Aeon Zen - Rich Hinks

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...ich wünsche mir für Aeon Zen, dass die Musik von vielen Leute gehört wird und dass sie das Album genießen.

Im Rahmen der Sendung Progressive X bei unserem Partner BluePoint Radio konnte ich ein Interview mit Rich Hinks, Kopf von Aeon Zen machen.

Text: Chrissie
Veröffentlicht am 22.09.2009

Du warst sehr jung, als du damit angefangen hast, Songs für dein Debüt Album zu schreiben.
Wie bist du zum Metal oder zur Musik überhaupt gekommen?

Ich habe in meiner Jugend sehr viel an musikalischer Ausbildung erhalten, die mich zum progressiven Metal gebracht hat. Nachdem ich viele andere Stilrichtungen aus dem Rock- und Metalbereich gespielt habe, fühlte ich mich zur progressiven Musik hingezogen, weil es für mich künstlerisch und musikalisch einfach an der Spitze steht. Das musikalische Spiel mit den Instrumenten ist besser, die Produktion meistens sehr gut, meiner Meinung nach besser als in anderen Rock- und Metalgenres. Ich fühlte, dass ich weiter erforschen wollte, was in meinen Instrumenten steckt und progressive Musik war definitiv der Weg nach vorne für mich.


Das Album wurde von dir, Rich, und deinem Studienfreund Lloyd Musto am Schlagzeug gemacht, der Rest sind Gastmusiker. Willst du das beibehalten oder suchst du nach Musikern für eine feste Besetzung?

Mir gefiel der technische Ablauf als wir dieses Album gemacht haben und das Arbeiten mit den Gastmusikern erlaubte mir, die Musik so zu schreiben, dass sie zu ihren unterschiedlichen Stimmen und stimmlicher Spannweite passte. Die meisten leben in verschiedenen Ländern und um gute Kommunikation zu gewährleisten, musste ich ihren Part als Partitur schreiben, dadurch konnten sie es umsetzen und aufnehmen. Für das neue Album habe ich schon das OK von Time Divide Records, meinem Label und ich denke, dass ich diese Linie weiterführen werde.
Wir sind ja noch am Anfang, aber das neue Material ist nach meinem Empfinden wirklich gut und ich bin schon aufgeregt über das, was da noch kommt. In den letzten paar Monaten habe ich auch an einer Live Band für Aeon Zen gearbeitet und ich denke, ich werde dir bald das Line Up dafür geben können. Die Band steht, nur im Moment darf ich wegen vertraglicher Bindungen noch keine Namen nennen…aber ich komme zurück und werde es dir erzählen, wenn ich darf…(lacht)


Du hast vier Sänger…vier verschiedene Stimmen auf dem Album…warum…und warum hast du dich für diese Kombination entschieden?

Ich habe viele Sänger kontaktiert und glücklicherweise haben vier großartige Sänger geantwortet und waren daran interessiert, bei Aeon Zen mitzuarbeiten.
Das sind Elyes Bouchoucha von Myrath, Andi Kravljaca von Silent Call und Seventh Wonder…Andreas Novak von Mind’s Eye und Nils K. Rue von Pagan’s Mind und Eidolon. Ich wollte mit diesem Album etwas auf die Beine stellen, dass sich von dem, was ich früher gemacht habe, unterscheidet und einem den Atem nimmt und ich war mir sicher, genug qualitatives Material zu haben, das für sich stehen kann und für Aufmerksamkeit sorgt. Dass diese vier großartigen Gastmusiker und Sänger dabei sein und Teil des Projekts sein wollten, war für mich ein gutes Gefühl und ich denke, dass es das Album einen entscheidenden Schritt höher bringt. Auch ich habe in ein paar Tracks mitgesungen, das bringt zusätzlich Abwechslung mit rein, es ist definitiv kein alltägliches Album, soviel ist sicher!


Das Album erhält sehr gute Beurteilungen und Kritiken. Wie fühlst du dich, wenn du das liest oder hörst?

Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem fertigen Album und dann solche Kommentare wie „Album des Jahres“ oder „Beste Newcomer“ zu hören war einfach unglaublich und motiviert mich sehr. „Egoistischerweise“ (er lacht) habe ich das Album geschrieben, um damit die Musik zu haben, die ich auch hören will, die Tatsache, dass so viele andere es auch gerne hören und darüber positiv geschrieben haben ist fantastisch und ich danke jedem, der das getan hat.



Gibt es Tourpläne für Aeon Zen?

Ich habe eine erstklassige Ausrüstung für die Band, das neueste Roland Mischpult, in ear monitors, usw... um unsere komplexe Musik zu spielen und wir proben sehr viel bis ins neue Jahr rein. Time Divide Records sind Sponsor für das alles und ich weiß, dass sie gerne mit einem anderen Labels und Veranstaltern zusammen arbeiten würden um uns endlich auf die Bühne schicken zu können. Ich würde mich freuen, von den Hörern Rückmeldungen auf meiner Seite www.aeonzen.com zu kriegen, in denen sie mir mitteilen, wo sie uns gerne spielen hören würden.


Hast du noch andere Projekte?

Ja, ich habe einen Vertrag mit dem Sänger Johnny Tatum für sein Solo Album das 2010 rauskommen soll. Er ist bei der US-Band Eumeria, die von Bobby Wilson gegründet wurde, welcher vielen noch als Keyboarder von Outworld bekannt ist.
Es ist etwas kommerzieller, so dass ich, was die komplexeren Strukturen angeht, nicht ganz freie Hand habe, aber es macht mir viel Spaß.


Von woher nimmst du die ganzen Ideen für deine Musik?

Vom vielen Musik hören…(lacht). Ich werde viel von Bands wie Yes, Focus, Dream Theater, Megadeth, Skid Row, Opeth, Death, Cynic, Porcupine Tree beeinflusst…die Liste ist echt endlos. Die meisten Ideen kommen, wenn ich irgend ein Instument spiele…Gitarre oder Keyboard…was auch immer. Oft schreibe ich Musik an meinem Rechner, ohne dass ein Instrument auch nur in der Nähe ist. Ich fange einfach an zu schreiben und schaue, wo mich die Musik hinträgt. Wenn ich erst mal anfange, sind immer jede Menge Ideen da.


Stell dir mal DIE perfekte Band vor…wer sollte deiner Meinung nach darin spielen?

Außer Aeon Zen…?(lacht) Das ist eine schwere Frage! Einfach mal so aus dem Kopf raus denke ich erst mal an…Andi Kravljaca von Silent Call, ex-Seventh Wonder, er hat wirklich eine tolle Stimme, wenn ihr ihn noch nicht gehört habt…unbedingt auschecken!
Dann würde ich für Daniel Gildenlow von Pain Of Salvation als Sänger stimmen, Paul Masvidal von Cynic und Mats Haugen von Circus Maximus an der Gitarre, Jordan Rudess von Dream Theater am Keyboard, Gavin Harrison von Porcupine Tree am Schlagzeug...oh und natürlich ich selber am Bass! Das hört sich wirklich interessant für mich an…auf dem Papier zumindest. (lacht wieder)


Hast du noch etwas Besonderes auf dem Herzen, ein paar letzte Worte an unsere Hörer?

Vielen Dank, dass ich dabei sein kann und vielen Dank auch jetzt für das Zuhören. Speziell auch noch an die, die das Album gekauft haben und sich die Zeit genommen haben, die Musik anzuhören und die meine Arbeit mögen. Ich arbeite sehr hart, um Musik in bester Qualität zu machen und das positive Feedback berührt mich sehr und löst in mir vieles aus. Danke!
Um es nochmal zusammenzufassen – ich wünsche mir für Aeon Zen, dass die Musik von vielen Leute gehört wird und dass sie das Album genießen. Ich denke, dass eine Livebesetzung uns bekannter machen wird und an die, die es noch nicht haben…das Album „A Mind’s Portrait“ gibt es auf www.aeonzen.com und ich hoffe wirklich, dass ihr es mögt.
…und natürlich…genießt den Rest der Show!

Ich bedanke mich im Namen von BluePoint Radio und Stormbringer bei Rich für das nette Interview.


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