sie auch dankbar annehmen. Du sagst nicht: „Okay, das passt aber nicht zu meinem Programm“. Nein, du bedankst dich.

Aber so einfach ist es dann auch nicht, denn wenn du Alben über Ägypten machst, kannst du keinen „Rauchen verboten“-Song draufpacken.

Das mag schon stimmen, aber wenn du dir meine Texte genauer ansiehst, dann singe ich natürlich oft über historische ägyptische Themen, habe aber auch eine andere Botschaft, die ich mitgebe. So läuft der Prozess bei uns ab.

Der Opener „Call To Destruction“ dreht sich meiner Ansicht nach etwa um die zerstörerischen IS-Horden und den Islam – schwingen da auch noch andere Themenkomplexe mit?

Inspiriert wurde der Song von Nachrichten aus dem Jahr 2012 als ein paar islamische Kleriker die Zerstörung der Pyramiden ausgerufen haben, weil sie vor der Zeitrechnung von Mohammend gebaut wurden. Das ist für sie also eine Form von Blasphemie und deshalb wollten sie sie zerstören. Sie gingen also zum ägyptischen Präsidenten Mursi und wollten ihn mit Nachdruck dazu bringen, die Pyramiden und andere Sehenswürdigkeiten, die westliche Touristen ins Land locken, zu zerstören. Für mich war diese Story ein verdammter Metalsong – ein ziemlich guter auch noch. Als ich mich an die Lyrics machte und noch genauer recherchierte wurde mir richtig bewusst, wie albern dieser extreme Standpunkt eigentlich ist. So etwas hat in der modernen Welt keinen Platz. Es ist eine sehr intolerante, rassistische und hasserfüllte Botschaft. Warum sollten wir unsere eigene Geschichte zerstören? Krank.

Viele Leute bezeichnen NILE durch die konzeptionelle Ausrichtung auch als eine Art akademische Death-Metal-Band. Ärgert es dich manchmal, wenn die Fans nur bei euren Riffs bangen und überhaupt nicht hinhören, was du zu sagen hast?

Nein, das ist total okay. Wenn sie ihre Köpfe bangen, dann ist das Metal. Wenn du backstage bist und eine wunderschöne Blondine lässt ihre Titten hängen, während sie dir den Schwanz lutscht, fragst du sie wahrscheinlich nicht, welche Noten sie in der Schule hatte, ob sie alle Hausaufgaben erledigte und ob sie eine A-Studentin war. Du sagst stattdessen einfach nur „ja, das ist Metal“.

Einer der stärksten Songs auf dem neuen Album ist für mich „Rape Of The Black Earth“, dessen Hauptriffs von Dallas Toler-Wade stammen. Habt ihr manchmal so interne Wettkämpfe oder Schwanzvergleiche, wer denn jetzt die besseren Nummern schreibt?

Nein, wir sind ein Team, das zusammenarbeitet. Wir verwenden einfach die besten Ideen und wenn das seine sind, dann passt das perfekt.

"What Should Not Be Unearthed" zeigt NILE wieder in alter Stärke - (c) Nuclear Blast

Willst du die Leute mit deinen Texten erziehen und bilden?

Mein Zweck ist es sicher nicht, jemanden zu erziehen, sondern Metal zu spielen. Metal ist Entertainment. Wenn jemand durch unsere Texte die Lust verspürt, dazuzulernen und sich weiterzubilden, werde ich ihn sicher nicht aufhalten, aber es ist nicht unser Zweck. Nimm doch nur den Hollywood-Streifen „Die Mumie“ – dem Film geht es offensichtlich nicht darum, jemanden zu erziehen, denn dort ist extrem vieles nicht richtig. Aber wenn Kids den Film sehen, werden welche darunter sein, die sich so dafür interessieren, dass sie das Thema einmal studieren, um die echte Welt dahinter zu erkennen. Was glaubst du, wie viele Archäologen haben als Kind „Die Mumie“ gesehen? Wahrscheinlich sehr viele und das finde ich verdammt cool. Ich merke das an meinem eigenen neunjährigen Sohn. Er hat sich „Die Mumie“ in einem Zeitraum von etwa drei Monaten jeden Tag angesehen. Ich bin auch immer so an die Sache herangegangen, dass es ein Hollywood-Schinken sei, bei dem alle Fakten falsch sind. Aber darum geht es nicht, niemals. Es geht darum, Interesse und Fantasie zu wecken. Das ist Entertainment – und Entertainment kann inspirieren. Wir müssen also keinesfalls erziehen, das passiert oft durch das Thema selbst.

Viele Musiker fühlen sich auch nach vielen Jahren auf der Bühne nicht wohl, du liebst das entertainen also?

Ich spiele in Bands, seit ich 16 bin, ich verstehe also genau, worum es geht. Die Leute kommen oft weite Wege angereist, kaufen sich ein Ticket und machen das nur aus einem Grund. Sie wollen Metal hören, sie wollen ein Bier trinken, Spaß haben und die verdammte Realität vergessen. Ihre Jobs, ihre beschissenen Bosse und alle Probleme. Bei einem Konzert ist kein Platz dafür. Hier geht es darum, sich die Seele aus dem Leib zu bangen, ein Bier zu trinken und abzuschalten. Das ist der Zweck und das ist der Grund, warum es NILE gibt und wir live spielen.

Mit dem erst 22-jährigen Brad Parris hast du dir unlängst auch verdammtes junges Blut als neuen Bassisten in die Band geholt. Herrschen da Generationskonflikte?

Nicht so viele, vor allem nicht beim Songwriting, denn da lassen wir ihn nicht ran. Er ist erst seit ein paar Monaten dabei.

Möglicherweise hat er aber gute Ideen oder neue Zugänge für NILE-Songs?

Wir werden sehen, sollte das der Fall sein, wäre das natürlich verdammt großartig, aber warten wir mal ab. Du kannst nicht jedem neuen Bandmitglied versprechen, dass es aktiv Songs schreiben kann. „Hey Mann. Schön, dass du da bist. Schreib doch bitte fünf Songs, ich bin mir sicher die meisten sind toll, ein paar davon wohl auch großartig!“ So funktioniert das nicht, das ist verdammt behindert und naiv. Nicht jeder kann Songs schreiben. Manche schaffen es, dann ist es auch okay. Dallas, George und ich schreiben verdammt gute Songs, da musst du erst einmal vorbei.

Eine Band wie NILE hätte auch die Möglichkeit gehabt, Name-Dropping zu betreiben und einen etablierten, bekannten Bassisten zu engagieren. Warum wurde es ein komplett Unbekannter, der neu in der Szene ist?

Die Geschichte dahinter ist großartig. Wir haben uns für eine US-Tour im letzten Jahr engagiert – er sollte das Licht im Merchbereich regeln. Das ist wirklich ein Scheißjob, der auch noch schlecht bezahlt ist. 200 Dollar in der Woche – das ist nichts. Wenn du bei McDonald’s arbeitest, sahnst du mehr Kohle ab. Er hat den Job aber angenommen und sich bewiesen. Er hat jeden Tag etwas gefunden, das er großartig erledigen kann. Alles was erledigt werden musste, hat er in die Hand genommen. Egal welcher Job. „Was? Das Scheißhaus im Backstagebereich muss geputzt werden? Okay, ich bin euer Mann.“ Das ist eine Person, die einen guten Weg macht. Wir haben das einen Monat lang überprüfen können und im Tourbus gibt es keine Geheimnisse. Dort siehst du, woraus ein Mann geschnitzt ist, weil du ihn 24/7 siehst. Es hat sich nebenbei herausgestellt, dass ein großartiger Gitarrist und feiner Bassist ist. Außerdem kann er auch singen und das haben wir gesehen. Als der Zeitpunkt da war, als wir Todd Ellis aus der Band verabschiedeten war er da und machte seinen Job – wie immer – perfekt. Er ist unglaublich enthusiastisch und macht alles, was anliegt. Das muss ein Bandmitglied auch auszeichnen. Niemand braucht einen Typen, der vielleicht ein großartiger Bassist und Sänger ist und nur die Kohle abstreifen möchte, ansonsten könne man seinen Schwanz lutschen. So eine Art von Typ will niemand in der Band haben.

Angeregte Diskussion mit frisch frisierten Haaren: Karl Sanders - (c) Norbert Wabnig

Siehst du etwas von deinem eigenen, jüngeren Ich in ihm?

(überlegt lange) Nicht wirklich, wir sind schon sehr unterschiedlich. Ich bin nicht die Art von Person, die Brad ist. In seinem Alter war ich eher eine Art Adolf-Hitler-Person. Alles musste so laufen, wie ich es wollte. Heute bin ich auch milder geworden. Brad ist ein eigener Typ. Ich war nie so enthusiastisch und voller positiver Energie, so wie er. Ich habe sehr viele Stimmungsschwankungen. Entweder bin ich gut drauf und happy, oder sage dir: „Fick dich, du dreckiger Schwanzlutscher und hau ab!“ Dazwischen gibt es bei mir wenig.

Fiel es dir schwer, die Verantwortung über die Jahre auf mehrere Schultern in der Band zu verteilen?

Heute bin ich nicht mehr der Band-Adolf-Hitler, sondern jemand anderes. Das liegt auch daran, dass ich mit Dallas und George unheimlich talentierte und geschickte Bandmitglieder habe. Die brauchen keinen Hitler, somit ist das auch unnötig. Würde ich mit Leuten arbeiten, die nicht so gut und selbstständig sind, müsste ich wohl etwas gemeiner sein. Heute ist das nicht mehr notwendig, warum dann auch? Ich hatte auch schon Leute in der Band, die brauchten einen Adolf Hitler, denn das war der einzige Weg, damit alles erledigt wurde. Hätten die verdammten Italiener ohne Mussolini etwas pünktlich hinbekommen? Wahrscheinlich nicht. Sie hätten nur Kaffee getrunken und ihre Ärsche breitgesessen.

Du bist jetzt 52 Jahre alt. Wie hat sich deine Perspektive auf die Musik und das Musikbusiness über die letzten Jahrzehnte verändert?

Das ist eine sehr tiefgehende Frage. Ich sehe die Musik und das Geschäft dahinter aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Wenn du beides vermischst, kannst du schnell desillusioniert und verbittert werden. Es ist völlig egal wie gut du als Musiker bist – was zählt ist, ob jemand dich entdeckt und das Gefühl hat, mit dir Kohle machen zu können. Wenn jemand das Gefühl hat, dich ausnützen zu können, kann aus dir was werden. Wenn du megatalentiert bist, aber sich keiner für dich interessiert, dann wird alles nichts. Es ist jedem im Geschäft scheißegal, wie gut du bist – es geht allen nur ums Geschäft. Wenn du als Konzertveranstalter eine lokale Band engagierst, dann ist dir das scheißegal, ob die gut sind oder nicht – sie sollen nur möglichst viele Karten verkaufen, damit die Bude und deine Geldbörse voll werden. Für mich ist das eine Art von beiderseitigem Wert des Ausnützens. Als ich meinen ersten Plattenvertrag unterschrieb, war ich begeistert. Wir waren es wert, ausgenutzt zu werden. Irgendjemand glaubte daran, dass wir ihm Geld bringen können und auch uns war damit geholfen. Wir waren vor unserem Ruhm eine Working-Class-Band, nach der kein Hahn krähte. MORBID ANGEL nahmen uns auf Tour. Sie glaubten daran, dass sie mehr Karten verkaufen würden, wenn wir dabei sind und das war der Grund, warum wir dreimal zusammen auf Tour waren. Da ist kein Platz für Romantik.

Bist du ein Nostalgiker, der gerne mal zurückschaut?

Nein, das interessiert mich nicht. Was damals passierte ist vorbei, heute leben wir in einer anderen Welt. Die Musikindustrie hat sich in allen Bereichen verändert und es gibt kein Zurück mehr, warum also nach hinten blicken? Soll ich weinen und mich an die Vergangenheit klammern? „Oh mein Gott, BOLT THROWER waren damals so genial.“ Nein, Spaß, ich liebe BOLT THROWER natürlich immer noch. Sie sind grandios.

Vor vielen Jahren hast du mit den Jungs von MORBID ANGEL sogar zusammengelebt. Was sagst du zu der Posse der letzten Wochen, die der Band quasi das Genick brach?

Es ist schwer, das zu kommentieren, weil sie meine Freunde sind. Ich verstehe aber trotzdem nicht wirklich, was in ihren Köpfen vorgeht. Es ist auch nicht so, dass sie mich anrufen und fragen, was ich über diese Situation denke. Das Gleiche ist mit George W. Bush. Als er Präsident war gab es kein einziges Interview ohne Bush-Frage. In der Art von, mit meinen ägyptischen Texten fördere ich das Ansehen der USA im Ausland und was Bush wohl dazu sagen würde. George W. Bush hat mich niemals angerufen und ich glaube, es ist ihm auch scheißegal, was ich über Außenpolitik denke. Ich finde, das hier ist eine ähnliche Sache.

Möglich, aber du wirst immerhin eine Meinung dazu haben, nachdem die Jungs quasi deine Familie sind.

Das ist auch so, aber Meinungen sind total wertlos. Denk daran, das wird dir immer im Leben helfen. Meinungen sind wertlos.

Wenn du mit allen Mitgliedern und ex-Mitgliedern von MORBID ANGEL gut befreundet bist, fehlt dir aber jegliche Objektivität.

Das stimmt, ich habe auch meinen Standpunkt dazu, aber den muss ich nicht teilen. Es ist völlig egal, welche Art oder welche Form der Meinung du in die Öffentlichkeit trägst – irgendjemand hält dich sowieso für ein Arschloch. Was auch immer du sagst.

Das macht das Leben aufregend.

Wenn ich dich ansehe und sage, deine verdammten Reebok-Schuhe sind scheiße, bleib mir damit vom Leib, wird jeder, der Reebok-Schuhe mag denken, ich sei ein Arschloch.

Ich trage auch Adidas.

Exakt. (lacht) Genau darum geht es!

Wie sieht es eigentlich mit deinem Soloprojekt aus? Das letzte Album „Saurian Exorcisms“ ist jetzt sechs Jahre alt – wann wird die Trilogie fertiggestellt sein?

Ich hoffe, ich kann nach dem Ende der Tour damit starten, Musiker finden und endlich in die Vollen gehen. Ich werde ganz von vorne anfangen. Ich habe schon einige Ideen, aber das ist noch ziemlich lose, da muss ich mich erst konzentriert an die Arbeit machen. Ich habe auch noch keinen Titel für das Album.

Vielleicht bringen dir ja ein paar „Rauchen verboten“-Schilder die notwendige Inspiration...

Sag zum Abschied leise Servus - don't look back in anger - (c) Norbert Wabnig


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