05.12.2010, Arena

MONSTER MAGNET

Text: bender
Veröffentlicht am 13.12.2010

Der Konzertabend an diesem tiefwinterlichen Krampustag wurde von SEVENTH VOID eröffnet, einer bei uns noch kaum bekannten Band mit einer relativ interessanten Besetzung, denn immerhin handelt es sich hierbei um die aktuelle Gruppe der beiden TYPE O NEGATIVE Recken Kenny Hickey und Johnny Kelly.

Ihr Debütalbum „Heaven is Gone“ konnte jedoch nicht wirklich überzeugen, und auch der heutige Auftritt war bei weitem keine besonders aufregende Angelegenheit. Diese Mixtur aus bewährten TYPE O NEGATIVE Sounds und diversen Grunge Versatzstücken ist zwar nicht ohne einem gewissen Reiz, aber leider sind ihre Songs allesamt recht beliebig und langweilig, was nicht zuletzt am schwachen Gesang von Kenny Hickey liegt, der vergeblich versucht den ganz frühen Chris Cornell zu imitieren.

Nach diesem schwachen Auftritt von SEVENTH VOID konnten MONSTER MAGNET eigentlich nur noch glänzen, und mit dem getragenen „Nod Scene“ ist den Jungs um Dave Wyndorf dann auch sogleich ein durchaus bemerkenswerter Start gelungen. Dieses hohe Niveau konnte die Band eine Stunde lang mühelos halten, da ihre Mischung aus älteren Songs und Stücken vom neuen Album „Mastermind“ sehr ausgewogen war, ehe man mit dem intensiven Doppel „Look to Your Orb for the Warning“ und “Dinosaur Vacuum” den absoluten Höhepunkt des Abends erreich hatte. Das Robert Calvert Cover „The Right Stuff (als einzige Nummer ihrer schwächeren 2000er Scheiben) sowie „Space Lord“ beendeten dann den regulären Set, dem noch ein etwas zu vorhersehbarer Zugabenblock folgen sollte.

Showtechnisch hatten MONSTER MAGNET in der Vergangenheit allerdings deutlich mehr zu bieten, denn mittlerweile muss man auf eine frenetische Show mit reichlichen Bühnenexzessen leider verzichten. Stattdessen gab es nur einen putzigen Dave Wyndorf mit Lederjacke zu bewundern, der dann auch noch etwas zu häufig mit dem Rücken zum Publikum stehen musste. Dank der überaus gelungenen Songauswahl konnte man über solche Mankos jedoch mühelos hinwegsehen, und beim nächsten Mal darf die Band auch ruhig noch mehr Stücke von ihren ersten drei Alben spielen.

Setlist Monster Magnet: 1.Nod Scene 2.Tractor 3.Dopes to Infinity 4.Hallucination Bomb 5.Dig That Hole 6.Medicine 7.Look to Your Orb for the Warning 8.Dinosaur Vacuum 9.The Right Stuff 10.Space Lord Zugaben: 11.Gods and Punks 12.Bored With Sorcery 13.Crop Circle 14.Powertrip


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