18.01.2010, ((szene)) Wien

UDO + Supports

Veröffentlicht am 22.01.2010

Vergangenen Montag gab sich in Wien eine Metal-Legende der allerersten Stunde die Ehre: Die ehemalige ACCEPT-Frontröhre Udo Dirkschneider gastierte mit seiner Band - kurz und knapp einfach U.D.O. - in der Szene, und ließ bei einer amtlichen Show die Geburtsstunde(n) des Metal noch einmal hochleben. Doch den Anfang des bunten Reigens durften die Badener Wahrmetaller von VALSANS bestreiten; denn obwohl man eigentlich gerade eifrigst mit dem Werkeln am neuen Album beschäftigt ist (angepeilter Releasetermin soll irgendwann in der zweiten Jahreshälfte 2010 sein), so wollte man sich die einmalige Gelegenheit doch nicht entgehen lassen, im Vorprogramm von einer Metalinstitution wie Udo Dirkschneider zu rocken. Und ganz ehrlich - es wäre auch schade gewesen! Denn einerseits passten VALSANS stilistisch hervorragend ins Gesamtbild des Abends, und andererseits haben die Jungs, seit ich sie das letzte Mal gesehen hab, wieder ordentlich zugelegt, und spielten ein sehr druckvolles, energiegeladenes und rundum gelungenes Set. Dabei durften natürlich Bandklassiker wie "Born To See The Light" oder "Dawn Of Metal" ebenso wenig fehlen wie neue Songs wie etwa das groovige "Eyes of a Viper". Kurzum: Ein sehr guter Gig der heimischen True-Metaller, und wer etwas für Bands wie STORMWARRIOR übrig hat, der sollte definitiv mal bei VALSANS reinhören! Setlist VALSANS: Mjölnir The Allegiance Born To See The Light Eyes Of A Viper Dawn Of Metal Weiter im Programm ging's dann mit den österreichischen Vertretern beim Wacken Metal Battle im Jahre 2008, namentlich SUCKCEED aus Wiener Neustadt. Und nicht umsonst wurde die Truppe rund um Fronter Franky Bauer (heute mit Steven-Tyler-Memorial-Mikroschal!) damals als Repräsentant unseres Alpenländchens beim Wacken:Open:Air auserkoren - denn auch heute rocken SUCKCEED wieder in bester Manier drauf los. Im Gegensatz zu VALSANS gehen SUCKCEED dabei aber deutlich Rock- und weniger Metal-lastig zu Werke, was natürlich an diesem Abend durchaus auch passt, mir persönlich erschienen allerdings VALSANS stilistisch noch etwas besser zu UDO passend. Nichtsdestoweniger liefern die Herren wieder ein amtliches Set ab, und stellen einmal mehr unter Beweis, dass sie mit Sicherheit zu den besten Rock-Truppen des Landes gehören. Es wird abzuwarten bleiben, ob es ihnen mit dem jüngsten Scheibchen "Sonication 24/7" beschert sein wird, auch international für Aufhorchen zu sorgen; als Support für UDO gelang das allemal. Setlist SUCKCEED: Hell's Gate This Flaming Heart Hiding Place In Heaven I Can't Fight Sonication 24/7 Sleeping My Day Away Und schließlich war es dann auch soweit - nach erneuter kurzer Umbauphase glühte auch bald die Marshall-Wand im Hintergrund, und "the man himself", Udo Dirkschneider, entert mit seiner sich in bester Spiellaune befindlichen Truppe die Bühne der Szene Wien; und von Anfang an ist klar - hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Sofort steigt man mit dem "Boogeyman" und dem "Dominator" des aktuellen Albums ein, und rockt sich in ähnlichem (Mid)Tempo durch das Set. Auf so unnütze Dinge wie Ansagen wird, abgesehen von einem gelegentlichen "Hallo Wien, wie geht's euch" dankenswerterweise verzichtet; sowas hat aber ein Udo natürlich auch nicht nötig. Der weiß nämlich nicht nur, wo der Metal-Hammer hängt; er hat ihn vielmehr ja auch noch höchstpersönlich geschmiedet. Doch nicht nur wegen der - zahlreichen - im Set befindlichen UDO-Nummern ist der geneigte Kuttenträger an diesem Abend in die Szene gepilgert (und Kutten gab's wahrlich viele, wenngleich insgesamt für eine Institution wie UDO leider - aber wie (ebenso leider) zu erwarten - recht wenige Metalheads anwesend waren), sondern natürlich will man auch ein paar amtliche ACCEPT-Hadern vernehmen. Und die gibt's natürlich auch - den Anfang macht da beispielsweise "I Don't Wanna Be Like You", und neben weiteren UDO-Dampfhammern wie "Thunderball", "Man And Machine" oder "Mastercutor gibt's dann natürlich auch - vornehmlich in der zweiten Hälfte des Sets - die "Pflichtklassiker" in Form von "Metal Heart", "Princess of the Dawn" (mit langem Mitsing-Teil), selbstverständlich auch "Balls To The Wall", und im Zugabenblock noch "I'm A Rebel" und "Fast as A Shark". Soundtechnisch gibt man sich hier keinerlei Blöße, die Setlist passt also auch - insofern liefern UDO einen rundum gelungenen Gig, und einmal im Leben sollte man halt einen solch wichtigen Teil der Metal-Historie doch auch mal live erlebt haben. Enttäuscht wird man bei UDO (auch angesichts des doch recht heftigen Ticketpreises von 27 Euronen im VVK bzw. 29 Euronen an der Abendkassa) sicher nicht; aber dennoch war der Abend wohl vornehmlich für etwas fortgeschrittenere Metal-Semester interessant. Wer aber demnächst mal die Gelegenheit, sich UDO irgendwo live anzusehen, der sollte diese doch tunlichst wahrnehmen - sonst steht er einfach irgendwann mit den Eiern zur Wand! Setlist UDO: The Boogeyman Dominator Independence Day I Don't Wanna Be Like You Thunderball Mission No. X Vendetta In The Darkness Princess Of The Dawn Infected Living On A Frontline Man And Machine Mastercutor Animal House Metal Heart ------ Holy Balls to The Wall ------ Burning I'm A Rebel Fast As A Shark


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