11.07.2013 - 13.07.2013, Flugplatz Ballenstedt/Quedlinburg

ROCK HARZ Festival 2013

Veröffentlicht am 21.07.2013

Auf eine bereits 20jährige Tradition kann das Ostdeutsche

ROCK HARZ

Festival inzwischen zurückblicken. Eine stolze Zahl, der man mit einem angemessenen Jubiläum Tribut zollen will. Die Vorzeichen stehen gut: Man hat ein mehr als ordentliches Billing am Start, das Wetter ist so gut gemeldet wie in der gesamten Festivalgeschichte nicht und bis auf ca. 1.000 Tickets ist schon im Vorfeld fast das gesamte Ticketkontingent erschöpft. Daher dürfte die Frage der Rentabilität der diesjährigen Auflage schon vor dem offiziellen Start größtenteils beantwortet sein, auch wenn im Süden der Nation parallel das BANG YOUR HEAD!!! sowie die G.O.N.D. stattfinden. Dazu belagert man seit immerhin fünf Jahren mit dem Flugplatz des beschaulichen Örtchens Ballenstedt ein ideales Festivalareal, welches praktischerweise durch die angrenzenden Berglandschaften in einer Art Wetterschere liegt. So will man dem üblicherweise schlechten Wetter ein bisschen Einhalt gebieten. Zumindest hierrüber wird sich dieses Jahr niemand beschweren, und auch sonst bleibt unterm Strich bis auf kleinere Mängel, soviel darf vorweg genommen werden, eine absolute Weiterempfehlung für einer der schönsten Festivals im Deutschen Lande stehen. Als besonderes Schmankerl bietet man den schon zahlreich am Mittwoch anreisenden Gästen einen Extraabend auf einer eigens dafür eingerichteten Stage, welche mit

VICTORIUS

,

VOLKSMETAL

,

NACHTGESCHREI

,

DIMPLE MINDS

und

MEGAHERZ

auch amtlich bestückt ist. Leider reisen wir aber erst Donnerstag morgen an, weshalb wir die Warm-Up Party nicht mitbekommen. Auch die ersten beiden Bands

GRAILKNIGHTS

und

TOXPACK

auf den abwechselnd bespielten Hauptbühnen (Überschneidungen sind auf dem Rock Harz tabu!) können wir leider nicht wahrnehmen, da wir vom Veranstalter zu einer Backstageführung eingeladen werden. Neben vielen interessanten Informationen zur Müll- und Abwasserentsorgung (Wo landet das Abwasser aus den Wasserspülklos und den Duschen? Stellt euch einfach ein gigantisches, mit Fäkalien gefülltes Wasserbett vor und ihr seid nah dran...), zu den Bandunterkünften (welche um ein vielfaches kleiner Ausfallen, als dass es sich der Otto-Normal-Festivalbesucher vermutlich vorstellt) und weiteren organisatorischen Details soll an dieser Stelle die Zusammenarbeit mit diversen Fraunhofer Instituten zur Forschung an innovativen und ökologischen Konzepten zukünftiger nachhaltiger Festivalbewerkstelligung erwähnt werden. In diesem Zusammenhang findet erstmals parallel zum Hauptfestival eine Verbrauchermesse zu diesem Thema statt. Aber kommen wir zum Eingemachten, denn pünktlich zu der norwegischen Hardrock Formation

AUDREY HORNE

stehen wir wieder im Infield um uns auf das Wichtigste eines Festivals zu konzentrieren: die Musik. AUDREY HORNE erwischen auch einen guten Tag, der Sound knallt angemessen, die Performance auf der Bühne ist energiegeladen und eine bereits ordentliche Meute feiert Songs wie den "Redemption Blues“ und "Youngblood“ gehörig ab. Das Songmaterial indes bietet zumindest live dargeboten kaum Ecken und Kanten und wirkt trotz objektiv sehr guter Darbietung stellenweise etwas fad. Nichtsdestotrotz ein gelungener Einstand für uns. Danach wird es zumindest für den Schreiber zum ersten Mal richtig interessant: Mit

THE RESISTANCE

präsentieren die ex-IN FLAMES Gitarristen Glenn Jungström und Jesper Strömblad ihre neue Melodic Death Band, welche musikalisch nichts mehr mit den ehemaligen Arbeitgebern zu tun haben soll. Hat sie auch nicht, denn eingängige Refrains und Keyboardspielereien haben die Schweden nicht zu bieten. Vielmehr geht der durchaus druckvolle Sound hier und da eine Liaison mit Hardcore Elementen ein, welche optisch wie stimmlich durch Sänger Marco Aro bekräftigt wird. Die Songs treiben und erwecken die ersten Moshpits des Festvals, jedoch bleibt das Interesse der restlichen Besucher eher bescheiden ob des doch eher lichten Bühnenvorplatzes. Klassischen Hardrock australischer Prägung, jedoch komplett in deutscher Sprache vorgetragen bieten uns

OHRENFEINDT

. Und obwohl man nicht wirklich von lyrischem und musikalischem Anspruch sprechen kann macht die Darbietung doch eine Menge Spaß. Liedgut wie "N' Job in der Bank" oder "Rock'n'Roll Mädchen" zünden vor allem mit reichlich Gestensaft im Blut. Aber da man auf heiligem Festivalboden ja praktisch an der Quelle sitzt, ist die Stimmung bei dem Auftritt der Hamburger gesichert und als Erfolg zu verbuchen. Danach liefern die polnischen Death Metal Helden

VADER

den mit Abstand härtesten Auftritt des ganzen Wochenendes. Ohne großen Schnickschnack betritt die Band die Bretter, Sänger und Gitarrist Peter Wiwczarek sogar mit elegantem weißem Hemdchen, um mit brachialer Gewalt alles in Schutt und Asche zu legen, was sich da vor der Dark Stage versammelt. Auch auf Ansagen wird größtenteils verzichtet, hier regiert die starke und absolut tighte Darbietung extremst anspruchsvollem Materials wie "Reborn In Flames" und "Dark Age". Der Bass wummert mächtig und verdeckt hier und da die subtil eingesetzten Gitarrenleads, was der grundsätzlichen Wirkung aber keinen Abbruch tut und so erlebt man ein vorläufiges Tageshighlight. Circle Pits, Wall Of Death, Metalcore und massig Breakdowns servieren uns die Amis von

UNEARTH

. Leider wird absolut gar nix geboten, was nicht den gängigen Core-Klischees entspricht und so zieht es uns eher gen Futtermeile als vor die Bühne. Sorry an alle, die sich hier eine detailliertere Darstellung erwünscht haben, aber Metalcore in der XY-sten Variante sieht man auf jedem anderen Festival um ein Vielfaches in der gleichen Form präsentiert, weswegen alle "Schwänzer" in diesem Falle nichts verpassen. Mit vollem Bauch treten wir dann aber wieder zu

MONO INC.

an und sind mehr als positiv überrascht. Denn was auf Platte einen Weichspülfaktor besitzt, auf den selbst der Lenor-Teddy neidisch ist, macht auf der Bühne einfach absolut Laune. Ob beim aktuellen Hit "Heile, heile Segen", der das Infield zum Kollektivtanz zwingt oder Klassikern wie "Voices Of Doom", "Arabia" oder die letztjährige Single zum Album "After The War", das macht tatsächlich einfach Spaß. Ergänzt wird das Bühnenbild durch einzelne Flammenwerfer und beim Coversong "The Passenger" (welchen Frontmann Martin Engler als harte Thrash Metal Version ankündigt) singt auch der letzte Stubenhocker mit. Immer wieder gerne. Viele dürften auf den Auftritt von

DEVIN TOWNSEND

gewartet haben, der Meister lässt sich doch höchst selten auf unseren Bühnen, geschweige denn auf Festivals blicken. Und so fällt als erstes die Abstinenz von Zweitgitarrist Dave Young auf, der aus familiären Gründen nicht mittouren kann. Dass ein Misanthrop wie TOWNSEND auf der Bühne ein absoluter Kasper ist und Ansagen im Stile eines Tobias Sammet vom Stapel lässt (wenn auch nicht in ganzer Fülle) überrascht umso mehr. Auch die Livetauglichkeit von Songs wie "Truth", "By Your Command" und "Juular". Leider leidet die aufwändige Bühnenshow mit Videoleinwand unter der im Westen stehenden Sonne, die genau zu dieser Tageszeit volle Kanne auf die Bühne knallt und man deshalb so gut wie nichts erkennen kann. So konzentriert man sich aber umso mehr auf das muntere Geschehen der Protagonisten, welches einen vorher nicht erahnbaren Spaßfaktor besitzt. Empfehlenswert! Der erste Headliner der Abends

SUBWAY TO SALLY

gibt alles! Wirklich alles!! Sogar schon zu viel! Feuerspucken, Feuerjonglage, Pyroknaller und all das ist man von den Spielmännern schon längstens gewohnt, genauso wie durchweg livetaugliche Klassiker. Heute muss man anscheinend aber echt alles in 75 Minuten packen was nur irgends geht. Dass dabei extrem krude und improvisiert wirkende Medleys aus älteren Hits wie "Henkersbraut", "Kleine Schwester" und "Knochenschiff" entstehen muss man nicht gutheißen. Vor allem, weil sie der Wucht der eigentlichen Stücke zumindest in dieser Form sämtliche Dynamik klauen. Warum müssen auch gleich zwei Zugaben sein, um die man sich jeweils mindestens drei Minuten lang bitten lassen muss? Als man dann schlussendlich nach kräftigem Überziehen beim obligatorischen "Julia und die Räuber" angekommen ist sind viele schon genervt zur Nachbarbühne gewandert. Weniger wäre hier mehr gewesen. Und dann herrscht rohe Gewalt beim Headliner

KREATOR

. Mille und seine Gefolgschaft zerlegen das Rock Harz nach Strich und Faden. Im Infield herrscht soviel Bewegung, dass ein aufrechtes Stehen praktisch unmöglich ist. Auch den Titel der meisten Crowdsurfer dürfen die Essener für sich beanspruchen. Ob diese auf Grund der im Pressegraben fotografierenden Reporter von der Security wieder ins Infield zurückgeschmissen werden ist unbekannt, aber so eine Aktion geht echt nicht Leute. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit und gefährdet die Sicherheit aller, um welche ihr euch eigentlich sorgen müsst. Die Performance der Band bleibt aber einsame Spitze. Altes wie "Pleasure To Kill" und "Enemy Of God", neues wie "Phantom Antichrist", die unglaubliche Hymne "From Flood Into Fire" und das unsterblichen Medley aus "Flag Of Hate" und "Tormentor" jagen jedem Thrasher auch bei Omnipräsenz auf den diesjährigen Festivals immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken. KREATOR schließen den ersten Tag würdig ab und so fallen wir mit vielen blauen Flecken erschöpft in unsere Schlafgemächer. Setlist: Phantom Antichrist; From Flood Into Fire; Warcurse; Coma Of Souls/Endless Pain; Hordes Of Chaos; Pleasure To Kill; Death To The World; Enemy Of God; Phobia; Violent Revolution; Flag Of Hate/Tormentor

Am nächsten Morgen sammeln sich beim Opener

ALPHA TIGER

einige ausgeschlafene Männer und Frauen schon sehr früh um den in erster Linie klassisch angehauchten Tag mit einer Prise Old-School Heavy Metal zu beginnen. Und diese werden nicht enttäuscht. In tigerfarbene Spandexhosen gekleidet liefern die fünf Jungs aus Freiberg eine gut gelaunte halbe Stunde präzise gespielte achtziger Mucke und können trotz der frühen Uhrzeit eine beachtliche Stimmung erzeugen. Setlisttechnisch liefert man einen guten Mix aus den beiden bisherigen Alben "Man Or Machine" ("Against The Time", "Karma") und "Beneath The Surface" ("The Alliance", "From Outer Space", "Beneath The Surface"), auch wenn der großartige Rausschmeißer "We Came From The Gutter" aus Letztgenanntem leider fehlt.

FURIOUS ANGER

waren uns als Gewinner des diesjährigen "Devil's Wall Trophy" Contests eine Unbekannte und werden es auch nach dem Auftritt bleiben. Zwar geben die Kasseler showmäßig richtig Gas, dem recht simplen und punklastigen Death Metal mit haufenweise AMON AMARTH Zitaten fehlt allerdings der unverzichtbare springende Funke. Bei

ORDEN OGAN

sieht man dann vermutlich die größte Meute der Festivalgeschichte um diese frühe Uhrzeit. Die Powermetaller spielen sich auf unzähligen Festivals und Touren den Arsch ab und haben sich ihre Fangemeinde auch dank des guten Songmaterials redlich verdient. Als die Truppe nacheinander von einer Art schwarz lackiertem Stormtrooper auf die Bühne gebracht wird und das Intro zu "New Shores Of Sadness" erklingt ist der Jubel auch dementsprechend groß. Stillstand sucht man auf der Bühne vergebens, bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird animiert und geheadbangt. Sänger Seeb hält sich mit komödiantischen Ansagen der Marke "Fuck You Pussies" heute angenehm zurück, dafür lässt man mehr Platz für einen wohldurchdachten Mix aus allen bisherigen Alben. Einziger Kritikpunkt bleibt die Masse an Einspielern: Wenn Seeb sich am Bühnenrand den Hintern abrifft und dabei komplette Gesangspassagen vom Band laufen kommt eben nur schwer echtes Live-Feeling auf. Setlist: To New Shores Of Sadness; The Lord Of The Flies; We Are Pirates; Easton Hope; To The End; The Things We Believe In Nach dem Ansturm bei ORDEN OGAN verziehen sich die Meisten allerdings wieder gen Campground und Nahrungsmeile, sodass bei den Melodic Deathern

EMERGENCY GATE

vergleichsweise sehr geringer Andrang herrscht. Schade eigentlich, denn auch wenn der zugegebenermaßen sehr moderne Sound der Truppe nicht jedermanns Sache ist, mehr Eier in der Hose als die letzte IN FLAMES Platte bietet er allemal. Sänger Matthias Kupka bietet optisch ganz in weiß einen deutlichen Kontrastpunkt zum allgegenwärtigen Schwarz und kann vor allem durch seine Gesangdarbietung punkten. Heftige Shouts treffen auf glasklare, schwer zu singende Powermetalpassagen, beides meistert er einwandfrei. Trotz geringem Zuspruch gelungen. Jetzt wird’s albern, denn die

EXCREMENTORY GRINDFUCKERS

stehen auf dem Zettel. Bereits beim Soundcheck wird das Publikum als Fotzen beschimpft, zum Singen aufgefordert und die Regeln für den Gig klargemacht: Auf Fragen der Band hat man mit „Vielleicht“ zu reagieren, und wenn man einen Applaus fordert, so will man auch definitiv nur EINEN. Danach beginnt das musikalische Chaos, welches Pop Hits von David Hasselhoff, Europe und 2 Unlimited genauso durch den Grindkakau zieht wie den "Ballroom Blitz" oder die "Fata Morgana" der EAV. Einige wenden sich angewidert ab, andere haben Spaß. Jede Band hat schließlich ihre Fans, oder? - "Is aber nich"! Größter Ohrwurm bleibt die ca. 20 sekündige Bandhymne, welches von einem Fan hinter uns als "echt schönes Lied" betitelt wird. Hat's uns gefallen? Vielleicht! Überraschung des heutigen Tages sind die Black Metaller

MELECHESH

mit ihrem höchst komplexen Liedgut. Als die Musiker aus dem nahen Osten zunächst vermummt die Bühne betreten und die ersten Klänge ertönen, herrscht bei den nicht ganz so zahlreich Anwesenden erstmal ungläubiges Staunen ob der technischen Finesse und Präzision. Die anfängliche Ruhe auf der Bühne scheint verständlich, denn Konzentration scheint bei der Performance der vertrackten und atmosphärischen, aber trotzdem aggresiven und dynamischen Stücke unabdingbar. Doch nachdem die Schleier schließlich fallen legen sämtliche Akteure den Powergang ein, animieren, headbangen und ziehen das Publikum vollends in ihren Bann. Neben ORPHANED LAND sicherlich eines der wichtigsten Importe aus dem nahen Osten und ein stilles, heimliches Highlight an diesem Wochenende. Danach ist Frauenpower angesagt. Sängerin Mascha "Scream" Archipowa und ihre Mannen von

ARKONA

sind aus dem weiten Russland angereist, um ihren winterlichen Folk Death Metal ins sonnige Rund zu ballern. Man darf sich wundern, wie besagte Frontdame in dieser Hitze auch noch mit einem dicken Pelz bekleidet nicht mit einem Kreislaufkollaps aus den Latschen kippt. Denn soviel sei gewiss: Genrekollegin Angela Gossow wirkt gegen den ARKONAschen Tornado auf der Bühne wie eine laue Sommerbrise. Mascha keift, grunzt, schreit, trifft wenn nötig alle Töne glasklar und bewegt sich, als ob sie konstant unter Strom stehen würde. Auch ihre Backup Mannschaft macht einen guten Job, zockt mal in harten Death Metal Gefilden, mal im rhythmischeren Midtempo, wirkt dabei aber immer bis unter die Stirnkante motiviert. Die Folk-Elemente passen hervorragend zum Gesamtsound, der das Infield schon kurz vor dem eigentlichen Folk-Headliner des Tages zum kochen bringt. Frauenpower die zweite dann bei

DELAIN

um Frontdame Charlotte Wessels und ex-WITHIN TEMPTATION Keyboarder Martjin Westerholt, die sich in den letzten Jahren vom Support zum Main Act aufgespielt haben. Auch heute gibt’s nichts zu meckern, Charlotte und Band sind motiviert, der Sound ist druckvoll und ausgeglichen und man präsentiert uns mit "Virtue And Vice", "Get The Devil Out Of Me" und dem Titelstück des letzten Albums "We Are The Others" mitsingtaugliches, zugängiges und leicht poppiges Material. Kommt aber gut an, die Dark Stage ist gefüllt und der Gig kann als rundum gelungen, wenn auch etwas zu routiniert zu den Akten gelegt werden. Etwas skeptisch waren wir im Vorfeld zu

MOONSPELL

, denn der dynamische Dark Metal der Truppe wirkt live am besten bei, ähm ja, Dunkelheit natürlich. Aber was an Atmosphäre flöten geht, macht man durch einen hohen Bewegungsradius und fortwährende Animationsspielchen mit dem Publikum wieder wett. Wenn man das epische Klangmaterial der Portugiesen schon nicht vollends aufsaugen und genießen kann, dann muss es eben abgefeiert werden. So setzt man heute auch eher auf zackigeres Material wie „Lycanthrophe“ vom aktuellen Output und kann das Publikum nach anfänglichen Berührungsschwierigkeiten dennoch überzeugen. Wirklich Lust hatten wir auf

ALESTORM

. Denn eine Dosis Mitsing- und Partymetal am Tag kann nicht schaden und wer die Schotten mal live gesehen hat, der weiß, dass die Gigs meistens ziemlich feuchtfröhlich und lautstark von beiden Seiten des Bühnengrabens abgefeiert werden. Wenn aber dann kompletter Matsch aus den Boxen schleicht und dass noch in einer Lautstärke, bei der man auf Höhe erster Bierstand eine Stecknadel neben sich fallen hören kann, bringen selbst die besten Absichten nichts. Daher bringen auch komödiantische Einlagen wie Christopher Bowes Styroporhut nur die ersten Reihen zum Lachen und Feiern, während man ab der Hälfte des Infields kaum erkennen kann, in welchem Song man sich grade aufhält. Schade, aber so sieht man, wie wichtig ein guter Live Sound ist. Enttäuschung pur! Setlist u.A.: The Quest; The Sunk'n Norwegian; Shipwrecked; Wolves Of The Sea; Nancy The Tavern Wench; Midget Saw; Wenches & Mead; Keelhauled; Rumpelkombo; The Huntmaster; Captain Morgan's Revenge; Rum Auftritte von

DARK TRANQUILLITY

sind immer ein intimes und intensives Erlebnis. Fronter Mikael Stanne geht eine im Death Metal komplett unübliche Nähe zu seinen Fans ein, erklärt seinen Anhängern in den Ansagen die Bedeutung des folgenden Songs, so dass beim Spielen die Emotionen im Publikum überkochen können. Auch heute ist das wieder so, und die Stimmung ist bei Großtaten wie "Terminus (Where Death Is Most Alive)", "The Wonders At Your Feet" und "Monochromatic Stains" wirklich unbeschreiblich intensiv. Leider schmuggeln sich ganze vier neue Songs des letzten Totalflops "Construct" in die Setlist, welche auch live dargeboten keine wirkliche Besserung erfahren. Außerdem fehlt nach wie vor ein Live-Bassist, was dem Gesamtsound nicht wirklich zu Gute kommt. Seitdem sich

DRAGONFORCE

von Sänger ZP Theart getrennt haben, präsentiert sich die Multi-Kulti Truppe auf der Bühne in einem komplett anderen Licht. Anstatt das Publikum und sich gegenseitig konstant zu beleidigen und mit Wasser vollzurotzen steht Sänger Marc Hudson eher für Sympathie. Das mindert zwar etwas die Agilität der beiden Gitarrenzauberer Herman Li und Sam Totman, wirkt sich aber absolut positiv auf das Gesamtbild und damit rückwirkend auf die Stimmung im Publikum aus. Und scheiße, kann der Typ genial singen. Über die Schnelligkeit und alles Zugehörige sind an anderer Stelle schon genug Worte gefallen, heute bleibt einfach nur zu sagen, dass DRAGONFORCE einen wirklich genialen Auftritt voller guter Laune hinlegen, der die 55 Minuten wie im Flug verziehen lässt. Setlist: Holding On; Fury Of The Storm; Die By The Sword; Cry Thunder; Operation Ground And Pound; Seasons; Through The Fire And Flames Der Folk Anteil ist auf dem Rock Harz 2013 sehr hoch. Neben schon erwähnten Bands sind aber sicherlich

ELUVEITIE

das Highlight für viele, was auch der immense Andrang vor der Rock Stage bestätigt. Beeindruckend ist bei den Schweizern das absolut durchchoreographierte Zusammenspiel der doch sehr zahlreichen Akteure auf der Bühne. Man steht sich nicht im Weg, ordnet sich dem Gesamtsound unter, und doch darf sich auch jeder Mal mit seinem jeweiligen Hauptinstrument in den Vordergrund spielen. Ob Drehleier, diverse Flöten, die drückenden Gitarren oder eben die Gesangsdarbietungen von Fronter Chrigel und Sängerin Anna. Vor allem letztere überzeugt heute auf ganzer Distanz. Ihr "A Rose For Epona" erzeugt Gänsehaut, während sie bei "The Siege" ihre Kreischqualitäten zur Schau stellt und dabei in Kombination mit Chrigels dunklen Growls einen einzigartigen Klang fabriziert. Bemängeln könnte man heute wenn überhaupt die Setlist, welche zu 90 % aus aktuellem Material der letzten Scheibe "Helvetios“ besteht und dafür einige Klassiker weichen müssen. Spätestens bei "Inis Mona" ist aber alles wieder vergeben und vergessen, und so sehen wir viele glückliche Gesichter. Setlist: Helvetios; Luxtos; Gaulish War; A Rose For Epona; Meet The Enemy; Kingdom Come Undone; Home; Uxellodunon; The Siege; Quoth The Raven; Havoc; Inis Mona; Alesia Für den nächsten Bericht werden mich viele eingefleischte

ICED EARTH

Fans steinigen, das ist mir durchaus bewusst. Aber ich kann nicht genug betonen, wie sehr Altsänger Matt Barlow gegen Stu Block abstinkt. Als Fan seit Dekaden, der Barlow viele male live bewundern durfte (u.A. auch auf dem Abschiedsgig in Wacken 2011), habe ich das Recht mich soweit aus dem Fenster zu lehnen. Dabei mag natürlich Subjektivität eine Rolle spielen, aber wer an diesem Wochenende Stu Block auf der Dark Stage gesehen hat, der will keinen anderen ICED EARTH Frontmann mehr. Die Screams, die Shouts, die Melodien, alles intoniert er punktgenau und auf das perfekteste. Er kann Barlowes Stimme zum Teil imitieren, seine Klangfarbe und Melodielinien an den wichtigen Stellen ausbauen und den Songs so absolut neue Nuancen abgewinnen. Nach gefühlten 100 malen „I Died For You“ und „Watching Over Me“ live hätte ich es niemals wieder für möglich gehalten, dass mich grade diese Songs nochmal an den Rand der emotionalen Belastbarkeit bringen. Auch der Rest der Bande um Mastermind Jon Schaffer scheint wieder mehr Selbstvertrauen und Laune gefasst zu haben, nie habe ich die Truppe mit mehr Spielfreude erleben dürfen. Ganz großes Kino! Setlist: Dystopia; Dark Saga; Pure Evil; Burning Times; I Died For You; V; A Question Of Heaven; Anthem; Boiling Point; Watching Over Me; Iced Earth Und dann schlägt die Stunde für

ACCEPT

. Überraschenderweise finden sich heute deutlich weniger beim Headliner vor der Rock Stage ein als noch gestern bei KREATOR. Thrash Metal läuft heutzutage wohl einfach besser als klassisches Material. Macht aber nix, mehr Platz für uns zum Headbangen. Und das ziehen wir auch die kompletten 1,5 Stunden durch, während wir uns parallel die Kehle aus dem Leib schreien. Im Prinzip gibt es heute keine Überraschungen, Mark Tornillo hat sich als feste Livegröße stimmlich und persönlich etabliert, Wolf Hoffman und der Rest zocken tight, als ob sie nie von den Bühnen verschwunden gewesen wären und die Stimmung ist trotz geringerem Andrang fantastisch. Ansagen sind nach wie vor rar gesät, die Setlist verlässt sich auch zum Großteil auf Altbewährtes. Zu routiniert? Gar langweilig? Niemals, wenn es eine feste Größe gibt und bleibt, dann ACCEPT! Und daran soll und darf sich gar nichts ändern. Setlist: Hung Drawn And Quatered; Hellfire; Restless And Wild; Losers And Winners; Stalingrad; Breaker; Bucket Full Of Hate; Bulletproof; Pandemic; Princess Of The Dawn; Fast As A Shark; Metal Heart; Teutonic Terror; Balls To The Wall

Durch unglückliche Umstände verpassen wir den größten Teil des Openers

SCHWARZER ENGEL

am dritten Tag. Lediglich die beiden letzten Songs bekommen wir mit. Macht aber nix, denn der gothisch angehauchte NDH der Truppe bietet weder Ecken noch Kanten, dazu ist der Gesang zuweil ziemlich schief. Daher gleich weiter zu

AKREA

, deren neues Album "Stadt der Toten Träume" in den Startlöchern steht und von dem es beim kurzen Gig heute eine erste, vielversprechende Kostprobe gibt. Von Stefan Panzers im sympathischen Oberpfälzisch gehaltenen Ansagen angepeitscht entsteht so die erste Wall Of Death des Tages (bei der sich zeigt, dass das nächtliche Anfeuchten des Bodens gegen den Staub nicht wirklich viel gebracht hat). Der schwedisch geprägte Melodic Death gepaart mit EQUILIBRIUM-Melodien darf aber gerne im wahrsten Sinne des Wortes ein bisschen Staub aufwirbeln, das macht nämlich richtig Spaß. Dass das Rock Harz für einen ausgewogenen Musikmix steht, ist weithin bekannt. Dieses Jahr dürfen die beiden Punk 'n'Roll Bands

PSYCHOPUNCH

und

THE BONES

um die Gunst des Publikums antreten. Das Fazit zu beiden Bands lautet allerdings gleich: Das Gros der Meute ist mal so gar nicht an Punk interessiert. Trotz Motivation schafft es keiner der Bands mehr als 200 Leute vor die Bühne zu karren. Das ist teilweise schade, denn rein objektiv kann man keinem der Acts (deren Sound sich fast eins zu eins gleicht) etwas vorwerfen. Es will eben einfach nicht sein. Als die Hardrocker

MUSTASCH

dann relativ spontan den Slot mit DARK AT DAWN tauschen kommen wir in den zweifelhaften Genuss der zweitschlechtesten Band des ganzen Wochenendes. Ellenlangweiliger Einheitshardrock mit heutzutage ach so kreativen Rockabilly- und zarten Metaleinflüssen in komplett austauschbarer Form, zu dem Sänger Ralf Gyllenhammar sein Publikum mit unartikulierter Babysprache versucht zu animieren. Nein danke! Das Mittagsloch ist mit

DER WEG EINER FREIHEIT

danach vollendet. Die Endlosschleife aus GORGOROTH-Blasts und Gitarrengeschrammel ist wohl episch gemeint, de facto aber selbst bei helllichtem Tag grandios einschläfernd. Melodien kriegt man ob des Hallüberschusses aus den Boxen sowieso nicht mit, lediglich einzelne akustische Breaks sorgen für ein wenig Aufmerksamkeit. Performance? Fehlanzeige. Passend zum Gähnreiz auslösenden Songmaterial bewegt man sich keinen Meter auf der Bühne. Damit treten auch wir unseren Weg in die Freiheit zur Mittagspause an, der auch

DARK AT DAWN

und

DR. LIVING DEAD

zum Opfer fallen. Als wir dann zu

VAN CANTO

wieder präsent sind beschleicht uns das Gefühl, dass heute irgendwie der Wurm drin ist. Zum einen schaffen es die Tontechniker nicht, alle Sänger auch so einzustellen, dass "Rhythmus-" und "Leadfraktion" ein stimmiges Gesamtbild erzeugen können. Die Leadsänger Sly Schunke und Inga Scharf sind anfangs kaum wahrzunehmen, während das "Dangdindldangdingldam" der "Bassisten" alles übertüncht. Zum anderen wirkt man heute sehr unkoordiniert, stolpert sich häufig über die Füße, und agiert sehr unsicher. So wird auf die Beschwerde der Fans über den schlechten Sound ziemlich holprig und verklemmt reagiert. Professionelle Entertainer sollten mit so etwas besser umgehen können. Auch stimmlich kann vor allem Inga Scharf heute gar nicht überzeugen, ihr "Wishmaster" erinnert höchstens an ein etwas lauteres Gepiepse. Das ist schade, denn VAN CANTO haben mich bis jetzt eigentlich immer überzeugen und in Partylaune versetzen konnten. Beim nächsten Mal vielleicht wieder. Setlist: If I Die In Battle; Wishmaster; Neuer Wind; To Sing A Metal Song; Rebellion; One To Ten; Lost Forever; Fear Of The Dark; The Mission (inkl. Master Of Puppets) Aber es warten ja noch einige Bands, die den Tag retten können,

TANKARD

zum Beispiel. Die Thrash-Titanen sind live immer eine Bank und auch heute scheint es für Gerre & Co. ein Leichtes, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Ansagentechnisch arten Gerres Ausführungen heute ausnahmsweise mal nicht in Büttenreden aus, die Musik steht im Vordergrund. Trotzdem merkt man der Truppe ihre Spielfreude und gute Laune auch nach all der Zeit noch an. Und wenn Gerre sich lustvoll mit dem Mikro auf die Plautze schlägt, später noch ein Mädel aus dem Publikum zum Tänzchen einläd, dann kann sich fast keiner mehr ein Grinsen verkneifen. Stark! Setlist: Zombie Attack; The Morning After; Chemical Invasion; Rules For Fools; Not One Day Dead; Rectifier; A Girl Called Cerveza; Freibier; Empty Tankard

ENSIFERUM

scheinen dieses Jahr kein Festival auszulassen. Und ich spreche hier für mich persönlich: Ich kann den Livedarbietungen der Finnen kaum etwas abgewinnen. Denn abgesehen von Bassist Sami Hinkka, der sich konstant um Interaktion bemüht herrscht auf der Bühne meistens Stillstand. So richtig Stimmung will bei mir da nie rumkommen. Das lenkt nicht von der Tatsache ab, dass "Guardians Of Fate", "From Afar", "Token Of Time" und das obligatorische "Iron" tierisch geile Songs sind, die musikalisch und tontechnisch einwandfrei rübergebracht werden, schon klar, aber auf Platte mit Breitwandkopfkino wirkt der Epic Metal der Finnen viel besser als bei der faden optischen Unterstützung auf der Bühne. Viele sehen das anders, und so haben 80% des Infields auch ausufernd Spaß und sind sich für keinen Moshpit zu schade. Setlist: In My Sword I Trust; Guardians Of Fate; From Afar; Ahti; Burning Leaves; Token Of Time; Twilight Tavern; Iron Bei der Blöedsinnstruppe (ja, das schreibt man so)

J.B.O.

, die ebenfalls überall mal wieder auftauchen, ist dabei kein Gig wie der andere. Das liegt alleine schon an den Frontbarden Vito C. und Hannes G. Laber Holzmann, die sich zwischen den Songs ein komplettes Stand-Up Comedy Duell liefern und dabei so viel Scheiße erzählen, als ob man vorher zur Inspriration auf eingangs erwähntem Fäkalkissen genächtigt hat. Komödiantisches Highlight ist heute die aktualisierte Version des „Medl' Gschdanzls“, bei dem unter Anderem Till Schweiger und FREI.WILD ihr Fett weg bekommen. Heute gibt es sogar noch einen Special Guest, nämlich Sänger Mao von den EXCREMENTORY GRINDFUCKERS, der bei „Gänseblümchen“ die passenden Growls beisteuern darf. Zum Abschluss des mit vielen Highlights gespickten Sets fordert uns Hannes noch höflich dazu auf, die folgenden Bands EISBRECHER und FIDDLER'S GREEN ein wenig zu veräppeln. So sollen wir ersteren ein fröhliches "Eisbecher" entgegenbrüllen, bei letzteren sollen wir den Farbton grün mit pink austauschen. Müßig zu erwähnen, dass dem artig Folge geleistet wird. Setlist: Bolle; Ein Fest; Jetzt isser drin; Gänseblümchen; Dr. Met; Medl' Gschdanzl; Gehn mer halt zu Slayer; Schlumpfozid im Stadtgebiet; I Don't Like Metal; Verteidiger des Blöedsinns; Ein guter Tag zum Sterben; J.B.O. Als Checker Alexx von

EISBRECHER

im Intro Rosen ins Publikum verteilt schmachten direkt alle Mädels dahin. Der feminine Anteil im Publikum hat sich, das ist akustisch deutlich wahrnehmbar, im Gegensatz zu allen anderen Bands verfielfacht. Und er is ja auch ein Charmbolzen, dieser Alexx. Ach ja, Musik gibt’s ja auch. Die übersteigt zwar nur recht selten RTL 2 Niveau, wird aber durch eine aufwändige und abwechslungsreiche Bühnenshow durchaus unterhaltsam inszeniert. Konfettikanonen, Rauchsäulen und diverse Lichteffekte reichern das Spektakel an. Bei einer Art "Drumsolo", in dem die gesamte Band mit Prügeln Tonnen verkloppt, muss ich dann unfreiwillig an eine gewisse Simpsons Folge im Stahlwerk denken. Naja, wem's gefällt. Mir wird die Überdosis Testosteron auf der Bühne und Östrogen davor irgendwann zu viel. Und während Alexx beim abschließenden "Miststück" in den Bühnengraben springt, um die Fans aus der ersten Reihe singen zu lassen, begeben wir uns langsam zum Headliner. Mit Tobi Sammet's Projekt

AVANTASIA

hat man zum Abschluss noch einen echten Hochkaräter in petto. Schließlich handelt es sich hier um die erste Festivalperformance abseits des Konkurrenten im hohen Norden auf heimischem Boden. Damit erteilt man dem kleinen Festival im Harz schon fast einen Ritterschlag. Ronnie Atkins ist heute auf Grund eines Unfalles leider nicht mit von der Partie, jedoch fällt das bei dem Staraufgebot mit Bob Catley, Michael Kiske, Amanda Somerville, Eric Martin und Thomas Rettke eigentlich kaum noch ins Gewicht. Ronnies Songs wie "Scarecrow" werden trotzdem gespielt, jedoch eben einfach von einem anderen Sänger. Und das ist auch das Faszinierende: Scheinbar kann jeder Sänger jeden Song von vorne bis hinten auswendig, denn anders kann man die spontanen Improvisationen kaum erklären. Bei jeder eigentlichen Band wäre so etwas selbstverständlich, doch hier handelt es sich um ein reisendes Projekt, was allerhöchstens alle drei Jahre und immer in anderer Besetzung auftritt. Bei dieser Perfektion verzeihen wir auch mal Tobis Endlosgequatsche, auch wenn zehn Minuten zur Bandvorstellung tatsächlich ein wenig zu viel des Guten sind. Leider hat man, ähnlich wie bei VAN CANTO, zu Anfang Probleme, die Leadsänger deutlich zu verstehen. Wenn aber die Chöre bei der abschließenden All-Star Nummer "Seven Angels" ertönen verzeiht man jeden kleinen Makel. AVANTASIA sind und bleiben auf dem Sektor Melodic Metal die unangefochtene Nummer Eins. Großartig! Setlist: Spectres; The Watchmaker's Dream; Reach Out For The Light; Avantasia; The Story Ain't Over; The Great Mystery; Dying For An Angel; Promised Land; Farewell; Shelter From The Rain; The Wicked Symphony; Scarecrow; Twisted Mind; Lost In Space; Sign Of The Cross/Seven Angels (Medley)

Fazit: Ein kleines Festival feiert runden Geburtstag. Und man kann stolz darauf sein, wie man in zwanzig Jahren vom kleinen Provinzrockfest zu einem der Top-Adressen auf dem Deutschen, wenn nicht Europäischen Markt aufgestiegen ist. Bei gerade einmal 12.000 Teilnehmern erlebt man nirgends sonst ein vergleichbar hochwertiges Billing (welches dem großen Bruder im hohen Norden absolut die Stirn bietet) in einer solch familiären Atmosphäre. Leider agiert die Security dieses Jahr nicht immer so souverän wie in den Jahren zuvor (was auch an einer erhöhten Anzahl Festivaltouristen liegen mag) und auch ein schlimmer Feuerunfall auf dem Campground trübt die Stimmung. Der Dummheit mancher Menschen ist einfach keine Grenze gesetzt. Das gesamte Stormbringer Team wünscht an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung. Dafür kann aber auch die beste Organisation nichts, somit verabschieden wir uns und freuen uns zugleich auf die 21. Auflage im nächsten Jahr, welche mit den bereits bestätigten ARCH ENEMY, CHILDREN OF BODOM und SOILWORK erneut ein voller Erfolg zu werden verspricht. Nachtrag: Dank geht an meine Kollegin Angela Infernale vom Sonic Cathedral Magazin für die aufopferungsvolle Arbeit im Fotograben und die tollen Bilder. Checkt und liked ihre Fotografien auf ihrer Facebook Seite: www.facebook.com/infernalephotography‎


WERBUNG: Area 53 Festival 2019
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE