ALESTORM - Chris Bowes & Máté Bodor

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Unser Keyboarder Elliot ist eine menschliche Wurst. Er kommt aus England. Er spielt Keyboard und schreit manchmal.

Zwei lustige "Vögel" haben sich in Hamburg zu einem Interview mit mir auf der sagenumwobenen Riekmer Riekmers eingefunden: Chris und Máté von ALESTORM. Herkömmlich geht anders.

Text: Fred Gasch | Fotos: Fred Gasch
Veröffentlicht am 04.06.2017

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview genommen habt. Wir wissen dies sehr zu schätzen. Um gleich zum Thema ALESTORM, eurer Band, zu kommen, habe ich ein paar Fragen mitgebracht.

Könnt Ihr für alle, die ALESTORM nicht kennen, die Band und ihre Mitglieder kurz vorstellen und erzählen, wer welches Instrument spielt?

Máté: Ich bin Máté, ich spiele Gitarre und ich mag Rotwein, manchmal mit Cola.
Chris: Ich bin Chris, ich singe und spiele Keyboard und ich esse gerne Würstchen und trinke Weißwein mit Traubensaft.
Chris: Es gibt drei Leute, die nicht hier sind. Unser Drummer Pete. Er mag Bier und Würstchen. Er kommt aus Irland. Unser Bassist Gus ist Vegetarier, darum mag er keine Würstchen. Er kommt auch aus Irland. Unser Keyboarder Elliot ist eine menschliche Wurst. Er kommt aus England. Er spielt Keyboard und schreit manchmal. Das sind wir.

Was sind die Einflüsse für eure Musik?

Chris: Essen und Partys haben uns geprägt.
Máté: Hauptsächlich Partys.
Chris: Musikalisch haben uns Partys beeinflusst und das, was uns gerade in den Kopf kommt. 
Wir hassen Musik. Ich mochte Metal, aber jetzt... mag ich kiffen... ich mag Gras und Landwirtschaft... 

Nicht etwa Gras rauchen?

Chris: Ohhh, nein, nein, nein. Ich mag Landwirtschaft und meine Kühe füttern... (alle lachen)... Aber musikalisch... mögen wir nicht... ich glaub, ich mag manchmal Metal.
Máté: Jaaa...

Chris zu Máté: Du magst QUEEN.
Máté: Ich mag QUEEN.
Chris: Das ist doch eine Metal-Band, oder?
Máté: Nein! (alle lachen verhalten)
Máté: Nur eine gute Band.
Chris: Ich mag gute Bands. In unseren Liedern geht es ums Spaßhaben. Andere Bands sind albern.

Lasst uns ein bisschen über euer Album sprechen. Vielleicht hat das ja eine Geschichte. Wie habt ihr das auf den Weg gebracht?

Chris: Wir waren nicht sehr gut. Und wir haben schlechte Songs geschrieben. Aber dann ist uns in den Sinn gekommen, dass es mehr Spaß macht, gute Songs zu schreiben.
Máté: Allen macht es mehr Spaß.
Chris: Alle genießen es, wenn wir gute Songs schreiben.
Máté: Gute Songs sind besser für alle?
Chris: Keiner mag schlechte Songs. Wenn du schlechte Songs schreibst, werden die Leute unglücklich und keiner hört sich dein Album an. Es hat eine Weile gedauert, bis wir das kapiert haben. Irgendwann entdeckten wir dann, dass wir gute Songs mögen.
Máté: (erleichtert) Ja.

 

 

 

Welchen Song vom neuen Album mögt ihr am meisten und warum?

Máté: "Alestorm".
Chris: Das ist von uns. Was ist dein Lieblingslied von einer anderen Band?
Máté: Von anderen? Weiß ich nicht. Ich hab keine Lieblingslieder.
Chris: Was ist dein Lieblingssong.... 
Máté: Ohhh.
Chris: Ohhh, bong
Máté: ...bong
Chris: `Tschuldigung. Wir wurden inspiriert von Keyboard-Solos und Bläser-Sektionen und epischen Violin-Solos.

Vielleicht auch von Gitarren-Solos?

Chris: Wir spielen jetzt weniger Gitarren-Solos, weil ich mit meinem Keyboard nicht so gut bin.
Máté: Du machst eines in "Treasure Island" ...
Chris: Ja, stimmt. Ein bisschen....

Wie PINK FLOYD ?

Chris: Ja, genau wie PINK FLOYD. Aber wahrscheinlich sind die besser als ich. Ich glaube, ich kann nicht spielen, was die spielen.
Máté: Ist mir egal.
Chris: Ich könnte so tun als ob. Schreib’s mal auf für später. Mein Lieblingssong ist „Fucked With An Anchor“. Das ist albern und leicht und es ist ein einfacher Song übers Fluchen.
Máté: Fluchen?
Chris: Ich mag es, unsere Fans anzupöbeln. Ich liebe es, ihnen fuck off zu sagen. Das ist ziemlich übel, aber es ist nett.
Máté: Mir gefallen epische Songs wie „To The End Of The World“ und „Alestorm“. Das sind meine zwei Favoriten. Aber ich mag ältere Songs aus unterschiedlichen Gründen. Ist schwer zu erklären.
Chris: Sogar „Pegleg Potion“...
Máté: Ich mag den Song.
Chris: Ich mag den Start.
Máté: Der ist lustig. Der ist lustig. Der hat einen albernen Text.
Chris: Der hat einen sehr albernen Text. Das ist mein Fehler, Entschuldigung. Ich habe den Song schlecht, ziemlich schlecht gemacht.

 

 

Habt ihr anfangs dieselbe Meinung zu schlechten Songs?

Máté: Uhhh…

Chris: Die alten Songs sind besser.

Máté: Ja. Ich meine, ich mag einige davon. Was die Produktion angeht, sind es nicht die besten. So wie das erste und zweite Album vielleicht. Aber ich mag zum Beispiel „Keelhauled“. Eigentlich gefallen mir die ganzen klassischen Songs, weißt du. Aber ich habe auch ungewöhnliche. So war „The Huntmaster“ der seltsamste Song für mich. Als ich den gelernt habe... anfangs sagtest du, dass ich den lernen sollte. Und ich fand, dass der merkwürdige Rhythmen und so hatte... ich weiß auch nicht. Der klingt, als hätten wir den nicht nach Click eingespielt.

Chris: Ich denke, das haben wir nicht. Der ist chaotisch.
Máté: Ok.
Chris: Ein musikalisches Chaos.

Ich denke, ihr seid Leute mit guten Schwingungen und positiven Charakteren. Leute wie ihr machen schlechte Songs. Stimmt das?

Chris: Positive Leute machen schlechte Songs? Ich denke, dass wir großartige Songs schreiben. Ja, manchmal wünschte ich, ich wäre sehr unglücklich und könnte richtig emotionale Songs schreiben. Denn die besten Songs handeln von jemandem, der wirklich traurig ist. So... oooh, ich bin traurig, hier ist meine Gitarre und dudeldudelduu. Ich sehe das eher so, dass alles okay ist, dass ich alles mag. Ich kann keine negativen Emotionen haben.

Máté: Ja, geht mir genauso. Ich bin immer glücklich. Ich habe keine großen Probleme. Was immer ich schreibe oder denke, klingt immer positiv und nett. Ich habe keinen Grund, sauer zu sein, oder Leute anzubrüllen, weißt du. Ich meine, es gibt eine Menge Mist in der Welt, darum wollen wir einfach Spaß haben. Ja. Das ist eben, was wir machen.
Chris: Ja!

Habt ihr eine Lieblingsband, mit der ihr gerne mal live spielen würdet?

Chris: Ich möchte auf der Bühne mit mir selbst spielen. Ich weiß nicht. Es gibt so viele Bands.
Máté: Ich möchte mit unserer Zwergenband spielen. 
Chris: Ja. Wir haben kleinwüchsige Doppelgänger und es wäre cool, wenn sie eine echte Band wären und wir Shows mit Miniatur-Alestorms spielen könnten.
Máté: Wir sollten das machen.
Chris: Wir könnten das machen. 

Mit Doppelgängern könntet ihr gleichzeitig in mehreren Städten auftreten. Das wäre doch toll.

Chris: Ja, aber die sind nicht groß. Das sind sehr kleine Leute.

Mit Doppelgängern wie Saddam Hussein?

Chris: Ich denke nicht.

Habt ihr mehr als einen Doppelgänger?

Chris: Wir sollten eine Band mit Saddam Hussein gründen. Das klingt übel, nicht wahr? Ich denke, ich möchte nicht mit Saddam Hussein auf Tour gehen. Da hätten wir eine schwere Zeit.

Spaß beiseite. Habt ihr Wünsche, wen ihr mal supporten könntet/wolltet?

Chris: Vielleicht... wenn jemand Verrücktes am Start wäre und fragen würde... wie IRON MAIDEN oder so. Aber abgesehen davon denke ich, dass ich keinen anderen supporten möchte.
Máté: Würde ich nicht machen.
Chris: Ich mag es, Headliner zu sein, weil wir da so eine alberne Sache haben... Wir haben eine schöne Bühne und diese coolen Dinge passieren um uns herum. Aber wenn es um Supportbands geht, haben wir am liebsten unsere Freunde dabei. Das sind oft wenig bekannte Underground-Bands. Wir mögen es, mit denen zu touren. Das macht sehr viel Spaß, wenn du von einer bekannteren Band supportet wirst...

Máté: ... gibt es immer Ego-Probleme.
Chris: Ja.
Máté: Viele Bands haben Ego-Probleme. Die glauben, die wären was Besseres als sie sind und es ist schwer, Sachen zu regeln. Darum bevorzugen wir Freunde und unbekannte Bands. Wir können kleinen Bands eine Chance geben, coole Sachen zu machen und teilen unser Publikum mit denen.

Spielen die dieselbe oder eine andere Musik als ihr?

Chris: Nein, nein, nein. Wir touren nie mit Bands, die wie wir klingen. Wir planen beispielsweise Auftritte in Europa mit einer Deathmetal-Band und einer verrückten Zirkusmusik-Band. Warum auch nicht?

 

 

Wir kommen zum Ende des Interviews. Habt ihr Schlussworte für die Leser von Stormbringer?

Máté: Wir sehen uns bei einer unserer Shows! Das wird toll!
Chris: Und wir werden eine Menge Spaß mit euch haben!


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