LORDI - Mr. Lordi

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Wer sich an den Lyrics von „Sexorcism“ gestoßen hat, hat doch noch nie irgendwelche Songtexte von uns gelesen!

Mitten in der Festivalsaison nahmen wir uns das Obermonster von LORDI zur Brust und befragten es zur kürzlich erschienenen Live-DVD, dem in Arbeit befindlichen zehnten Album und erörterten nebenbei, warum man Musikvideos lieber mit Pornoregisseuren drehen sollte.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Hallo Mr. Lordi – schön, dass ihr es endlich, nach so vielen Jahren, mit "Recordead Live" zu einer „echten“ DVD geschafft habt!

Oooh ja, das hat wirklich lange gedauert und so viele von unseren Fans haben darauf gewartet. Ich habe die DVD bis jetzt selbst noch nicht einmal gesehen, ich habe sie noch nicht einmal. Das heißt, natürlich habe ich das Material schon gesehen, ich war ja beim Editing-Prozess immer wieder dabei, aber das eigentliche Endresultat konnte ich bisher noch nicht sehen. Noch ist es irgendwo auf dem Postweg nach Rovaniemi – immer wieder lustig, weil die Leute, die Fans, die es sich bestellen, das Produkt immer früher bekommen als ich selbst. Zum Beispiel, die „Sexorcism“-Sachen, die sind bei mir genau ein Jahr nach Release eingetroffen (kichert).
 

Ich glaube, das passiert vielen Bands so. Was ich an eurer DVD richtig witzig finde, ist die Tatsache, dass ihr als Bonusmaterial auch noch alle Musikvideos draufgepackt habt. Und ich meine, wirklich ALLE Musikvideos von Lordi – sogar das „Inferno“-Video, von eurer ersten Publikation überhaupt.

Ja, ohne das „Inferno“-Video wäre die Sammlung witz- und sinnlos gewesen. Ich habe auch lange darüber nachgedacht, was sich als Extra für die DVD eignen würde. Wir haben zwar wirklich Tonnen an Videomaterial, aus dem man eine wirklich coole und vor allem lange Dokumentation machen könnte – aber das Problem ist, wir haben einfach niemanden, der diese ganze Masse an Material sichten und aufarbeiten kann. Zumindest nicht in dieser Zeit, die wir für die Produktion der DVD zur Verfügung hatten. Also waren wir in der Situation, was wir in dieser Zeitspanne überhaupt machen können, was cool ist und was wir in der Form einfach noch nicht hatten.

Also sagte ich, ok, lass uns alle Musikvideos auf die DVD packen. Also wirklich ALLE die es gibt. Das einzige, was wir dann leider doch nicht bekommen haben, das ist das „Hard Rock Hallelujah“-Video vom Song Contest 2007.
 

Das ist das mit den animierten Sequenzen, das als Intro des Song Contest Finales in Helsinki lief, richtig?

Ja, genau, das epische Video mit den explodierenden Eisbergen und dem ganzen CGI-Zeug. Wir haben wirklich unser Bestes versucht, aber die Rechte des Videos liegen bei der EBU (European Brodcasting Union), also nicht beim Label, nicht bei der Band, nicht einmal beim Sender der es veröffentlicht hat – sondern bei der EBU. Und der ganze Prozess mit Anfragen und so weiter hat so viel Zeit in Anspruch genommen – sie haben übrigens noch immer nicht einmal geantwortet – dass wir dann einfach drauf geschissen haben und es eben nicht dabei ist. Das ist aber auch wirklich das einzige Fehlende in dieser Sammlung.

 


Besagtes Video, das leider nicht auf der DVD landen konnte.
 

Aber es war schon beim „Inferno“-Video kompliziert genug. Ich musste nämlich erst einmal jemanden finden, der mir das Video überhaupt schicken konnte – wegen, nun ja, (lacht) wenn man es gesehen hat, einigermaßen offensichtlicher Gründe. Ich weiß, ich habe das Master-Band irgendwo herumliegen, weil das Video ja sogar einmal im Fernsehen lief, aber ich konnte es einfach nicht finden. Ich habe tagelang danach gesucht! Also rief ich in meiner alten Filmschule an und habe dort gefragt, ob sie noch irgendwo eine Kopie dieses verdammten Videos haben. Und das hatten sie tatsächlich! Also bin ich dort hin gefahren und die einzige Kopie war auf – Super-VHS! Und sie hatten wirklich keine Andere, als diese Kassette, die da Jahrzehntelang im Keller herumgelegen ist! Ich meine, das Ding ist fast 30 Jahre alt, was kann man da noch erwarten? Und das war dann wirklich noch die beste Kopie des Videos, die wir überhaupt finden konnten...

Zuerst wollten wir zumindest die Audio-Spur nachbearbeiten, beziehungsweise die Audioaufnahmen überlagern – doch das ging leider nicht, weil das Tape natürlich ein kleines Bisschen eiert und Audio und Video dann nicht mehr zusammengepasst hätten. Also haben wir eben auch die originale Audioaufnahme von der Super-VHS verwendet, weil – scheiß drauf! (lacht)
 

Aber für die Fans ist das natürlich ein wirklich großartiger Bonus. Ich hatte auch so einen kleinen WTF-Moment vor dem Fernseher, bevor ich dann wirklich laut lachen musste.

(kichert) Ohja! Als ich das Video wieder gesehen habe, dachte ich mir auch so: Fuck! Fuckfuckfuck! Wie wir da ausgesehen haben! Und – du weißt das ja – das war ja dann der eigentliche Start, dass ich mit den Masken angefangen habe. Also mit den Masken und dem Image für die Band. Weil... ja. (lacht)
(Anm. d. Red.: Die damals noch unmaskierten Gesichter der Bandmitglieder wurden in der Nachbearbeitung zensiert. Was das Video aber nicht weniger erheiternd macht.)

 

Also hat es – alles in allem, von eurer ersten Albumveröffentlichung bis heute, 17 Jahre gedauert, bis ihr eine DVD veröffentlichen konntet.

Für eine „band approved DVD“, ja. Weil natürlich haben uns die Leute schon gesagt, kommt schon, eigentlich habt ihr ja schon mehrere DVDs am Start – aber eben bisher keine, wo wir auch in den Schaffensprozess wirklich involviert waren. Aber jetzt sehen wir erst einmal, wie gut sich die aktuelle DVD verkauft und dann sehen wir weiter. Vielleicht – wenn es gut läuft – möchte das Label ja dann in ein paar Jahren noch einmal eine machen. Und dann werde ich bestimmt alle Hebel in Bewegung setzen, dass wir mehr Bonusmaterial bieten können, eine richtige Dokumentation mit vielen, vielen Backstage-Szenen, weil wir ja das Material dafür schon hätten. Weil wir auch noch fast alle Shows von 2010 weg auf Video haben.
 

Echt? Das wusste ich gar nicht.

Ja, ca 90% der Shows haben wir tatsächlich auf Video. Natürlich meistens keine professionellen Aufnahmen und zum größten Teil nur mit einer Kamera – aber wir haben das Material. Und auch Backstage-Sachen. Die Aufnahmen jedes Albums wurden dokumentiert, sogar der Schaffungsprozess der Masken und Teile des Songwritings – eigentlich fast alles rund um die Band habe ich in der einen oder anderen Form dokumentiert. Wenn wir also mal eine richtige Doku machen, dann wird die wahrscheinlich verdammt lang.
 

Na ich hoffe, das sehen wir dann irgendwann einmal.

Das hoffe ich auch!

 


"The Riff" - Official Clip aus der "Recordead Live" DVD

 

Vor nicht allzu langer Zeit, im Frühjahr dieses Jahres, überraschte uns die Ankündigung, dass euer Bassist OX mit Ende der laufenden Tour die Band verlassen wird. Warum das?

Tja... vier Shows noch, dann ist es leider vorbei. Und warum – nunja, er wollte einfach aussteigen. Er hat mich, ich glaube im Januar angerufen und meinte, wir müssten mal reden. Es hat sich schon so angehört, als ob er aufhören möchte – und so war es dann auch. Es war einfach sein Wunsch, auch wieder mit anderen Bands zu experimentieren, einfach wieder frei zu sein – weil irgendwo sind die Masken doch eine Art Käfig, die dich von anderen Engagements abhalten. Weil ich das auch nicht möchte, eben wegen dem Image und so weiter – ja, du weißt was ich meine.
 

Ja, ich erinnere mich an die Sache mit eurem Ex-Schlagzeuger Kita, der ja damals mit seiner eigenen Band beim Song Contest antreten wollte, was ja von den Medien wegen seiner Song Contest Vergangenheit bei Lordi ziemlich aufgeblasen wurde.

Ja, genau das meinte ich. Es ist ziemlich... schwierig. Aber ich dachte echt nicht, dass OX einmal aussteigen würde. Das war schon eine ziemliche Überraschung für uns alle. Aber natürlich, man kann niemanden auf Biegen und Brechen in einer Band halten, wenn er einfach nicht mehr möchte. Es ist halt einfach so.
 

Habt ihr schon einen Nachfolger am Bass?

Ja, haben wir! Wir haben sogar die Ankündigung von seinem Ausstieg erst veröffentlicht, als wir schon einen Neuen hatten. Das war sogar schon im Februar der Fall, es ging also glücklicherweise recht schnell.
 

Also werden wir dann auf dem nächsten Album ein neues Monster hören.

Ohja! Wir haben sogar schon mit den Aufnahmen für unser neues Album begonnen – seit Mai arbeiten wir inzwischen daran und gerade vorige Woche habe ich zum Beispiel die Lead Vocals eingesungen. Auch unser neuer Bassist, der ja seit Februar schon fixes Bandmitglied ist, ist natürlich bei den Aufnahmen dabei. Die ganzen Bässe auf dem neuen Album sind also auch schon alle von ihm selbst eingespielt.

Ich bin auch schon mit den Arbeiten an den neuen Kostümen beschäftigt, natürlich auch von unserem neuen Monster. Das ist natürlich noch nicht ganz fertig – wie übrigens alle anderen auch, alles noch im Entstehungsprozess – aber die Maske unseres neuen Mitglieds ist zum Beispiel schon fertig, einige Kostümteile sind schon fertig und natürlich hat unser Neuer auch schon einen Namen! Ankündigen werden wir ihn aber wohl erst nachdem OX dann wirklich weg ist. Wahrscheinlich wird das ungefähr im Oktober der Fall sein, vor unseren Shows in Griechenland. In diesem Zuge kommen dann aber auch Informationen zu unserem neuen Album, natürlich die neuen Bandfotos und auch ein Releasedatum des Albums. So wie es jetzt aussieht, wird das wahrscheinlich im Januar nächsten Jahres erscheinen.
 

Ah, da freue ich mich schon darauf!

Ja, es wird wahrscheinlich ein ziemlich... andersartiges Album werden. Ich habe viele Leute gefragt, aber ich glaub etwas in der Art hat es bisher noch nicht gegeben, beziehungsweise hat jeder gemeint, das hat bisher noch keine Band in der Form gemacht.
 

Jetzt bin ich echt neugierig.

Wir haben das Album mit verschiedenem Equipment aufgenommen, in verschiedenen Studios, mit verschiedenen Personen in der Produktion, also unterschiedlichen Mixern und auch unterschiedlichen Leuten bei den Aufnahmen. Es ist sozusagen ein fiktives Compilation-Album, quasi eine Bandhistorie, die in der Form nicht existiert. Ich kann dir schon soviel verraten, dass auf dem Album verschiedene Stile vertreten sein werden, also alles von Hard Rock bis Heavy Rock und Heavy Metal, alle Arten von Songs und auch alle Arten von Sounds, die man bisher in der Geschichte von Lordi hören konnte. Wie eine Compilation eben, die wirkt als ob die Songs in verschiedenen Studios und in verschiedenen Epochen der Bandgeschichte entstanden sind. Weil – ja – weil sie tatsächlich in verschiedenen Studios entstanden sind! Mit verschiedenen Instrumenten, verschiedenem Aufnahmeequipment – wir waren für drei Songs sogar in einem reinen Tape-Studio, alles ohne digitale Technik, ohne Computer, ohne Möglichkeit zu Schneiden oder Nachzubessern. Richtig oldschool, alles was du einspielst kannst du danach nicht mehr einfach wegschneiden oder reinkopieren oder re-tunen, weder bei den Instrumenten noch den Vocals oder Backing Vocals – wenn du es verkackt hast, musst du halt nochmal ran! Wenn du einen kleinen Fehler gemacht hast, musst du eben den ganzen Song nochmal spielen.

Und ich bin wirklich, ich meine wiiiiirklich gespannt, wie die Die-Hards darauf reagieren werden. Da sind einige Songs dabei, wo ich mir sicher bin, dass sie denken werden „What the fuuuuck?!“ Weil es eigentlich gar nicht nach Lordi klingt (lacht).

 


"Devil Is A Loser" - Official Clip aus der "Recordead Live" DVD

 

Für die richtigen Die-Hards vielleicht nicht, denn ihr hattet ja schon dieses gesplittete Album „Monstereophonic“, mit dem ziemlich harten, progressiven zweiten Teil, der wahrscheinlich schon ein paar Leute etwas geschockt hat.

(lacht) Wen das schon geschockt hat, dem wird das nächste Album wahrscheinlich komplett das Hirn zerficken. Weil wirklich JEDER Song unterschiedlich klingt, und einen komplett anderen Stil hat. Ok, kein Rap, kein Hiphop oder Soundtrack – auch kein Schlager! (lacht) Also schon alles im weitesten Bereich von Hard Rock und Heavy Metal, aber mit einer weiten Variabilität. Also einfach unterschiedlich, es gibt keinen durchgängigen Sound auf dem Album.
 

Mal sehen, ob ihr mich noch schocken könnt.

(lacht) Also schocken wahrscheinlich nicht. Aber einige Leute werden sich wahrscheinlich schon denken „Was zur Hölle machen die da?!“. Natürlich hoffe ich, dass es auch viele Leute gibt, die sich denken, „Hej, das ist richtig cool!“. Und natürlich wird es auch einige geben, die das hassen werden. Das gehört dazu.
 

Wahrscheinlich am ehesten die Sorte Leute, die schon mit den offensiven Lyrics auf „Sexorcism“ ein Problem hatten...

(lacht) Dabei hatten wir so ähnliche Lyrics doch eigentlich schon immer! Ich meine, denk nur mal an „Rock The Hell Outta You“ - „Girlic Power, slam you naked on the floor“, offensichtlicher geht’s doch fast nicht, oder? (lacht)

Aber der eigentliche Hintergrund bei „Sexorcism“ war ja eigentlich der Gedanke, welches Horror-Genre wir bisher noch nicht so bedient hatten. Irgendwie wurden mir die ewigen Lyrics von Nekromantik, nein, eigentlich nicht Nekromantik, eher Nekrophilie, also die ganzen Zombies und die Zombie-Lover-Masche, so viel in Richtung „Night Of The Loving Dead“ und so weiter... Immer kommt irgend ein Girlie aus dem Grab... come on! (lacht)

Neben all den Horror-Thematiken die wir verwurstet haben, hatten wir aber den Exorzismus bis dato eigentlich nur gestreift. Also Sachen wie „The Exorcist“ oder die „The Conjuring“-Filme, aus denen ist dann letztendlich die Idee für „Sexorcism“ geboren worden. Und das witzige daran ist, das Konzept für das jetztige Album, das wir gerade aufnehmen, war eigentlich das Konzept das wir für „Sexorcism“ entworfen hatten, also die Sache mit all den verschiedenen Stilen und Sounds. Der Arbeitstitel des Albums war ja eigentlich „The Documented Phenomenon“, was wir mit dieser ganzen „Sexorcism“-Thematik verbinden wollten – aber letztendlich hat es nicht gepasst, so haben wir uns das Konzept für unser zehntes Album aufgehoben und uns für das letzte Album auf die (S)Exorzisten-Thematik konzentriert. Weil ich ja auch diese Wortspiele wirklich liebe (kichert) – wobei wir das Album zuerst sogar „Sexorcist“ nennen wollten, aber WHITE ZOMBIE hatten ja schon ein Album namens „La Sexorcisto“ gemacht, da wäre das doch zu ähnlich gewesen. Also wurde es „Sexorcism“, wo es zwar auch einige gleich lautende Songs anderer Bands gibt, aber mehr aus dem Rap und HipHop-Bereich, also war das ziemlich ok für mich.
 

Es klingt zumindest nicht mehr nach kinderfreundlichem Image oder solch einem Schema, in das ihr ja nach dem Song Contest gerne gepresst wurdet.

Ja, wobei es für mich gar nicht so viel Unterschied macht, wenn ich ehrlich bin. Gut, auf „Sexorcism“ ist es gerade in den Lyrics doch recht offensichtlich, beziehungsweise offensiv. Es sind nicht mehr so die unterschwelligen sexuellen Referenzen, die ja immer da waren, sondern einfach...  nunja, die Lyrics sind was sie sind, ohne Andeutungen oder Umschweife. Denn die Andeutungen waren ja schon immer da, schon vom ersten Album weg, wie schon erwähnt bei „Rock The Hell Outta You“, was ja letztendlich auf „fuck the hell outta you“ rausläuft, oder ein Song wie „Babez For Breakfast“...  Come on! Wirklich jeder, der sich an den Lyrics auf „Sexorcism“ gestoßen hat, der hat doch vorher nie irgendwelche Songtexte von uns gelesen, oder? Wir haben das schon immer gemacht! (lacht)

Und es ist echt nicht meine Aufgabe mich erklären zu müssen oder gar dafür verantwortlich zu sein, wenn Leute nicht zwischen den Zeilen lesen können oder Doppeldeutigkeiten von Aussagen erkennen können. Also dieser Unterschied, ob etwas als Doppeldeutigkeit oder als direkte Aussage kommt, wo sich Leute ja schon über „Sincerely With Love“ oder „How To Slice A Whore“ aufgeregt haben, dass man das ja nicht sagen könnte? Halloooo? Das ist auch nichts anderes als in irgend einem durchschnittlichen Horrorfilm!
 

Und dann werden auch noch Musikvideos wie „Hug You Hardcore“ zensiert...

Ohja! Und bei „Naked In My Cellar“ war es genau das Gleiche! Wobei ich beide Videos eigentlich noch um einiges... wie soll ich sagen... bildlicher haben wollte. Ich hätte da gerne noch viel mehr gezeigt, weil ich damit absolut kein Problem habe. Aber jedes Mal kam dann der Regisseur daher und meinte, dass es für ihn dann doch wieder eine Grenze gäbe, über die er nicht drüber geht. Und ich dachte mir jedes Mal, verdammt, warum eigentlich? Immer hieß es anfangs, ja, klar, machen wir! Und wenn es dann soweit war, hat jeder zurückgezogen und es wurde entschärft. Ich wollte die Videos eigentlich viel bildlicher, viel pornografischer haben, was die Songs auch wirklich gefordert, gebraucht hätten. Aber: nein.

Ok, für das nächste Album haben wir das Problem zum Glück nicht, da brauchen wir ohnehin kein sexuelles Video. Ich weiß zwar noch nicht welcher Song dann als Single herauskommt – zwar sind doch wieder einige sexuelle Anspielungen auf dem Album – aber hauptsächlich steht wieder der Horror im Vordergrund, deswegen würde etwas in der sexuellen Richtung auch nicht wirklich passen.

 


Viel zu harmlos: Musikvideo "Naked In My Cellar".

 

Also sind wir fast am gleichen Stand wie vor 10 Jahren, als du deine Videos auch nie so blutig bekommen hast wie du wolltest, weil die Regisseure immer zu feige waren.

Ja, das zieht sich durch. Nächstes Mal, wenn ich so ein pornografisches Video drehen will, frage ich gleich jemanden der Pornos dreht, keinen normalen Regisseur für Musikvideos (lacht). Die fürchten sich ja doch nur davor, dass wir mit unseren Videowünschen ihre Karriere zerstören. (lacht)
 

Das ist ein guter Schlusspunkt! Ich bedanke mich für das aufschlussreiche Gespräch, wünsche euch noch viel Spaß bei den kommenden Festivalshows und freue mich schon auf das nächste Album!

Ja ebenfalls vielen Dank, schön dass wir wieder einmal plaudern konnten! Wir sehen uns hoffentlich auf der nächsten Tour!


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