ENTER SHIKARI - Rou Reynolds

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Die große Menge unserer Fans vertraut uns, obwohl sie nie weiß, was sie als nächstes bekommt.

Das britische Electro/Hardcore/Drum & Bass/Trance-Kollektiv ENTER SHIKARI gehört zu den spannendsten Musikprojekten dieses Jahrtausends. Angesichts des neuen Albums "The Mindsweep: Hospitalized" haben wir uns den sympathischen Frontmann Rou Reynolds zum Talk geschnappt.

Veröffentlicht am 02.11.2015

ENTER SHIKARI sind natürlich auch für Stormbringer ein Grenzfall, aber neben den Dubstep-, Electro- und Drum-&-Bass-Zitaten ist die Basis des Sounds der britischen Freundestruppe immer noch schnörkelloser Hardcore. Bereits bei diesjährigen Frequency Festival in St. Pölten haben wir uns mit Sänger Rou Reynolds zusammengesetzt, um nicht nur über die nun erscheinende, neue Scheibe "The Mindsweep: Hospitalized", sondern auch über Politik, das Freilassen der inneren Bestie und den kreativen Überschwang in London zu sprechen. Reynolds selbst ist von Angesicht zu Angesicht geradezu bescheiden, extrem zurückhaltend und dabei so sympathisch, dass man ihm auch das gelegentliche Schweigen aufgrund seiner Müdigkeit nicht übel nimmt. (immerhin fand das Gespräch nach dem schweißtreibenden Gig statt!) Während des Gesprächs wird er auch von Fans entdeckt und nimmt sich - ganz ohne Starallüren - genug Zeit, um Autogramme zu schreiben, für Fotos zu posieren und Smalltalk zu halten. Wer ENTER SHIKARI schon mal live gesehen hat weiß, dass die Band an bestialischer Aggression kaum zu übertreffen ist. Umso überraschender fällt dann eben das bescheidene Zwiegespräch mit dem passionierten Hemdenträger aus. Klar ist bei den Jungs zwar nicht, was sie als nächstes planen, aber mit Sicherheit, dass der Plafond noch lange nicht erreicht ist.

Rou, wenn du auf die Bühne gehst, dann scheinst du dich in eine wilde Bestie zu verwandeln. Welche inneren Dämonen setzt du in solchen Momenten frei?

(lacht) Im Fall des Frequency Festivals in St. Pölten ging es gar nicht so sehr um die Energie, sondern darum, dass wir aus technischen Gründen ewig lange im Bus festgesessen sind und uns einfach über die Sonne und die frische Luft gefreut haben. Shows sind die einzigen Momente in unserem Leben, wo wir nicht daran denken, was wir tun, sondern einfach die Musik aus uns rausfließen lassen. Es ist dann so, als ob wir unseren Geist durch die Musik befreien würden. Ich liebe das.

So wie du mir hier gegenübersitzt bist du ein ruhiger, sympathischer und reflektierter Gesprächspartner – auf der Bühne verwandelst du dich in eine Art Höllentier.

(lacht) Ja, da kommt der Bär raus. Nein, es ist einfach die Musik, die uns und speziell mich komplett mitreißt. Da ist sonst kein großes Geheimnis dahinter.

Lass uns doch mal über die Band reden. Dein Vater Keith ist der Tourmanager der Band und das Wort „Shikari“ in eurem Bandnamen kommt vom gleichnamigen Boot eines Onkels von dir. Ist die Familie das Allerwichtigste für die Band?

Nicht nur die Bandmitglieder, auch die Roadcrew und die Techniker sind teilweise dieselben Personen, wie schon vor acht oder neun Jahren. Wir sind auch in diesem Bereich wie eine erweiterte Familie. Es war aber dennoch nicht so, dass wir diesen Schritt, mit Familie und engen Freunden zusammenzuarbeiten, so geplant hätten. Wir hatten in diesem Bereich einfach nur viel Glück.

Macht so eine enge Bindung die Zusammenarbeit nicht schwieriger? Da werden Diskussionen oft viel persönlicher genommen oder nicht rational bedacht.

Am Anfang der Band war das sicher ein Thema, aber heute sind wir schon zwölf Jahre zusammen, da macht man sich diesbezüglich keinen großen Kopf mehr. Direkt heute war es aufgrund der Bus-Probleme aber schon schwierig. Unsere Crew musste das ganze Set innerhalb von 15 Minuten aufbauen und das lief nicht ganz ohne Diskussionen ab. Aber das ist das Musikgeschäft und wenn du dort nicht professionell damit umgehen kannst, wirst du nicht lange durchhalten.

Ist dein Vater als Tourmanager aber am Ende nicht doch der Boss des ganzen Zirkus?

Die Band ist der Boss, er ist bei uns ja nur angestellt. (lacht) Nein, es ist total fein so wie es ist. Wir kennen uns seit Ewigkeiten und sind wie Brüder, es gibt keine Situation, die nach kurzer Abkühlungsphase nicht auf normalem Wege lösbar wäre.

Hast du dich bei deinen exaltierten Bühnenshows, die sehr oft auf und oder mitten im Zuschauerbereich enden auch schon mal gröber verletzt?

Es ist wirklich unheimlich, aber ich habe mir mein ganzes Leben lang tatsächlich noch keinen einzigen Knochen gebrochen. Ich weiß selbst nie, wie ich das geschafft habe, ich muss wohl der Terminator sein. (lacht) Das schlimmste Ereignis passierte mir in Australien. Ich hatte einen mörderischen Jetlag, weil ich mit der Zeitumstellung überhaupt nicht klar kam und auf der Bühne relativ orientierungslos herumirrte. Unser Gitarrist Rory hielt sein Instrument am Nacken, machte damit den Helikopter, drehte sich durch die Gegend und hat mich damit voll am Kopf erwischt. Ich war dann für ein paar Sekunden bewusstlos, stand wieder auf und dachte, alles wäre okay. Aber plötzlich war überall Blut und der Kopf blutete und nach zwei weiteren Songs mussten wir aufhören. Ich hatte doch eine amtliche Platzwunde davongetragen und da ging es einfach nicht mehr weiter.

Im Jänner habt ihr mit „The Mindsweep“ einmal mehr ein spannendes und starkes Album veröffentlicht, auf dem ihr euch meiner Meinung nach mehr euren alten Stärken besinnt. Weniger elektronische Elemente, dafür mehr Hardcore-Parts.

Im elektronischen Bereich haben wir mehr auf Layers gesetzt und die Songs nicht davon vereinnahmen lassen. „A Flash Flood Of Colour“ davor war stärker von Drum & Bass und Dubstep beeinflusst, wohingegen das aktuelle Album mehr auf herkömmliche Instrumente setzt. Für mich ist es ein guter Mix, bei dem die standardisierten Instrumente vielleicht etwas herausstechen.

Versprühen traditionellere Instrumente wie Gitarren oder ein Bass am Ende doch mehr Aggressivität als elektronische Instrumente?

Ich denke schon, rein vom physischen Konzept her. Wenn du auf ein Schlagzeug eindrischst, ist das von einem anderen Instrument kaum zu übertreffen. Die Schlüssel für eine gute Liveshow auf solchen Instrumenten sind Bewegung und Energie. Selbst wenn du auf die Gitarre härter einschlägst, klingt sie ganz anders, viel treibender. Rein von der Performance her machen physische Instrumente sicherlich mehr Radau.

Deiner Freude und Begeisterungsfähigkeit nach zu urteilen wirkst du immer auch noch etwas mehr wie ein Fan, denn ein Musiker selbst. Ist das manchmal wirklich noch so bei dir?

Natürlich, auf jeden Fall. Ich finde es noch heute ziemlich verrückt und unreal, wenn ich mir vor Augen halte, dass ich selbst in einer Band spiele, die nicht mehr allzu unbekannt ist. Es fühlt sich oft wie ein Fake an, dass wir schon so weit gekommen sind. (lacht) Keiner von uns hat Musik in der Theorie gelernt, es fühlt sich wirklich gut an und ich liebe den Stand der Band.

Ihr kommt aus einem kleinen Städtchen namens St. Albans, das sich in der Nähe von London befindet. Wie stark dient euch diese doch eher dörfliche Herkunft als Inspirationsquelle für eure Musik?

Wir hatten wirklich viel Glück, weil die lokale Szene bei uns extrem lebendig war. Bei uns gab es viele DIY-Bands, einige wurden zu Stars, auch der Funk war ganz groß angesagt. Der Bruder von unserem Gitarristen Rory ist ein Drum-&-Bass-DJ und von daher kommen auch unsere Einflüsse für House, Electro und eben Drum & Bass. Ich glaube das ist auch der Grund, warum bei uns niemals jemand einfach „nur“ der typische Metalhead oder der typische Raver war.

Bei der Menge an Kunst und Kultur, die in London herrscht, muss es aber extrem schwierig sein, dort auch bemerkt zu werden, um voran zu kommen?

Das stimmt natürlich, in London selbst ist die Szene so überfüllt, dass du immer auch Glück brauchst. Wir haben einfach die ganzen kleinen Städte und Ortschaften um London herum beackert und dort unsere Visitenkarten hinterlassen. Wir hatten bereits eine stattliche Fanbase und die folgte uns dann auch nach London hinein. Das wuchs dann einfach natürlich weiter. Aber natürlich gibt es da auch die andere Seite der Medaille – die ersten drei Jahre hatten wir wirklich unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt. (lacht) Es ging extrem langsam voran zu Beginn.

ENTER SHIKARI - gekommen, um Grenzen zu überschreiten - (c) Tom Barnes

Bereits euer Debütalbum „Take To The Skies“ landete 2007 auf Platz vier der englischen Albumcharts, die Erfolge gingen dann im Prinzip ähnlich weiter. Heute gibt es schon Coverstorys von euch auf Musikmagazinen zu begutachten. Wie hat sich euer Leben über die letzten Jahre hinweg verändert?

Es ist für uns auf jeden Fall sehr gut, dass wir mit unserer Musik in einer ganz eigenen Nische spielen. Wir sind weder eine Pop-, noch eine Metalband. Wir hängen in der Freizeit immer noch mit unseren alten, guten Freunden in denselben Pubs herum. Ich merke eigentlich keinen großen Unterschied zu früher, es ist aber natürlich schön, wenn man die Miete auch mal ohne Bauchschmerzen bezahlen kann. (lacht)

Enter Shikari sind eine Band, die sich seit jeher immer verändert und gewandelt hat. Bei euch klingt kein Song wie der andere und jedes Album ist für die Fans eine Art Überraschungstüte. Ist es dann für euch nicht auch schwerer, Fans dauerhaft auf eure Seite zu ziehen? Immerhin macht ihr es ihnen nicht so einfach wie etwa AC/DC.

Da hast du absolut Recht und ich bin bei jedem Tag aufs Neue überrascht und überwältigt ob der Tatsache, dass unsere Fanbase all unsere Stilsprünge auch mitmacht. Natürlich gibt es Menschen, die uns nach den ersten ein oder zwei Alben links liegen gelassen haben, weil sie es nicht mochten, aber gut, welche Band hat damit nicht zu kämpfen? Die große Menge vertraut uns aber, auch wenn sie nicht immer weiß, was sie als nächstes erwartet. Sie haben aber viel Geduld und das ist für mich das größte überhaupt an Musik, die eben keine Popmusik ist. Niemand erwartet eine Band wie uns im Radio oder in den Medien, da fällt ordentlich viel Druck weg. Wir sind vielleicht etwas interessanter, weil der Zugang zu uns schwieriger ist, aber wenn wir einmal jemanden überzeugen können, dann geht er meist auch ein großes Stück des Weges mit uns mit. Ich glaube unsere Fans schätzen eben die Tatsache, dass wir sie auch mal fordern.

Wurde es mit steigendem Erfolg und steigender Bekanntheit für euch schwieriger, euren musikalischen Instinkten zu folgen? Immerhin müsst ihr euch sicher auch mehr und mehr mit den wirtschaftlichen Seiten des Geschäfts auseinandersetzen.

Auch hier haben wir irrsinniges Glück, dass wir mit Pias eine Independent-Plattenfirma haben, die uns nicht in künstlerische Belange reinredet. Wir kennen die Leute schon seit Jahren und sind mittlerweile wirklich gute Freunde. Ich lebe derzeit in Nord-London, wo sie ihr Headquarter haben und wir treffen uns hie und da zum ungezwungenen Plausch. Wir oft kommt es vor, dass eine Plattenfirma die Vorgänge und Ideen einer Band voll versteht und sie schalten und walten lässt? Wir mussten noch nie Dinge machen, die wir nicht wollten. Besser geht es nicht.

Politische Texte sind bei Enter-Shikari-Songs seit jeher essenziell. Wie stehst du eigentlich zur derzeit herrschenden konservativen Regierung in deiner Heimat Großbritannien, wo die Tories bei den letzten Wahlen das Ruder übernommen haben?

Ich war natürlich am Boden zerstört, als ich damals das Wahlergebnis registrierte, aber in gewissen Bereichen sind sie gar nicht so schlecht. Sie sind zum Beispiel gegen die Austerität, die in Resteuropa derzeit sehr populär zu sein scheint und meiner Meinung nach in die falsche Richtung geht. Die Beschäftigungsprobleme in diese Richtung auch noch mit Einschränkungen zu fördern, geht meiner Meinung nach am Ziel vorbei. Die Tories machen das jetzt fünf Jahre lang und das Gute daran ist – und jetzt komme ich endlich zum Punkt – dass die Menschen merken, dass der Weg eben der total falsche ist. Manchmal müssen wir aus Erfahrungen lernen, so wie es in diesem Fall zu sein scheint. Ansonsten geht Großbritannien aber in eine komplett falsche Richtung. All die Privatisierungsgedanken, das Beschäftigungsproblem und noch viele andere Dinge, für die die Konservativen einfach keine Lösung parat haben. Eigentlich wird es immer furchtbarer, je länger ich darüber rede. (lacht)

Mit "The Mindsweep: Hospitalized" gehen die Briten wieder in die elektronische Richtung - (c) Tom Barnes

Das bestimmte politische Thema in ganz Europa ist derzeit logischerweise die Flüchtlingswelle und die Asylwerber-Problematik. Siehst du heute ein Totalversagen der europäischen Politik, da sie sich zu stark auf nationale Interessen besinnen und das große Ganze dadurch nicht sehen?

Dieses Thema ist wirklich schwer zu diskutieren, weil es einfach so breit angesprochen werden muss. Was mich wirklich total anpisst ist die Tatsache, dass all diese Menschen total entmenschlicht werden. Sie werden als „Migranten“ markiert und dann gibt es bei uns in Großbritannien auch noch die extrem rechte Presse, die wirklich gemein und fern jeder Argumentationsgrundlage hetzt. Es gab da eine Frau, die alle Flüchtlinge als Kakerlaken und Schaben bezeichnet hat – ich meine, wie tief geht es noch? Das ist so ziemlich das Niederträchtigste, das mir bislang unterkam. Wir müssen endlich realisieren, dass das ganz normale Menschen sind, die aus ihren furchtbaren Leben flüchten, um einfach nur ein Stück Frieden und Glück zu finden. Dass sie sich meist in bestimmten Wunschländern niederlassen, stärkt natürlich die Frustration des Volkes, weil die Ausgewogenheit nicht gegeben ist. Manchmal argumentieren die Menschen aber so schwachsinnig wie in Satire-Serien der Marke „South Park“. „Oh mein Gott, die nehmen mir alle meinen Job weg“ – hausgemachter Blödsinn. Es ist die Technologie, die Jobs wegnimmt und nicht die Immigranten aus anderen Ländern. Mir bleibt als einzige Hoffnung nur, dass wir noch ein paar realistische, progressiv denkende Politiker bekommen, denn schlimmer kann es ja kaum kommen. Das größte Problem, und das wird derzeit und schon länger unter den Tisch gekehrt, ist ja ohnehin der bereits grassierende Klimawandel.

Die britische Regierung ist auch kein Kind von Traurigkeit wenn es darum geht, sich an Kriegen zu beteiligen. Hat das auch besondere Auswirkungen auf die normalen Bürger deiner Heimat?

Ja, da laufen wir nur allzu gerne den Amerikanern nach. Was derzeit bei uns passiert ist, dass die Labour-Party seit geraumer Zeit gewaltige Verluste einfährt und seit Anfang Mai mit Harriet Harman einen neuen, weiblichen Leader besitzt. Sie ist komplett gegen Kriege, gegen Waffen und setzt sich so stark wie niemand zuvor für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ein. Das ist großartig, denn die Leute verstehen die Botschaft und stehen mit ihr auf. Die Zeitungen haben sie anfangs als verrückt und gefährlich sozialistisch bezeichnet, aber jetzt verstehen sie langsam, dass ihre Botschaften und Ansichten keinesfalls schlecht sind.

(Ein Fan holt sich mitten im Interview ein Autogramm und ein Foto).

Es gab Zeiten, da konnte ich noch mit jedem der paar Fans bei Konzerten persönlich sprechen und ich möchte damit eigentlich nicht aufhören. Ich liebe den Kontakt zu unseren Fans und immerhin sind sie diejenigen, die uns am Leben erhalten. (lacht) Ich mache die Musik, die ich mag und sie mögen das, was aus uns herausströmt – natürlich verspüre ich da eine persönliche Verbindung zu ihnen. Das wollen wir auch aufrechterhalten.

Kommen wir noch kurz zum Thema zurück – sind solche Vorkommnisse im politischen Bereich, die du in deiner Heimat, aber auch weltweit so erlebst und erfährst, sehr wichtig für die Texte von ENTER SHIKARI?

Also ich verspüre beim Songschreiben weitaus weniger Wut, als du jetzt vielleicht denken würdest. Vom ersten Tag an waren uns Dinge wie Gemeinschaft und Respekt gegenüber jedwedem Individuum wichtig. Der Song „Dear Future Historians…“ dreht sich etwa um die Wichtigkeit der Liebe. Wir können eigentlich auch eine ziemlich romantische Band sein. (lacht)

Vermischt mit einem wütenden, aggressiven Sound.

Das offensichtlich schon, ja. Unsere Erfahrungen und Eindrücke begründen sich aber auch aus ganz normalen Gesprächen, die wir mit den Menschen auf unseren Touren in den verschiedensten Ländern führen. Die Erfahrungen und Probleme von ihnen, ihre Herkunft. Wir wollen einfach eine globale Band sein und bleiben und Ländergrenzen in allen Bereichen ignorieren. Wir sprechen zu den Menschen, aber niemals in belehrendem Sinn.

Das klingt ja fast so als ob wir irgendwann einmal ein Hippie-Album von ENTER SHIKARI erwarten könnten. Wäre ein Pop-Album im Sinne der alten BEATLES nicht mal ein Thema?

(lacht) Warum nicht? Ich mag gute Pop-Musik, die jetzt bitte nicht zwingend mit dem Mainstream-Radio gleichgesetzt werden sollte. Motown und Soul sind auch wichtige Einflüsse für ENTER SHIKARI. Melodien sind uns wichtiger als so mancher glaubt, aber wir wollen auch keine straighte, limitierte Pop-Band sein, das würde für die Band niemals funktionieren. Ich mag Melodien aber auch zu sehr, um zu vertrackt zu werden.

Wäre es für dich interessant, mit Enter Shikari künftig mit anderen Bands und Künstlern zu kooperieren?

Auf jeden Fall. Wir haben hie und da schon mit anderen Künstlern kooperiert und das hat immer sehr gut geklappt. Nun veröffentlichen wir „The Mindsweep: Hospitalised“, das ist der Drum-&-Bass-Remix unseres letzten Studioalbums. Dort arbeiten wir, wie der Titel schon ankündigt, mit Künstlern des Labels Hospital Records, einem Drum-&-Bass-Label. Die Arbeit daran hat wirklich unendlich viel Spaß gemacht und ich bin schon sehr auf die Reaktionen unserer Fans gespannt.


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