16.07.2010 - 17.07.2010, Balingen Messegelände

BANG YOUR HEAD 2010

Text: Michelle
Veröffentlicht am 24.07.2010

Auch heuer fand am 16 und 17. Juli wieder die wohl gemütlichste & beste Metal- und Rock Party im Lande statt, das legendäre

Bang your Head

Festival! Tolle Organisation und mit ca. 20 000 Besuchern wie immer sehr überschaubar und friedlich. Tagsüber gab's in der Messehalle eine willkommene Abwechslung zu den Bierbuden, sowie den Metal-Markt und Autogrammstunden der Bands. Das Essensangebot war wieder einmal top & preislich absolut in Ordnung – thumbs up! Voller Vorfreude auf das tolle Line Up fuhr ich Donnerstag Abends in Richtung Stuttgart. Aufgrund der längeren Anfahrt konnte ich die Warm-Up Show nicht besuchen. Leider mussten auch die im Vorfeld von mir heiß ersehnten

Jag Panzer

absagen. Ich hoffe auf einen Festivalauftritt 2011! Die Party fing für mich mit

Grand Magus

an, die kurz vor 12 Uhr Mittag als eine der ersten Bands am Freitag loslegten! Zuvor spielten die deutschen

The New Black,

eine Formation bestehend aus dem ehemaligen Motion Control Foundation Sänger Markus Hammer, Gitarrist Christof Leim, bekannt durch „Sinner“, Fabian Schwarz, ebenso an der Gitarre und Chris Weiss, welche bei Runamok spielten, sowie Günt Auschrat der auch bei „Cooperation Prophesy“ und „Abandoned“ am Werke ist. Ich habe die Band schon des Öfteren hören dürfen, 1A Rock & absolut empfehlenswert! Ebenso gab's ordentlichen Trash Metal von der schwedischen Band

Enforcer

, dessen Sound sehr stark an die Speed Metal Bands wie „Agent Steel“ und „Exciter“ erinnern.

Grand Magus

, eine schwedische Doom-Metal-/Stoner-Metal-Band aus Stockholm brachten mit ihrem düsteren Sound gute Stimmung auf's Festival, trotz nicht vorhandenem Stage-Acting und brütender Hitze. Die Fans bekamen unter anderem „Hammer Of The North“, „Wolf's Return“ und „The Shadow Knows“ zu hören und waren sichtlich zufrieden. Forbidden & Sabaton waren als nächste Bands am Start.

Forbidden

, die sympathischen Trasher aus San Francisco enttäuschten auf keinen Fall & heizten uns mit ihren Songs richtg ein! „Forbidden Evil“, „Step by Step“ und „Chalice of Blood“ ließen keine Wünsche übrig, ebenso wenig wie das absolute Highlight der Show, das Black Sabbath Cover „Children of the Sea“! Das diesjährige Bang your Head Festival war zugleich ein Tribute an die verstorbene Legende „Ronnie James Dio“, bei dem alle Bands einen Song von Ronnie zum Besten gaben. Gesanglich gab Russ Anderson trotz der Hitze, die ihm offensichtlich zu schaffen machte sein Bestes, ich fand die Show absolut genial & würde mir Forbidden jederzeit wieder ansehen!

Sabaton

, das Quintett aus Schweden brachte mit deren stimmungsvollen Songs und Pyroeffekten - welche sich angesichts der schon vorhandenen Hitze im Fotograben wie 50 Grad Celsius anfühlten ;-) auch die Power Metal Fans unter dem Publikum ins „Schwitzen“. „The Price of a Mile“, „Panzer Battalion“ und die Zugaben „The Art of War“, „Primo Victoria“ sowie „Metal Machine/Metal Crüe“ machten unter anderen Songs diesen 50minütigen Festivalauftritt zu einem tollen Erlebnis.

Als nächstes waren die 1981 gegründeten Japaner

Loudness

dran Balingen zu rocken! Was sie auch anhand „Crazy Night“ , „In the mirror“ und „Heavy Chains“ eindeutig bewiesen. Sänger Minoru Niihara , Bassist Masayoshi Yamashita, Gitarrist Akira Takasaki und Drummer Masayuki Suzuki begeisterten mit Heavy Metal der alten Schule. Steve "Lips" Kudlow und seine Mannen von

Anvil

folgten den Japanern und begeisterten Balingen mit Songs wie „March of the Crabs“, „This is Thirteen“, „White Rhino“ und „Metal on Metal“. Das Publikum dankte es ihnen mit „Avil“ Sprechchören, die die Band noch mehr Vollgas geben lies!

Jon Oliva's Pain

durfte ich ja auch schon einige Male sehen & vor der Linse haben. Wie immer ist es ein Volksfest die alten Savatage Klassiker zu hören, welche die Band souverän und professionell zum Besten gibt! Mein persönliches Highlight war „Believe“, aber auch das Dio Cover „Rainbow in the Dark“ führten zu einem Klos im Hals ;-) Beendet wird diese tolle Show mit dem Klassiker „Hall Of The Mountain King“! Nach einer kleinen Abkühlung im Messezelt mache ich mich auf um

Doro

zu sehen. Gute Laune, eine rockige Show und Songs wie „All we are“ , das Priest Cover „Breaking the law“ und „Burning the Witches“ überzeugen, dass diese Frau immer noch Power und Spass hat. Davon könnte sich zB eine Lita Ford ( man erinnere sich an den enttäuschenden Auftritt am BYH 2009) noch Einiges abschauen ;) Bei „Für Immer“ gab es für das Publikum kein Halten mehr, es wurde jede Zeile mitgesungen - eine tolle Stimmung!

Darkane

spielten danach in der Halle, deren Show ich aufgrund der Überschneidung mit Krokus ausfallen lies. In der Halle an sich spielten eher Bands der härteren Gangart, wie an diesem Freitag auch

Artillery

und

Dark Tranquillity

. Die Schweizer

Krokus

musste ich mir einfach mal ansehen. Trotz langem Bestehen der Band hab ich es bis zum heurigen Festivalauftritt nicht geschafft sie jemals live zu erleben ;) Im klassischen Line-Up lieferten sie eine super Show ab und hatten sichtlich Spass dem Publikum an diesem lauen Sommerabend mit Songs wie „ Rock'n'Roll Handshake“, „Easy Rocker“ und „Heatstrokes“ einzuheizen. Mit dem Rainbow Klassiker „Long Live Rock'n'Roll“ gab's dann auch das Highlight des Abends zu hören. Mit

Hammerfall

als

Headliner

und Bang your Head Stammgast ging Tag 1 des Festivals für mich, was die Bands betrifft, auch zu Ende. Anfangs gab's ein paar technische Probleme mit dem Mikro von Sänger Joacim Cans, welche sich nach ein paar Songs Gott sei Dank in Luft aufgelöst haben. Alles in allem ein sympathischer Auftritt der Schweden, der mich aber irgendwie nicht vom Hocker gerissen hat ;-) Vielleicht auch, weil ich die Band schon sehr oft live gesehen habe. Hier die Setlist: Punish And Enslave The Dragon Lies Bleeding Crimson Thunder Hallowed Be My Name Renegade Last Man Standing Blood Bound Heeding The Call Rebel Inside Any Means Necessary Stronger Than All Riders Of The Storm Encore: Secrets Let The Hammer Fall Encore 2: Man On The Silver Mountain (Rainbow Cover) mit „Mikael Stanne“ (Dark Tranquillity) Hearts On Fire

Gestern noch brütende Hitze, heute Regengüsse ohne Ende und eine falsche Auswahl meines Schuhwerkes ;-) Dieser Festivalsamstag war geprägt von Schlechtwetter & kühlen Temperaturen. Was auch dazu führte, dass ich einige Bands aus kameratechnischen Gründen nur kurz fotografieren konnte bzw. mir deren Show nur vom Zelt aus angehört habe ;) Der wie immer tollen Festivalstimmung tat es trotzdem keinen Abbruch. Gestartet wurde an diesem Tag mit

Toxin

,

Savage Grace

und

Bullet

. Die erste Band die mir vor die Linse kam waren

Sacred Steel

. Heavy Metal der alten Schule gab's von den deutschen Mannen rund um Gerrit Mutz um die Ohren. Solide Leistung, gute Stimmung, auch trotz des aufkommenden Regens. Für Liebhaber von True Metal ein gelungener Auftritt. Danach waren

Hades

am Start! Leider leider waren sie ( wenn auch ein ebenbürtiger!) Ersatz für die wohl am meisten unterschätzte Band aller Zeiten ;)

Jag Panzer

! Wie gerne hätte ich sie endlich mal wieder live auf einem Festival gesehen, leider gingen meine Wünsche aufgrund beruflicher Gründe seitens des Sängers Harry Conklin nicht in Erfüllung & so sprangen kurzerhand Hades ein. Die Power Metal Band aus New Jersey heizte dem Publikum mit Songs wie „I Too Eye“, „King In Exile“ und „Rebel Without a Brain“ , sowie dem Black Sabbath Cover „Voodoo“ ein und das leider im mittlerweile strömenden Regen. Tolle Show, trotz der schlechten Bedingungen! Mit

Treat

gab's wieder ne Packung Schwedenmetall zu hören. Ich sah sie das erste Mal live & muss sagen, Hut ab! Absolut mein Style, dieser melodische Hard-Rock! Songs wie „The War Is Over“, „We Own The Night“, „Get You On The Run“ und „World Of Promises“ brachten gute Laune und zufriedene Metalgesichter.

Von

Fates Warning

und den

Quireboys

bekam ich regenbedingt leider kaum etwas mit :-( Was mich speziell bei Letzteren doch etwas gestört hat. Gerade mal ein paar Bilder konnte ich knipsen, ansonsten wäre wohl die Kamera jetzt im Eimer. Ein paar harte Metaljünger gab's ja Gott sei Dank immer noch vor der Bühne, als

Fates Warning

loslegten, welche in Punkto Wetter die sogenannte „Arschkarte des Tages“ zogen. Da war der Song „Life in Still Water“ sehr treffend :-) Nichts desto trotz ein gelungener Auftritt von Jim Matheos, Frank Aresti , Ray Alder, Mark Zonder und Joe DiBiase. Die

Quireboys

aus England folgten zugleich und rockten sich mit Sänger Jonathan Gray, genannt Spike, ausgerüstet mit Weinglas und Zigarette, durch den nasskalten Festivalnachmittag. „This Is Rock 'N' Roll“, „Bite The Hand That Feeds“, und das Rainbow Cover „Starstruck“ zählten ebenso zur Setlist wie „There She Goes Again“ und „Man on the Loose“. Bevor es für mich zum Filmen von

Dew Scented i

n die Halle ging ( Gott sei Dank konnte man sich hier zwischenzeitlich „trocken legen“) machte ich mich auf um mir

Nevermore

anzusehen. Ich erfreute mich an Songs wie „The River Dragon Has Come", „Enemies Of Reality“ und „Born" und die Band aus Seattle rund um Warrel Dane und Gitarrenhero Jeff Loomis enttäuschte trotz technischer & gesundheitlicher Probleme von Warrel nicht! Er und seine Mannen legten sich ins Zeug & gaben ihr Bestes. Für den eher mangelhaften Sound konnen sie ja nichts ;)

Dew Scented

wurden von mir für die deutsche Film-Company „Visions in Fear“ in der Halle gefilmt. Eine sichtlich professionelle Show der deutschen Thrasher, die mit Songs wie „Bitter Conflict", „Have No Mercy With Us“ und „Never To Return“ dem Publikum einheizten. Leider konnte ich aufgrund der Überschneidung

Queensryche

nicht fotografieren & hörte nur mehr die paar letzten Songs der Progressive-Metal-Band aus Seattle. Das Dio Cover „Neon Knights“ sowie die Zugaben „I Don't Believe In Love“, „Jet City Woman“ und „Empire“ verbreiteten Magie der Balinger „Stammgäste“.

Eine viertel Stunde

The Haunted

gabs danach für mich in der Halle, bevor ich zum

Headliner des zweiten Festivaltages



Twisted Sister

wieder zur Hauptbühne ging. Hier die Setlist: Come Out and Play The Kids are Back Stay Hungry Captain Howdy Shoot 'em Down You Can't Stop Rock 'n' Roll The Fire Still Burns I Am (I'm Me) We're Not Gonna Take It The Price I Believe in Rock 'n' Roll Burn In Hell ( + drum solo) I Wanna Rock Encore: Under the Blade Long Live Rock'n'Roll (Rainbow Cover) S.M.F. Ein grandioser Auftritt der kultigen Hard Rock/Hair Metal Band, welcher für DVD Aufnahmen mitgeschnitten wurde. Mit „Come Out And Play“ gings los und Sänger Daniel „Dee“ Snider fegte wie ein Wirbelwind über die Festivalbühne! Kollektives Partyfeeling gab's natürlich bei den Rockhymnen „We're Not Gonna Take It“ und „I Wanna Rock“! Hab mir die Seele aus dem Leib gesungen ;)) Twisted Sister boten eine dynamische, mitreißende und gut gelaunte Show, welche das Publikum in jeder Sekunde überzeugte – ein absolut gelungener Auftritt und fantastischer Abschluss eines tollen Festivals!

In diesem Sinne, I Believe In Rock 'N' Roll und bis 2011!!


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