MAYBURN - Peter Janda

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Österreichs Powerrocker MAYBURN On The Way To The Top.

Das sensationelle zweite Album und eine Deutschland-Tour sind der perfekte Anlass für ein Gespräch mit dem sympathischen Sänger Peter Janda.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Erst einmal ein paar Worte zur Historie von MAYBURN. Wo habt ihr früher gespielt, aus welchen musikalischen Richtungen kommt ihr?

Stephan und Andi, der erste Drummer, hatten eine gemeinsame Rockband, die sich dann auflöste, worauf ich mit ihnen MAYBURN gegründet habe.

Ich war ebenfalls bereits in diversen Projekten in unterschiedlichsten Richtungen aktiv, aber mein Favorit ist noch immer Melodic Rock – dort fühle ich mich einfach am wohlsten.

Dimi kommt eher aus der Metal-Richtung, so wie Vladi, der war nur noch etwas progressiver unterwegs. Die beiden haben auch bereits gemeinsam in mehreren Formationen gespielt.

Bernhard hatte und hat verschiedene Bands, teilweise Rock, Jazz, Metal – er studiert auch aktuell am Konservatorium Schlagzeug.

Welche Einflüsse spiegeln sich in eurer Musik wider?

Es bringt jeder seinen Teil in die Band ein, was uns eben auch zu dem macht, was wir sind. Wir sind weder zu 100% Metal, noch sind wir zu 100% Rock oder sonstiges. Bei dem Versuch uns selbst zu beschreiben, sind wir irgendwann auf den Begriff Powerrock gestoßen. Das spiegelt für uns am besten wider, was wir sind. Melodic Rock mit Metaleinflüssen, aber immer authentisch und eben wiedererkennbar MAYBURN. Die Rhythmussektion ist bei uns sehr ausgeprägt, durchdachte Gitarrenlinien, schnelle und, wenn wir den Ausdruck selber verwenden dürfen, virtuose Soli und ein Gesang mit hohem Wiedererkennungswert und eingängigen Linien.

Wir werden oft mit bekannten Bands wie SYSTEM, VOLBEAT und Konsorten verglichen, was uns sehr ehrt, aber uns selbst, wie auch jeder anderen Band, fällt es immer schwer, Vergleiche zu bekannten Acts zu ziehen, weil’s doch immer ein wenig selbstherrlich klingt.

Euer erstes Album erschien bereits 2015, wie waren eure Erwartungen und die Reaktionen?

Eigentlich sind wir eine recht junge Band. 2013 wurde aus anfänglich sporadischem Spielen das Line-up erweitert und schließlich mit Vladi komplettiert. Danach ging’s dann erst richtig mit Songwriting für das erste Album los, nachdem man sich zusammengespielt hatte und so entstand dann mit dem Release im März 2015 unser Debutalbum „When Worlds Collide“. Der Titel trägt eben auch genau unseren verschiedenen Einflüssen Rechnung, aus denen sich der Mix ergibt, den ich zuvor bereits erwähnt habe.

Unsere Erwartungen waren natürlich sehr hoch, weil wir sehr viel Arbeit und Herzblut in die Produktion gesteckt haben. Die Reaktionen waren durchweg sehr gut, nicht zuletzt das Publikum war begeistert, was natürlich das Wichtigste ist. Ihr von Stormbringer habt uns auch nachträglich ein Review geschrieben, worüber wir uns sehr gefreut haben, weil’s eben auch von euch selbst gekommen ist – ohne irgendwelche Kontakte oder Gefälligkeiten. Wir haben z.B. auch von „Addicted to Rock“ sehr viel Unterstützung bekommen, weil die von unserer Musik auch überzeugt sind, weswegen wir dann den Release damals auch im U4 bei voller Hütte gemacht haben. Hier gibt es generell nicht zuletzt durch unseren größten Supporter „DJ Fly“ eine super Plattform. Er ist über eine gemeinsame Freundin damals noch über unsere Demo-CD auf uns gestoßen. Unsere Erwartungen wurden in vielen Belangen sogar übertroffen und es macht schon Laune, seine Musik in großen Clubs, bei Veranstaltungen und im Radio zu hören – an dieser Stelle auch einmal ein riesen Dank an „Addicted to Rock“, „DJ Fly“ und „88,6“! Auch „Rock in Vienna“ haben uns einen Opener-Slot bei einem Contest ermöglicht, wofür wir sehr dankbar sind! Das war schon ein unglaubliches Erlebnis! Also für unsere junge Bandgeschichte haben wir doch schon einiges erreichen und erleben dürfen!

Nun zum aktuellem Album „No Horizon“, das mir außerordentlich gut gefällt. Wie seid ihr herangegangen, welche Unterschiede gibt’s zum Debut?

Danke für die Blumen! Das freut uns natürlich sehr zu hören!

Es gab bei der Produktion selbst einiges, was wir aus „When Worlds Collide“ gelernt haben, das uns die Arbeit erleichtert hat, wodurch wir uns auf andere, wichtige Dinge fokussieren konnten.

Der Fortschritt zum ersten Album ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Alles in allem würden wir sagen, es ist druckvoller, erwachsener, homogener. Wir haben versucht uns selbst zu übertrumpfen. Einfach noch mehr MAYBURN, weil wir natürlich schon mehr Erfahrung miteinander haben und uns musikalisch mittlerweile fast blind verstehen, was uns im Songwriting neue Türen öffnet. Wir würden sagen, das neue Album ist 200% MAYBURN, wenn man es mit unserem Debut vergleicht.

Unser neuer Drummer, Bernhard Henkes, hat hier natürlich auch eine neue, druckvolle Note reingebracht und sich sofort sehr gut in unseren ganzen Prozess integriert.

Als Autoren werden immer alle Musiker genannt. Wie kann man sich die kompositorische Arbeit vorstellen, wie entsteht in der Regel ein neuer Song?

Das ist eine interessante Frage, die eigentlich relativ leicht zu beantworten ist. Meistens beginnt es mit einer Riff-Idee, entweder Vers oder Refrain, woraus ein Konstrukt entsteht, an dem dann auch alle weiterarbeiten. Man kann aber nicht zu 100% sagen, dass ein Song immer gleich entsteht, wobei meistens der instrumentale Part grob steht, dann kommt der Gesang und der Text dazu und danach erfolgt der gemeinsame Feinschliff.

Nach der tollen Releaseparty am 20. Jänner in der ((szene)) steht eine Tour an. Wo werdet ihr auftreten? Support oder Headliner?

Yesssss! Wir freuen uns schon sehr darauf und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Es ist unterschiedlich, aber meistens sind wir Headliner. Die Tour beginnt in kleinem Rahmen in Salzburg, von wo aus es dann nach Deutschland (Berlin, Hamburg, Hannover, Eschwege, Kassel) und wieder zurück nach Wien geht. Der letzte Termin ist noch kurzfristig dazugekommen, weil der Release uns und dem Publikum so gut gefallen hat, dass wir da einfach nochmal nachlegen mussten.

Also am 18.02. sehen wir uns in der Aera, wo wir schon öfter gespielt haben und das ist jedes Mal aufs Neue eine sehr familiäre Atmosphäre – so wird es sicher auch diesmal wieder sein! Vielleicht gibt’s ja auch den ein oder anderen Song, den man in der Szene vermisst hat.

Was kann die immer größer werdende Fangemeinde in Zukunft von MAYBURN erwarten?

Schön, dass du das ansprichst! Wir wollen unsere MAYBURN Family – wer einmal auf einem unserer Konzerte war, wird wissen wovon wir sprechen – immer mehr bieten. Wir haben eine unfassbar motivierte und geniale Crew, die uns unermüdlich unterstützt. Auch an dieser Stelle ein riesen Dankeschön! Wir arbeiten konstant an unserer Show, es wird weitere Videos geben, wir bemühen uns um Support aus allen Ecken und versuchen Partner zu finden, um die ganze Sache weiter wachsen zu lassen. Die ((szene)) zu füllen hat sich schon sehr gut angefühlt, aber das war hoffentlich erst der Anfang! Wir bleiben dran – versprochen!

Zum Abschluss noch zum Namen MAYBURN. Hat er eine besondere Bedeutung, wer kam auf die Idee?

Haha. Du hast ja keine Ahnung. Das waren schlaflose Nächte. Die Namensuche hat ein dreiviertel Jahr gedauert. Wir wollten einen kurzen, prägnanten Namen, den es natürlich noch nirgends gab (was aufgrund der Masse an Bands ein schwieriges Unterfangen war) und der auch allen gefällt...

Stephan kam dann auf die erlösende Idee – wir haben im Mai die Band gegründet, somit kam von ihm der vorläufige Vorschlag MAYBORN, der dann von mir leicht auf MAYBURN abgewandelt wurde.

Vielen Dank für das Interview und Toi, Toi, Toi für die Tournee und die musikalische Zukunft!

 


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