21.06.2013 - 22.06.2013, Schwarzl Freizeitzentrum

SEE ROCK 2013 feat. IRON MAIDEN

Veröffentlicht am 28.06.2013



FR 21.06.2013

Der Schwarzlsee südlich von Graz bietet infrastrukturell einiges, nicht nur für Konzertbesucher. Besonders an brütend heißen Sommertagen wie diesen Juni ist man dankbar, das kühle Nass quasi gleich nebenan zu haben. Nach dem Erfolg des vorjährigen, eintägigen Festivals mit GUNS’N ROSES als Headliner waren ja schon länger Gerüchte über ein zweitägiges Follow-Up in Umlauf. Und siehe da - mit Headlinern, die einem die Äuglein feucht werden lassen, ein paar anderen mehr oder weniger angesagten Bands und der nötigen Abwechslung im Programm wurde heuer sogar ein zweitägiges "SeeRock" aufgezogen. Also ab nach Unterpremstetten! Das lokale Nachmittagsprogramm mit VOODOO SIX und MARROK lassen wir am Freitag zeitlich bedingt erst mal sausen, stehen aber pünktlich zu GHOST bei etwa 37 Grad im Schatten am Gelände, und stellen im Hitzedusel fest: die schrulligen Schweden spielen zwar echt fetten, melodischen Oldschool-Metal mit enormer NWoBHM-Schlagseite, funktionieren bei diesem Wetter auf dieser großen Bühne aber relativ holprig. Die namenlosen Herren, die aussehen wie die Kinder von Darth Vader, und Frontpfaffe Papa Emeritus II sind irgendwie gespenstisch anzusehen, die Songs aus den beiden Alben "Opus Eponymus" und "Infestissumam" und die Ansagen dazwischen sind jedoch fast schon zu brav und lieb. Macht nix, der Sound stimmt, das Bier ist (noch) kalt und wir lassen uns im spärlichen Schatten nieder um den sakralen Klängen zu lauschen. Ex-METALLICA-Basser Jason Newsted hätte es wahrlich nicht mehr nötig, Musik zu machen - zumindest aus finanzieller Hinsicht. Aber nach drei VOIVOD-Alben, diversen Aushilfsjobs bei OZZY, und zahlreichen Hochs und Tiefs des Pensionsschocks kann sich der sympathische Fuffziger wieder auf sein Hobby konzentrieren und fetzt heute gemeinsam mit ein paar Freunden (u.a. STAIND-Klampfer Mike Mushok) soliden Heavy-Rock mit - oha! - schwerer METALLICA-Schlagseite von der für ihn fast etwas zu großen Bühne. Aber Jason genießt den doch vorhandenen Zuspruch, tut seine Freude in markigen Ansagen mit viel zu vielen F*cks drin kund und zelebriert am Ende sogar noch den METALLICA-Klassiker "Whiplash" Diejenigen, die bereits Lars Ulrich samt Rechtsanwälten auf der Bühne erwartet haben, wurden enttäuscht. Diejenigen, die die Songs des Debut-Longpalyers "Heavy Metal Music" toll finden, wurden mit einer knappen Stunde bodenständiger Musik verwöhnt. Dann erst mal Programmwechsel. Obwohl Nergal ja immer noch nicht ganz gesundet ist, fährt er und seine Mannen von BEHEMOTH heute hier eine Show auf, die sich gewaschen hat - und bei der sogar der ultraheiße Nachmittag kurzfristig zu Eis zu erstarren droht. Die Polnische Vernichtungsmaschinerie macht vor nichts und niemandem Halt, Todesmetall-Monolithe wie "Ov Fire And The Void" und "Slaves Shall Serve" lassen wieder mal kollektiv die Kinnladen in den staubigen Boden plumpsen. BEHEMOTH sind wohl so ziemlich die einzigen, die selbst in Corpsepainting nicht peinlich wirken, und sogar der zierliche Frontschrat Nergal wirkt immer irgendwie königlich und erhaben. Wir freuen uns über die nachmittägliche Death Metal-Ohrenspülung, googeln gleich mal nach schweißresistentem Metal-Make-Up, und sind ganz artig schon beim dritten Bier angelangt. [Mike Seidinger]

Ob und wie es mit SLIPKNOT weitergeht, das weiß man ja nie so genau - beim SeeRock 2013 beweist jedoch Fronter Corey Talyor eindrucksvoll, dass zumindest mit seiner zweiten Band STONE SOUR noch zu rechnen ist! Die Herren lassen sich nämlich von den amtlich-sommerlichen Temperaturen an diesem Juniabend nicht beeindrucken, sondern starten mit modernen Metal-Krachern wie "Gone Sovereign" und "Absolute Zero" in ein knappes, aber knackiges Set, in dem rhythmusbetonte, stimmungsvolle Mucke dominiert, das aber zugleich mit einigen Überraschungen aufwarten kann. Denn während große Band-Hits wie "Through Glass" natürlich mit Gänsehautgarantie für Bombenstimmung sorgen, legen STONE SOUR dann mit einem gelungenen Cover des BLACK SABBATH-Klassikers "Children Of The Grave" noch einmal zu, und beenden ein starkes Set, in dem sie es geschafft haben, die anfangs noch etwas zurückhaltende Meute bis zum Ende hin zum fleißigen Mitsingen und -springen zu anmieren, letztlich mit "Get Inside" und "30/30-150". [Siegfried Samer]

Setlist STONE SOUR:

Gone Sovereign Absolute Zero Mission Statement Made of Scars Do Me a Favor RU486 Say You'll Haunt Me Bother Through Glass Children of the Grave Get Inside 30/30-150 Aber dann war es soweit: Dann kamen SIE. Kamen, sahen, und regierten. Die Einzigen. Die Wahren. Die großen IRON MAIDEN, die wohl wichtigste "richtige" Metal-Band der Welt, gaben sich in Graz die Ehre. Und was für eine Show es werden sollte; doch - leider - nicht eine, die nur zu blinden Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. Die Begeisterungsstürme, die gab es natürlich: Für Songs für die Ewigkeit; für eine altgediente Band, die dennoch nichts von ihrer Spielfreude eingebüßt hat; für einen Sänger, der scheinbar Unmenschliches auf höchstem Niveau leistet; für eine Stage-Produktion, die in diesem Genre Ihresgleichen sucht; und überhaupt für den METAL. Doch auch IRON MAIDEN sind nicht vor Widrigkeiten gefeit; nicht einmal die eiserne Jungfrau ist unverletzbar. Diesmal war es der Sound, der Bruce Dickinson, Steve Harris & Co (beinahe) einen Strich durch die perfekte Rechnung machte. Denn als die Band zunächst mit "Moonchild" und "Can I Play With Madness" in ein mit Klassikern gespicktes Set startet, da ist so etwas wie "Sound" eigentlich kaum vorhanden. Man hört nur Bassdrum, und ein bisschen Gesang von Bruce Dickinson. Keine Gitarren, kein Bass, kein Garnichts. Was für eine akustische Totalniederlage, die einer Band vom Stande IRON MAIDENs natürlich in keinster Weise gerecht wird.

Und unerfreulicherweise schafft es die Technik auch über die Hälfte des Sets hinweg nicht, den Ton auch nur einigermaßen in den Griff zu bekommen. Einmal hört man Adrian Smiths Gitarre kurz aufheulen, das folgende Solo von Dave Murray aber geht wieder gänzlich unter; die treibenden Basslines von Bandchef Steve Harris sind quasi nonexistent, und auch die Vocals von Bruce Dickinson kommen nicht immer in der gewünschten Qualität beim Publikum an. Dabei geben sich IRON MAIDEN alle Mühe: Bruce singt immer noch wie ein Gott, und mit Klassikern, die ein ganzes Musikgenre mitbegründet haben wie "The Prisoner", "2 Minutes To Midnight" oder "The Trooper" können MAIDEN natürlich nicht falsch machen, und spätestens beim Intro zu "The Number Of The Beast" ist auch das Publikum trotz des miserablen Sounds vollends überzeugt, und singt lautstark mit - das wird insbesondere beim folgenden Doppelpack aus "Phantom Of The Opera" und dem mächtigen "Run To The Hills" eindrucksvoll klar. Zwischendurch wird das Bühnenbild fast von Song zu Song gewechselt, und zahlreiche "Eddies" (inklusive dem obligatorischen Stelzen-Eddie, mit dem Yannick Gers dann kämpfen darf) runden die Optik ab; und das Hauptaugenmerkt liegt diesmal bekanntlich auf dem "Seventh Son of A Seventh Son"-Album, und so zählen auch der Titeltrack dieser hartmusikalischen Großtat und das darauf folgende "The Clairvoyant" mit zu den Höhepunkten der Show. Mittlerweile hat man endlich auch den Sound einigermaßen in Griff bekommen - leider eine gute Stunde zu spät.

Der Stimmung tut das aber glücklicherweise keinen Abbruch, im Gegenteil: Bei "Fear Of The Dark", nebst "Afraid To Shoot Strangers" der jüngste Song im Set der Eisernen Jungfrau an diesem Abend, regiert natürlich durchgehend Gänsehaut, und regieren letztlich MAIDEN auch unangefochten. Die Bandhymne "Iron Maiden" ist dann nur noch ein Rausschmeißer. Ganz haben die Jungs aber noch nicht genug: Als Zugaben gibt's noch ein sattes Dreierpaket aus einem beeindruckend dargebotenen "Aces High" (auch wenn sich Maestro Dickinson den ganz hohen Ton zum Schluss diesmal schenkt), einem hochmelodischen "The Evil That Men Do" und "Running Free", ehe man sich und das Publikum in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Nun, was soll man also zu IRON MAIDEN sagen? Was für eine Show! Großartige Stage-Produktion, fantastische Band, unvergessliche Hits - aber das habe ich alles bereits eingangs erwähnt. Und ja, so feiert die Eiserne Jungfrau auch diesmal einen beeindruckenden Siegeszug, und niemand kann auch nur in irgendeiner Form an der Klasse dieser Band zweifeln. Leider wird der großartige Eindruck der Band durch das miserable Sounderlebnis geschmälert, das den Zuhörer einfach abhält, so wirklich in die Songs und die Atmosphäre reinzukippen. Es war meine dritte MAIDEN-Show; sicherlich jene mit der besten Setlist, aber leider das enttäuschendste Gesamterlebnis auf Grund des Sounds. Das soll aber nicht missverstanden werden: Ein "enttäuschendes" MAIDEN-Konzert ist immer noch ein traumhaftes Erlebnis, und IRON MAIDEN brillieren auch unter widrigsten Konditionen und verweisen sämtliche Newcomer- und Möchtern-Bands kilometerweit auf die Plätze. IRON MAIDEN sind METAL. Alle anderen probieren's nur. [Siegfried Samer]

Setlist IRON MAIDEN:

Moonchild Can I Play with Madness The Prisoner 2 Minutes to Midnight Afraid to Shoot Strangers The Trooper The Number of the Beast Phantom of the Opera Run to the Hills Wasted Years Seventh Son of a Seventh Son The Clairvoyant Fear of the Dark Iron Maiden ------------------- Churchill's Speech Aces High The Evil That Men Do Running Free



SA 22.6.2013

Wie bereits erwähnt, das Freizeitgelände am Schwarzlsee hat durchaus seine Reize. Und so marschieren wir nachmittags erst mal um den halben See, dort wo die Menschen in Zelten hausen und mit Sesseln im Wasser sitzen. Recht haben sie. Selbst kommen wir aber nur kurz in den Genuss vom kühlen Nass, denn es zieht sich zu im Grazer Becken. Als wir zu EISBRECHER rüber spazieren wollen, fängt es unvermittelt an, Tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel zu schmeißen - wie passend! Wir stufen die Situation als gefährlich ein und harren im nahen Seerestaurant der Dinge. Schnell ist der Spuk wieder vorbei, die Sonne scheint, und gottseidank hat niemand ernsthafte Verletzungen davongetragen - bis auf ein paar Blessuren nix gewesen. Dadurch versäumen wir aber auch den EISBRECHER-Gig, der dem Vernehmen nach relativ grandios gewesen sein soll. Aber ein Bier in der Strandbar ist doch auch fein. Und da hätten wir auch bleiben sollen, anstatt uns - warum auch immer - die unsäglichen OOOMPH! anzutun. Es ist bekannt, dass diese Band irgendwann mal im ewigen Wettstreit mit RAMMSTEIN den kürzeren gezogen hat und es trotz des Radiohits "Augen Auf!" und ein paar gar nicht mal so schlechter Nummern wie "Gekreuzigt" oder "Das Weisse Licht" nie so richtig aus dem Underground schafften. Aber was Dero, Crap und Flux samt Begleitcombo hier und heute abhalten, ist nicht nur unerträglich sondern geradezu oberpeinlich. Ich habe schon lange nicht mehr einen solch lustlosen, blutleeren Gig einer Band erlebt. Einer Band, die eigentlich für Pfeffer im Arsch bekannt war, und die gerade heute alles andere machen sollte als sich auf alten Hit-Lorbeeren auszuruhen. Aber so kommen die Songs der in schnöde Matrosengewänder gehüllten Braunschweiger wie warme Fürze in der noch wärmeren Nachgewitter-Luft rüber. Da geht man wieder gerne aufs Dixi und anschließend mal an den See, noch was essen. OOMPH! - wie kann man sich vor geschätzten 10.000 Menschen (von denen die meisten nicht vor der Bühne stehen) so zum Deppen machen ?! So gesehen eh besser, dass die Jungs immer noch Underground sind und auch bleiben - bleibt uns wenigstens ein zweites UNHEILIG erspart. Die Tatsache, dass MOTÖRHEAD aus gesundheitlichen Gründen ihren heutigen Gig gecancelt haben macht viele traurig und bewegt einige sogar zum verfrühten Heimfahren. So weit, so gut, das ist höhere Gewalt, da kann man nun mal nix machen. ALKBOTTLE als Ersatz für Lemmy & CO. finden die meisten zwar gähnlangweilig, ist aber so kurzfristig besser als der sprichwörtliche Stein am Schädel. Den hatten wir ja heute bereits in Eiswürfelform. An und für sich wäre auch gar nichts am Set der Bottlebuam auszusetzen, der vorhersehbar aus den Mitklatsch-Nummern der Meidlinger zusammengebastelt ist. Aber warum um Himmels willen tut man sich bei dieser Gelegenheit nicht noch schnell ein oder zwei Lemmy-Coversongs drauf? So schwer sind die ja allesamt nicht bitte...! Somit muss ich den Fünfen heute leider die Goldene Arschkarte zeigen, denn wenn man schon statt einer Götterband zufällig ins Billing rutscht, ist zumindest auch ein wenig Ehrfurcht geboten. Naja, wenigstens passen Sound und Stimmung, und die Trink- und Partylaune der Leute wird halbwegs aufrechterhalten. Wenn nicht MOTÖRHEAD, dann halt wenigstens SLAYER denkt man sich, und obwohl genügend Zeit wäre, fangen die Kalifornier doch wie geplant um Zehn vor Neun an. Dafür gibt's von Anfang weg das volle Brett. Zwar auch hier wieder durch massive Soundprobleme durchzogen, aber egal - es knallt und thrasht von hinten bis vorne, Tom Araya ist sogar zu Plaudereien aufgelegt, und auch wenn mit Gary Holt und Paul Bostaph wieder die Ersatzcrew zugange ist, SLAYER bleiben SLAYER. Komisch erst mal, dass über den kürzlich verstorbenen Jeff Hannemann kein einziges Wort verloren wird. Als bei den Zugaben "South Of Heaven" und "Angel Of Death" dann ein riesiges Backdrop (in Form des Logos eines bekannten holländischen Bierbrauers) mit der Aufschrift "Jeff Hannemann 1964 - 2013 still reigning" entrollt wird, habe glaube ich nicht nur ich Tränen in den Augen und Gänsehaut. Besser kann man es einfach nicht mehr machen, und diese Aktion ist schöner als alle gesprochenen Nachruf-Worte der Welt. Bravo Jungs, ihr seid Gott, ich liebe euch! Dazwischen gab's übrigens noch einen überragenden Set mit Alltime-Klassikern wie "Dead Skin Mask", "Mandatory Suicide" und dem Old School Triple "Chemical Warfare", "The Antichrist" und "Die By The Sword"! Dass dreimal aus dem Wavebreaker illegal Feuerwerkskörper abgefeuert wurden spricht nicht gerade für eine effiziente Security, und Hauptsache die Wasserflaschen mussten draußen vor der Tür bleiben. Das hätte sprichwörtlich ins Auge gehen können, Leute ... Man kann im Vorfeld sagen was man will, man kann unken und ätzen, nörgeln und verdammen. Aber dass LIMP BIZKIT das Festival zum einen perfekt abschließen konnten und zum anderen Entertainment pur an den Schwarzlsee brachten, steht außer Zweifel. Und dass Fred Durst und Co. nach diesem überragenden SLAYER-Set auf die Bühne mussten, war da nicht mal ein Hindernis, nötigt mir aber trotzdem einen gewissen Respekt ab. Mit einer gewieften Setlist (mit den drei obligatorischen Coverversionen von GEORGE MICHAEL, THE WHO und RAGE AGAINST THE MACHINE), einer Frontwurst die aussieht wie Tom Hanks in "Castaway" und dem immer wieder überraschenden, unverzichtbaren Wes Borland konnten die Florida-Boys den Großteil des Publikums vor der Bühne halten. Aber hallo, schließlich ist Samstagabend und das Volk will Party - und die bekommt es auch: ob "Counterfeit" vom 1997er Debut, der Chartbreaker "Rollin'" oder die Hits des Gesellenstücks "Significant Other" (die Hüpfparties "Nookie", "Break Stuff" und das ambient-lastige "Re-Arranged") - LIMP BIZKIT machen echt gute Laune, und im Hintergrund zucken die Blitze eines entfernten Wetterleuchtens. Für "9 Teen 90 Nine" holt man wie immer einen Fan an die Gitarre, und der ist stolz wie Oskar, als ihm sogar Wes Borland auf die Finger schaut. Mit "Take A Look Around" und "Break Stuff" geht dann nicht nur ein abwechslungsreiches SeeRock zu Ende, sondern auch das Konzert eines im Vorfeld zu Unrecht gedissten Headliners. Alter, wie viele Leute haben mir erzählt, sie wollen nach SLAYER sowieso nach Hause fahren? Ach, scheiß drauf. Was bleibt? Erinnerungen. An die unzähligen Liter Bier (und Wasser), die uns den verlorenen Schweiß wieder in den Körper bringen sollten. An die eher öde After-Party (viel zu großes, stickiges Zelt, in dem sich die Leute verliefen), an die teils massiv überforderte Security, die nicht mal wusste wo genau die Autobahn ist und die anfangs nicht mal Fotografen in den Fotopit ließ. An die stolzen fünf Euro für ein lauwarmes Bier und an den inkompetenten Service, der einem dieses irgendwann mal überreichte. Wenn Dreißig Leute was trinken wollen, und an einem Bier drei Angestellte werkeln, geht die Rechnung selten auf. Erinnerungen auch an das extra auf heiß gedrehte Trinkwasser in den Restaurant-Toiletten (bei 37 Grad nicht sehr human und verantwortungsvoll), damit man sich ja nicht erfrischen konnte. An die erwähnten Feuerwerkskörper, bei denen selbst ein Tom Araya auf der Bühne mal eben kurz schlücken musste. Tja, aber was soll man viel raunzen? Man kann sich jetzt noch einiges schlechtreden. Überwiegen tun immer noch die positiven Eindrücke: viele nette Leute, genügend Abwechslung im Programm, Mega-Acts wie IRON MAIDEN oder SLAYER, plantschen im See, Spaß und Gaudi, und trotz Wetter-Wirrwarr mit Hitze und Hagel außer ein paar Kollabierten keine Verletzten. Und dann war da noch Andreas Gabalier, der sich zu SLAYER auf der Vip-Tribüne gepflegt einen abgebangt hat. Ergo: Wir kommen wieder. [Mike Seidinger]


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