09.05.2011, Escape Metalcorner

Rotting Christ AEALO Tour 2011 - WIEN

Text: Luka
Veröffentlicht am 12.05.2011

Um ihr neues Album „Aealo“ zu promoten, haben die Black Metal-Urgesteine von

ROTTING CHRIST

gemeinsam mit

OMNIUM GATHERUM

und Support den Weg ins Wiener Escape gefunden. Durch die große Zahl an Bands (6 Stück!) ist die Zeit für die Vorbands leider knapp bemessen. Alle 4 müssen sich mit einer halben Stunde begnügen. Leider sind mir durch die frühe Beginnzeit (19:00) und dank den Wiener Linien die erste Band (

ARCTURON

) komplett entgangen, beim Anfang des nächsten Soundchecks finde ich meinen Weg in das sehr, sehr spärlich besetzte Escape.

DE PROFUNDIS

aus Großbritannien spielen dann, von der Besucherzahl von ca. 10 Leuten (inklusive Roadies) nicht entmutigt, routiniert ihr Set Melodic Black-/Death Metal hinunter. Wahrscheinlich waren einige nette Melodien dabei, viel ist aber durch den breiigen Gitarrensound nicht zu hören. Einige Songs zünden, zwei der zehn Zuseher werden zum Kopfnicken animiert, ansonsten tut sich nicht viel. Schade, DE PROFUNDIS hätten sich sicher einen besseren Empfang verdient.

Dass die nächste Vorband

DARK END

dem Black Metal huldigt, ist schon vor dem ersten Ton durch den Pentagramm-Kerzenständer und die Dornenkrone von Frontmann Animae deutlich zu sehen. Die Italiener spielen melodischen Black Metal in Richtung DARK FUNERAL, unterlegt mit Keyboards. Die wie ROTTING CHRIST aus Griechenland stammenden

DAYLIGHT MISERY

beschließen dann den Support-Teil. Eine gute Wahl – mit ihrem an ihre Landsmänner erinnernden Mid-Tempo Black/Death Metal können sie bei den leider noch immer spärlichen Besuchern punkten. Epische Momente wechseln sich mit fast IRON MAIDEN-lastigen Riffs ab - klarer Sieger der Vorbands!

Als dann ungefähr das vordere Drittel des Kellers gefüllt sind, kommt mit

OMNIUM GATHERUM

die Band, die für einige Leute im Publikum ihren T-Shirts nach zu urteilen die heimliche Hauptband sind. Mit ihrem „AOR Death-Metal“ (copyright Dan Swanö) haben sie sich nicht nur hierzulande einige Fans geschaffen. Sie haben ja auch ein neues Album im Gepäck („New World Shadows“). Gespielt werden davon 4 Songs, einige vom Vorgänger „The Redshift“ und vom 2004er „Years in Waste“ geht sich auch noch ein Song aus. Vor allem die neueren Songs und „Nail“ von „The Redshift“ werden begeistert aufgenommen. Die Bühne ist zwar für eine Besetzung mit Drums, zwei Gitarristen, Sänger, Bassist und Keyboarder schon sehr klein, das hindert aber die Jungs nicht an der Spielfreude - vor allem Sänger Jukka Pelkonen und Leadgitarrist Markus Vanhala haben sichtlich Spaß an der Sache.

Setlist: 1. Ego 2. A Shadowkey 3. New World Shadows 4. Nail 5. Soul Journeys 6. The Fall Went Right Through Here 7. Chameleon Skin 8. Deep Cold Bevor dann die Headliner

ROTTING CHRIST

die Bühne betreten, ist das Escape dann schon halb voll (eigentlich schade, dass Bands, die schon so lang im Geschäft sind und ihre Popularität halten konnten, vor so kleinem Publikum spielen müssen). Aber die, die da sind, machen mächtig Stimmung, und als dann das Set mit „Aealo“ vom gleichnamigen neuen Album eröffnet wird, springt der Funke von der Bühne aufs Publikum über. Frontmann Sakis ist natürlich ein alter Hase und kann die „Menge“ mit „Eins, zwei, drei, vier!“-Shouts einpeitschen. Gespielt wird natürlich viel von „Aealo“, aber auch ältere Juwelen wie „King of a Stellar War“ oder „The Sign of Evil Existence“ dürfen nicht fehlen. Alles in allem ein guter Auftritt einer routinierten Truppe, die alle anwesenden Fans zufriedengestellt hat.

Setlist: 1. Aealo 2. Eon Aeneos 3. Athanati Este 4. Fire Death and Fear 5. King of a Stellar War 6. The Sign of Evil Existence 7. Transform all Suffering into Plagues 8. In Domine Sathanae 9. Chaos Geneto 10. Phobos Synagogue 11. Dub-sag-ta-ke 12. Noctis Era


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