SERGEANT STEEL - Phil Vanderkill

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SERGEANT STEEL machen absolut keine Kompromisse, wenn’s um Qualität und Perfektionismus geht.

SERGEANT STEEL on the way to the top!

Veröffentlicht am 10.11.2015

Mit „Riders Of The Worm“ (zum Albumreview) legt Österreichs Hard-Rock-Band Nummer eins zum dritten Mal ein Top-Album vor, das auch international für Furore sorgen wird. Wieder hatte Produzentenlegende Michael Wegener seine genialen Händchen im Spiel, auch konnten hochkarätige Guests verpflichtet werden. Gründe genug, um mit Sänger Phil Vanderkill folgendes Interview zu führen.

Erzähl uns erst einmal etwas zur Entstehungsgeschichte eures neuen Albums „Riders Of The Worm“!

Nach dem Abschluss der Arbeiten zum letzten Album „Men On A Mission“ starteten wir gleich mit den Aufnahmen im Herbst 2013 in einem Studio in Wien, um die Drumspuren einzuspielen. Wir begannen deshalb so früh, weil wir bei der Planet Festival Tour, dem renommiertesten Bandcontest in Österreich, unter anderem auch Studiozeit gewonnen haben. Im Tone-Artstudio lernten wir mit Flo Satter einen sehr kompetenten Mann kennen, der sogar später mit nach Nashville geflogen ist. Flo verwendet unter anderem auch dieselbe Studiohardware wie Michael Wagener, was uns natürlich sehr entgegen gekommen ist. Flo hat die Drumspuren erstklassig abgenommen und uns damit die Basis für den Rest des Albums top, top, top eingestellt. Den Rest spielten wir dann in den folgenden Monaten in Jacks Heimstudio in Linz-Leonding ein, wobei das für Jack natürlich wieder unzählige Stunden bedeutet hat, aber wir waren dann im Dezember mit Vocals, Overdubs und Chorgesängen fertig. Dann ist es schon im Jänner nach Nashville zu Michael Wagener gegangen.

Das heißt, mit dem Komponieren hat Jack dann schon viel früher begonnen!

Die kreative Phase passiert immer, das heißt es gibt Songs, die sind schon etwas älter, manche sind erst knapp dazu gekommen, wie z.B „Troublemaker“ oder „Can’t Take My Hands“. Umgekehrt „Only Good Girls“ war schon für das vorherige Album ein Thema, „Where My Heart Is“ stammt noch aus der Urphase von SERGEANT STEEL, so ca. 2007.

Dann ging’s also nach Amerika! Wie lange dauerte diese Phase?

Die sehr intensive Studiozeit dauerte drei Wochen. Dabei ist sieben Tage in der Woche gehackelt worden, Beginn 10 Uhr vormittags bis 18, 19 Uhr am Abend, dazwischen Lunch mit Musikerkollegen aus Nashville, das ja nach L.A. die zweitwichtigste Musikstadt in Amerika ist, mit unglaublich vielen Musikgeschäften, Studos und vielen kreativen Menschen. Daher kam dann auch die Geschichte mit den Gastmusikern zustande. Zum einen Mark Slaughter, der Gründer und Namensgeber der berühmten Hardrock-Band. Er hat auch persönlich im Studio vorbeigeschaut und seine Vocals beigesteuert. Mark ist ein irrsinnig lieber Kerl und hat musikalisch so viel drauf, dass uns im wahrsten Sinne des Wortes das Ladl runterkippte, ein absoluter Vollprofi.

Wer hat den Kontakt eingefädelt?

Mark hat im Wagener-Studio sein letztes Studioalbum „Reflections In A Rear View Mirror“ aufgenommen und da wir mit Michael in ständiger Korrespondenz stehen, baten wir ihn, da SLAUGHTER seit Jahren eines unserer Idole ist, ob er nicht was machen könne. Wagener spielte Mark unsere Musik vor, sie hat ihm sehr gut gefallen und so war es dann auch, obwohl SLAUGHTER voll im Geschäft und ständig unterwegs sind.

Super! Wie ist es mit Kane Roberts gelaufen?

Kane war zu dieser Zeit in Los Angeles im Studio und Michael hat ihm unseren Track „Silver Spoon“ mittels Internet übermittelt. Kane hat in L.A. die Solospuren eingespielt. Er war wahnsinnig angetan von dem Lied.

Wie kann sich eine österreichische Band solche Kontakte leisten?

In Österreich gibt es ja auch schon viele Topstudios, die beinahe im gleichen Preis/Leistungsverhältnis wie Wagener agieren, aber du hast halt in Amerika jemanden dabei, der in den Glanzzeiten des Hardrocks in der ersten Reihe war, der den Sound wirklich verinnerlicht hat und wenn ich das haben kann, ohne mehr zu investieren als in einem österreichischen Studio, so ist das sehr sinnvoll, abgesehen vom Spaß. SERGEANT STEEL machen absolut keine Kompromisse, wenn’s um Qualität und Perfektionismus geht, auch wenn das Bandkonzept mit etwas Augenzwinkern zu sehen ist.

Wie ist eure Erwartungshaltung nach dem grandiosen „Men On A Mission“?

„Riders Of The Worm“ ist sicher wieder ein Schritt nach vorn auf dem Weg nach oben. Das zeichnet sich schon ab, bei den meisten Reviews von voller Punkteanzahl oder neun von zehn Punkten, also es kommt schon einmal bei den Kritikern sehr, sehr gut an. Da wir durch unsere eigene Plattenfirma alles in einer Hand haben, konnten wir zeitgerecht mit den Pressekontakten anfangen. Vorbereitungen zur Promotion laufen schon seit einem halben Jahr. Wir haben uns die Labelarbeit von der Pike an aufgebaut, da die Vorlaufzeit sehr wichtig ist, damit die Presse, gedruckt oder online, entsprechend reagieren kann, wie zum Beispiel Stormbringer hochprofessionell agiert. Das ist natürlich Balsam für die Musikerseele und der Zeitplan zum Releasedatum passt dann genau, damit wir dann mit unseren sehr aufwändigen YouTube-Videos präsent sind.

SERGEANT STEEL goes Hip Hop!

Wir haben die Hip-Hop-Version „Dirty Habits“ für unser Video gebraucht, wir sind jetzt nicht so die klassischen Hip-Hop-Fans, wir haben uns einerseits musikalisch von BEASTIE BOYS, CYPRESS HILL und anderen inspirieren lassen und mir gefallen auch viele Hip-Hop-Bio-Pics zB der Kinofilm über Biggy Smalls alias THE NOTORIOUS B.I.G. Es soll Hommage und ein bissl Parodie zugleich sein.

Phil, bitte einige Worte zum Albumtitel und zum Cover!

Idee und Konzept stammen von mir, umgesetzt wurde es von der Wiener Künstlerin Birgit Glocker. Ich sah vor einiger Zeit die Filmbiografie von Oliver Stone über die DOORS, einer ihrer Klassiker heißt ja „Riders On The Storm“ und ich kam erst auf „Riders On The Worm“ und dann auf „Of The Worm“.

Was sind die Vorteile des bandeigenen Labels „Boyz Time Records“ und habt ihr vor zu expandieren, sprich andere Bands zu promoten?

Wir haben ganz einfach alles in der Hand: Kreativ, finanziell und rechtlich. Wir sind niemandem etwas schuldig und können tun und lassen, wonach uns ist. Dieses Maximum an Freiheit aber auch Verantwortung genießen wir in vollen Zügen. Dennoch ist Boyz Tyme Records Mittel zum Zweck: Ausschließlich SERGEANT STEEL nach vorne zu bringen. Wir sind nicht die besten Musikmanager der Welt, aber wir sind das beste Label für unsere eigene Band.

Wann und wo wird die Präsentation stattfinden.

Die Release-Show wird am 27. November in Linz stattfinden, unter dem Motto „Live At The Apollo“. Als Special guest werden die Classic Rock-Youngster von RED MACHETE auftreten.

Habt ihr ein Motto bezüglich Musik und Leben?

Wir haben uns viel mit dem ursprünglichen Rock’n’Roll der 50er-Jahre befasst, die Welt wollte die Urväter des Rock nicht verändern, sondern Spaß haben. Es geht darum, dass man einmal entspannt und die Sau rauslässt, Freude am Leben, Spaß an der Musik hat.

Das kann ich nur unterschreiben und wünsche euch entsprechenden Erfolg!

Begriffe wie Plattenverkäufe und Geld sind angenehme Begleiterscheinungen, aber darum geht es nicht primär, ich bin da ein beinharter Romantiker, ich glaube an die Musik als Vision, als transzendente Kraft und daher sind SERGEANT STEEL und „Riders“ bereits ein voller Erfolg. Wir sind mit dem Album nicht nur sehr zufrieden, sondern ausgesprochen glücklich. John Lennon hat übrigens einmal gesagt, auf die Frage, wie er sich den Erfolg der BEATLES erklärt, das weiß er nicht, wenn er es wissen würde, würde er sofort vier junge Burschen unter Vertrag nehmen

Track by Track:

„Happy Time“: Die Nummer ist vor allem während der fortgeschrittenen Produktionsphase massiv gewachsen. Es ist einfach alles drinnen: Feiste Riffs, souliger Groove, Tanzband-Walking-Bass und mächtige Chöre. Der perfekte Album-Opener.

„Dirty Habits“: Eine klassische Boogie-Rock Nummer á la AC/DC, KROKUS oder auch frühe DEF LEPPARD war uns schon länger eine Herzensangelegenheit. Der Song hat auch ein bisschen etwas von den härteren QUEEN-Sachen aus den 80ern („Hammer To Fall“, „One Vision“). Supereingängig und von daher nicht umsonst unsere erste Videoauskoppelung.

„Silver Spoon“: Dramatische Melodien, ein dicker Keyboardriff und verführerisch-treibende Gitarren lassen die Gefühle durch die Decke gehen. Kane Roberts veredelt den Track mit einem für ihn typischen Gitarrensolo.

„Where My Heart Is“: Diesmal wollten wir wieder unbedingt ein klassische Symphonic-Rock-Ballade. Was mich besonders freut: Es ist ein positiver Love-Song. Ein Lobgesang auf die mächtigste Kraft im Universum.

„Young And Hungry“: Der Lieblingssong von Michael Wagener. Die perfekte Kreuzung aus Dicke-Hose-Arena-Rock der Marke RATT und erdigen Arrangements mit Southern Rock-Touch. Banjo und Refrain gemahnen an LYNYRD SKYNYRD und BLACKFOOT. Mark Slaughter sang seinen Part First-Take ein.

„Only Good Girls“: SERGEANT STEELs Stärken liegen unter anderem im Interpretieren von sehr intensiven, flotten Rock‘n‘Roll-Quickies.

„Hot Widow“: Hier haben wir wieder mal alles, was wir lieben in einen Schmelztiegel geworfen, und kräftig umgerührt. Das dabei entstandene Süppchen mundet vorzüglich. Frühe BON JOVI, End-80er ALICE COOPER und JUDAS PRIEST tanzen Ringelpiez mit Anfassen.

„Mr. Right“: Zumindest ein Song im Shuffle-Rhythmus ist Pflicht auf einem SERGEANT STEEL-Album. AEROSMITH lassen grüßen.

„Can’t Take My Hands“: Aus einer merkwürdigen, ins Handy gesummten Melodie wurde ein ganzer Esoterik-Heavy-Metal-Song. Egal ob du ein Indianer oder Hundianer bist: der Song bringt dich zum Tanzen.

„Rock'n'Roll Highway“: Der treibende Synthiebass, euphorisierende Gitarren und unwiderstehliche Melodiebögen kommen bis dato v.a. bei den Rezensenten ausgesprochen gut an.

„Samsara“: Die psychoerotische Spannung und das pulsierende Weltmusik-Allerlei bringen die Ladies in Fahrt, bevor es ins gelobte Land geht.

„Promised Land“: Wieder ein positives Liebeslied - diesmal aber mit mehr Duftkerzen-Romantik. Altrocker träumen dabei heimlich von Zeiten der Freiheit, Liebe und Harmonie.

„Trouble Maker“: Ein richtig heftiger Knüppel-aus-der-Hose-Groover. Das sträflich unterbewertete MÖTLEY CRÜE-Album mit John Corabi stand hier Pate.


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