13.04.2007,

Wiener Blut / ValSans / Ecliptica

Text: Rüdiger Weghaupt
Veröffentlicht am 24.04.2007

Es ist eine entspannte Stimung im Planet Music, die Halle ist etwa halb voll als um 20:15 Uhr mit WIENER BLUT die erste Band des heutigen Abends mit ihrer Austro-Hardrockmischung das Publikum voll auf ihre Seite ziehen. Lieder wie „Elektrisches Fieber“ ("Wir san härter... vü härter wia des Leben,.."), „Oaschloch“ (Eine Ode an unsere Herrn Politiker die fast jedem einen Smily aufs Gesicht zaubert) und „Krankenland“ laden sofort zum Mitsingen ein. Dafür, dass es sich um ihre erste CD handelt, haben sich die Jungs mächtig ins Zeug gelegt. In der eine Stunde, die ihnen bleibt, können sie voll durch Spielfreude, eingängige Texte zwischen lustig bis kritisch und pushenden Songs zwischen ALKBOTTLE und klassischem Hardrock überzeugen. Weiter so! Setlist: Intro elektrisches Fieber Oaschloch Krankeland Feuerteifl Nur die Besten... (Onkelz-Cover) Ned leiwand Stromgitarrenkrank

Um etwa 21:30 Uhr starten VALSANS als einzige Band ohne neuem Album, dafür mit Bühnenhunger. Leicht haben sie's nicht WIENER BLUT haben mit ihrem erfrischenden HardRock gut vorgeheizt. Da mit Metal noch eins draufzulegen ist nicht unbedingt leicht, wird vom Vierer aus Niederösterreich aber souverän gemeistert und mit ihrer Openernummer "Mjölnir" lediglich in eine andere Richtung gebracht, um mit "On the Battlefield" einen Val-Klassiker nachzuschieben und mit dem Powermetalneuling "Golden treasure" die Nackenbrechersesion zu eröffnen. Die Jungs gehen von Anfang an voll zur Sache. Es wird gebangt, soliert und angespielt. Der Vierer kann vor allem durch seine Authentizität überzeugen. Songs zum Mitsingen, Bangen und Genießen, die dabei die volle Bandbreite des Metals von NWoBHM über Thrash bis zu moderneren Acts wie AXXIS abdeckt, ohne einen gehörigen Schuß Technik zu vergessen. Sie nutzen dabei die Bühne voll aus und bietet dem jetzt fast vollen Saal soliden, eingängigen Powermetal zum Mitsingen, der noch dazu gute Laune verbreitet. Thumbs Up! Setlist: Mjölnir On the battelfield Golden treasure Ticket to hell Eyes of a viper Born to see the light The allegiance Metal crusade Dawn of Metal

Um 22:45 Uhr ist es dann soweit: der Headliner für den heutigen Abend eröffnet seine Show. Nach den beiden rockigen Vorgruppen ist der Classic/Symphonic Metal von ECLIPTICA eine gute Abwechslung und nach einem fullminanten Intro kommen auch die letzten an den Bars stehenden, um die Lokalmatatore abzufeiern. Die zugleich mit "Evil love" technisches Können und ihre Liebe zu anspruchsvollen Arangements unter Beweis stellen. Mit "Fairytale" wirds dann eine Spur mystischer, was durch die stimmungsvolle Beleuchtung noch unterstrichen wird. "Twilight hall" mit eine Touch guter alter 70er läst dann echte Gänsehautstimmung entstehen. Der Sechser aus Wien macht heute den wohl technisch versiertesten Eindruck. Perfektion bis ins kleinste Detail spiegeln die gut aufeinander abgestimmten Arrangements zwischen Instrumenten und Gesang sowie die ausgefeilte Technik aller Musiker wieder. Einziger Wermutstropfen ist der Backgroundgesang, der Stellenweise ins Wienerische abrutscht, sowie das heftige Gepose des Frontmannes. Weniger ist oft mehr, tut dem soliden Auftritt aber keinen Abbruch. Die Fans waren sichtlich begeistert. Setlist: intro evil love – fairytale paradise twilight hall drum solo jester turn away carry on ecliptica show must go on geronimo's cadillac

Fazit: Ein gelungener Abend, bei dem es die Mischung machte. Ob Rock, Power- oder Classic Metal - für jeden war etwas dabei. Besonders festzuhalten ist die perfekte Lichtshow und der wirklich sauber abgemischte Sound, der trotz der Lautstärke selbst bei den sechsköpfigen ECLIPTICA jeden Einzelnen heraushören liess.


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