WEDNESDAY 13 - Joseph Poole aka Wednesday 13

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Ich schreibe einfach darüber, vom Standpunkt des Wahnsinns aus, wie weit Menschen manchmal gehen, welche Abgründe die menschliche Psyche offenbaren kann. Darüber schreibe ich. Das ist viel schlimmer als ein blöder Horrorfilm – das ist die Realität.

Wer hat Angst vor ... WEDNESDAY 13?

Text: Lee
Veröffentlicht am 13.10.2017

Das neue Album „Condolences“ (2017) ist sehr faszinierend – worin siehst Du den größten Unterschied zwischen dem „Fang Bang“-Album von 2006 und dem jetzigen Album? Wie hast Du dich geändert als Musiker und was hat Dich am meisten verändert?

Jedes Album, das ich gemacht habe, ist anders als die vorherigen. Aber wenn du den Vergleich ziehen willst zwischen dem WEDNESDAY 13 Sound von früher und jetzt, ist es ein guter Vergleich zwischen „Fang Bang“ und „Condolences“. Die beiden Alben sind wie Tag und Nacht – wenn du das manchen Leuten vorspielst, dann würden sie nicht denken, dass es die gleiche Band ist. Das war die härteste Entscheidung, die ich je getroffen habe, die meisten meiner Alben klingen gar nicht wie „Fang Bang“ – das war einfach etwas, was ich damals machen wollte. Mich hat mal jemand gefragt, warum „Fang Bang“ so extrem nach Punk Rock klingt und ich sagte, dass mir einfach danach war. Während dieser Zeit wurde Metal richtig groß – und ich wollte nicht Mainstream sein, also habe ich das Gegenteil gemacht und habe einfach ein Punk Rock Album rausgebracht. Das war irgendwie eine komische Sache für mich, ich habe meine ersten Erfahrungen als Musiker im Punk Rock gemacht, ich bin mit Glam und Punk aufgewachsen, also war das für mich dann relativ neu. Als WEDNESDAY 13 will ich einfach gar keine Regeln, ich will nicht irgendwie klingen müssen, jeder Song kann eine völlig andere Richtung annehmen. Dazu wurde WEDNESDAY 13 im Laufe der Jahre.

In einem anderen Interview hast du erwähnt, dass jede Menge Zorn im Songwriting Prozess mitgespielt hat. Was ist dein Set an Emotionen aus denen du am meisten schöpfst, wenn du schreibst?

Ich würde nicht sagen, dass es Zorn ist, es gibt einfach viele Spannungen, die sich aufbauen über die Zeit, und das neue Album war für uns alle ein wichtiges Stück. Eine Art Therapie, wenn man so sagen will. Es war uns von Anfang an sehr wichtig und das hört man raus.

Manche Leute sagen ja, dass Zorn nur Traurigkeit ist, die sich hinter einer Maske versteckt – findest du daran etwas Wahres?

Ja, kann gut sein. Ich kriege meine Wut und meine Aggressionen raus, indem ich Musik mache und schreibe, das war schon immer so. Ich übersetze meine Emotionen in Worte. So gehe ich damit um, andere Leute machen das anders. Ich finde es ist einfach ein sehr friedvoller Prozess damit umzugehen, so muss ich es an niemandem sonst auslassen. Musik hat mir das Leben gerettet, mein ganzes Leben ist Musik, das habe ich schon immer gemacht.

Wenn du kein Musiker wärst, wo wärst du heute?

Vermutlich in der Filmindustrie, ich würde wohl Filme drehen. Das hat mich immer interessiert, ich wollte immer entweder mit Filmen oder Musik irgendwas machen. Als ich angefangen habe Songs zu schreiben, habe ich darüber geschrieben, was ich am besten kannte: Filme. Das ging für mich auch immer Hand in Hand. Ich lebe seit nunmehr neun Jahren in Los Angeles, ich sehe eine Menge Drehplätze und habe viel Einblicke, damit wäre ich wohl auch glücklich geworden. Ich hoffe, dass ich irgendwann in der Zukunft noch mal so was machen werde, nachdem es ja quasi auch vor meiner Haustür liegt.

Ich erinnere mich, dass du „Condolences“ mit Stanley Kubricks „The Shining“ verglichen hast – worin siehst du die Parallelen?

In „The Shining“ gibt es einfach keine wirklich lustigen Momente. Wenn ich meine Alben mit Filmen vergleichen müsste, würde ich sagen „Fang Bang“ ist mehr so Richtung „Beetlejuice“ und „Condolences“ ist mehr wie „The Shining“. Es hat einfach die gleiche schauerliche Atmosphäre und es gibt keinen Moment der wirklich zum Lachen einlädt – und wenn du doch lächelst, dann ist es nur für einen sehr kurzen Augenblick.

Du meintest, es gibt keine wirklich eindringlichen Horrorfilme mehr, die Leute sind nicht mehr leicht zu schocken – gibt es dennoch etwas, das Dir Gänsehaut verpasst? Auch bei den modernen Filmen vielleicht?

Ich bin in den 80ern und frühen 90ern aufgewachsen, mit den Horrorfilmen dieser Zeit. Wenn ich mir jetzt die modernen Filme ansehe… ach, ich bin nicht wirklich up to date. Ich sehe halt viele der Mainstream-Filme und Remakes. Sie haben irgendwie die Originalität verloren – es ist immer nur die Kopie der Kopie der Kopie. Das ist das Gleiche mit der Musik, viele kopieren nur noch. So ist es einfach. Ich bin jetzt 41 geworden, ich bin irgendwie schon so ein grummeliger Opa, der einfach gar nichts mehr mag und nur den alten Kram gut findet. (lacht) Ich habe einfach lange nichts mehr gesehen was mich schockiert hätte. Gerade habe ich die neue Verfilmung von „Es“ von Stephen King gesehen, das war gut, es hat mich nicht schockiert, aber es hatte Momente, die gruselig waren. Es gibt schon noch Potential zu schockieren, man muss nur herausfinden wie – und dieses „Wie“ ist halt die 1-Millionen-Dollar-Frage.

Woraus beziehst Du deine Inspiration für deine Musik? Du sagtest mal, dass die Realität schockierend genug ist und genug Stoff liefert für Kunst.

Ja, das ist der Hintergrund vom neuen Album. Die Texte sind nicht auf Filme bezogen, wie ich es früher gemacht habe, die Ideen, die ich gekriegt habe, sind aus der Realität gegriffen. Ich habe eine Menge True-Crime-Bücher gelesen, auch über Serienkiller, und habe mir Dokumentationen angesehen. Einige dieser Geschichten und Taten, die diese Leute begangen haben, sind viel gruseliger und schockierender als je ein Film es sein könnte. „Freitag der 13.“ Oder „Nightmare on Elm Street“ können da nicht mithalten. Diese Leute sind einfach Menschen wie du und ich, die sehen aus wie der Typ von nebenan, der Typ, der dir die Milch liefert oder die Zeitungen austeilt. Das sind die wahren Freddy Krügers. Ich habe dann damit angefangen mehr darüber zu schreiben, was ich in diesen Büchern gelesen habe, anstatt darüber was ich in Filmen sehe.

Welche dieser Geschichten hat dich am meisten schockiert, gibt es eine, an die du dich immer erinnerst?

Es gibt echt eine Menge ziemlich harter Geschichten. Ich habe Bücher über Serienkiller gelesen, seit ich ein Teenager war, manchmal mussten wir Bücher von der Schule aus lesen und ich habe eben am liebsten diese Bücher gelesen. Ich habe die aus der Bücherei dort entliehen und dann auch Geschichten darüber geschrieben. Ich habe alle Bekannteren gelesen, die ganzen Mainstream Bücher über Jeffrey Dahmer, über John Wayne Gacy oder Charles Manson, den ich nicht als Serienkiller sehe, obwohl er auch irgendwie in diese Schublade gesteckt wurde. Es gibt da diesen Typ namens Dennis Rader, der bekannt wurde als der BTK Killer. Der hat mich am meisten schockiert. Hauptsächlich denke ich deshalb, weil er einfach aussieht wie ein stinknormaler Kerl. Da gibt es keine Emotionen in dem Mann, er ist einfach nur eine Maske. Ich fand das wirklich verstörend. Es ist jetzt nicht so, dass ich diese Geschichten lese und mir dann denke, wie toll diese Typen sind.

Ja, das wäre beunruhigend.

Nein, so ist das auch absolut nicht. Ich schreibe einfach darüber, vom Standpunkt des Wahnsinns aus, wie weit Menschen manchmal gehen, welche Abgründe die menschliche Psyche offenbaren kann. Darüber schreibe ich. Das ist viel schlimmer als ein blöder Horrorfilm – das ist die Realität.

In Österreich haben wir schon auch eine Neigung zu mystischen Orten, eher schwarzem Humor, es gibt eine Menge Gruselgeschichten. Es ist auch nicht mehr weit nach Rumänien oder Ungarn – die Geschichten über Vampire und Ähnliches sind also quasi Tür an Tür mit uns. Es gibt diese Legenden ja tatsächlich überall und man fragt sich, warum die Menschen so eine Neigung haben zum Horror? Die Leute sind so hingezogen dazu, woran liegt das deiner Meinung nach?

Ja, das stimmt. Die Menschen sind fasziniert von Horror ebenso wie sie fasziniert sind vom Tod – das ist die einzige Sache im Leben, die uns garantiert ist. Der Tod ist das einzige, was sicher ist, wir wissen nur nicht wann er kommt. Es ist der Lotto-Gewinn, den du nicht haben willst. Das fasziniert die Menschen, jeder hat Angst davor zu sterben oder sie machen sich Gedanken wie und wann sie sterben werden. Daraus resultiert die Neigung zu solchen Geschichten und Filmen... das reizt die Leute wohl, weil es unser aller Destination ist, am Ende. Manche Leute fühlen sich davon auch sehr angezogen, ich zum Beispiel. „Condolences“ dreht sich ja eigentlich ausschließlich darum – um den Tod und wo wir hingehen danach.

Hast du Angst vor dem Tod? Oder vor dem Sterben?

Ja, es ist definitiv etwas, worüber ich nachdenke. Ich hatte einige verrückte Erfahrungen in den letzten Jahren, welche mich auch dazu gebracht haben, mich damit zu befassen. Da dachte ich ein paar Mal, das war es jetzt. Ich war bei einem Erdbeben der Stärke 9,5 in Japan, vor einigen Jahren. Das war in Tokyo… Ich habe sowas vorher nie erlebt... tausende Leute sind um ihr Leben gerannt, schreiend. Das war eine Art Nahtod-Erfahrung. Seitdem das passiert ist, denke ich immer wieder daran. Das machte mich auf alle Fälle zu einer verrückteren Person. Nichts Gutes kam aus dieser Sache. Ich versuche mein Leben aber dennoch nicht nur im Geschützten zu leben, ängstlich – ich koste jeden Tag voll aus. Was passiert, passiert. Ich freue mich nicht auf den Tod, ich finde es schrecklich, nicht zu wissen was passiert. Ist es der Anfang, das Ende? Wo gehen wir hin? Wer weiß das schon. Ich habe viel zu viel gelesen und ich wünschte, ich hätte die Hälfte davon nicht gelesen. Dann hätte ich all diese Gedanken nicht. Aber diese Grenze habe ich bereits überschritten, ich bin einfach schon viel zu tief im Fuchsbau. Aber das macht meine Person aus.

Wenn du bereits so tief im Fuchsbau bist, kann es ja nicht mehr viel schlimmer werden.

Ich bin mir da nicht so sicher. Da ist irgendwie kein Ende. Ich sehe da irgendwie kein Licht am Ende von diesem Tunnel.

Das ist ja gut, das bedeutet, dass der Zug noch nicht kommt.

NOCH nicht. (lacht)

Siehst du eine Verantwortung als Künstler, etwas zu ändern? Leute zu ändern? Deren Ansichten?

Ah, Verantwortung. Ich wurde Musiker um keine Verantwortung zu haben. Ich weiß es nicht. Ich denke, wenn ich Interviews gebe, bin ich einfach ich selbst und ich behalte manche Dinge für mich, weil ich weiß, dass bestimmte Leute damit definitiv nicht einverstanden wären. Ich empfinde genug Verantwortung, dass ich Leuten sage, bitte spielt meine Lyrics nicht nach – nehmt die Texte nicht für bare Münze. Meine Texte sind… wie wenn du einen Horrorfilm ansiehst, wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Das ist meine Verantwortung. Den Leuten klar zu machen, dass ich meinen Job zwar ernst nehme, aber man das Ganze nicht zu ernst nehmen sollte. Ich laufe nicht permanent mit dem WEDNESDAY 13 Makeup herum. Wenn ich runter gehe von der Bühne, lebe ich nicht 24/7 diese Persönlichkeit.

Das wollte ich dich sowieso fragen – wie viel von dir als Privatperson ist auf der Bühne und umgekehrt? Kannst du das strikt trennen?

Es ist nicht so viel Unterschied. Wenn ich auf die Bühne gehe… das hat eine Weile gedauert, ich mache das schon sehr lange. Nach vielen Jahren fühle ich mich jetzt richtig wohl, als Frontmann. Ich kriege manchmal immer noch Lampenfieber vor Shows, je nachdem wo wir spielen. Es hat lang gedauert und ich habe viel daran gearbeitet, aber jetzt bin ich dieser Villain-Typ und lebe das auf der Bühne aus. Ich habe das jetzt im Griff und nehme diese Gestalt ein, dieser Typ, den einfach nichts umbringen kann. Aber sonst ist kein so großer Unterschied zwischen Privatleben und Job, ich verwandle mich nicht in eine komplett andere Person, aber ich trage kein Corpse-Paint und blutige Fleischerschürze, wenn ich ins Bett gehe.

Das ist sehr beruhigend.

Nein, ich bin einfach so. Es ist halt intensiver, weil ich eine Bühne und ein Publikum habe. Es ist gutes Theater und macht sehr viel Spaß. Ich genieße diesen Charakter, den Wednesday 13, den ich über die Jahre erschaffen habe. Er wird immer dunkler und verrückter, je weiter sich das alles entwickelt und es gibt da kein Ende. Kein Ende der Seltsamkeit, des Wahnsinns …Ich fange gerade erst so richtig an. 

Du bist ziemlich viel auf Tour – ihr seid quasi permanent unterwegs. Habt ihr sowas wie ein Zuhause? Ist das für euch eher ein Konzept, ein Ort oder eine Person? Was ist „zuhause“?

Für mich … also ich bin gerade zuhause, das fühlt sich auch nach zuhause an, wenn ich hier bin. (Los Angeles) Und in einer Woche werde ich auf Tour sein, im Bus mit meiner Crew und meiner Band. Das wird sich dann genauso nach zuhause anfühlen. So seltsam das klingen mag, ich habe das gelernt… als ich anfing zu touren... ich komme aus einer kleinen Stadt in North Carolina und bin vorher nie wirklich unterwegs gewesen. Als ich dann mit den MURDERDOLLS die Möglichkeit gekriegt habe, so viele Orte zu sehen… seither habe ich viel gesehen und als ich gemerkt habe, dass die Welt ein größerer Ort ist, als ich geahnt hatte, wollte ich alles erkunden. Ich toure neun von zwölf Monaten im Jahr, ich bin mehr unterwegs als ich „zuhause“ bin. Ich habe gelernt, dass „zuhause“ mehr als nur ein Ort sein kann. Ich kann hier zuhause sein, während ich gerade mit dir rede und wo auch immer wo ich mich wohlfühle und zufrieden bin. Das ist zuhause für mich.

Welche Art von Musik hörst du? Wenn du zuhause bist, fernab der Bühne?

Ich höre alles. Es gibt keine Art von Musik… Okay, ich höre keinen Hiphop. Es gibt ein paar Rap-Künstler aus den späten 80ern und frühen 90ern, die ich höre. Nur wenige… Sonst höre ich von altem Outlaw-Country, 80er Dance Music, James Brown, oldschool Rock’n’Roll bis LAMB OF GOD oder CARCASS. Ich wurde ein richtiger Metalhead über die letzten fünf, sechs Jahre. Das hat meine Musik beeinflusst und das hören die Leute bestimmt auch raus… es war bestimmt auch sehr gesund für mich, viele verschiedene Genres durchgehört zu haben in den letzten Jahren. Es gibt Monate, da höre ich gar nichts außer Soundtrack Musik, ohne Vocals, nur Ambient, dunkle Musik… und es gibt Monate, da höre ich nichts außer ANTHRAX. Ich gehe durch diese Phasen... und das Hören verschiedener Musik hat mir verschiedene Türen geöffnet. Als ich anfing Musik zu schreiben in meinen Jugendjahren, da war ich richtig engstirnig. Ich habe Oldschool Glamrock und Punkrock gehört und die Bands, die diese Musik gemacht haben. Alles andere wollte ich nicht. Jetzt bin ich kein Musiksnob mehr und höre alles – deshalb hat sich auch meine Musik verändert. Wenn ich meine Alben durchhöre, sehe ich die Entwicklung. Ich sehe meine Musik auch ganz anders als die Fans – für mich sind es einfach kleine Ausschnitte, Kapitel aus meinem Leben. Das ist wie ein Fotoalbum oder ein Jahrbuch. Manche Alben waren gute Zeiten, manche waren schlechte Zeiten – manche mag ich mehr als andere.

Ich denke, das passiert sehr vielen, dass sie am Anfang Musiksnobs sind und nur einschlägige Musik hören. Das macht einen dann aber auch irgendwie zu dem was man ist als Musikfan – man entwickelt sich da raus und das ist ein wichtiger Teil des Weges.

Definitiv. Ich wäre nicht der, der ich jetzt bin, wenn ich so offen für jegliche Musik gewesen wäre am Anfang. Ich musste diese kleine Punkerbratze sein, der total überheblich war und auf niemanden hören wollte. Wenn alle anderen es mochten, habe ich es gehasst. Egal wie gut es war, ich habe es gehasst. Es ist gut, ich hasse es – einfach, weil du es magst!
Jetzt ist es mir egal, wer es mag oder nicht. Ein guter Song ist ein guter Song. Früher habe ich gegen alles rebelliert. Ich stimme dir total zu. Ich bin froh, dass ich gewartet habe, das zu erkunden, jetzt da ich älter werde... nicht anders rum.

Du hast Country Music erwähnt – dein Zweitprojekt oder wie du es nennen möchtest BOURBON CROW – wie viel Outlaw Cowboy steckt in jedem Kerl?

In jedem Mann... das glaube ich nicht. Glaub ich absolut nicht. Ich glaube, in manchen Leuten ist es einfach verwurzelt. Ich weiß nicht, ob ich als Outlaw gesehen werde, aber ich sehe mich selbst so. Die Haltung, das ist das womit ich aufgewachsen bin. Das habe ich von meinem Vater gelernt... so wurde ich erzogen. Ich gehe nicht rum und fange Streit an, um möglichst „outlaw“ zu sein, für mich ist Outlaw Country gegen den Mainstream. Es war anders als die Kerle, die über das gesungen haben was sie gesungen haben, weil sie ins Radio kommen wollten. Sie haben diese Musik geschrieben, haben über gute Zeiten gesungen… Es gibt in jedem Genre die Punkrock-Kids in der Sparte, es gibt immer jemanden, der gegen irgendwas rebelliert. Es gibt immer diese hervorstechenden Leute.

Hast du viele Western-Filme geguckt früher? Oder schaust du sie dir immer noch an?

Oh ja, ich bin damit aufgewachsen. Ich musste quasi, mein Vater war ein großer John Wayne und Clint Eastwood Fan… was heißt ich musste, ich habe das total genossen. Im Kino Western angucken… Meine Samstage waren vier bis fünf Stunden Westernfilm-Marathons.

Ich war immer auf der Seite der Indianer.

Nein ich nicht, ich war immer für die Bösewichte. Die Outlaws. Ich war immer schon so!

Das hat dich wohl früh geformt. So, unsere Zeit ist fast vorbei. Es war nett mit dir zu plaudern!

Hab einen schönen Abend! Und ich hoffe wir sehen uns bei meinem Konzert am 7. November!

 

Am 07.11. spielt WEDNESDAY 13 im CHELSEA WIEN!


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