28.11.2012, republic

CALEXICO

Text: mat
Veröffentlicht am 04.12.2012

Yes! Das war das Erste, was mir in den Sinn kam, als ich erfuhr, dass die US-amerikanischen Alternative Country-Rocker von CALEXICO die Mozartstadt Salzburg beehren werden. Vom Szeneclub Rockhouse organisiert und im republic, im Herzen der Stadt eine perfekte Location findend, spielten die sympathischen Ausnahmemusiker ein unglaublich entspanntes und gleichzeitig mitreißendes Konzert. Mit dem bärenstarken neuen Album "Algiers" im Gepäck lieferte die Siebener-Combo rund um die Masterminds John Convertino und Joey Burns eine mehr als abwechslungsreiche Setlist ab, die einen starken Fokus auf den neuesten Output legte, aber allen Äras der Band, die seit 1996 existiert, genügend Tribut zollte.

Nachdem die hochtalentierten und perfekt zu CALEXICO passenden Supporter BLIND PILOT nach einer guten halben Stunde die Bühne verließen und das randvolle republic mit ihrer gelungenen Mischung aus Indie und Folk Rock aufheizten, standen nach einer etwas längeren Umbauphase plötzlich die "Calexicaner" auf der Bühne. Und gleich mit dem spritzigen Opener "Epic", direkt vom Einstieg in "Algiers" übernommen, legte die Band gleich standesgemäß los. Ein perfekt für die Hallenverhältnisse abgestimmter Sound, ein dicht gedrängtes Publikum, die glasklare, variable Stimme von Burns und die schier unendlich vielschichtige Instrumentalfraktion, ausgestattet mit E-Gitarren, Keyboard, Lap-Steel-Gitarre, Vibraphon und Flügelhörnern sorgten für Gänsehautatmosphäre und ein ganz besonderes Feeling.

Diese Vielschichtigkeit sah man auch dem Publikum an: Von Jung bis Alt klatschten, tanzten und gingen die zahlreichen Salzburger CALEXICO-Fans mit und bestaunten die superbe Setlist, die nicht nur ruhige, neuere Pop/Rock-Nummern ("Fortune Teller", "Sinner In The Sea") und spanisch orientierte Mariachi-Bringer ("Puerto", "Guero Canelo", "El Picador"), sondern auch eine unglaublich schöne, halb akustisch, halb A-Cappella und zusammen mit Teilen des Supports BLIND PILOT vorgetragene Coverversion von GILLIAN WELCHs "Look At Miss Ohio" zu bieten hatte. Die knapp zwei Stunden Auftrittszeit, die insgesamt rund 21 Songs aufbot, gingen leider wie im Flug vorbei und schon ertönten die letzten Gitarrenzupfer und CALEXICO verabschiedeten sich von ihrem kurzen Österreich-Ausflug, der Auftritte in Linz und eben in Salzburg beinhaltete. Alles in allem ein mehr als gelungener Konzertabend, der mir lange in Erinnerung bleiben wird. Und bis zum nächsten Mal wird das relaxte "Algiers" bei mir wohl auf Dauerrotation laufen...


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