01.06.2005,

Meshuggah

Text: Reini
Veröffentlicht am 06.06.2005

Die verrückten Schweden schnappen sich eine französische Band und beackern den Kontinent - natürlich durfte da ein kleiner, aber feiner Teil der ADL Mannschaft nicht fehlen - Danke in diesem Zusammenhand wieder einmal an den NAGELFAR fürs Quatschen, sowie an die Caro für die Fotos! die BASTARD PEELS mögen es den Rezensenten verzeihen, dass der Smalltalk bei Gerstenkaltschale (Nagelfar), sowie Perlwasser (Reini) bei so seltenen Zusammenkünften einen sehr hohen Prioritätslevel genoß. SCARVE, die an sich gar nicht mal so weit weg sind von den Schweden (auch Strapping Young Lad wäre ein annehmbarer Vergleich), machten ihre Sache gar nicht mal so schlecht, mich konnten sich zwar nicht wirklich überzeugen, aber der Herr Nagelfar fand diesen Industrial-Death/Trash doch recht amüsant. Auffälligstes Merkmal, die beiden Sänger, welche sich das Derbgebell schön paritätisch aufteilten und wie besessen fast durchgehend im Extremtempo moshten und mit den betont vertrackten Riffs war von Eingängigkeit keine Spur, was aber auch wieder zu den oben genannten Referenzcombos passt. Wie gesagt, Meines war’s nicht, der aber doch gute Applaus sah mich dann aber eher in einer Aussenseiterrolle!

Was dann kam war definitiv nicht von dieser Welt, diese verrückten Hühner aus Schweden zermalmten und zertrümmerten 75 Minuten lang ohne jegliche Rücksichtnahme. Gestützt auf die 2 Überalben „Chaosphere“ und „Nothing“ (siehe prov. Setlist) hatten die Mannen um Shouter Jens Kidman den Planet Music von der ersten Sekunde an fest im Griff. Gestützt auf eine spärliche, aber umso effektivere Bühnendekoration, eine zeitweise überaus grelle, dann wieder schaurig-düstere Lightshow, war es einfach unglaublich, wie tight, technisch erhaben und ohne Ende brutal die Fünf zu Werke gingen.

Gegen Mitte des Sets passierte dann noch das nie für Möglich gehaltene, das fast Unvorstellbare, die Musiker verlassen die Bühne, vom Band wird der Catch33 Track „Minds Mirror“ eingespielt, und Jeder, absolut Jeder in der Halle wusste, sie haben es tatsächlich vor, sie wollen einen (oder mehrere?) Tracks des neuen Albums live darbieten. Dem war dann auch so, in Form des Doppelschlages „In Death - Is Life“ und „In Death - Is Death“, sorgte man kollektiv für herunterklappende Kinnladen.

Einziger kleiner Wehrmutstropfen, nach dem Überhit „Future Breed Machine“ war nach 75 Minuten ohne jegliche Zugabe Schicht im Schacht, aber irgendwie passt auch dies zu den Mannen aus dem Norden, denn Eines wurde mir an diesem Abend klar, Wahnsinn ist ab jetzt am einfachsten mit diesem technisiertem Haufen aus dem schwedischen Umeå gleichzusetzen, denn so mancher Zuhörer hat vor dieser Mammutsoundwand, die einem entgegen blies, kapitulieren müssen. Love `em or hate `em! Ich hab mich schon vor Jahren für Ersteres entschieden!

MESHUGGAH Auszüge der SETLIST 01-06-2005 Wien, Planet Music (ohne Vollständigkeitsgarantie!) The mouth licking what you've bled (Chaosphere) Rational Gaze (Nothing) Neurotica (Chaosphere) Perpetual Black Second (Nothing) New Millennium Cyanide Christ (Chaosphere) Stengah (Nothing) Minds Mirror (Catch 33) In Death - Is Life (Catch 33) In Death - Is Death (Catch 33) Straws Pulled At Random (Nothing) Future Breed Machine (Destroy, Erase, Improve)


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