CRUDA SORTE - Nathanael

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Gerade die "Szene" des Black Metal konnotiere ich mit unfassbar vielen Dogmen und kruden Gesetzmäßigkeiten, die meine persönliche Auffassung dieser Musik ad absurdum führen.

Mit diesem Interview geht es recht tief in den Untergrund des deutschen Black Metal. Daher bieten sich bodenständige Einblicke in Entwicklungen, Umwandlungen und Probleme fernab des Mainstreams und irgendwelcher Hypes sowie das neue Album. Lasset alle Hoffnung fahren!

Veröffentlicht am 02.02.2018

Unlängst hatte ich die Gelegenheit, mit Nathanael von der Berliner Black-Metal-Band CRUDA SORTE ein etwas ausführlicheres Interview zu führen. Dabei geht es unter anderem um die jüngste Entwicklung vom Solo-Projekt zur richtigen Band, das neue Album "Ewigkeiten im Schimmel", Inspirationen, die BM-Szene, politische Verortungen und Labelaktivitäten mit dem erweiterten Freundeskreis.

Grüß Dich, Nathanael! Freut mich, dass wir nun etwas Zeit für dieses kleine Interview über CRUDA SORTE (im Folgenden meist CS) allgemein und das neue Album “Ewigkeiten im Schimmel” im Speziellen gefunden haben. Bei CRUDA SORTE hat sich zuletzt anscheinend einiges getan, denn nach dem 2016er Album “Nekrolog”, dem Ende einer Trilogie, gab es ja etliche Änderungen. So wurden erstmals Auftritte gespielt und mittlerweile ist aus CS eine richtige Band geworden, als welche ihr auch schon ein neues Album aufgenommen habt.
Was waren CS vorher, auch mit Bezug auf die Geschichte des Projekts? Und was hat sich für Dich im Laufe der letzten zwei Jahre getan?

Nathanael: Grüße Dich ebenfalls, Felix! Vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews!

Du hast recht: seit der “Nekrolog” hat sich bei uns einiges getan. Und eigentlich war davon nichts wirklich vorhersehbar. Ich glaube sogar, in dem Interview mit Hateful Metal habe ich damals in Erwägung gezogen, das Projekt zu beenden. Gewissermaßen ist das wohl auch der Fall, denn - um auf Deine Frage zu kommen - das “Projekt CRUDA SORTE” ist nicht mehr existent. Es war natürlich schon seit dem ersten Demo so, dass ich mit Ohyra bzw. später dann M.v.V. die Lieder ausgearbeitet und verfeinert habe, aber ca. 90% der Musik und Texte stammten von mir, es war also mein Projekt, welches ich auch neben meiner Aktivität in anderen Bands ausüben konnte - mal mehr, mal weniger.
Du sagst es ja schon selbst und damit ist auch prinzipiell Deine zweite Frage beantwortet: Nach dem Einstieg von Memnoch und M.Greis fand eine recht zügige Transformation zu einer richtigen Band statt. Geplant war das nicht unbedingt, aber nach den Proben für unser erstes Konzert habe ich persönlich gemerkt, dass es äußerst gut zwischen uns dreien im Proberaum funktionierte. Das war dann wohl der Anfang für die “Band CRUDA SORTE”.

In Bezug auf die Bandmitglieder war in der Encyclopaedia Metallum bis vor kurzem auch Gråsjäl von ANIMO AEGER gelistet. Wie genau verhält es sich denn damit, da Du ihn gerade nicht erwähnt hast? Und inwiefern laufen die Arbeitsprozesse nun anders ab, als es noch im Rahmen des “Projektes CRUDA SORTE” der Fall war?

Ja, das war ein Fehler bei Metal Archives. Es war zwar zu Beginn der ganzen Live-Planung so, dass Tilsn (Gråsjäl, Anm. d. Red.) treibende Kraft war und auch M.Greis dann mit ins Boot geholt hat, aber durch die geographische Distanz auf der einen und die Auslastung mit seinen weiteren Projekten auf der anderen Seite ist er eher als Session-Mitglied zu sehen. Trotz der offensichtlichen Überschneidungen hat ANIMO AEGER musikalisch und inhaltlich mit CRUDA SORTE nichts zu tun und umgekehrt verhält es sich ähnlich. Allerdings hat Tilsn ja auf dem neuen Album auch einige - meiner Meinung nach äußerst gelungene - Gesangsparts beigesteuert und wir haben zum Release der “KotzeAdel” sowie bei unserem Gig mit FÄULNIS auch “Prismenknast” live gespielt.
Beim Schreiben der Musik hat sich allerdings in der Tat ziemlich viel geändert, alleine schon, weil man mit zwei Gitarren probt. Zudem hängt das Songwriting nicht mehr zum größten Teil an mir, sondern verteilt sich auf uns drei. Auf dem neuen Album stammen auch alle Lead-Gitarren ausnahmslos von Memnoch, was für die Gesamtwirkung absolut entscheidend ist.
Ich selbst bin, denke ich, eher ein mittelmäßig talentierter Rhythmus-, aber ein noch lausigerer Lead-Gitarrist. Auf “Nekrolog” hat das zwar einigermaßen funktioniert, aber diese wahnwitzigen Melodien von Memnoch sind da schon ein anderes Level. Es ist daher gleichermaßen befreiend und befriedigend, wenn wir beispielsweise eine Idee von mir antesten und er sie mit seinen Melodien ergänzt. Hinzu kommt, dass auch M.Greis sich sehr stark beteiligt und eingebracht hat. Der Opener auf dem neuen Album, “Die letzte Ära”, wäre ohne ihn beispielsweise nicht in der Form möglich gewesen.

Okay, ich verstehe! Da hat sich ja dann wirklich einiges getan. Hat sich damit auch etwas an der allgemeinen Ausrichtung geändert? Wird sich das neue Material also stilistisch und inhaltlich stark von dem unterscheiden, was CRUDA SORTE zuletzt so rausgebracht haben?

Da hat sich sicherlich etwas geändert, was aber keine bewusste Entscheidung nach dem Motto “So, jetzt machen wir etwas anderes” war. Es ergab sich einfach aus dem Zusammenspiel mit Memnoch und M.Greis, da nun eben nicht mehr alles von mir geschrieben und konzipiert wurde.
Wenn man außerdem “Nekrolog” direkt im Vergleich zu “Ewigkeiten im Schimmel” anhört, fällt sehr deutlich auf, dass wir den Anteil von Doom Metal zugunsten des Black Metals zurückgefahren haben, wobei auch das auf natürliche Weise entstanden ist. Generell können und sollen sich andere Leute über die stilistische Einordnung Gedanken machen, da ich es immer etwas ermüdend finde. Allerdings finde ich auf dem Album durchaus musikalische Referenzen zu “Kapitel 2”, der Split mit VEINELIIS und vor allem zur “Innozenz”, was ja alles etwas mehr nach Black Metal riecht, als das letzte Album.
Inhaltlich wollte ich mich eigentlich von den ganzen Konzepten und intellektuellen Überbauten aller bisherigen Veröffentlichungen (bis auf das Rehearsal “Cursed”) lösen und habe begonnen, die Texte losgelöst voneinander zu den Kompositionen zu schreiben, was allerdings wiederum in einem - wenn auch eher losem - Konzept zu den Fragen des Todes, der Ewigkeit, des Andenkens sowie der Vergänglichkeit resultierte.

Das hört sich so weit auf jeden Fall interessant an! Am ehesten sind CRUDA SORTE sicherlich im Black Metal zu verorten, wie auch die meisten anderen Projekte, in denen Du und andere Bandmitglieder aktiv wart/seid. Wie würdest Du denn Dein Verhältnis zu dieser Musik und auch der dazugehörigen Szene charakterisieren?

Ja, da gebe ich Dir schon recht: es ist sogar sehr viel mehr Black Metal auf dem Album, als zuvor bei den Veröffentlichungen, wenn Du mich fragst. Es wäre auch Quatsch, diesen Einfluss zu verstecken, da es für mich nach wie vor die Musik ist, welche mich am wesentlichsten geprägt hat und mich nach wie vor fasziniert bzw. berührt. Auch das meiste Zeug, das ich zu Hause habe und höre, ist Black Metal. Dennoch gibt es aktuell nur wenige Sachen, die mich wirklich begeistern oder umhauen. Selbst jene, die ich recht gut finde, stammen von Bands, die ich schon seit ‘ner Weile höre, wie im letzten Jahr “Exuvia” von THE RUINS OF BEVERAST oder “Trident Wolf Eclipse” von WATAIN, um vielleicht noch was ganz aktuelles mit hinzuzunehmen. Ich glaube einzig “Sulphurous Temple” von SORTILEGIA war ein Werk einer verhältnismäßig jungen Band, welches mich wirklich richtig begeistert hat. Viel eher ist es so, dass mich neuere Sachen enttäuschen und kaltlassen. Spannender finde ich im Privaten dann doch eher Musik, die vielleicht mit Metal gar nichts mehr zu tun hat, wie Einer Selvik mit seiner umwerfenden Band WARDRUNA, die mich jetzt schon einige Wochen begleiten. Oder erst vor kurzem habe ich die fast poppigen, aber sehr melancholischen LITTLE GREEN CARS aus Irland entdeckt, die mich mit dem Album “Absolute Zero” umgehauen haben. Eine der intensivsten und bisweilen traurigsten Platten, die ich jemals gehört habe. Unsagbar gut.

Nun, wie dem auch sei: die aktuelle Entwicklung verfolge ich da nicht mehr so wirklich. Einerseits interessiert mich der ganze Post-BM-Kram größtenteils gar nicht, andererseits wird ziemlich viel abgefeiert, was ich schon an anderer Stelle gehört habe und mich dann ratlos zurücklässt. Wer weiß, vielleicht gehören wir auch zur einen oder anderen Seite, hehe.
Hm, aber “Szene” finde ich immer ‘n schwieriges Wort. Gerade die des Black Metals konnotiere ich mit unfassbar vielen Dogmen und kruden Gesetzmäßigkeiten, die meine persönliche Auffassung dieser Musik ad absurdum führen, weswegen ich CRUDA SORTE nicht unbedingt darin sehe - unabhängig von der offensichtlichen musikalischen Verwandtschaft. Daher ist mein Verhältnis zu diesem Konstrukt eher gespalten.
Wo ich mich jedoch ohne Zweifel zugehörig fühle, ist die Gruppe an Bands, die über die letzten Jahre bei uns entstanden ist bzw. mit denen wir live aufgetreten sind und das auch weiterhin vorhaben. Hier gibt es eine hundertprozentige Identifikation mit den Menschen dahinter, der Musik, den Inhalten.

Das mit der Szene sehe ich ziemlich ähnlich. Ihr seid ja im vorletzten Jahr erstmals live aufgetreten und das ausgerechnet im Tommyhaus, einem in der linken Szene bekannten Auftrittsort in Berlin. Auch in einem anderen Interview hast Du politisch Stellung bezogen, was in Teilen der “Szene” nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen ist, soweit ich das mitbekommen habe. Inhaltlich haben CS ja aber keinerlei politische Ausrichtung, wenn ich das richtig sehe. Wie siehst du diese Sache?

Na, was Dich nicht überraschen wird, ist die Tatsache, dass wir mit der linken Szene als solches durchaus Berührungspunkte haben. Das abzustreiten wäre widersinnig. Dennoch wollten wir in erster Linie auftreten - unabhängig vom politischen Unterton, der da eventuell mitschwingt. Zudem kotzt mich der erhobene moralische Zeigefinger der linken Szene bisweilen an, der dann paradoxerweise teilweise in Ausgrenzung, Ablehnung und Herdenmentalität kumuliert. Dem ganzen wird dann die Krone aufgesetzt, wenn dann ausgerechnet eher linke Bands ins Fadenkreuz dieser übereifrigen Moralisten geraten.
Es ist auch richtig, dass CS zu keinem Zeitpunkt eine politische Agenda verfolgt hat, dies auch in Zukunft nicht tun wird. Natürlich kann man auch unsere Inhalte politisieren und ich bin grundsätzlich ein Freund davon, Texte auf verschiedenen Ebenen zu betrachten oder anders zu deuten, als sie eventuell intendiert waren. Aber - und das ist entscheidend - CRUDA SORTE ist keine politische Band! Was ich - als im Privaten sehr politischer Mensch - in Interviews oder woanders von mir gebe, sage ich als Individuum, maximal als Teil von CS, aber niemals als Vertreter für die gesamte bzw. im Sinne der gesamten Band.
Aber ich bin nicht so naiv zu glauben, die Kandidaten würden es aufgrund dieser Aussage lassen, uns gewisse Stempel aufzudrücken. Nun, damit muss man dann wohl leben.

Wenn man mal 'nen Stempel hat, dann bekommt man den definitiv nur schwer wieder weg… Wie schaut es in Berlin allgemein so mit Black Metal und einer entsprechenden Szene aus? Man sollte ja eigentlich annehmen, dass aus der Hauptstadt etliche Bands kämen. Aber wirklich viele aus dem BM- und Metalbereich allgemein sind mir nicht bekannt. Hab ich da was verpasst? Ihr kommt ja nun alle aus dem Dreh und seid seit über zehn Jahren in diversen Projekten tätig. Da knüpft man ja doch gewisse Kontakte und bekommt mit, was sonst so los ist.

Berlin ist sicherlich für den BM- und eigentlich auch den Metal-Bereich als solches nicht unbedingt das beste und kreativste Pflaster, das stimmt schon. Aber einige Band sind dann doch zu nennen, die auch gerade in jüngerer Zeit recht eindrucksvoll ihre Spuren hinterlassen haben, beispielsweise NECROS CHRISTOS, (DOLCH) oder die von uns auch persönlich sehr geschätzten SUNSHINE & LOLLIPOPS. Was ich auch sehr schön finde, ist, dass es mit WOLF CITY mittlerweile einen sehr engagierten Booker in der Stadt gibt, der sehr spannende Packages nach Berlin holt und es so jetzt schon öfters denkwürdige und großartige Konzerte (SORTILEGIA im November war für mich eines der besten Konzerte aller Zeiten) gab, für die man ansonsten vielleicht eher weiter weg fahren müsste. Ansonsten gibt es zig Proberäume, Studios, Vertriebe bzw. Labels und Bands, wo ich aber nicht mehr wirklich durchblicke bzw. was mich auch einfach nicht mehr interessiert.
Nach “außen” hin sind unsere Kontakte daher auch etwas begrenzt. Was das angeht, fokussieren wir uns dann doch eher auf die von Dir angesprochenen Projekte: Wir machen teilweise seit zwölf Jahren oder länger Musik zusammen und sind daher auch privat recht stark miteinander verbunden. Man hilft sich gegenseitig. Einer macht das Mixing für den anderen, jemand weiteres macht Fotos für den einen und meistens ist es Memnoch, hehe. Man versucht gemeinsam, die Dinge zu veröffentlichen oder hier und da zu verbreiten.
Ganz im Ernst: die Musik von ANIMO AEGER, VRANGBILD, VEINELIIS oder COMPRESSIO CEREBRI bzw. von weiteren, teils anonymen Projekten gibt mir bisweilen sehr viel mehr, als alles was derzeit in Rezensionen in Print- und Onlinemedien abgefeiert wird. Zum Beispiel mochte ich das letzte Album von URFAUST, “Empty Space Meditation”, schon recht gerne, habe mir aber die “KotzeAdel” von ANIMO AEGER zu der Zeit viel lieber angehört und auch subjektiv als besser empfunden - unabhängig von den stilistischen Unterschieden.

Also ja, es gibt sicher einige interessante Bands in Berlin, aber die interessantesten sind für mich jene aus dem direkten Umfeld.

Danke für die ausführliche Antwort! Bei (DOLCH) war mir gar nicht bewusst, dass die aus Berlin kommen.
Diese kleine Szene im direkten Umfeld unterstützt du ja auch über dein eigenes kleines Label, Eternal Rabies Kult, soweit ich das richtig sehe. Darüber kamen ja schon etliche nette Tape-Versionen von unter anderem eben CS und ANIMO AEGER raus. Wie lange betreibst Du das schon, womit bist du besonders zufrieden und welche VÖs sind in der näheren Zukunft so geplant?

Ja, mit dem Label - wobei ich das Wort etwas hochtrabend für das finde, was ich da mache - habe ich etwa Anfang 2014 losgelegt, um die Sachen von CS zu veröffentlichen und dann auch besser zu vertreiben, als nur in ‘nem Forum zu schreiben “Kassette gibt es hier und hier, schreibt ne Nachricht usw...”. Irgendwie wurde dann spätestens mit der “Storchenwahrheit/-wirklichkeit” von ANIMO AEGER die Idee manifestiert, verschiedene Musik aus dem näheren und ferneren Umfeld zu veröffentlichen, sodass wir zum Beispiel das Demo “Shores of Oblivion” meiner alten Band WITHERED (die aus Berlin…) endlich in vernünftiger Form veröffentlicht haben. Oder auch die “Sepsis” von D.O.S., die unfassbar gut, aber auch ebenso eigenwillig ist.
Grundsätzlich bin ich auch mit jeder Veröffentlichung zufrieden, da ich eigentlich nur das rausbringe, was ich echt gut finde. Sehr gut liefen zum Beispiel alle Sachen von CS, die auch so gut wie ausverkauft sind. Mal sehen ob wir das Glück mit dem neuen Album auch haben. Vom Optischen her hat mich die “Tegeneria Sessions” der 9 BEDS extrem begeistert, da hat einfach alles für mich gepasst - und auch das lief optimal.

Ganz aktuell ist sicherlich noch die Tape-Version der “KotzeAdel” von ANIMO AEGER zu erwähnen, die leider mit ‘n bisschen Verzögerung erschienen ist. Dann ist zuletzt das (prinzipiell erste) Demo von INFERNALISKA STILLHETEN erschienen, was meiner Meinung nach einfach in Sachen Black Metal so ziemlich das beste ist, was ich in den letzten Jahren gehört habe.
Weiterhin planen wir eine Kooperation mit einem Partner aus Schweden zur Veröffentlichung einer EP von GEN ÄTHER. Wenn es machbar ist, würde ich gerne in diesem Jahr das erste Demo von CS mit einigen unveröffentlichten Songs erneut rausbringen, aber das wird noch dauern. Weiterhin wird es dann hoffentlich auch das zweite Demo von ANCIENT RAIN geben und wir planen mit CS eine EP, die den Weg des Albums nochmal 'ne Ecke weiterführt. Wird nicht langweilig...

Nicht übel, da steht ja echt ne Menge auf dem Programm, bin gespannt!
Aber wie genau schaut’s denn nun mit der neuen CS-Scheibe aus? Bisher ist ja noch kein Veröffentlichungstermin bekannt, soweit ich weiß. Wäre ja sicher nett, wenn das Teil über ein Label und sogar auf CD rauskommen würde. Wie ist da der Stand der Dinge?

Das Album wird am 26. Februar 2018 über Bleeding Heart Nihilist Productions als CD veröffentlicht werden, wie auch die “KotzeAdel” von ANIMO AEGER. Eine Tape-Version wird es wahrscheinlich wieder bei ERK geben. Das Artwork ist übrigens ausgezeichnet geworden, weswegen eine Vinyl-Veröffentlichung auch optisch sehr toll wäre, aber das ist halt immer so eine finanzielle Geschichte. Eine Release-Show bzw. eine Show um den Release herum wäre super, mal schauen, ob wir das bis dahin noch hinbekommen.

Okaysen, da wünsche ich Euch gutes Gelingen und bin mal gespannt auf die VÖ, Bleeding Heart Nihilist Productions wird stormbringer.at dann ja sicherlich auch eine Promo zukommen lassen. Was genau erwartet denn die Hörer auf der neuen Scheibe? Kannst Du diesbezüglich etwas mehr ins Detail gehen?

Wie oben schon angedeutet, ist das Album gerade im Vergleich zu “Nekrolog” sehr viel mehr im Black Metal anzusiedeln - das gilt sowohl für die Stilistik als auch für die Produktion (die wir erstmals in Zusammenarbeit mit einem Studio gemacht haben). Dank der erwähnten Leadmelodien, der Stimmen von Tilsn und Memnoch sowie dem dynamischen Drumming ist das ganze Album insgesamt aber sehr viel abwechslungsreicher und interessanter als unsere bisherigen Veröffentlichungen. Aber teilweise hat es sich auch wie eine Art Compilation angefühlt, da ich mich selbst beim Schreiben der Lieder dabei ertappt habe, wie mich etwas an “Kapitel 2” erinnerte. Nicht nur musikalisch, sondern auch eher von der Stimmung und der Atmosphäre her. Ausgehend davon könnte man glaube ich auch sagen, dass wir vielleicht unseren Sound als Band gefunden haben.
Ein Lied auf dem Album ist zudem relativ wenig Metal und dürfte für Stirnrunzeln sorgen, aber für mich und den gesamten Albumkontext ist das sogar ein ziemlich wichtiger und zentraler Teil.

Ich für meinen Teil bin zumindest sehr stolz auf “Ewigkeiten im Schimmel”.

Ich danke Dir vielmals für dieses aufschlussreiche Interview! Hast Du noch eine letzte Anmerkung?

Vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews und ich hoffe, man hört sich demnächst mal wieder.


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