IGEL VS. SHARK - Julia und Lukas

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Wir haben schon klein angefangen - also mit AC/DC.

Das Wiener Power-Trio von IGEL VS. SHARK lässt endlich ihr selbstbetiteltes Debütalbum von der Leine. Bassistin Julia und Drummer Lukas erzählen, wie man als Vorband von AC/DC klein anfängt, um sich danach kontinuierlich zu steigern.

Text: Sandy
Veröffentlicht am 29.09.2019

Soeben ist euer Debütalbum erschienen. Die Band gibt es aber doch schon ein paar Jahre. „Gut Ding braucht Weile“ trifft in eurem Fall wohl zu?

Lukas: Es ist ja nicht so, dass wir nicht versucht gehabt hätten, schneller fertig zu werden. Leider hat das nicht so funktioniert wie ursprünglich geplant. Unsere EP kam Ende 2015/Anfang 2016 raus, wobei die eigentlich schon als LP geplant war. Von den 12 Songs die wir dafür aufgenommen hatten, haben dann aber lediglich vier unsere interne Qualitätskontrolle überstanden. Wir sind da schon sehr wählerisch. Laut unserem Zugang müssen die Songs wirklich kugelsicher sein. Wir müssen das Gefühl haben, dass sich die Lieder über viele Jahre bewähren können.

Julia: Das Album, das wir gerade veröffentlicht haben, wurde ja auch zweimal aufgenommen. Den ersten Versuch haben wir komplett geschmissen, und so waren wir letztlich auch fast drei Jahre damit beschäftigt, dieses Projekt fertigzustellen. Ich muss auch sagen, das ganze Album nochmal aufzunehmen, mit Toni Meloni in Vorarlberg, war die beste Entscheidung überhaupt. Ihm gelang es von Beginn an, unseren Sound perfekt einzufangen.

Woher rührt eigentlich der eigenwillige Albumtitel, und von daher euer Bandname?

Julia: Der kommt von einem Neuseeländischen Film, der tatsächlich „Eagle Vs. Shark“ heißt und vom grandiosen Regisseur Taika Waititi gemacht wurde! Ein unglaublich lustiger Film, und zwecks Copyright-Vermeidung haben wir uns dann einfach „Igel Vs. Shark“ benannt.

Bleiben wir gleich im Südwestpazifik. Der Bandname kommt aus Neuseeland, die musikalischen Einflüsse aus Australien?

Julia: Ja, genau! Beim Lux (Sänger, abwesend - Anm. d. Verf.) sind es wirklich AC/DC! Zuerst einmal die, und dann kommt lang nix!

Lukas: Bei dir (Julia - Anm. d. Verf.) sind es sicher DANKO JONES und THE HIVES.

Julia: Auf alle Fälle!

Lukas: Ich stehe auf RAGE AGAINST THE MACHINE, LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, und ROYAL REPUBLIC.

Julia: AIRBOURNE mögen wir auch sehr. Wir haben damals deren erstes Album „Running Wild“ gehört und uns gedacht: Das wollen wir auch machen!

Ihr könnt auf einige sehr respektable Support-Slots in den vergangenen Jahren zurückblicken. Wie ist es euch dabei ergangen?

Julia: Wir haben schon klein angefangen - also mit AC/DC.

Lukas: Nicht ganz. FLOGGING MOLLY war davor!

Julia: Ach ja, genau. Mit denen haben wir zweimal gespielt. Und dann, nach unserer Wiedervereinigung aber gleich vor AC/DC. Deswegen sind wir eigentlich wieder zusammengekommen. Fairerweise muss man sagen, wir haben eine Nebenbühne bespielt, aber die Menschenmassen, die an uns vorbeimarschiert sind, waren echt gigantisch.

Lukas: So ein Konzert, quasi als Comeback-Show hat uns dann ordentlich gepusht! Aufgeregt sind wir natürlich schon gewesen, aber gleichzeitg wollten wir es nicht vermasseln. Diese Mischung aus Freude und Anspannung begleitet uns eigentlich noch immer bei jedem Konzert.

Mit "Igel Vs. Shark" ist euch der Sprung zu einem Label gelungen: „Pogo’s Empire“. Fühlt ihr euch gut aufgehoben?

Julia: Wir fühlen uns wirklich wohl mit der Entscheidung, vor allem weil wir den Label-Chef Dr. Marco Pogo (TURBOBIER-Frontmann und BIER PARTEI ÖSTERREICH-Spitzenkandidat - Anm. d. Verf.) schon sehr lange kennen. Die freundschaftliche Verbundenheit erleichtert die Zusammenarbeit.

Auf eurem Weg to-the-top: Welchen Musikerinnen und Musikern seid ihr begegnet? Wenn mögt und schätzt ihr besonders?

Lukas: Die Liste ist natürlich unglaublich lang. Du findest in der Szene so viele Leute, die zu Freunden werden. Zu unserem engeren Kreis zählen vor allem die Label-Kollegen von REVEREND BACKFLASH und TURBOBIER.

Auf welche Formaten erscheint Igel Vs Shark?

Lukas: Digital, auf Vinyl und als CD. Wobei wir physisch bis dato nur bei den Gigs verkaufen.

Julia: Bei den Shows verkaufen sich vor allem die Platten besser als die CD’s.

Lukas: Wir haben sogar kurz angedacht, Audiokassetten zu produzieren. Vorerst bleibt‘s aber mal bei der Idee.

Was sind eure Pläne mit der Band?

Julia: Wir wollen in den nächsten beiden Jahren auf keinen Fall ein Album aufnehmen! (lacht)

Lukas: Selbst wenn wir wollten, würde es vermutlich innerhalb der kommenden beiden Jahre nicht herauskommen (lacht). Aber im Ernst: Wir wollen das Aktuelle erst mal gut bewerben und gut bespielen. Das ist für uns das Wichtigste.

Das heißt, es stehen unmittelbar Gigs bevor?

Julia: Derzeit sind wir quer durch Österreich unterwegs, bevor es im November zurück in die Arena nach Wien geht.

Lukas: Ein drittes Video sollte auch kommen. Aber da befinden wir uns noch in der Planungsphase.


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