13.03.2013, Rockhouse

KOSHEEN

Text: mat
Veröffentlicht am 18.03.2013

KOSHEEN - da war doch mal was, oder? Genau! Es war im Jahre 2001 als eine Elektro-Rock-Band aus Bristol mit ihrem Debütalbum "Resist" auf sich aufmerksam machte. Pumpende Beats, poppige Refrains und Elektroelemente, die sich mit filigranen Riffs vereinen - das waren KOSHEEN. Und sind es auch ein gutes Dutzend an Jahren später, wenn sie mit ihrer Diskografie, die mittlerweile aus vier mehr oder minder gelungenen Alben besteht, im Gepäck durch die heimischen Lande ziehen. "Independence" hieß das 2012er Lebenszeichen der englischen Band, das nach wie vor das gut gelungene Grundrezept ihrer Musik fortführte. Genau aus diesem Grund habe ich mich auch schon seit Langem auf den Salzburg-Abstecher von KOSHEEN gefreut, die an einem Mittwoch das ehrwürdige Rockhouse beehrten.

Pünktlich um 21.30 Uhr stürmte Sian Evans, KOSHEENs energetische Frontfrau, auf die Bühne und verlangte augenzwinkernd, dass endlich die Lichter ausgehen sollten, damit man loslegen könne. Gesagt, getan und die vierköpfige Band enterte nur ein paar Sekunden später die Bühne, vor der ein prall gefülltes Rockhouse-Publikum bereits wartete. Ein Drumset, das die Hälfte der Stage einnahm, ein Gitarrist mit schwarzer Sonnenbrille, ein cooles Scratching-Pult samt Apple-Ausstattung und mittendrin eine quirlige Sängerin, deren Stimmvolumen den Großteil ihrer Konkurrenz vor Neid erblassen lässt. So spielten sich KOSHEEN durch ein bärenstark beginnendes, in der Mitte etwas abflauendes, aber zu guter Letzt wieder unglaublich mitreißendes Set, das die bereits oben erwähnte Mischung aus Pop, Rock und Elektro perfekt widerspiegelte. Songs wie "Hide U", "Damage", "Hungry" oder "Get A New One" leben einerseits von der gleichermaßen gehauchten wie kräftigen Stimme Evans und andererseits vom unglaublich schön abgemischten Drum'n'Bass-Soundgemenge, das den Titeln den nötigen Druck verleiht.

Rund 100 Minuten, die wie im Flug vergingen, präsentierten KOSHEEN einen schönen Abriss ihrer bisherigen Bandkarriere. Dass nicht jeder Song zu hundert Prozent unter die Haut ging, stört da wenig, denn über die meiste Zeit des Gigs hinweg, schafften es die Briten, eine unvergleichlich positive, energiegeladene Atmosphäre zu erzeugen. KOSHEEN in Salzburg - ein lässiger Auftritt, eine spielfreudige, gut aufgelegte Band und ein ausverkauftes Rockhouse - was will man mehr? Setlist (ohne Gewähr): Damage Wish You Were Here Chances Waste Hungry Spies Get a New One Tightly Addict All In My Head Manic Zone 8 (Slip & Slide) Suicide Hide U Zugabe I: Dependency Catch Zugabe II: Empty Skies


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