PARADISE LOST - Greg Mackintosh

Artikel-Bild

Wir haben uns daran gewöhnt, dass heute viele Alben brutal zu Tode bearbeitet werden bis der Sound perfekt ist – wir aber haben all die Schönheitsfehler so belassen und das gibt „Medusa“ seine Persönlichkeit. Vielleicht ist es nicht perfekt, aber wen kümmert das?

Greg erzählt, warum "Medusa" ohne Sound-Editing entstehen musste, wie VALLENFYRE seinen Enthusiasmus für PARADISE LOST wiederbelebt hat, dass er sein Teenager-Ich schütteln möchte und wie seine neue, von DAVID BOWIE inspirierte Art des chaotisch-intuitiven Songwriting alles verbessert hat.

Veröffentlicht am 31.07.2017

Hi Greg, wie geht’s?

Mir geht’s gut! Der Tag war vollgepackt mit Interviews, es waren um die zehn bis jetzt, die meisten aus Australien, aber es ist alles gut!

Ok, dann lass uns über das neue PARADISE LOST Album sprechen – „Medusa“ wird am 1. September released: Was geht momentan in deinem Kopf vor? Die Ruhe vor dem Sturm oder hast du nicht viel Zeit nachzudenken, weil du so viel zu tun hast?

Ja, ich meine, da zieht wirklich ein Sturm auf, aber es gab keine Stille davor. Ich war eigentlich das ganze Jahr über schwer beschäftigt, wenn nicht schon vorher, weil ich ja zwei Alben zur gleichen Zeit geschrieben habe. Ich habe am Album für VALLENFYRE gearbeitet und parallel dazu für PARADISE LOST geschrieben. Ich war also im Studio, habe geschrieben und dann ging es direkt wieder ins Studio. Dann noch Pressearbeit und einige Festivals… jetzt werden wir erst einmal noch weitere Festivals spielen und nach der Release-Show geht’s dann ab auf Tour durch ganz Europa bevor wir uns nach Australien aufmachen gegen Ende des Jahres.

„The Longest Winter“ ist vor kurzem als erste Single erschienen – hast du schon einige Reaktionen bekommen?

Ich weiß ehrlich gesagt nur das, was jeder andere auch weiß, indem ich die Youtube-Kommentare gelesen habe. Die Reaktionen sind überwältigend positiv aber ich habe auch gesehen, dass eine Menge Leute TYPE O NEGATIVE erwähnen. Viele Leute sagen, dass es sich ein bisschen wie TYPE O NEGATIVE anhört.

Wie denkst du darüber?

Naja, das macht mir nichts aus – sie waren Kollegen von uns. Wir haben ungefähr zur gleichen Zeit angefangen, wir hatten ähnliche Karrieren. Sie waren Freunde von uns, also sehe ich das locker. Ich finde es auch in Ordnung, weil wir von ziemlich ähnlichen Dingen beeinflusst wurden. Wir werden sowieso mit allen möglichen Bands verglichen und in diesem Fall bei „The Longest Winter“ kann auch ich es sehen. Ich verstehe, warum Leute das sagen.

Nach welchen Kriterien wurde der Song für die Single-Auskopplung eigentlich ausgewählt? Habt ihr das selbst entschieden?

Das wurde vom Label ausgewählt. Wir mögen es überhaupt nicht, Singles auszusuchen – wir sind nicht wirklich gut darin.

Warum glaubt ihr das?

Weil, als wir das letzte Mal eine Single selbst aussuchten, ich glaube das war 1995, wählten wir „Forever Failure“ aus dem „Draconian Times“ Album und das lief so schlecht, (lacht) dass sie uns das seither nicht noch einmal tun ließen. Weißt du, wir schreiben Alben, wir sind nicht gut darin zu verstehen was kommerziell erfolgreich ist. Wir kapieren es nicht wirklich. Und das meiste Zeug, das ich gut finde, verkauft sich sowieso niemals irgendwo. Wenn wir also ein gutes Album geschrieben haben und zufrieden mit jedem Song darauf sind, ist es egal, welchen davon sie als Single veröffentlichen.

Es ist außerdem bestimmt ziemlich hart so etwas wie einen Lieblingssong zu nennen, wenn alle davon das Ergebnis deiner eigenen, harten Arbeit sind. Gibt es trotzdem auf „Medusa“ einen Song, der irgendetwas Besonderes für dich hat?

Ja, ich glaube der Opening-Track “Fearless-Sky” ist irgendwie etwas auf das ich ziemlich stolz bin, weil es der längste Song ist, den wir jemals geschrieben haben. Wir waren nicht darauf aus, einen langen Song zu schreiben, das hat sich einfach so ergeben. Er geht über achteinhalb Minuten, fühlt sich für mich aber nur halb so lang an. Üblicherweise wird mir schon bei fünf- oder sechsminütigen Songs ein wenig langweilig. Ich bin sehr stolz auf diesen, weil er einen guten Flow hat und genug Atmosphäre und Abwechslung um sich nur halb so lang anzufühlen. Ich bin also echt erfreut, dass wir es hinbekommen haben so viel in einen Song zu packen – und er fühlt sich trotzdem aufregend an...

...während du ihn anhörst, oder während du ihn spielst?

Beim Anhören, weil ich ihn ehrlich gesagt seit den Aufnahmen nicht mehr gespielt habe. Ich muss ihn wieder ganz neu lernen, bevor wir die Album-Shows spielen. Ich habe jede einzelne Note vergessen.

Warum ist “Medusa” ein passender Titel für das Album? Wie repräsentiert oder verbindet der Hintergrund dieser ganzen Medusa-Story die verschiedenen Songs?

Naja, das war etwas, zu dem wir eine Hintergrundgeschichte hinzufügen mussten. Zuerst war „Medusa“ nur der Arbeitstitel, den ich mir ausgedacht habe. Ich nutze oft Ein-Wort-Titel für Songs bevor wir uns für den richtigen Titel entscheiden. Wir mochten ihn beide und Nick sagte zu mir „Warum nutzen wir ihn nicht für das Album?“. Es ist kein typischer PARADISE LOST Albumtitel aber passt ganz gut zu einigen Inhalten auf der Platte und so konnten wir die ganze Story mit dem Nihilismus und dass man nicht in die Augen der Medusa schauen darf dann nachträglich gut mit einbringen.

Zusätzlich fasst der Titel “Medusa” irgendwie ganz gut einige Themen zusammen um die es auf dem Album geht, wie z.B. den Song „Gods of Ancient“. In ihm geht es um sehr alte Religionen und darum, wie moderne Religionen sich über diese alten Religionen lustig machen obwohl antike Religionen Dinge wie die Sonne, die Bäume oder das Meer verehrten – und das ist weitaus realistischer, auch wenn es naiv ist, weil sie die Wissenschaft dahinter nicht verstanden haben, ist es immer noch viel realistischer an so etwas zu glauben als an etwas, dass sich jemand vor ein paar tausend Jahren einfach ausgedacht hat.

Hast du dich schon vorher für antike Kulturen und ihre Religionen interessiert?

Nun, wir sind alle Atheisten. Ich meine, Ich bin sehr antireligiös und denke, die Welt wäre ein besserer Ort ohne jegliche Religion. Auch wenn dann vermutlich etwas anderes ihren Platz einnehmen würde wie Konsumismus oder was auch immer. Menschen haben einfach das Bedürfnis, Teil eines Stammes, einer größeren Gruppe zu sein. Ja, und wir haben uns einfach eines Tages darüber unterhalten, wie selbstgefällig und selbstzufrieden heutige Religionen sind während sie über alles lachen, dass nicht Teil ihres eigenen Systems ist. Zum Beispiel über alte Pagan-Religionen, die ziemlich albern sind, aber mehr Substanz als heutige Religionen haben, weil die Dinge, die sie verehren wenigstens Teil der physikalischen Welt sind. Die Sonne und die Bäume waren ja wirklich vorhanden und haben ihnen Leben geschenkt – deshalb haben sie diese verehrt. So macht alles irgendwie Sinn auf einer kindischen Ebene. In heutigen Religionen gibt es überhaupt keinen Sinn, nicht im Geringsten.

Um nochmal zum Album zurückzukommen: Der Titel “Medusa” lieferte ja auch eine gute Grundlage für so ein großartiges Cover-Artwork. Ich habe gelesen, dass ihr Branca-Studios damit beauftragt habt. Stammt von ihnen das gesamte Konzept oder wart ihr involviert?

Wir haben ihnen ein paar Denkansätze mitgegeben. Wir sagten ihnen, dass wir keine klassische Medusa mit Schlangen auf dem Kopf wollen, weil uns das zu wortwörtlich interpretiert ist. Allerdings ist das gar nicht so einfach mit so einem Titel, weil du sofort diese Bilder siehst, wenn du daran denkst. Wir wollten außerdem einen Retro-Look erzielen, der aber immer noch sehr farbenfroh ist und dieses klassische PARADISE LOST- Feeling rüberbringt. Ich denke das haben sie auch erreicht. Wir haben ihnen außerdem Ideen wie das BLACK SABBATH Cover von „Born Again“ gegeben – was ein ziemlich schreckliches Cover ist, dafür aber sehr ikonisch, ein Eye-Catcher. Du siehst es auf einem Poster und weißt sofort um was es sich handelt. Ich liebe unser Cover und denke, es wird sich gut auf einem T-Shirt machen.

Als die ersten Details über “Medusa” bekanntgegeben wurden, war der Klassiker “Frozen Illusion” noch als Bonus-Track aufgelistet, doch auf den jetzt vorbestellbaren Alben fehlt er. Warum ist er verschwunden?

Ich denke er wird nur auf einer sehr sehr lmitierten Anzahl von Special-Editions sein, die ein wenig später herauskommen. Das Label hat uns gefragt, welchen Track wir als besonderes Extra der am meisten limitierten Ausgabe hinzufügen möchten und wir entschieden uns für „Frozen Illusion“. Ich weiß nicht, wann diese Special-Edition auftauchen wird, aber sie wird nur eine sehr geringe Auflage haben. Es ist eine großartige Version dieses Songs und ich denke sie ist wirklich sehr gut geworden. Ich bin sehr zufrieden damit.

Ihr habt das Album, wie auch schon den Vorgänger, in den Orgone-Studios produziert. Welche Gedanken haben zu dieser Entscheidung geführt?

Die Orgone-Studios haben sich stark verändert seit der letzten Platte. Vorher befand sich das Studio im Zentrum Londons aber Gomez, der Producer, ist umgezogen und hat ein brandneues Studio außerhalb Londons in eher ländlicher Umgebung gebaut – das sind jetzt die neuen Orgone-Studios. Wir sind die erste Band, die dort aufgenommen hat. Wir hatten also bei den Aufnahmen ganz andere Bedingungen als beim vorigen Album.

Welchen Sound wolltet ihr dort erzielen?

Wir wollten, dass es sehr echt, sehr real klingt, als ob du dich mit der spielenden Band in einem Raum befindest. Deshalb gibt es auch keinerlei Bearbeitung der Sounds auf dieser Platte, nicht bei den Gitarren, nicht bei den Drums. Es ist alles so, wie es durch die Mikrofone aufgenommen wurde. Wir haben deshalb auch mehr Zeit damit verbracht, an den Sounds zu feilen als zu recorden. An den Drum-Sounds haben wir beispielsweise drei Tage gearbeitet und sie dann in anderthalb Tagen aufgenommen. Das Endergebnis ist ein etwas „schmutziger“ Retro-Sound.

Meiner Meinung nach verleiht dies der Musik Persönlichkeit und genau das haben wir auch dem Producer gesagt, dass wir ein Album mit Persönlichkeit haben wollen. Sobald du die Scheibe einlegst, kannst du sofort sagen was es ist – auch wenn du die Musik nicht magst, genau wie bei den Platten die ich so mochte als ich aufgewachsen bin. Damals hat sich jede dieser Platten komplett anders angehört als die anderen. Von der modernen Metal-Szene, wo sich jede Platte sehr ähnlich anhört obwohl die Musik total unterschiedlich ist, bin ich ein bisschen gelangweilt. Die Produktion ist immer gleich.

Welche Platten meinst du, wenn du von diesen Alben mit Persönlichkeit sprichst, mit denen du aufgewachsen bist?

Ich könnte jede Platte von damals vorschlagen, die frühen CELTIC FROST, CANDLEMASS, TROUBLE, BLACK SABBATH, SAINT VITUS... eine Menge Platten und sie hören sich alle komplett unterschiedlich an obwohl es sich um einen sehr ähnlichen Musikstil handelt. Und das ist deshalb so, weil du damals den Sound der Band eingefangen hast. Sie haben unterschiedlich gespielt, sie alle hatten unterschiedliche Gitarren-Amps und Pedale, die Drummer spielten unterschiedlich – und das konnte man hören, weil es nicht bearbeitet wurde...

...Der Hauptunterschied zu heute ist also das Over-Editing...

... ja, letzte Woche hat ein Journalist mich gefragt: „Bist du sicher, dass das die fertige Endversion des Albums ist?“. Er erwähnte, dass man eine Art Rauschen von den Gitarren hören könne und einige „Pops“ und „Klicks“ – das ist eben so, weil es nicht bearbeitet ist! Wir haben uns daran gewöhnt, dass heute viele Alben brutal zu Tode bearbeitet werden bis der Sound perfekt ist – wir aber haben all die Schönheitsfehler so belassen und das gibt „Medusa“ seine Persönlichkeit. Vielleicht ist es nicht perfekt, aber wen kümmert das?

Ihr blickt dieses Jahr auf 30 Jahre PARADISE LOST zurück, habt viele Leute kommen und gehen sehen, seid älter und vielleicht ein wenig weiser geworden. Was würdest du sagen, sind wichtige Dinge, die sich für dich und die Band in dieser Zeit verändert haben?

Für mich persönlich kann ich sagen, weniger ernst geworden zu sein. Als Teenager war ich eine sehr ernste Person, ich konnte nicht entspannen. Und nach Jahren und Jahren – das hat Jahrzehnte gedauert – nehme ich nun das Leben nicht mehr so ernst. Ich nehme die Musik ernst, aber das war’s. Dem Rest der Band geht es da sehr ähnlich und das ist auch irgendwie ein Grund, aus dem wir zusammengeblieben sind. Wir haben auch alle einen ähnlichen Sinn für Humor, machen uns nicht so viele Sorgen und denken „are we happy for today“ – das ist alles was wir brauchen. Das ist Erfolg für uns: Glücklich sein.

Es geht nicht um kommerzielle Dinge oder Besitztümer, sondern mehr darum, im Leben voranzukommen und es zu genießen. Ich meine, als ich in meinen frühen Zwanzigern war, habe ich es gehasst, so viel auf Tour zu sein mit PARADISE LOST! Ich war weg von zu Hause und habe mich selbst gequält indem ich alles super ernst genommen habe. Wenn ich nur in der Zeit zurückreisen könnte, würde ich mich selbst schütteln und sagen „Relax!“.

Ist es mit der Zeit einfacher oder schwieriger geworden zusammen zu arbeiten und kreativ zu sein, obwohl ihr euch schon so lange kennt?

Ich denke es ist einfacher als jemals zuvor. Und es wird immer einfacher. „Medusa“ war bis jetzt die schnellste Platte, die wir je geschrieben und aufgenommen haben. Wir brauchten sechs Monate um das ganze Ding zu schreiben und anderthalb Tage um das Schlagzeug aufzunehmen, zwei Tage um alle Gitarren einzuspielen – es ging wirklich sehr schnell. Das ist teilweise so, weil wir genau wissen was wir machen wollen und teilweise, weil ich die Art, wie wir unsere Songs schreiben, verändert habe. Ich habe zu einem komplett anderen Stil, Songs zu schreiben gewechselt.

Wie sieht dieser neue Stil aus?

Es hört sich ein bisschen seltsam an, wenn ich versuche es zu beschreiben. Ich habe vor einer Weile ein Interview mit DAVID BOWIE gelesen, in dem er beschrieben hat, wie er seine Texte schreibt. Er sagte, er schreibt Wörter die er mag auf ein Stück Papier, zerschneidet es dann in viele Teile und wirft diese auf den Boden. Das ist die Art und Weise, wie er seine Lyrics geschrieben hat – ein sehr zufälliger Prozess. Ich wollte das dann mit Musik ausprobieren.

Ich mache es jetzt so, dass ich Nick einige Riffs gebe, die nicht zwangsläufig dann im fertigen Song landen. Ich lasse ihn dann so viele Gesangslinien wie möglich dazu machen – Clean-Vocals, Rough-Vocals, einige mit tiefer Stimme, ein paar Harmonien, verschiedene Melodien – und diese an mich zurückschicken. Ich zerschneide sie dann und setze sie wie ein Puzzle wieder zusammen. Das ist eine sehr intuitive Art des Songwriting. Sehr schnell. Du kannst zehn oder fünfzehn verschiedene Versionen eines Songs haben. Es ist ein aufregender Weg, Musik zu schreiben und deshalb hält es den kreativen Prozess am Laufen statt Ewigkeiten an einem Song zu arbeiten bis man endlich zufrieden ist – so wie ich es zuvor gemacht habe. Ich kann nicht fassen, dass ich 30 Jahre gebraucht habe, um das herauszufinden!

Sind Side-Projects auch hilfreich um frischen Input zu bekommen und Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten?

Ich habe zwar versucht, es als völlig eigenständiges Ding zu behandeln, aber es hat mich wieder neu belebt, VALLENFYRE zu machen. Es hat mich wieder enthusiastisch über die Musik-Szene im Allgemeinen werden lassen. Mit VALLENFYRE ist das ganze Recording und die Gigs wieder richtig D.I.Y. und ich komme wieder mit der Szene in Berührung, mit der ich aufgewachsen bin und deren Teil ich schon seit langer Zeit nicht mehr war.

Ich habe die Chance wieder Leute zu treffen, die das alles nur tun, weil sie es lieben, sehr enthusiastische Menschen – und das lässt diese gewisse Energie wieder in mich hineinfließen. Das hilft mir dann auch wieder enthusiastischer an die Arbeit mit PARADISE LOST heranzugehen. Einige Leute mögen zwar denken, dass mich VALLENFYRE durcheinanderbringt, aber in Wahrheit hilft es mir, mich darauf zu konzentrieren, was ich für den Kern des Sounds von PARADISE LOST halte – es hat mir tatsächlich geholfen, mich auf PARADISE LOST zu fokussieren.

Ihr werdet eine spezielle Release-Show im LKA/Longhorn in Stuttgart spielen – ist das ein besonderer Ort für euch, oder liegt er einfach auf dem Weg?

Nein, es ist tatsächlich ein spezieller Ort für uns. Das erste Mal, dass wir dort spielten war ungefähr 1993 und seitdem sind wir oft dort aufgetreten über die Jahre. Wir haben auch unser erstes richtiges Live-Video dort aufgenommen: „Harmony Breaks“. Das war zu der Zeit, als wir „Icon“ veröffentlicht haben. Es ist eine Venue, die wir sehr mögen, als wir also gefragt wurden, wo wir unsere Release-Show machen wollen, ist uns dieser Ort zuerst eingefallen.

Danach geht es im Herbst für euch mit PALLBEARER und SINISTRO auf Tour. Wer hatte diese Idee und kanntet ihr euch schon vorher persönlich?

PALLBEARER kenne ich persönlich, der Rest von PARADSE LOST aber noch nicht. Wir haben mit VALLENFYRE auf unserer "Decibel Magazine Tour" durch Amerika die Bühne mit PALLBEARER geteilt, sie also wochenlang jeden Tag gesehen. Sie waren wirklich hilfsbereit auf der Tour und wir sind sehr gut miteinander ausgekommen. Ich liebe außerdem ihre Musik und sie sind von ganz ähnlichen Dingen beeinflusst wie wir. Als mich das Management vom Label fragte, wen ich als Support haben möchte, dachte ich sofort an PALLBEARER weil die Musik wirklich passt, ihre Persönlichkeiten und ihr Sinn für Humor passen und sie einfach nur nette Leute sind – also haben wir sie gefragt und sie haben zugesagt.

SINISTRO, die andere Band hat Nick sich auf einem Festival im Norden Englands namens “Damnation Festival” angesehen, als wir gemeinsam dort waren. Er mochte sie, also hat er nach ihnen gefragt. So habe ich also PALLBEARER und Nick SINISTRO für die Tour ausgesucht.

Zuvor sind noch einige Festivals übrig – Gibt es Rain oder Shine in Wacken dieses Jahr?

(lacht)...Gute Frage! Falls wir auf einer Zelt-Bühne spielen, hoffe ich, dass es regnet damit die Leute zu uns reinkommen und uns sehen. Wenn wir auf der Main-Stage oder oder einer Bühne ohne Zelt spielen, hoffe ich es wird sonnig.

Aber mal ernsthaft, ist das Wetter relevant für eine gute Doom-Show?

Ja, definitiv! Ich mag es nicht, in der Sonne zu spielen. Ich meine, die letzten Shows die wir gemacht haben, waren auf Festivals in Spanien und Athen und dort waren es an die 45°C und wir standen in der prallen Sonne. Das war nicht wirklich gut, für eine Doom-Metal-Show, weißt du.

Gut, dass bald wieder Herbst ist. Ich danke dir vielmals für das interessante Gespräch! Hab noch einen schönen Abend!

Es war mir ebenfalls eine Freude, mit dir zu sprechen. Bye!

 


WERBUNG: Hard
WERBUNG: Escape Metalcorner