Loxodrome - Michi, Paul, Chris und Martin

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Naja, sagen wir mal so. Mit der ersten CD sind wir über den FM4 Soundpark in die Rotation gekommen. Jetzt würden wir wahrscheinlich nicht mehr in die Rotation kommen.

Am Rande des Rubberfreshtival in Unken (Sbg) nahmen sich die Jungs von LOXODROME die Zeit, kurz mit mir über ihren bisherigen Weg und die zukünftigen Pläne zu reden. Und auch wenn das Gespräch vom Regen etwas abgeschnitten wurde, durfte man trotzdem Interessantes erfahren…

Text: chris
Veröffentlicht am 30.07.2008

Hi Burschen. Als Erstes könnt ihr vielleicht kurz erzählen, wo ihr herkommt und was ihr bisher gemacht habt.

Michi: Okay. Wir sind LOXODROME aus Pettenbach in Oberösterreich. Wir sind eine Band seit 1999, da haben wir begonnen. In dieser Zusammensetzung jetzt gibt es uns seit ungefähr 2003. Wir haben außerdem jetzt gerade den Gitarristen gewechselt...

Paul: Man muss dazu sagen, noch einmal, und wir haben in dem Jahr drei oder vier Gitarristen verbraucht…

Michi: Na, drei.

Im letzten Jahr allein, oder was?

Paul: Ja. Also von der Originalbesetzung sind zwei ausgeschieden, weil wir zu viel gespielt haben und dann ist wieder einer dazu gekommen, aber auch dem ist es zuviel geworden und er ist nach Frankreich studieren gegangen und jetzt ist eben der Martin dabei. Wenn er’s mit uns aushält (lacht).

Michi: Aber er hat schon ein paar Touren erlebt mit uns, etwa in England und drei Wochen Osteuropa. Sein überhaupt erster Gig war eben beispielsweise in London.

In London? Nicht schlecht. Habt ihr da Solo gespielt oder für jemand eröffnet?

Michi: Na, also, wir waren 10 Tage in England und Schottland und es waren eben so verschiedene Sachen, so wie man bei uns auch spielt.

So in Bars oder ähnliches.

Michi: Jo, genau. Teilweise Headliner-Gschichtln und teilweise mit anderen Bands. In Schottland zum Beispiel eben Edinborough oder Glasgow. Das war schon ziemlich geil.

Paul: Aber auch eine ziemlich anstrengende Sache.

Das glaub ich. Wie war den jetzt die Entwicklung von eurem Sound. Habt ihr immer schon ziemlich diese aktuelle Richtung gespielt oder…?

Paul: Naja, sagen wir mal so. Mit der ersten CD sind wir über den FM4 Soundpark in die Rotation gekommen. Jetzt würden wir wahrscheinlich nicht mehr in die Rotation kommen.

Das heißt, ihr seid etwas härter geworden.

Michi: Ja, wir waren vorher etwas dreckiger, es ist also auch bei House Of Pain oder so gelaufen, aber ja. Es sind jetzt auch auf der neuen CD wieder ruhigere Nummern dabei, aber das geht dann schon eher in die Richtung Rock’n’Roll, so…

(alle vier reden kurz durcheinander…)

Paul: Das schwerste ist eigentlich immer die eigene Musik zu definieren. Man hört es ja immer befangen.

Chris: Drum, wie würdest es du definieren?

Naja, das ist nicht so einfach bei eurem Sound. Beim ersten Song dachte ich mir noch so Hardcore oder auch Emocore Einflüsse, eben weil das sehr melodisch war, aber ihr seid dann immer härter geworden.

(alle lachen)

Ja, aber ihr seid wenigstens nie in die Metalcore-Schiene rein gekommen.

Chris: Danke (lacht).

Eigentlich spielt ihr einfach harten Rock.

Paul: Danke, sehr gscheid (lacht). Das war auch irgendwie in England sehr cool, weil extrem viele Leute auf uns zugekommen sind und gemeint haben, „He, das ist was Neues“. Das ist das Beste was uns passieren kann eigentlich. Es wird zwar schwierig, dass du die Leute bekommst, so bei Festivals oder so…

Michi: Ja, das haben wir auch schon gehabt, dass wir eben nur mit Metalcore-Partien gespielt haben. Vor uns haben da drei Bands gespielt, die eigentlich immer die gleiche Band nur mit immer anderer Besetzung war. Und die Leute im Publikum, naja, die Hälfte wollte Metalcore weiter hören, und die andere Hälfte fand uns okay, weil es mal was anderes war.

Ja, ich denk mir, dass das schwierig ist. Ihr könnt ja ohne Probleme mit Punk Bands auf der einen und harten Metal Bands auf der anderen Seite spielen, speziell was das Schlagzeug betrifft…

Paul: Ja, das Problem sind dabei ja nicht die anderen Bands, also nicht das wir sagen „Wir können mit denen nicht spielen“, sondern einfach eher das Publikum. Wir haben nicht so unsere Fan-Klicke oder so, wie etwa die ganzen Core-Heads oder so, wir haben einfach nur unser Ding.

Michi: Wir haben immer darauf geschissen. Wir machen einfach was wir für gut halten.

Und wie schaut’s bei euch jetzt Label-mäßig aus?

Paul: Das ist eine interessante Frage. Also es gibt da…ähm, das aktuelle Album „State Of The Union Speech“ ist in England und in Italien auf so einem Mini-Label raus gekommen und bei uns sind wir selber das Label und der Vertrieb mehr oder weniger. Auch eben über Office4Music, wo ja auch RUBBERFRESH ein Album haben. Solche Sachen, natürlich bekommt man es über Amazon auch und auch bestellbar über die meisten Shops. Jo…ah, jetzt beginnt es zu regnen…

Müss’ ma uns beeilen.

Paul: Ja, weil sonst wird unser ganzes Zeug nass. Naja, jedenfalls gab es vorher auch schon Promos, EP und Album, noch in anderer Besetzung. Und da sind wir auch ziemlich beschissen worden, wo uns eben alles versprochen wurde, mit 30-Tage Deutschlandtour und solchen Sachen. 11 Konzerte gabs dann zwar auch, aber die haben wir organisiert.

Okay. Und jetzt noch ganz kurz, wie schaut es in den nächsten Monaten so bei euch aus, was habt ihr geplant?

Michi: Wir sind jetzt gerade mit einem neuen Album fertig geworden und sind damit noch auf der Labelsuche mehr oder weniger. Wir werden im Herbst jetzt noch ein Video drehen dazu, auch Fotoshooting und…ja, wir haben so schon ganz gute Verträge, nur das Label fehlt uns einfach noch. Eben auch das nötige Marketinggeld von der Seite.

Paul: Sagen wir so, an uns scheiterts nicht mehr (lacht).

Michi: Ja, wir sind ja eh nur am Touren, wir sind ja Freaks, auch letztes Jahr mit unzähligen Gigs von hier bis Tallinn…

Chris: Aber eben nichts damit verdient (grinst).

Martin. Ja und ewig lang können wir das so auch nicht mehr machen, wir werden ja auch nicht jünger. Mit der CD jetzt im Herbst heißt es dann eben „entweder oder“.

Michi: Ja, und jetzt müss ma eh weg, weil unser Equipment steht am offenen Verdeck.

Ja, ich sag danke für die Zeit und hoffentlich bis bald!


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