The New Black - Günt

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Den Bass habe ich bei mir zu Hause eingetrümmert! Die Nachbarn habe ich seitdem nie mehr gesehen...

Der Hype rund um die frischen Newcomer THE NEW BLACK scheint nicht aufhören zu wollen. Nachdem sie als Support von VOLBEAT durch die Hallen Mitteleuropas touren, hat sich Bassist Günt mal kurz für mich Zeit genommen, um meine brennenden Fragen zu beantworten. Let's go, Günt!

Text: mat
Veröffentlicht am 11.03.2009

Hi Jungs, wie geht’s, wie steht’s?

Hallo Mathias, uns geht’s am liebsten gut!

Euer Debut-Album ist ja nun schon eine Weile auf dem Markt. Wie sind die Reaktionen auf das Album? Anscheinend seid ihr das neue Rock-Wunder aus Deutschland?!

Jetzt wo Du es sagst... [lacht]! Die Reaktionen auf unser Album sind im Grossen und Ganzen gut bis sehr gut ausgefallen. Natürlich war auch der obligatorische „Verriss“ dabei, aber man kann es nun mal nicht allen Recht machen und das war auch nicht unser Plan. Komischerweise wurden wir so manches Mal in der Presse als „gehyped“ gehandelt, aber die Letzten, denen das erst durch solche Artikel zu Ohren gekommen ist, waren wir.

Woher kam überhaupt die Idee, dass ihr euch zu einem fixen Line-up zusammen rauft?

Das ganze ging 2006 los, als Leimsen und Fabs an der Cocktailbar auf dem Earthshaker-Festival die bunten Lampen anschalteten und dann beim finalen Rettungsschuss durch Caipirinja, das einzige Richtige taten, was man in solch einer Situation tun kann: Sie gründeten eine Rockband! Dann wurde mit Fludid einer der besten deutschen Sänger (ich schwör´s!) an Land gezogen. Chris Weiss, der noch mit Fabs bei RUNAMOK trommelt, stieg auch bei TNB hinter die Kessel und mir passierte mehr oder weniger dasselbe (genau ein Jahr später) wie unseren beiden Gitarristen: Ich stand besoffen an der Caipi-Bar auf dem Earthshaker-Festival und Fabs fragte mich, ob ich nicht Bock hätte in einer Rockband Bass zu spielen.

Seid ihr nebenher noch berufstätig oder steht die Musik an erster Stelle?

Die Musik steht bei uns an erster Stelle, nur leider kann damit kein Mensch seine Miete zahlen... Wobei die meisten von uns mehr oder weniger mit Musik ihr Geld verdienen. Fabs ist studierter Gitarrenlehrer und gibt Unterricht an der Musikschule in Würzburg, Chris und Fludid arbeiten bei einer Würzburger Zeitung als Fotograf bzw. als Videoredakteur und Christof ist Journalist. Der einzige der richtig arbeiten muss bin ich, [lacht]! Ich bin Krankenpfleger auf einer Intensivstation in Heidelberg.

„The New Black“ ist sehr riff-orientiert. Woher stammen eure musikalischen Einflüsse? Hört da einer von euch ein wenig zu viel AC/DC und Konsorten?

Die musikalischen Einflüsse von uns sind von Grund auf total verschieden. Und die einzige Vorgabe die wir uns bei unseren Songs gesetzt haben war, dass es rocken muss wie die Sau. Punkt. Außerdem: Wer rifft, gewinnt!

Die Lorbeeren, die ihr von sämtlichen Print-Magazinen und Webzines für euer Debüt kassiert habt, waren ja schon fast unverschämt! Habt ihr einen gewissen Erfolgsdruck verspürt?

Nö. Wir haben ja einfach nur das gemacht, worauf wir Bock haben und was uns Spaß macht. Und das Demo war ja im Grunde nichts anderes als eine abgespeckte Version der fertigen CD. Die Songs blieben die selben. Drums, Gitarren und Bass wurden nochmal neu eingespielt und das ganze wurde nochmal neu von Fabs gemischt und dann von Achim Köhler gemastert.
Druck haben wir zu keiner Zeit gespürt. Höchstens der Fabs, aber der hat´s ja mit dem Darm...

Ihr ward mit der derzeit wohl angesagtesten Szene-Band VOLBEAT unterwegs. Wie waren eure persönlichen Eindrücke? Wie sind eure Songs bei den richtigen Fans angekommen?

Wir hatten Spass, soviel steht fest! Und was das beste war: die Zuschauer auch... [lacht]! Die Fans von VOLBEAT passen ja musikalisch hervorragend in unser Beuteschema, aber das die uns SO abfeiern, damit hätte keiner von uns gerechnet! Hut ab!

Wie waren die Jungs von VOLBEAT?

Sehr netter Verein! Wir wurden behandelt, wie man es sich als Supportband nur wünschen kann.

„The New Black“ ist in manchen Magazinen als „Demo des Monats“ bezeichnet worden. Diese Tatsache hat mich gleich ein wenig überrascht. Eine Demo? Habt ihr das ganze Material wirklich selber produziert?

Ja klar, was glaubst du denn? Der Bohlen hatte keine Zeit und für den sind wir zu alt und zu hässlich... [lacht]! Wir haben erst einmal das Demo produziert um ein Label und Gigs zu suchen, wie man das so macht. Aufgenommen haben wir das meiste bei Fabs im Keller. Er hat alles in seinem Studio produziert und abgemischt. Und als bei ihm kurzzeitig die Luft zu Hause brannte, haben wir den Bass bei mir zu Hause im Schlafzimmer eingetrümmert. Die Nachbarn hab ich seit dem nicht mehr gesehen... [lacht]!

Wer war für das Songwriting zuständig? Teilt ihr euch das auf oder macht das einer alleine?

Der Leimsen und der Fabs schreiben die meisten Songs. Das wird dann herum geschickt und jeder schaut zu Hause, dass er den Kram bis zum nächsten Gig kann. Das erste Konzert wurde vor etwa über einem Jahr gebucht, da hatten wir erst 4 Songs am Start. Das Wochenende vor dem Gig haben wir das erste Mal zusammen geprobt und dann ging es auch schon ab auf die Bühne. So war das damals!

Seid ihr zufrieden mit dem letztendlichen Ergebnis der Platte?

Sehr! Gute Songs, guter Sound, ich würd´s kaufen! Ist sogar schon passiert... [lacht]!

In den Medien werden etliche Vergleiche mit anderen Bands gezogen, nach denen ihr anscheinend klingen sollt?! Da hört man von PANTERA, über IRON MAIDEN bis zu ZAKK WYLDE ja alles. Mit wem würdest du euren Sound am ehesten vergleichen?

Pauschalisieren oder auf eine Band bzw. Richtung beschränken kann und will ich das nicht. Ist eben ein bischen „best of all worlds“ dabei: Zweistimmige Leads, tiefergestimmte Gitarren, fette Riffs und unser Fludid singt, dass es eine Pracht hat!

Was erwartet den euphorischen Fan auf euren Konzerten?

Das, was er sich von der Rockband seines Vertrauens wünscht.

Eure Aktivitäten bei SINNER, RUNAMOK, etc. bleiben weiterhin aufrecht oder konzentriert ihr euch alle komplett auf THE NEW BLACK?

Na klar, spielen wir weiter in unseren „alten“ Bands, warum denn nicht? Christof spielt weiterhin mit SINNER und geht demnächst auf Südamerika-Tour. Chris trommelt bei RUNAMOK und Fabs und ich spielen zusammen bei ABANDONED und PROPHESY. Mit den beiden Bands nehmen wir dieses Jahr auch neue Platten auf und werden die ein oder andere Bühne abreißen. Das ist alles planbar und macht total Spaß!

Hat einer von euch Jungs eine professionelle Musiker-Ausbildung genossen oder seid ihr quasi musikalische Naturtalente?

Die einzigen „musikalischen Naturburschen“ sind der Leimsen und ich, der Rest von uns hat den ganzen Quatsch studiert. Wir beide müssen quasi den Mangel an Talent durch ein erhöhtes Mass an gutem Aussehen wieder ausgleichen... [lacht]!

Was steht in nächster Zeit auf euren Terminplänen?

Da wären zum einen einige Festivals in der nächsten Zeit und im Sommer, zum anderen sind wir auf dem besten Weg eine Tour für den Spätherbst klarzumachen. Aber am geilsten sind die neuen Songs, die wir jetzt schon für das neue Album schreiben... wirst sehen, das knallt!

Was war denn dein erstes Konzert, das du je besucht hast?

Ach, du Sch****... Das war vor ca. 80 Jahren bei „Headstone Epitaph“ auf irgendeinem Faschingsball...

Was hörst du privat gerne? Reinen Metal oder darf es auch einmal etwas anderes sein?

Metal & Rock sind super, was anderes braucht keine Sau!

Klare Worte zum Abschluss. Möchtest du mir noch etwas mitteilen oder sollen wir es gut sein lassen?

Ich bedanke mich für die Mühe, die ich dir gemacht habe!

Und:

Wer rockt gewinnt!

Vielen Dank für deine Zeit, schönen Gruß an die restliche Band und alles Gute für eure Zukunft…

Schöne Grüße,

Günt & THE NEW BLACK

Interview geführt von

mat
Mathias Klammer


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