28.11.2008, Viper Room

FIREWIND

Veröffentlicht am 01.12.2008

Ein Event der ganz besonderen Güteklasse fand kürzlich im Viper Room in der Landstraßer Haupstraße in Wien statt - die mittlerweile zur Powermetal-Institution gereiften FIREWIND rund um Axt-Gott Gus G. meldeten sich mit einem Troß an hervorragenden Supports zum Stelldichein in Wien, und auch STORMBRINGER war natürlich (gleich in mehrfacher Ausführung) vor Ort dabei! In einem bereits ansehnlich gefüllten Viper Room durften zunächst SERGEANT STEEL, ihres Zeichens Heavy Metal-Glam-Rocker aus Oberösterreich (inklusive Sturmbringer Mr. Power) den fröhlichen Reigen eröffnen, und der traditionelle Heavy Metal mit stampfenden Riffs und schneidenden Soli, umrahmt von sehr an Rob Halford oder Tim Owens erinnernden Vocals und absolut stilecht in Spandex, Leder und Mascara dargebracht, kam beim Publikum doch durchaus gut an, und so wurden SGT. STEEL dann nach ihrem abschließenden "We Will Rock You"-Cover (inklusive echt langem Solo!) auch ordentlich abgefeiert; also von dieser Nachfolgetruppe von BLOODSTAINED sollte in Zukunft noch einiges zu hören sein! Anschließend hatten wir von THE DRAGONSLAYER PROJECT die große Ehre, das Publikum weiter zu bearbeiten und ein bisschen in Stimmung für die folgenden Bands zu bringen; ich kann dazu nur sagen, dass wir einen Mordsspaß hatten an dem Abend, das Publikum sowie die Bands allesamt echt super drauf (und letztere auch absolut unkompliziert im Umgang) waren, und es ein absolutes Vergnügen war, mit den insgesamt vier weiteren Truppen einen amtlichen Powermetal-Abend zu zelebrieren!

Die folgenden KIUAS aus Finnland gaben sich dann mit baren Oberkörpern und Kriegsbemalung ihrem melodischen, mit vielen Death- und Thrashelementen auch ordentlich knallenden Powermetal-Mix hin, und konnten sich durch eine absolut herausragende Performance glaube ich in die Ohren und Herzen doch vieler Konzertbesucher spielen! Die Band, die ja (unverständlicherweise!) nicht gerade hohen Bekanntheitsgrad genießt, schmetterte einen Powermetal-Kracher nach dem anderen ins Publikum, Sänger Ilja lieferte eine extrem starke und energiegeladene Leistung ab, und Stücke wie "Warrior Soul" oder das abschließende "Conqueror" vom aktuellen Album "The New Dark Age" kamen beim Publikum wirklich hervorragend an, und wurden auch ebenso (mit besonders starken mehrstimmigen Live-Chören) dargebracht - alles in allem ein absolut runder Gig, und es bleibt nur zu hoffen, dass diese Band die absolut verdiente Anerkennung und den längst fälligen Erfolg mit ihrem aktuellen Scheibchen einfahren wird können! Sensationelle Band, sehr eigenständiger Sound und klasse Performance - absolute Pflicht für Freunde des Kraftmetalls! ELDRITCH aus Italien konnten mich dann persönlich leider nicht so wirklich umhauen; auch wenn ich kaum Material der Band kannte, so sprang auch live der zündende Funke ganz anders als eben bei KIUAS hier leider nicht wirklich über. Generell lieferten die Italiener zwar schon eine sehr routinierte und gute Vorstellung, bei den eher düstereren, drückenderen Klängen der Riffs kam aber ihr sonst sehr traditioneller Heavy Metal bei mir nicht so gut an. Nichtsdestoweniger konnten die Herrschaften das vor der Bühne versammelte Publikum aber doch ordnungsgemäß unterhalten und rocken, und auch für ELDRITCH durfte sich der Abstecher nach Wien gelohnt haben!

Nach etwas längerer Umbauphase war es dann aber endlich soweit, und der Headliner des Abends, FIREWIND rund um Gitarrenheld Gus G. enterten die (wirklich kleine) Bühne des Viper Room - und ab dem eröffnenden "Into The Fire" vom aktuellen Langeisen "The Premonition" war klar, dass man es anno 2009 mit einer Inkarnation von FIREWIND zu tun, die wirklich nur mehr Millimeter davon entfernt ist, in die absolute Oberliga der melodischen Metallkunst aufgenommen zu werden! Hier haben sich fünf absolut erstklassige Musiker gefunden, und durch die Fokussierung von Gus G's kompletter Energie auf FIREWIND nach dem Rückzug aus seinen anderen Projekten DREAM EVIL und MYSTIC PROPHECY lässt sich bei FIREWIND nun eine ganz neue Entschlossenheit feststellen. Dazu gesellt sich dann noch absolut erstklassige klassische Rock- und Metalkost im Songematerial, und eine Live-Performance, von der sich viele Bands ein Scheibchen abschneiden können. Sänger Apollo Papathanasio klingt live genauso stark wie im Studio, und über die Kompetenzen von instrumentalen Gottheiten wie Gus G. an der Gitarre oder den multitalentierten Bob Katsionis an den Keys (der aber dennoch stellenweise auch Keyboard und Gitarre gleichzeitig(!!!) spielt!), sowie ex-Helloween Fellgerber Mark Cross (ein Interview mit nämlichem wird übrigens in den nächsten Tagen folgen!) braucht man glaube ich auch kaum Worte verlieren - hier sind absolute Könner am Werk, und die haben auch zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen lassen! Sei es während absoluter Kracher des neuen Albums wie "Angels Forgive Me", "Head Up High" oder "Mercenary Man", Klassikern älterer Scheiben wie "Between Heaven And Hell" vom allerersten FIREWIND-Output desselben Namens, dem ebenfalls auf "Premonition" vertretenen Cover "Maniac", oder ausgedehnten Instrumental-Gus-tostückerln (man vergebe mir das platte Wortspiel) - hier kam zu keiner Zeit Langeweile auf, und auch wenn man von FIREWIND vielleicht bis dato noch nicht viele Songs kannte, so war auch das nur nebensächlich - FIREWIND sind definitiv eine jener wenigen Bands, bei denen auch ein Konzert, das in völliger Ahnungslosigkeit und Unkenntnis beginnt, am Ende eines von großartiger Begeisterung und Genialität sein wird! Es bleibt zu hoffen, dass FIREWIND auch weiterhin so erstklassige Outputs veröffentlichen und auch bald wieder bei uns in österreichischen Landen vorbeischauen - Leute, hingehen und ansehen - es lohnt sich!!! Die Setlist von FIREWIND (wie immer ohne Gewähr, man korrigiere mich falls ich hier falsche Songtitel nenne): Into The Fire Head Up High Kill To Live Angels Forgive Me Silent Code Circle Of Life Fire & Fury My Loneliness Brothers Keeper Mercenary Man Tyranny Till The End Of Time Between Heaven & Hell I Am The Anger Maniac Falling To Pieces


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