26.03.2009, Arena

IN FLAMES

Text: dave
Veröffentlicht am 06.04.2009

Harte Klänge waren am Donnerstag im Land der Berge zu hören, denn IN FLAMES machte Halt in Wien. An diesem Abend musste man sich zwar mit nur 2 Bands zufrieden geben, doch bei einer Spieldauer von fast 2 Stunden war das mehr als genug. Nach langem Stehen und Warten rührte sich plötzlich etwas auf der .Bühne! Kaum zu glauben, aber die erste Band fing endlich an Musik zu machen und das erfreute den typischen Metallfan der an diesem Abend zur Genüge gesichtet wurde. SOLE METHOD, die sich ein paar Bands der berühmten Buschmetal Szene als Vorbilder genommen hatten, schienen der beste Tour Support für IN FLAMES zu sein. Über dies lässt sich zwar streiten, doch sie machten ihre Sache gut und kamen sogar aus Österreich; genauer gesagt aus der Steiermark. Sie bewiesen, dass Steirer nicht nur gute Ziehharmonikaspieler sind, sondern dass sie auch auf einer Gitarre mit genügend Strom nette Klänge erzielen konnten.

Die Fans ließen sich langsam dazu bewegen ihren Kopf ein wenig seiner Steifheit zu entziehen und in die leicht genickte wippende Bewegung - auch Bangen genannt - überzugehen. Doch sie konnten nicht nur eigene Musik machen, sie bewiesen auch, dass sie Coversongs perfekt interpretieren können - so ging auch das PANTERA Cover„A New Level“ auf ihre Rechnung. Die Halle gut gefüllt und die Stimmung eben so am kochen wie die Suppe auf Muttis Herd. Die Bar gut besucht, doch was sehr störend war, es galt im gesamten Innenbereich der Arena Wien Rauchverbot. Doch die Rauchen Verbote Schilder hingen anscheinend nur da um hässliche Blutflecken von wilden Moshgelagen zu verdecken, denn beachtet hat sie bestimmt niemand, qualmte es doch aus allen Mäulern. SOLE METHOD meisterten ihren Gig mit Bravour und die Halle war schon sehr gespannt auf IN FLAMES.

IN FLAMES Als die Gothenburgische Musikspielgruppe die Bühne betrat, fiel jeden richtigen IN FLAMES Fan sofort etwas auf. WO IST JESPER???????? Der zweite Gitarrist der Band saß zu Hause in einer Reha-Klinik und versuchte seine mühsam aufgebaute Alkoholsucht zu bändigen. Doch der vorübergehende Ersatzgitarrist Niclas Engelin war der perfekte Lückenbüßer für die Band. Die spontanen Schweden hielten nichts von langen Orchester Intros und starteten sofort mit einer Nummer aus einem etwas älteren Album, „Pinnball Map“.

Die Fans außer Rand und Band. Für manche neu gewonnenen in FLAMES Fans ein Spektakel der Superlative; für die älteren Begleiter eher das täglich Brot. Doch trotz Banner und Drums ganz im Stil der neuen Scheibe ertönten unerwartet wenig neue Songs aus den Boxen. Das wird vielleicht daran gelegen haben, dass die Scheibe nicht besonders gut ankommt bei den Fans der ersten Stunde. Doch dann Worte Die Klarheit schufen: „ICH WIDME DIESEN SONG ALL DENEN DIE FÜR IHRE SCHEISS LAGE SELBST VERANTWORTLICH SIND“ (die natürlich auf Englisch vorgetragen wurden) schuf Anders Friden Klarheit über das Fehlen ihres zweiten Gitarristen. Mit einer Endgültigen Spielzeit von einer Stunde und 40 Minuten beendeten IN FLAMES ihr Konzert mit wie kann es anders sein „My Sweet Shadow“. Mit den Worten Have a Good Fucking Night verabschiedete sich die Band von Wien und sie werden uns bestimmt nächstes Jahr wieder einen weiteren Besuch abstatten.


WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Area 53 Festival 2019
ANZEIGE