03.06.2010, Arena

THEM CROOKED VULTURES

Text: bender
Veröffentlicht am 05.06.2010

Angeblich aus „atmosphärischen“ Gründen wurde das Konzert der Rock Supergroup THEM CROOKED VULTURES von der Stadthalle in die Arena verlegt, weshalb sich viele Besucher auf ein überaus nasses Openair Konzert eingestellt haben, da die Wettersituation in den letzten Tagen ja alles andere als stabil gewesen ist. Der Publikumsandrang war dennoch ziemlich groß, und am Ende ist der Abend, allen Starkregenprognosen zum trotz, bis auf einige wenige Tropfen überraschend trocken verlaufen.

Die Vorgruppe AND SO I WATCH YOU FROM AFAR musste noch bei Tageslicht auf die Bühne, aber auch wenn ihr instrumentaler Post-Rock im Stile von PELICAN oder 65DAYSOFSTATIC stets mit höflichem Applaus bedacht wurde, so war ihr Auftritt doch nicht allzu spektakulär oder mitreißend. Besonders lange durfte die Band aus Belfast ohnehin nicht spielen, denn nach einer knappen halben Stunde war auch schon wieder Schluss, und das Gelände begann sich plötzlich schlagartig zu füllen.

Als nach Einbruch der Dunkelheit endlich die Herren Dave Grohl (NIRVANA, FOO FIGHTERS), Josh Homme (KYUSS, QUEENS OF THE STONE AGE) und John Paul Jones (LED ZEPPELIN) die Bühne betraten, wurden sie vom Publikum auch sogleich frenetisch bejubelt. Zur zusätzlichen Verstärkung hatten sie übrigens den wohl nicht ganz so bekannten, aber ebenfalls sehr einflussreichen Gitarristen Alain Johannes mit dabei, der neben seiner eigenen Band ELEVEN auch schon bei den QUEENS OF THE STONE AGE und CHRIS CORNELL ausgeholfen hat. Da THEM CROOKED VULTURES stets nur eigenes Material darbieten, musste man zunächst mit einem eher kürzeren Auftritt rechnen, doch neben einigen Solos und längeren Jam-Einlagen („Scumbag Blues“), wurden mit „Highway One“ und „You Can`t Possibly Begin To Imagine“ sogar zwei neue Songs vorgestellt, was möglicherweise auf ein weiteres gemeinsames Album in der Zukunft hinweisen könnte.

Über die musikalischen Qualitäten der beteiligten Musiker muss man natürlich keine weiteren Worte verlieren, und die Band agierte auch höchst souverän und äußerst spielfreudig. Es ist vor allem immer wieder ein Genuss, Dave Grohl beim verprügeln seinen Schlagzeugs zuzusehen, da er mit seinem energischen Spiel selbst seinen prominenten Mitstreitern noch mühelos die Show stehlen kann. Eine Zugabe gab es am Ende dann zwar keine mehr, aber dafür hat das Publikum bereits davor schon mehr bekommen, als es ursprünglich eigentlich erwarten durfte.

Setlist: 1. No One Loves Me & Neither Do I 2. Gunman 3 .Scumbag Blues 4. Dead End Friends 5. Elephants 6. Highway One 7. New Fang 8. Bandoliers 9. Interlude With Ludes 10. Mind Eraser, No Chaser 11. Caligulove 12. You Can't Possibly Begin To Imagine 13. Spinning In Daffodils 14. Reptiles 15. Warsaw or The First Breath You Take After You Give Up


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