15.03.2014, Gasometer

WITHIN TEMPTATION

Text: mat
Veröffentlicht am 24.03.2014

Mit WITHIN TEMPTATION gastierte vor Kurzem einer der erfolgreichsten niederländischen Acts aller Zeiten wieder einmal in Wien. Die sympathische Symphonic Metal-Combo, rund um die bezaubernde Fronterin Sharon Den Adel, bespielten dieses Mal den Gasometer und lockten eine Vielzahl österreichischer Fans in die Planet TT-Halle. Und das zurecht - denn mit ihrem sechsten Studiooutput "Hydra" bewiesen WITHIN TEMPTATION erneut, dass sie verdientermaßen zur Speerspitze des symphonisch-melodischen Metals zählen. Und das, obwohl die Band in letzter Zeit vermehrt mit rockigen Elementen experimentiert, was ihrem Stil sehr gut zu Gesicht steht.

Genau aus diesem Grund freute ich mich auch schon sehr auf den Gig in Wien und wurde nicht enttäuscht. Mit dem fantastischen Tiroler Metal-Export SERENITY als Support, kann schon mal nichts schief gehen. Die melodisch-progressiven Songs der Band eignen sich perfekt als Einheizer für WITHIN TEMPTATION. Nichtsdestotrotz fiel der Auftritt von SERENITY etwas kurz aus, denn nach einer kurzen Umbauphase enterte bereits gegen 20.45 Uhr der Hauptact aus der Niederlande die Bühne und legte eine fabelhafte Setlist an den Tag, die Songs aus allen Phasen der letzten knapp 18 Jahre, enthielt. Und was mich gleich zu Beginn verblüffte: Sharon Den Adel ist zu einer richtigen "Rocker-Braut" geworden. Keine wallenden Kleider, monströse Schleppen oder unnachahmbare Kopfschmuck-Eigenheiten mehr, sondern...

...rein ins kleine Schwarze und schon kann es losgehen. Dementsprechend kurz fielen auch die obligatorischen Umziehpausen von Den Adel aus, die dieses Mal mit atmosphärischen, wenn auch manchmal etwas inhaltslosen Videoschnipseln überbrückt wurden. Dies konnte dem bombastischen Abend aber trotzdem keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil - WITHIN TEMPTATION rockten sich - nach anfänglich etwas schwach abgemischtem Sound - durch ein treibendes und mitreißendes Konzert der Extraklasse. Egal ob alte "Gassenhauer" wie "Stand My Ground", "Mother Earth" und der obligatorische Zugaben-Rausschmeißer "Ice Queen" oder brandneue Hits wie "Paradise", "Dangerous" oder das gemeinsam mit dem US-amerikanischen Rapper Xzibit eingespielte "And We Run" - WITHIN TEMPTATION wussten und wissen, wo der Symphonic-Hammer hängt.

Dies liegt natürlich vor allem am charismatischen und unglaublich stimmstarken Auftritt von Den Adel, die es auch versteht, erfolgreiche Pop-Schnulzen, wie den Lana Del Rey-Hit "Summertime Sadness", in ein rockiges Cover-Gewand zu verpacken. Bei hymnischen Titel wie "What Have You Done" oder dem erstklassigen "Iron" ist das Publikum sowieso gleich mit an Bord und durch die Vermischung mit balladeskem Material ergibt sich daraus ein tolles Gesamtbild, das zu einem schönen Konzertabend führt. Alles in allem ein richtig gelungener Gig, so wie ich ihn mir vorgestellt und erhofft habe. WITHIN TEMPTATION eben! Und wer diese Art von Musik mag, sollte diese niederländische Combo unbedingt mal live gesehen haben - es lohnt sich! Setlist (ohne Gewähr): Dragon (Short Movie) Let Us Burn Paradise (What About Us?) Faster Iron Edge of the World Mother Maiden (Short Movie) In the Middle of the Night Angels Dangerous And We Run Tell Me Why Elements Intro See Who I Am Stand My Ground Jillian (I'd Give My Heart) The Cross Covered By Roses Mother Earth Encore: What Have You Done Fire and Ice Summertime Sadness (Lana Del Rey-Cover) Ice Queen


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