28.10.2011, Planet.tt, Bank Austria Halle, Gasometer

ASP "Fremd" Tour 2011

Text: Nephtys
Veröffentlicht am 03.11.2011

Das Gasometer zeigte sich leider erst mäßig gefüllt, als mit jeder Menge Energie LAHANNYA den Abend begannen. Mit ihrer einzigartigen Stimme schaffte Sängerin Lahannya schnell die Menge zu begeistern und so verwundert es nicht, dass sich die Halle schnell zu füllen begann. Nach ca. einer dreiviertel Stunde machten sie für ASP die Bühne frei.

Nach einem relativ schnellen Umbau betrat ein sichtlich gut gelaunter ASP mit Band die Bühne. Sofort fällt einem der Wechsel im Lineup auf Gründungsmitglied Matthias „Matze“ Ambré, der im März 2011 die Band verlassen hatte, folgten zwei neue Gesichter - Lutz Demmler (LAHANNYA, Ex-UMBRA ET IMAGO) und Sören Jordan. Die Chemie innerhalb der Band dürfte stimmen, so gab es etliche kleine Späße zwischen den einzelnen Songs. Das Gasometer hat sich nun auch etwas besser gefüllt und die Menge folgte bereitwillig jeden Aufforderungen von der Bühne.

Eines muss man ASP lassen, trotz der vielen geleisteten Tourneen versuchen sie immer wieder einen neuen Schwung in den Ablauf zu bringen. Dies gelingt leider nicht immer. Persönlich war es das 5. ASP-Konzert und langsam kennt man die Abläufe. Auch dieses Mal stimmte wieder die Mischung aus Songs vom neuen Album "Fremd" und altbewährten Hits wie "Sing Child", "Krabat", "Ich bin ein wahrer Satan" und "Kokon". Ein kleines Highlight waren die Duettversionen von "Duett (Das Minnelied der Incubi)" mit Bassist Andreas „Tossi“ Gross und "Werben" gemeinsam mit LAHANNYA gesungen. "Und wir tanzten" schaffte es wieder eine Gänsehaut zu erzeugen. Es ist jedes mal wieder ein einzigartiges Gefühl, wenn die Halle diese gefühlvollen Zeilen mitsingt. Nach einer guten Stunde verschwanden die Musiker zum ersten Mal von der Bühne und wurden mit energischen "Wir wollen brennen"-Rufen wieder zurückgeholt. Jedoch wurde die Menge nicht sofort mit ihrem Wunsch zufrieden gestellt und so musste nach zwei Zugabesongs noch einmal laut geschrien werden und dieses Mal "brennte" die Halle. Ein sichtlich gerührter und dankbar für den tollen Support gezeichneter ASP ließ sich dann auch noch zu einer dritten Zugabe bewegen.

Auch nach dem Konzert zeigte sich die Band bemüht um ihre Fans und fand sich bald beim Merchandisestand ein. Abschließend lässt sich sagen, dass ASP ihr hohes Niveau halten konnten, auch wenn sich durch den Lineupwechsel einiges verändert hat und ihre Konzerte immer ein Erlebnis sind.



Setlist

1. A Prayer For Sanctuary (Intro) 2. Wechselbalg 3. Sing Child 4. Duett (Das Minnelied der Incubi) 5. Demon Love 6. Wer sonst? 7. Eisige Wirklichkeit 8. Und wir tanzten 9. Werben 10. FremdkörPerson, erstens 11. Kokon 12. Ich bin ein wahrer Satan 13. Schwarzes Blut 14. Krabat 15. Unverwandt 16. Nie mehr 17. Sanctus/Benedictus 18. Rücken an Rücken 19. Ich will brennen 20. Schwarzer Schmetterling


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