CANNONBALL RIDE - Siegfried Kröpfel

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Ohne die Connections geht nichts! Ist halt immer auch ein Geben und Nehmen – oder sollte im besten Fall halt so sein…

CANNONBALL RIDE schaffen nun auch mit "Ariadne" den Einstieg in die Charts. Wie es so kam und wie es weitergehen soll, erklärte uns Frontmann Siegfried Kröpfel.

Veröffentlicht am 08.12.2015

Im Jahr 2014 haben CANNONBALL RIDE ihr erstes Full-Length-Album "Emerge & See" veröffentlicht, mit dem sie sogar eine Woche lang in den österreichischen Charts waren. Dieses Jahr legen sie noch einen drauf: Nachdem sie auf Festivals wie dem Two Days A Week oder dem Seerock gespielt haben, schaffen sie nun auch mit ihrer Single "Ariadne" den Charteinstieg. Frontmann Siegfried Kröpfel hat uns ein paar Fragen beantwortet :

 

Hallo und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, ein paar Fragen zu beantworten. Wie fühlt ihr euch so, nachdem ihr jetzt mit der Single „Ariadne“ und dem Album „Emerge & See“ in den österreichischen Charts wart? Fühlt es sich so an, als ob ihr ein Ziel erreicht habt, oder ist euch das ziemlich egal?

Auch erstmal vielen Dank, dass wir euch ein paar Fragen beantworten dürfen! Auf jeden Fall ist es eine schöne Bestätigung, mit der eigenen Musik eine neue, größere Masse an Hörern ansprechen bzw. bedienen zu können! Als erreichtes Ziel kann man es nicht nennen, doch würde jeder lügen, wenn er sagt, dass es nicht cool ist, zu charten… muss man mit „unserer“ Musik halt auch erst einmal schaffen, die Single auf Platz 30 zu bringen und das Album auf 44!

Welche Anforderungen muss man erfüllen, um in die Charts zu kommen?

Wenn man das so genau wüsste, würden hoffentlich mehr rockige/heavy Acts in den offiziellen Top-Listen angeführt sein. Ob es das jeweilige Haupt-Ziel ist oder bleibt, sei dahingestellt… in jedem Fall brauchst du einen eingängigen Song, nicht zu hart, aber halt auch niemals deine eigenen Trademarks verleugnend.

Wie wichtig ist es in Österreich, die richtigen Leute zu kennen?

Das Wichtigste überhaupt. Ohne die Connections geht (fast) nichts! Ist halt immer auch ein Geben und Nehmen – oder sollte im besten Fall halt so sein… bei uns gab's schon ein paar Förderer, die uns wirklich geholfen haben. Schöne Grüße an den Fritz von FB bzw. Franz von NM!

Spielt CANNONBALL RIDE für euch als Einnahmequelle eine Rolle?

Nein. Nach wie vor stecken wir mindestens soviel Kohle rein, wie wir an Gagen oder Ähnlichem erhalten! Klassisches Nullspiel, wobei wir jetzt schon darauf schauen, dass zukünftig ein wenig mehr an Kohle überbleibt. Man will sich doch auch mal den gängigen R’n’R-Klischees bedienen können…

Ist einer von euch hauptberuflich Musiker?

Nein. Leider nicht…

Wie habt ihr euch damals als Band zusammengefunden? Und woher kommt der Bandname?

Der Name CANNONBALL RIDE birgt viel Energie in sich und hat uns als Bandname dem Klang nach auf Anhieb gefallen. Die Geschichte im Hintergrund ist die des Lügen-Barons Münchhausen, der behauptete, auf einer Kanonenkugel geritten zu sein. Uns gefällt dieses Bild, da es die Möglichkeit beinhaltet, über sich selbst hinauswachsen zu können. Gleichzeitig ist der Name also auch ein Motivator. Wir haben uns aber schon längst vor dieser Namengebung gekannt. Einige von uns haben sogar schon miteinander Musik gemacht. Wir haben uns demnach nicht gegenseitig „gecastet“, sondern sind uns auf natürliche Weise vertraut geworden.

Ihr spielt jetzt doch schon ein paar Jährchen zusammen. Hat sich da schon eine gewisse Routine eingefunden oder gibt es noch Kinderkrankheiten, an denen ihr arbeiten müsst?

Bei CBR sind’s jetzt mittlerweile sechs Jahre. Natürlich muss jeder von uns permanent an sich arbeiten: Im Umgang miteinander, im Musizieren miteinander, Probenarbeit, in Sachen Bühnenpräsenz etc. Es gibt so viele Faktoren, die eine Live-Performance gelingen oder scheitern lassen können! Viele von diesen Faktoren liegen bei der Band selbst, das gibt dir eine gewisse Sicherheit und ist eine Vertrauenssache - und dann gibt es die Variable X - wie wir sie immer nennen. Das sind dann Gegebenheiten, die von uns aus nicht wirklich kalkulierbar sind. Externe Faktoren sozusagen…

Wie lange habt ihr am aktuellen Album gearbeitet? Ist im Studio alles flüssig abgelaufen oder gab es Probleme?

Aktuell ist gut, haha, das "Emerge & See" doch auch schon wieder eineinhalb Jahre alt! Grundsätzlich verläuft das alles reibungslos, weil eh jeder weiß, was zu tun ist und somit sein Bestes gibt!

Ist das nächste Album schon in Arbeit?

Da ein paar von uns in nächster Zeit massive private Angelegenheiten vorhaben, wird es wohl 2016 noch kein neues Album geben. Wir arbeiten gerade an einer zweiten Single (Release: 29. Februar) sowie auch einem Musikvideo (Release: 1. Jänner, wieder vom exzellenten AfreshDesign)! Das wäre vorerst mal der Plan.

Was sind eure Ziele? Habt ihr vor, die internationalen Charts zu knacken?

Wäre natürlich superfein, wird aber vorrausichtlich nicht passieren! In Deutschland oder gar international irgendwann mal in irgendwelchen Top# anzuschreiben, wäre aber schon sehr sehr geil.

Welche Tipps würdet ihr einer neugegründeten Metal-Band aus Österreich geben?

Daheim ums Eck nicht zu viel Live-Präsenz zeigen, sich auf keine Pay-to-Play-Geschichten einlassen - weniger ist oft mehr! Üben, üben, üben. Reifen…

Habt ihr das Gefühl, in der Vergangenheit als Band immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben?

Das ist schwer zu sagen, aber es bringt wahrscheinlich mehr, konsequent nach vorne zu blicken anstatt sich zu fragen „was wäre wenn?“. Und wenn mal was schief geht – shit happens – einfach weiter!!!

Letzte Worte?

Wieso? Werden wir sterben?

Schluss mit lustig: checkt uns aus auf www.cannonballride.com und Youtube, kauft bitte unsere Songs, besucht die Shows und helft unserer Szene! Wie man sieht, kann man immer wieder was wirklich Tolles schaffen, an das die meisten anderen gar nicht denken.

Danke für das Interview.

Gerne. ENJOY THE CB-RIDE!!!


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