06.06.2013, Sölvesborg

SWEDEN ROCK FESTIVAL Tag 2

Text: manfred
Veröffentlicht am 21.06.2013

Genialer kann ein Festivaltag nicht beginnen als an diesem Donnerstag. Ausgeruht und frisch geduscht kommst du aufs Gelände und DEMON starten gerade mit „Night of the Demon“. Die Sweden Stage ist mittags bereits gut besucht und die Briten rocken gut los. „Sign of a Madman“, “Unbroken“, „The Plague“ und natürlich darf auch „Don’t Break the Circle“ nicht fehlen. Es bleibt sogar noch etwas Zeit und die Herren entschließen sich dazu noch schnell „Blackheath“ zu spielen. Während SONATA ARCTICA auf der riesigen Festival-Stage etwas verloren wirken, machten wir uns auf den Weg zu MICHAEL KATON. Sein bluesiger Southern Rock ist zwar recht nett zum chillen und nebenbei hören, wirklich mitreißen konnte er das Publikum jedoch nicht. Höchstens die beiden Nummern „Come on back to Hell“ und „No More Whisky“ ließen die Menge etwas aufhorchen. SETLIST SONATA ARCTICA Only the Broken Hearts (Make You Beautiful) Black Sheep Alone In Heaven Losing My Insanity The Gun The Last Amazing Grays I Have a Right Paid in Full Replica FullMoon Cinderblox Don't Say a Word (with Vodka Outro)

Nie zuvor hatte ich eine Band mit dermaßen Spannung erwartet, wie SURVIVOR. Noch dazu mit beiden Sängern (Bickler und Jamison). Bickler war zwar mit seiner Performance nicht der sicherste auf der Bühne und orientierte sich oftmals am viel präsenteren Jamison. Ein weiterer Kritikpunkt war vielleicht noch die Setlist. Auch Bickler hat einige tolle Songs (ua. Rebel Son, American Heartbeat, ect) eingesungen, welche leider einigen unbekannteren Songs aus der Frühphase der Band weichen mussten. In dieser Besetzung wird man die Herrschaften jedoch wohl nicht mehr zu sehen bekommen. Einfach nur Kult!!!! SETLIST SURVIVOR Feels Like Love Can't Give It Up Take You on a Saturday High on You Rockin' into the Night (.38 Special cover) It's the Singer Not the Song Rebel Girl The Search Is Over Burning Heart I Can't Hold Back Eye of the Tiger

HUNTRESS hatten es nicht so leicht, mussten sie sich doch gegen den Zeitgleich spielenden RICK SPRINGFIELD durchsetzen. Witzig, als Jill Janus den neuen Song „Starbound Beast“ mit „You will hear a new song TONIGHT!“ ankündigte, dann gegen die Sonne blinzelte und sich mit einem gekreischten TODAY verbesserte. Ansonsten poste sie wacker in den Nachmittag und hielt die Fans mit „Spell Eater“, „Eight of Swords“ und dem ebenfalls neuen Track „I want to fuck you to Death“ bei Laune“. SETLIST HUNTRESS Blood Sisters Destroy Your Life Spell Eater Senicide Starbound Beast Zenith Nightrape Oracle I Want To Fuck You To Death Eight of Swords Anfangs mit zu leisem und nicht gerade bestem Sound entwickelte sich der Auftritt von RICK SPRINGFIELD zu einem der Highlights auf diesem Festival. Er nutzte geschickt die großen Festival Stage aus und brachte ab Mitte des Sets alle seine Hits. Er selbst schien bei dem Auftritt den größten Spaß zu haben. Schon sein Alleingang durch das Publikum bis zum Monitorturm in der Mitte der Zuschauermassen zeigte "Spielfreude pur"! SPRINGFIELD gehört auf die großen Bühnen und leider ist er zu selten in unseren Breiten unterwegs! YES BABY, das war cool.

Solide wie immer päsentierten sich STATUS QUO. Songs wie “ In the Army Now “ kann jede OMI mitsingen und mit Oldies wie “Rocking all over the World” oder “What Your´e Proposin “ kann man einfach nichts falsch machen. Immer wieder gut. SETLIST STATUS QUO Caroline Paper Plane Hold You Back Rain Rock & Roll & You Beginning of the End What You're Proposing / Down the Dustpipe / Wild Side of Life / Railroad / Again and Again Big Fat Mama The Oriental Creepin' Up on You In the Army Now (Bolland & Bolland cover) Drum Solo Roll Over Lay Down Down Down Whatever You Want Rockin' All Over the World (John Fogerty cover) Encore: Don't Waste My Time Rock and Roll Music / Bye Bye Johnny (Chuck Berry cover) Am immer noch hellen nordischen Abend knüppeln Johan Hegg und seine Mannen von AMON AMARTH um kurz nach neun mit vollem Brett los. „War of the Gods“, „Pursuit of Vikings“und „Destroyer of the Universe“sind ein gelungener Einstieg. Hinzu kommt noch der tolle Bühnenaufbau mit dem bereits bekannten Wikinger Schiff. Die Skandinavier spielen routiniert, aber nicht gelangweilt, Showmaster und Hauptakteur bleibt aber Johan Hegg. Geboten wird eine Show mit den „Must Haves“: „Fate of Norns“, „Death in Fire“, „Twilight of the Thundergod“ und auch der Titeltrack vom kommenden Album „Deceiver of the Gods“ wurde vorgestellt. SETLIST AMON AMARTH War of the Gods The Pursuit of Vikings Destroyer of the Universe Live for the Kill Varyags of Miklagaard The Fate of Norns For Victory or Death Asator Where Silent Gods Stand Guard Deceiver of the Gods Runes to My Memory Cry of the Black Birds Death in Fire Twilight of the Thunder God Guardians of Asgaard

Forever und showmässig unvergesslich - und der positive Umstand, dass bei der Pressekonferenz kurz vor dem Auftritt dumme Journalistenfragen profimässig mit viel Humor genommen wurde - wurde der Gig von KISS eingeläutet. Ich muss zugeben: mir fiel es anfangs gar nicht so auf, dass Paul Stanley stimmliche Probleme hatte, so geblendet war ich wieder einmal von der KISS-Show. Es zischt und blinkt an allen Ecken und Enden. Hinzu kommt noch der gewaltige, eine riesige Spinne darstellende Bühnenaufbau. Trotz der etwas angeschlagenen Stimme von Paul Stanley waren und sind Kiss immer eine Bank. Allein die Show war den Eintritt schon wert. Die Band spulte trotz Handicap ihr Programm professionell ab und ließ nichts anbrennen. Für mich als Kiss Fan der ersten Stunde ein Highlight! Zu erwähnen ist noch, dass beim Opener das Podest, mit dem die Herren die Bühne betreten sollten, den Geist aufgegeben hat und in der Mitte stecken blieb. Sollte man sich auf Youtube ansehen . KISS SETLIST Psycho Circus Shout It Out Loud Let Me Go, Rock 'N' Roll I Love It Loud Hell or Hallelujah War Machine Calling Dr. Love Deuce Say Yeah Shock Me (Only first and second verse) Outta This World (Tommy and Eric Jam) God of Thunder (Gene bass solo intro — spits blood and flies) Lick It Up Love Gun (Paul flies over crowd to the B-stage) Rock and Roll All Nite Encore: Detroit Rock City I Was Made for Lovin' You Black Diamond (Snippet of Scorpions The Zoo … more) God Gave Rock 'n' Roll to You II


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