08.10.2014, FZW Eventzentrum

KADAVAR, THE PICTUREBOOKS

Text: inhonorus
Veröffentlicht am 13.10.2014

Noch bevor die heiligen Pforten des Dortmunder-FZWs öffneten und zu einer musikalische Zeitreise zu den Hard-Rock-Vibes der 70s einluden, machte schon die Meldung die Runde, dass das KADAVAR Konzert am Abend ausverkauft sei. Und so zogen schon recht früh am Abend einige Retro-Verrückte-Metalheads durch die Massen derjenigen, die noch rechtzeitig eines der goldenen Eier ergattern konnten, um die Möglichkeit zu nutzen, ihnen gegebenenfalls eines mit ein paar Euro-Banknoten abzuluchsen. Das Wetter, hoch oben über der Dortmunder-“Skyline“, eröffnete den Gig erfreulicher Weise mit ein paar schönen Noten, so genoss man seine Flasche Feirabend-Elixier, in der Runde stehend, plaudernd und lachend und so begaben sich die meisten erst auf den letzten Drücker in die recht kleine Halle, die den Mittelpunkt des Abends darstellen sollte.



THE PICTUREBOOKS:

Punkt Paukenschlag 20 Uhr erklang kein geringeres Intro als KENNY ROGERS & THE FIRST EDITIONs „Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In)“, welches die meisten wahrscheinlich aus dem Hollywood-Streifen „The Big Lebowski“ kennen. Nachdem die letzten Klänge aus den Boxen verstummten, enterte die Zwei-Mann-Front der PICTUREBOOKS die Bühne und begannen mit ihren alternativen Rock/Blues die in die Halle strömenden auf Betriebstemperatur zu bringen. Mit den ersten Klängen von „PCH Diamond“ und der emotionalen Bühnenperformance von Flynn und der wuchtigen, schweißtreibenden Knüppeleinlage von Philipp, zogen sie das Publikum Blitzschnell in ihren Bann, und spätestens bei „Woman (Tears Of Gold)“ wussten die versammelten, um die stärke des Openers und die ein und andere Mähne kreiste durch das, von den Scheinwerfern erzeugte, rote Licht. Zugegeben da neben dem Madonna Cover „Lucky Star“ nur Songs von dem kürzlich erschienenen Output „Imaginary Horse“ zum Besten gegeben wurden, fehlten die ein oder anderen Perlen wie „I´m Drawing Hearts On Your Jeans“ oder „Dance Tiger Dance“ die sich hervorragend in die Setlist eingefügt hätten. Trotz dieses verkraftbaren Mankos lieferten die Jungs aus Gütersloh eine astreine Show ab und hinterließen nach „Your Kisses Burn Like Fire“, welcher vom neuen Output, schon vor Wochen, als kleines vorab Schmankerl veröffentlicht wurde, eine mehr als aufgeheizte Schar.

Setlist: - Intro - PCH Diamond - Hide - Woman (Tears Of Gold) - Learn It The Hard Way - Hail These Words - E.L.I.Z.A.B.E.T.H. - Lucky Star (Madonna Cover) - All Of My Life - The Rabbit And The Wolf - Your Kisses Burn Like Fire



KADAVAR:

Die meisten aufgeheizten Besucher nutzten die Zeit in der Zwischenpause um sich von dem übermäßigen, auf die Blase drückenden, Gerstensaft zu verabschieden, sich mit neuen Spaß-Prickelwasser zu versorgen, oder sich ein Lungenbrötchen schmecken zulassen. Bevor es wieder Back-To-The-Stage ging um den Hard-Rock-Zauber von KADAVAR beizuwohnen und einzufangen. Und lange musste man nicht warten bis das Hauptstadt-Trio die Bühne betrat und mit „Liquid Dream“ vom 2013er „Abra Kadavar“ ihren Konzertabend einleiteten. Der Sound, den die Mannen um Lupus Lindemann man von sich gaben, holte die Metalheads genau dort ab, wo sie zuvor von den PICTUREBOOKS zurückgelassen wurden und schon beim ersten Song hatte das Publikum mit der Band einen gemeinsamen flow und ließ sich treiben. „Living In Your Head“ und „Doomsday Machine“ wurden begeistert vom Publikum aufgenommen und gerade beim letzteren wirbelten vermehrt die Matten im vorgegebenen Takt von Tiger, durch die warme Luft der kleinen Halle. Bevor man die ersten Riffs zu „Into The Night“ raushaute, verkündete Lupus, dass es sich bei dem nächsten Song um eine neue, noch unveröffentlichte Nummer handelte. Mit „Broken Wings“ wurde zudem auch ein Cover von AQUA NEBULA OSCILLATOR zum Besten gegeben, mit denen KADAVAR gemeinsam im Jahr 2012 die Split-Doppel-12 „White Ring“ Veröffentlichten, außerdem Wechselte im Frühjahr 2013 der damalige AQUA NEBULA OSCILLATOR-Bassist Simon Bouteloup zu KADAVAR und mit denen die Berliner eine lange Freundschaft verbinden. Nach der Cover-Nummer folgten mit „Black Sun“ und „Forgotten Past“ zwei Songs vom 2012er „Kadavar“-Output, welche, fast schon fanatisch, vom Publikum gefeiert wurden. Es viel auf, dass trotz der stark zusammengetragenen Setlist, besonders die Songs vom Debütalbum beim Publikum zündeten. Nach „Purple Sage“ verließ das Trio die Bühne, wurde jedoch unter lauten Zugabe-Chören wieder zurückgeholt und gab mit „Goddess Of Dawn“ und „All Our Thoughts“ noch einen saftig schmeckenden Nachschlag. Setlist: - Liquid Dream - Living In Your Head - Doomsday Machine - Into The Night - Eye of the Storm - Broken Wings (Aqua Nebula Oscillator Cover) - Black Sun - Forgotten Past - Black Snake - Come Back Life - Creatures of the Demon - Purple Sage - Goddess of Dawn - All Our Thoughts

Wer KADAVAR in nächster Zeit noch Live sehen möchte sollte sich beeilen, da die Jungs nach der Tour erstmal eine längere Tourpause einlegen, um an ihren nächsten Album zu arbeiten und dieses aktuelle Tour-Package hat es in sich! Ein großer Dank geht meinerseits an Benedikt Rautenberg der vor Ort die energiegeladenen Augenblicke eingefangen hat.


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