MORTAL STRIKE - Christoph Etzi Etzmannsdorfer, Christian Chrir Nielsen

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Es bleiben öfters Eltern mit Kindern stehen, was uns sehr freut, weil wir dadurch zeigen können, dass Metal eine Musik für jedermann sein kann.

Die MORTAL STRIKE-Haudegen Etzi und Chrir über ihre Veranstaltung "Metalheads Against Racism" am Donauinselfest.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Chrir, Etzi danke, dass ihr euch Zeit nehmt.

Ihr habt momentan so einiges um die Ohren: Die Veranstaltung Metalheads Against Racism am Donauinselfest (MARD), die Battle Axe Vienna, demnächst beginnen die MORTAL STRIKE-Konzerte und letztendlich habt ihr auch ein „Privatleben“.  Klingt sehr stressig, wie schafft ihr das?

Grüße! Vorerst mal danke für das Interesse und für das Interview!
Wir schaffen es eigentlich ganz gut, wir helfen uns viel gegenseitig, damit nicht alles auf einem hängen bleibt. Wichtig ist, dass alle Spaß an der Sache haben und wir gut harmonieren. Sicher ist es manchmal stressig, aber das gehört dazu!

Heuer feiert das DIF 35-jähriges Bestehen, während das Metalheads Against Racism zum siebten Mal dabei ist. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, diese Veranstaltung am DIF zu installieren?  

Es gab vereinzelte Metal Konzerte am DIF und die Planet Bühne gab es auch mal, aber leider war das nie etwas Besonderes für die Underground Bands aus Österreich. Der Gedanke stammt eigentlich von Max und Tanja von DURKHEIM, die früher bei der SJ tätig waren. Sie haben mich (Chrir) zu Hilfe genommen und ich habe dann, mehr oder weniger, direkt das Booking und die Organisation übernommen. Weiters habe ich natürlich auch Etzi ins Boot geholt, da wir beide zusammen doch einige Bands in Österreich kennen.

War es schwierig den Metal auf das DIF zu bringen, gab es Bedenken seitens der Organisatoren oder Sponsoren?

Am Anfang war die SJ sehr vorsichtig, was natürlich klar ist, wenn ein komplett neues Genre auf einmal hingewaltzt kommt. Aber mittlerweile ist da alles gemütlich und die Leute, die vielleicht Bedenken oder Zweifel hatten, haben diese nie geäußert. Sponsoren haben wir keine, außer ab heuer natürlich das Battle Axe. 

Dass Metalfans vor der MARD-Bühne abgehen, ist klar, aber wie reagieren DIF BesucherInnen, die Metal vielleicht gar nicht kennen, auf euch?  MORTAL STRIKE und Co. werden nicht leicht zu überhören sein.

Sie reagieren durchweg sehr positiv. Es bleiben öfters Eltern mit Kindern stehen, was uns sehr freut, weil wir dadurch zeigen können, dass Metal eine Musik für jedermann sein kann. Natürlich gibt es das eine oder andere Kopfschütteln oder verwirrte Blicke, aber es wäre ja fad, wenn nicht.

Die Bewerbungsfrist für das heurige MARD ist schon vorüber, wie war die Resonanz?

Überwältigend! Dieses Jahr war es tatsächlich fast ein bisschen zu viel. Weit über 100 Bands haben sich beworben. Wir freuen uns aber über jede vollständig und aussagekräftige Bewerbung.

Das MARD ist nicht auf ein Genre eingegrenzt, dementsprechend vielfältig werden auch die Bewerbungen gewesen sein. Gibt es Genres, Metalcore, Death, whatever, die besonders oft in den Bewerbungen vertreten waren?

Nein, dieses Jahr war es sehr bunt gemischt. Eine übermäßige Repräsentation eines Genres wäre uns nicht aufgefallen. Es ist eigentlich jedes Jahr so. Die Leute haben Bock auf dem DIF zu spielen, ohne Ticketzwang oder ähnlichem, egal welches Genre.

A propos Genres: VISIONS OF ATLANTIS mussten letztes Jahr leider absagen, verratet ihr uns das Geheimnis, ob sie diesen Auftritt heuer nachholen?

Angedacht war es, aber leider werden sie das Konzert dieses Jahr nicht nachholen. Aber wir kennen die Band sehr gut und wir hoffen, dass wir sie vielleicht in einem der nächsten Jahre doch noch auf das MARD bekommen! So etwas ähnliches ist uns mit BLACK INHALE schon passiert. Ihr Konzert musste leider wegen des Wetters abgebrochen werden. Sie holten den Gig dann im Jahr darauf nach.

Ich kenne Veranstalter, die die Anzahl der Likes einer Bandseite auf Facebook als Kriterium einer Bandauswahl miteinbeziehen, was natürlich nicht besonders sinnvoll ist. Wie macht ihr das? Gibt es einen Kriterienkatalog, spielen persönliche Vorlieben ein Rolle?

Facebook-Likes interessieren uns nicht. Die kann man mit genug bezahlter Promo anschaffen. Wichtig ist, dass der Tag bunt durchgemischt ist. Am Anfang spielen eher jüngere, kleinere Bands und der Bekanntheitsgrad steigert sich im Laufe des Tages. Natürlich ist es nicht immer leicht, größere Bands ohne ein Budget anzulocken, aber die meisten machen dennoch gerne mit. Zum Beispiel die Jungs von DUST BOLT, die von München aus hergekommen sind. Starke Aktion. Unser wichtigstes Kriterium ist eine anständige Bewerbung und ein freundlicher Umgangston. Wenn wir bei über 100 Bewerbungen selber nach Videos oder Links suchen müssen, werden solche Bands direkt aussortiert.

Was ist euer persönliches Résumé​ nach sieben Jahren MARD?

Wir sind stolz darauf, dass wir jedes Jahr den zahlreichen Metalfans in Österreich eine Metal-Veranstaltung auf dem Donauinselfest bieten können, damit auch diese einen Grund haben, auf die Insel zu kommen. Das MARD wird Jahr für Jahr besser besucht, also denken wir, dass schon etwas richtig läuft.

Eure Wünsche für die kommenden MARD-Ausgaben?

Wir hoffen, dass die Steigerung vorhanden bleibt, jedes Jahr mehr Besucher kommen, um die österreichischen Bands zu unterstützen. Deswegen machen wir es ja.

Kurz zu MORTAL STRIKE: Ihr habt bereits drei Veranstaltungen auf Facebook veröffentlicht, gibt es schon News zu weiteren Terminen?

Nein im Moment nicht. Bald gibt es aber wieder Neuigkeiten vom Grünen Panzer.

Zum Schluss die klassische Fan-Frage: Wann kann man von MORTAL STRIKE ein neues Album erwarten?

Es ist leider noch nicht ganz sicher. Es ist in der Arbeit, aber ich muss darauf hinweisen, dass bald andere Neuigkeiten von uns veröffentlicht werden.

Chrir, Etzi, herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg mit MARD 2018! Ich sehe euch am 20. Mai im Grazer Explosiv!

Danke für das Interview und bis bald in Graz!

 


www.facebook.com/MortalStrikeOfficial/ 
www.facebook.com/MARDVienna/

 

Das Donauinselfest, Europas größtes Open-Air Festival bei freiem Eintritt, findet heuer vom 22. bis 24. Juni 2018 statt.

www.donauinselfest.at  
www.facebook.com/Donauinselfest/


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