Aspera - Band

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Es geht darum, die große Menge an verschiedener Musik da draußen auszukundschaften, statt mit dem Strom zu schwimmen und sich diktieren zu lassen, welcher Musik man zuhören soll.

Ich konnte im Rahmen der Progressive X Sendung bei BluePoint Radio ein Interview mit der jungen, sehr talentierten Band Aspera führen.

Text: Chrissie
Veröffentlicht am 24.09.2009

Aspera hat ja schon ein paar EP’s draußen. Was denkt ihr, wie lange dauert es, bis wir ein ganzes Album von euch hören können?

Das ist richtig. Wir haben schon einige EP’s; „Two Words“, „Illusion“ und „Square Edged Circle“ veröffentlicht und sind jetzt mit unserem ersten Album „Ripples“ fertig. Im Moment sind wir auf der Suche nach einem passenden Label oder Vertrieb. Wir haben positive Rückmeldungen von verschiedenen Labels, allerdings sind auch die sehr gebeutelt von der Wirtschaftskrise und tun sich schwer damit, Geld in neue Bands zu stecken, aber wir geben nicht auf und hoffen, das Album noch dieses Jahr auf den Markt bringen zu können. Den Titelsong „Ripples“ haben wir schon veröffentlicht und wollen damit zeigen, auf was für einem Level sich das Album befindet. Es gibt ihn auf unserer MySpace Seite, bei Itunes, Amazon und CDbaby.


Könnt ihr uns ein bisschen was über das Album erzählen? Ist es vielleicht ein Konzeptalbum? Was erwartet uns mit „Ripples“?

Wir haben das Album im Winter 2008 / Frühling 2009 in unserem eigenen Studio aufgenommen und, mit einigen Ausnahmen, ein durchgehendes Thema in den Lyrics. Der Albumtitel „Ripples“ spiegelt das wieder, mit der Theorie, dass jede Handlung jede Menge anderer Handlungen und Konsequenzen nach sich zieht, ähnlich der „Chaos Theorie“ oder dem „Butterfly Effekt“. Die Lyrics basieren nicht auf dieser Theorie, aber drehen sich darum, auf einem globalen und persönlichen Level. Aber es ist wegen der Ausnahmen darauf kein Konzeptalbum.
Ihr könnt euch auf 60 Minuten melodischen, progressiven Metal freuen, eingepackt in dynamischen und powervollen Sound .


Ihr seid ziemlich jung und die meisten in eurem Alter hören Rap, Hip Hop und dergleichen. Woher habt ihr eure Leidenschaft für Metal und warum habt ihr euch dazu entschieden progressiven Metal zu spielen.

Es geht darum, die große Menge an verschiedener Musik da draußen auszukundschaften, statt mit dem Strom zu schwimmen und sich diktieren zu lassen, welcher Musik man zuhören soll. Wir sind keine Anti-Pop-Kultur-Band, aber die Musikindustrie heute hat tendenziell mehr mit Business und Marketing zu tun, als sich auszudrücken und gute Musik zu machen. Ich kann das verstehen, aber nicht uneingeschränkt befürworten. (persönliche Meinung!)

Musikalischer Geschmack wird auch durch soziale Einflüsse gebildet, was deine Freunde hören usw. ..
Wir hatten alle aufeinander einen großen Einfluss. Keiner von uns ist ganz der Hardcore-Metaller, wir hören alles von Jazz und Klassik, bis zu Rock und Metal, das hat uns musikalisch geprägt. Unsere Musik ist manchmal technisch eine Herausforderung, dadurch entsteht ein Gegensatz zu den eher einfachen Teilen und das macht es interessant, sowohl für die Hörer als auch für uns.


Woher nehmt ihr eure Inspiration und was wollt ihr mit eurer Musik ausdrücken?

Inspiration kann verschiedene Formen haben und dich ganz plötzlich überfallen, manchmal mit einem fürchterlichen Timing, bei der Arbeit oder in der Schule. Neben diesen plötzlichen „Inspirationsattacken“ finden wir es konstruktiv, die Ideen fließen zu lassen und Songstrukturen zu bilden, wenn wir alle zusammen sind. Das mag vielleicht zeitaufwändig sein, aber es gibt uns die Sicherheit, dass jeder von uns 100 % zufrieden mit den Ergebnissen ist.
Inspiration für die Lyrics finden manchmal auf dieselbe Weise statt, aber oft hinterfragen wir aktuelle Themen. Es kommt auch vor, dass es ein ganz und gar fiktionales Thema ist. Es kommt immer darauf an, wie man sich in dem Moment fühlt. Wir versuchen als Band keinen politischen oder religiösen Standpunkt einzunehmen, aber sehr wohl zu beobachten und zu hinterfragen.



Was mögt ihr lieber, Studioarbeit, oder auf der Bühne abrocken?

Am liebsten vor einer Menge Publikum spielen, mit den Leuten zu interagieren und die Energie zu spüren, die zwischen den Leuten und uns hin- und herschwappt. Das erfüllt uns!
Das Gefühl, dass du hast, wenn du dein bestes gibst, und das Publikum die Show genießt ist unglaublich. Im Studio arbeiten ist natürlich auch nicht schlecht. Die Erfahrung, wie Musik Stück für Stück Formen annimmt, ist großartig. Es ist eine Menge harter Arbeit, aber wir sind sehr glücklich mit „Ripples“, das erfüllt uns mit großer Zufriedenheit.


Wie sieht es mit Gigs aus, wann und wo kann man euch live erleben?

Bis jetzt haben wir eigentlich nur lokale Shows in Norwegen gespielt. Aber Ende September werden wir zusammen mit Tarja Turunen, der früheren Sängerin von Nightwish, auf der Bühne stehen. Wir freuen uns schon sehr darauf. (Die Shows sind am 26. 09. in Barcelona, am 27. 09. in Madrid und am 29. 09. in Pratteln) Wir und die finnische Band "Kings of Modesty" sind dort als Opener zu sehen. Das sind unsere ersten Gigs außerhalb Norwegens und dann gleich so groß, wie sind schon ziemlich aufgeregt.
Im Oktober sind wir auch auf einem lokalen Festival in Skien, unserer Heimatstadt zu sehen. Es nennt sich 1001 Watt, wir spielen da am 9. Oktober. Wenn ihr die Möglichkeit habt, kommt doch einfach und erlebt uns mal live!


Wir sind schon am Ende. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt…habt ihr noch ein paar Worte, die ihr gerne an unsere Hörer richten würdet?

Erstmal, vielen Dank für’s zuhören! Wir hoffen euch mal zu treffen, vielleicht in der Schweiz oder in Spanien während der Tarja Turunen Shows. Ihr könnt uns aber auch in www.myspace.com/asperaofficial oder auf unserer Homepage www.asperaofficial.com kennenlernen.

Danke!


Vielen Dank im Namen von Stormbringer und BluePoint Radio für das Interview!


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