SABATON - Joakim Broden & Thobbe Englund

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Jetzt sind wir eine Band, welche sich zusammengefunden hat, jeder der Mitglieder kann sich einbringen..

Nach der Listening Session von "The Last Stand" ging es gleich weiter zum Interview mit Joakim und Thobbe von SABATON...

Veröffentlicht am 22.06.2016

Nach der Listening Session vom neuen SABATON-Album „The Last Stand“, ging es gleich weiter, einen Stock tiefer im Nostalgiebus, zum Interview mit Joakim Broden und Thobbe Englund.

In entspannter Atmosphäre und viel Gelächter, denn Joakim sagte uns gleich, das unser Englisch besser sei als sein Deutsch, „Ich habe auf einer deutschen Schule gelernt“, und daher blieben wir bei der englischen Sprache. Dann aber ging es ans Eingemachte:

SB: Wir hatten das Vergnügen uns das neue Album „The Last Stand“ anzuhören und unser erster Eindruck ist, das dieses Album melodiöser, bombastischer und epischer ist als andere von SABATON. Das Album wird nicht nur von der Stimme von Joakim beherrscht, sondern es gibt viele Chor-Passagen, woran man erkennt dass SABATON zu einer Einheit zusammengewachsen ist und sich die restlichen Bandmitglieder auf ihre Weise einbringen. Es ist SABATON, aber doch etwas anders.

Joakim: Danke schön, das ist genau das was wir wollten. Bei „Heroes“ hatten wir fast ein komplettes neues Line Up in der Band und wir mussten einfach nur SABATON machen. Das Album musste nach SABATON klingen. Jetzt sind wir eine Band, welche sich zusammengefunden hat, jeder der Mitglieder kann sich einbringen und wir konnten uns auch gewisse Risiken im Songwriting erlauben. Irgendwie ist dieses Album jetzt die Freiheit für SABATON.

Thobbe: Das Album ist genau die Linie, die wir in Zukunft gehen möchten.

SB: Auf diesem Album sind Beiträge aller Mitglieder vorhanden, von Gitarren- und Drum Parts, bis hin zu den Chören. Ist das die neue Einheit SABATON?

Joakim: Ja so in der Art, denn jeder der Band kann seine eigene Identität einbringen.

SB: Wie funktioniert bei euch das Songwriting? Joakim machst du das alleine?

Joakim: Bisher schon, aber bei diesem Album ist es das erste Mal in der Geschichte von SABATON, das jedes der Bandmitglieder einen Song geschrieben hat.

SB: Wer entscheidet, welche Themen wie Sparta, Wien, Weltkrieg etc. für die einzelnen Songs genommen werden?

Thobbe: Wir schreiben nicht die Musik und sagen dieser Song ist für Sparta oder zu einem anderen Thema, sondern das kommt dann dazu.

Joakim: Wir schreiben zuerst die Musik und dann geben wir das Thema dazu. Nehmen wir als Beispiel der Song „Shiroyama”: Nachdem die Musik fertig war, haben wir uns verschiedene geschichtliche Themen angeschaut und fanden, das die Schlacht der Samurai am besten dazu passt.

Thobbe: Eine Journalistin fragte uns, wie wir diesen asiatischen Touch in diesen Song gebracht haben. Ganz einfac,h wir haben es einfach gemacht.

SB: Der Song “The Last Battle” ist etwas softer und klingt nach EUROPE (Joakim: WHITESNAKE). Das ganze Album ist eine “Lesson in History”.

Joakim: Ja genau denn wir haben 2500 Jahre militärischer Geschichte in 47 Minuten verpackt.

SB: Ihr habt auch österreichische Themen, wie die Ottomanen in Wien und der Kampf der Tiroler in euren Lyrics. Sind alle in der Band geschichtlich belastet?

Thobbe: Nein, Nein nur Joakim.

Joakim: Als Teenager war ich noch nicht so an der Geschichte interessiert, das begann erst mit 25 Jahren. Schuld daran war auch mein Professor.

SB: Die griechische Geschichte wäre ja auch einmal ein guter Aufhänger für eine Album, wie Alexander, Troja usw.

Joakim: Es gibt so viele Persönlichkeiten in der Geschichte die so viel gemacht haben, wie Alexander oder Napoleon, um nur einige zu nennen, bei denen aber ein Song zu wenig wäre. Da müsste man ein ganzes Album machen und das haben wir derzeit nicht vor.

SB: Mit eurem Posting auf Facebook “The Last Tour” habt ihr sehr viele eurer Fans verwirrt. Zu diesem Zeitpunkt wussten ja nur Wenige, dass das Album “The Last Stand” heißen wird. War dies Absicht?

Joakim: (allgemeines Gelächter). STATUS QUO zum Beispiel, haben ihre Farewell Tour 1984 gestartet. Das war vor 42 Jahren und sie sind noch immer da. Weißt du was ich meine? Wir möchten die längste Farewell Tour aller Zeiten machen (lacht)!

SB: Ihr geht mit ACCEPT auf diese Tour, ist das eine Double Headliner Tour?

Joakim: Nein ACCEPT ist unsere Supportband. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, den ich bin sehr glücklich, da ACCEPT eine meine Lieblingsbands ist. Aber ich möchte folgendes dazu sagen: Es ist egal wenn SABATON auf der Bühne steht, ob als Headliner oder Support, wir geben immer alles und möchten die beste Band des Abends oder Konzerts sein. Ich glaube es ist gut, wenn jede Band darum kämpft, die Beste an diesem Abend zu sein, denn der Gewinner ist das Publikum.

SB: Was glaubt ihr, wie das neue Album bei den Fans ankommen wird?

Joakim: Wenn ich ehrlich bin, glaube ich das wenn diejenigen die SABATON mögen, dieses Album nicht mögen, wäre ich sicher traurig und enttäuscht von mir selbst.

Thobbe: Bei diesem Album haben wir unsere ganze Kraft hineingelegt und wir glauben, das Beste getan zu haben was wir können.

Joakim: Diejenigen welche SABATON hassen, werden sagen, was ist das für ein „Fucking Shit“.

SB: Vielen Dank für das Interview und wir wünschen euch viel Erfolg mit dem neuen Album und erwarten eine spezielle Show am Sweden Rock Festival. (Anm.: Und das war es dann auch!)

Joakim und Thobbe: Wir danken euch und wünschen allen unseren Fans und den Lesern von stormbringer.at alles Gute. Erwartet SABATON und „The Last Stand“!

 

Bei einem gepflegten SABATON-Bier wurde dann noch allerlei fachgesimpelt und anschließend warfen wir uns wieder in die Menge beim Festival.

Hier geht’s zur Listening Session vom neuen Album „The Last Stand“.


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