25.05.2014, republic

THE BASEBALLS

Text: mat
Veröffentlicht am 29.05.2014

Rockabilly meets Pop, Elvis-Frisur meets charismatisches Stage-Acting. So in etwa könnte man einen Auftritt des deutschen Cover-Exports THE BASEBALLS wohl am besten umschreiben. Die drei sympathischen Rocker, die mit "Game Day" heuer bereits ihr viertes Album veröffentlicht haben, enterten - nach einem mir anreisebedingt leider unbekannt gebliebenen Schweizer Support - am vergangenen Wochenende das erste Mal eine Bühne im Herzen von Salzburg und fand sich gleich in einem prall gefüllten Republic-Saal wieder, der eine gediegene Mischung aus Alt und Jung, aus 50ies-Stylern und Pop-Fans bot. Und genau diesen Mix bot die siebenköpfige, multiinstrumentale Band mit ihren drei Frontschweinen anschließend mit einer abwechslungsreichen Setlist und einem kurzweiligen Auftritt. Klar, Elvis-Tollen, die Pop-Hits covern und nur wenige eigene Titel spielen, muss man mögen. Wenn das Ganze aber derart unterhaltsam umgesetzt wird, wie es bei den BASEBALLS der Fall ist, dann kann man da schon einmal ein Auge zudrücken. Mit ihren slapstickartigen Ansagen und den wirklich kraftvollen, überzeugenden Stimmen schafft es die Band nämlich, sogar bekannte Hits wie Robbie Williams' "Angel" oder den aktuellen LORDE-Erfolgssong "Royal" in ein Fünfzigerjahre-Rockabilly-Gewand zu verpacken, sodass man den Song fast nicht wiedererkennt (auf positive Art und Weise). Wenn dann noch David Hasselhoffs Legenden-Hit "Looking For Freedom" in einer Gospel-Version vorgetragen wird, ist das zwar ganz deutlich eine Spur zu pathetisch, in punkto Unterhaltung funktioniert das Ganze beim Salzburger Publikum aber optimal.

Da wird gerockt, getwistet, getanzt, gelacht, ein Mädel in einen mobilen Fotoautomaten verschleppt und anschließend auf einer rauchenden Plattform hinter dem Publikum solo weiter gesungen. Das sorgt für gute Stimmung, eine lockere Atmosphäre und - man muss es einfach so sagen - einen relativ gelungenen Konzertabend, den ich mir in dieser Form so nicht vorgestellt hätte. Logisch, Headbanging steht hier nicht auf dem Programm, dafür aber umso mehr "Gute-Laune-Rockabilly" mit sympathischem Auftritt, dessen Zusammenspiel schlussendlich in einer guten Abendstimmung aufgeht. So geht 50ies!

Setlist (ohne Gewähr):

Let It Go Goodbye Peggy Sue Hello (Martin Solveig & Dragonette-Cover) Never Ever (All Saints-Cover) My Baby Left Me For a DJ King Kong Follow Me (Uncle Kracker-Cover) Royals (Lorde cover) Crazy in Love (Beyoncé-Cover) Angels (Robbie Williams-Cover) Hot'n'cold (Katy Perry-Cover) Bitch (Meredith Brooks-Cover) Beep Bop Looking for Freedom (Marc Seaberg-Cover) What You Want Bad (Michael Jackson-Cover) Mo Hotta Mo Betta The Look (Roxette-Cover) Born This Way (Lady Gaga-Cover) I'm Yours (Jason Mraz-Cover) Encore: Hard Not to Cry Umbrella (Rihanna-Cover) Lucky Guy


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