THE SONIC DAWN - Jonas Waaben

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Musik hat die Kraft Menschen zusammenzubringen - und genau das brauchen wir.

THE SONIC DAWN – wir plaudern mit Drummer Jonas anlässlich ihres neuen Albums "Eclipse" über die Auferstehung der Psychedelic Rock-Szene, einen dänischen Freistaat und welche Songs man am besten für einen nächtlichen Roadtrip auflegt.

Veröffentlicht am 09.03.2019

THE SONIC DAWN – wir plaudern mit Drummer Jonas Waaben anlässlich des neuen Albums "Eclipse" über die Auferstehung der Psychedelic-Rock Szene, einen dänischen Freistaat und welche Songs man am besten für einen nächtlichen Roadtrip auflegt.  


Wie habt ihr euch kennengelernt?

Wir sind zusammen aufgewachsen. Emil und ich waren mit elf Jahren gemeinsam in der ersten Band, Bird kam ein paar Jahre später hinzu – also kann man sagen, dass wir durch die Musik Kindheitsfreunde wurden.

Ihr habt vor ein paar Wochen euer neues Album "Eclipse" veröffentlicht. Jetzt gerade seid ihr auf eurer großen Tour durch Europa – wie läuft es bis jetzt?

Die Tour lief bis jetzt großartig! Gücklicherweise war das Publikum immer toll und hat unsere neuen Songs gut aufgenommen. Wir haben ein paar Länder besucht, in denen wir noch nie waren, zum Beispiel die Tschechische Republik, Kroatien und Polen – wo wir herausgefunden haben, dass „Forever 1969“ sogar auf dem nationalen polnischen Radiosender gespielt wird. Wir hatten ja keine Ahnung! Unsere nächsten Ziele sind zwei Shows in Deutschland.

Seid ihr lieber im Studio oder on the road?

Für uns hat beides seine individuellen Vor- und Nachteile. Fakt ist, dass man die beiden Komponenten nicht trennen kann. Uns ist die Musik selbst am wichtigsten.

Ihr habt auf eurer neuen Scheibe einen Song namens “Christiana”. Hierbei geht es um den Freistaat in Dänemark, richtig? Kannst du unseren Lesern etwas über die Geschichte hinter dem Track verraten?

Stimmt genau, Christiania ist ein autonomer Freistaat mit circa 1000 Einwohnern, welcher mitten in Kopenhagen (der Hauptstaat von Dänemark) liegt. Der Staat existiert bereits seit 1971 und hat einen heiß diskutierten, halblegalen Status. In den letzten Jahren sind die Angriffe der Polizei mitsamt ihrer Zombie Arme von Cobs immer aggressiver geworden. Sie haben so viel Spannung über Christiana gebracht, dass die positive Entwicklung effektiv gestoppt wurde. Wir wollen nicht, dass der Freistaat in eine gewöhnliche, kapitalistische Stadt umgewandelt wird mit langweiligen und überteuerten Eigentumswohnungen wie der Rest von Kopenhagen, welcher gerade so strukturiert wird. Wir stehen mit Christiania gegen die wirtschaftlichen und politischen Interessen ein, die diesen kleinen Platz von Freiheit zu eliminieren versuchen.

Was hat euren Stil maßgeblich geprägt?

"Eclipse" ist sehr von einem abrupten Ende der Menschheit durch existenzbedrohende Thematiken wie die Klimakrise beeinflusst. Die persönliche Ebene handelt davon, dass jedes Leben einmal zu einem Ende kommt, egal wie unerwartet es passieren kann. Also, wo bringt es dich hin? Was machst du mit diesen Erkenntnissen? Wir versuchen diese Frage auf verschiedene Wege in unserem Album aufzuarbeiten.

Wir würden jetzt nicht sagen, dass man keine musikalischen Einflüsse bei unseren Songs finden kann, jedoch versuchen wir uns auf eine eigene Art auszudrücken. Ein paar unserer Lieblingskünstlicher sind HENDRIX, 13th FLOOR ELEVATORS, THE BIRDS, und viele mehr. Die Liste könnte ewig so weitergehen.

Der erste Song “Forever 1969” ist, wie ihr sagt, ein Statement, welches Vergangenheit und Zukunft kollidieren lässt (anlässlich des 50-jährigen Woodstock-Jubiläums). Glaubt ihr, dass die heutige Musik noch immer dieselbe, magische Wirkung besitzt wie damals?


Definitiv. Musik hat die Kraft Menschen zusammenbringen - und genau das brauchen wir.

Glaubt ihr, dass momentan ein großer Hype um die Retro- und Psychedelic-Rock Szene existiert?


TNein, so kommt es uns nicht vor. Wenn du es im Großen und Ganzen betrachtest, ist dieses Genre eine Nische. Viele Künstler lassen sich von der Vergangenheit inspirieren – das ist kein neues Phänomen. Sicher, fungieren Bands wie GRAVEYARD als Pioniere der 70s Retro-Rock Musik. Unser Stil wurde sehr von den 60s inspiriert. Aber das interessante ist, dass jede Epoche neue Stilmittel einbaut. Also ist es nicht wirklich schwer GRAVEYARD von einer typischen 70s Rock Band zu unterscheiden.

Verglichen zum letzten Album "Into The Long Night" - was hat sich alles geändert?

Wir haben eine Menge am Songwriting gebastelt und versuchen ein klar-strukturiertes Konzept zu kreieren. Das erklärt auch, warum viele Tracks von “Eclipse” kürzer sind, denn wir wollen direkt auf den Punkt kommen. Eine unserer Hauptambitionen war es in keine ewigen Eskapaden vor dem „trippy“ Teil auszuschweifen, sondern die Hörer und Hörerinnen direkt dahin zubringen.

Seit kurzem seid ihr ja bei Heavy Psych Sounds. Habt ihr euch schon an die Umstellung gewohnt?

Ja- wir sind so verdammt glücklich mit Heavy Psych Sounds Records. Sie machen ihre Sache wirklich gut und die Zusammenarbeit lässt keine Wünsche offen. Abgesehen davon, dass sie unsere letzten beiden Alben veröffentlicht haben, haben sie uns als Support mit BRANT BJORK auf Tour in 15 europäische Länder geschickt. Wir sind auch große Fans von anderen Alben die sie veröffentlichen, was sehr wichtig ist.
Werft unbedingt ein Auge auf den die kommenden Releases von THE PILGRIM, CRYPT TRIP and HIGH REEPER – wirklich hörenswerte Platten.

Last but not least – habt ihr einen Lieblingstrack für Roadtrips?

Oh, das ändert sich andauernd!  "Forever 1969" ist oft gespielt worden, aber "Islands in Time" und "Summer Voyage" sind auch nächtelang bei uns gerannt.

Vielen Dank Jonas – die letzten Worte gehen an dich!

Wir danken euch für das Interview und das ihr diese Szene unterstüzt. Peace!


 

 


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