21.09.2012, Museumsquartier Wien

MARROK "Days Of Mercury" CD-Releaseparty

Veröffentlicht am 27.09.2012

Sie zählen wohl zu DEN einheimischen Bands der Stunde, die Jungs aus Steyr von MARROK. Über zehn Jahre lang sind sie schon in österreichischen Landen unterwegs, um dem geneigten Hörer ihre Interpretation von Alternative Metal um die Ohren zu pusten. Das tun sie mittlerweile auch mit mehr als nur beachtlichem Erfolg: Zahlreiche Gigs mit internationalen Größen wie PAPA ROACH und ALTER BRIDGE kann man genauso im Portfolio der Band finden wie auch viele überdurchschnittlich positive Reviews zu den bisherigern Tonträgern - nicht zuletzt hier auf Stormbringer.at, wie etwa in der Besprechung des aktuellen Albums "Days Of Mercury". Und um genau dieses neue Album drehte sich auch das Wochende vom 20. und 21. September bei den Jungs von MARROK: Denn an diesen Tagen wurde das Album nun auch hochoffiziell mit einer gebührenden CD-Präsentation zelebriert; zunächst mit einer kleinen Akustik-Show im Museumsquartier und danach mit einem amtlichen Headliner-Gig in der Ovalhalle. Bei diesem zweiten Gig nun also war auch meine Wenigkeit anwesend, wollte ich mir doch ein Bild des aktuellen Outputs von MARROK in der Livesituation machen und ebenfalls anwesend waren die Herrschaften von SYMPATHY FOR NOTHING, die an diesem Abend den Support für MARROK übernahmen. Und wie man weiß ist auch diese Truppe alles andere als schlecht, haben SYMPATHY FOR NOTHING doch - ebenso wie die Kollegen von MARROK - bereits einmal den "International Live Award" gewonnen. Und das hier Könner am Werk sind, merkt man auch bereits an den ersten Takten der Show: Sänger Richard Thallinger präsentiert sich sehr vielseitig; von cleanem Gesang bis zu tiefen Growls wird ein breites Spektrum abgedeckt und auch das Songmaterial der Band kann sich hören lassen - mich konnte die Truppe ja schon mit ihrer EP "Living Shades" 2009 beeindrucken, und das Debütalbum "A Taste Of Light" sorgte dann so richtig für Furore. Und genau dieses Material kann auch in der Livesituation dick punkten. Unterstützung erhält Fronter Richard vor allem gesangstechnisch von seinem Mitstreiter an der Gitarre, Thomas Putz, der mit sehr aggressiven Vocals dem Gesamtsound noch eine zusätzliche Note verleiht. Aufgepeppt wird das Songmaterial noch durch zahlreiche Synthie-Einspielungen, die aber zum insgesamt sehr modernen Metal von SYMPATHY FOR NOTHING sehr gut passen. Alles in allem ein sicherlich sehr gut und stilistisch passend gewählter Anheizer für diesen Abend, der auch die Fans der Hauptband dieser Veranstaltung überzeugen konnte. Dann aber galt alle Aufmerksamkeit der Band der Stunde, namentlich MARROK. Das Album ist bereits erschienen, ein mehr als spektakuläres Video von Produzent Reinhard Fenzl steht in den Startlöchern, die Band ist in aller Munde, und an diesem Septemberabend auch live on stage im Museumsquartier. Nach einem kurzen, aber stimmungsvollen Intro, das man auch vom Album bereits kennt, legen die Jungs um Fronter Brian Pearl auch gleich amtlich los: Tracks wie das heftige "Borderlands", das offensichtlich mit zu den Favoriten der zahlreichen an- und mitgereisten Fans der Band zählt, knattern ebenso erbarmungslos aus den Boxen wie ruhigere Momente wie in "Before Night Is Falling Down", in denen sich vor allem Sänger Brian immer wieder auszeichnen kann. Seine sehr klare und dennoch druckvolle Stimme ist stets präsent und führt wie ein roter Faden durch die nicht immer simpel komponierten Songs. Diese stehen übrigens ganz im Zeichen einer Sci-Fi-Konzeptstory, die auch die Grundlage für das Album "Days Of Mercury" bildet.

Dementsprechend sind auch die Jungs stilecht in eine dezente Steampunk-Montur mit "Mad Max"-Einschlag und postapokalyptischer Note gekleidet, die auch im ersten Video zu "Revolution Of Heroes" (das natürlich ebenfalls live performt wurde) zur Geltung kommt. Ein ästhetisch-akustisches Gesamtpaket, das bei MARROK einfach erstaunlich stimmig funktioniert. Klar, man ist hier manchmal etwas "Over The Top", aber irgendwie passt das einfach zu Image und Sound der Band. Und den Fans - ja denen gefällt's eindeutig prächtig. Lautstarkes Gekreische der Mädels, anerkennendes Gejohle der Burschen; so machen auch nur knapp 200 Leute in der Ovalhalle des MQ ordentlich Krawall. Abgesehen von den Bands natürlich. Anschließend gab's dann noch zahlreiches "Meeten und Greeten" mit den Bands am Merchandising-Stand, sowie auch ein paar spontane Sangeseinlagen mit Akustikgitarren-Unterstützung. Alles in allem wissen auch MARROK und SYMPATHY FOR NOTHING eindeutig, wie man standesgemäß feiert und ein starkes Album wie "Days Of Mercury" verdient sich schließlich auch auch eine entsprechende Zelebrierung. Man darf gespannt sein, wie es mit diesen Bands weitergeht - denn aktuell führt in der heimischen modernen Rock- und Metalszene wohl kein Weg an den beiden vorbei.


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