12.11.2015, Rockhouse, Salzburg

ITCHY POOPZKID - Six-Tour

Text: mat
Veröffentlicht am 15.11.2015

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Sechs Alben, hunderte Konzerte in ganz Europa und bereits seit 2001 mehr als umtriebig - das sind ITCHY POOPZKID. Die drei sympathischen Mannen aus Deutschland machen also seit nunmehr rund 14 Jahren die Bühnen und Festivals unserer Breitengrade unsicher. Und das mit einer gediegenen stilistischen Mischung, die sich meines Erachtens wohl am besten als Punk-Pop bezeichnen lässt. Natürlich rockt das Ding, aber diese eingängige, melodische und poppige Linie kann der Dreier einfach nicht verleugnen. Und warum auch, überzeugt doch gerade diese feine, manchmal mit einem ironischen Augenzwinkern umgesetzte Mischung. Vor allem live.

Umso mehr hat es uns gefreut, zu erfahren, dass die Jungs im heurigen Herbst auch das altehrwürdige Rockhouse in Salzburg besuchen werden. Mit im Gepäck: Die schwedische Alternative-Punk-Band ATLAS LOOSING GRIP und sogar für einen lokalen Support (im Salzburger Fall 7 DIALS MYSTERY) wurde Platz geschaffen. Ein rundes, dreistündiges Konzertpaket also, das mit den eben erwähnten Vorbands schon gehörig los ging. Das Publikum wurde von den charismatischen Schweden durch ein ebenso melodisches wie knackiges Vorprogramm getrieben, um es gleich perfekt auf den Hauptact dieses Abends vorzubereiten.

Das gelang mehr als gut und so konnten ITCHY POOPZKID gleich in die Vollen gehen und sich durch eine richtig schön zusammengesetzte Setlist spielen, die zwar auf alle Alben und Schaffensphasen der Band Rücksicht nahm, aber einen klaren Fokus auf den aktuellen Longplayer namens "Six" legte. Selbstbewusst präsentierte das Trio ihren neuesten Output, der sich wirklich mehr als hören lassen kann und der auch in Zukunft sicherlich einige Setlist-Plätze reservieren wird. Egal ob "Dancing In The Sun", "Kings & Queens" oder "Grip It Tighter" - das aktuelle Material rockt mit sympathisch kurzen Spielzeiten dahin und funktioniert live hervorragend.

Die ITCHYs hatten das Salzburger Publikum im gut gefüllten, aber nicht ganz ausverkauften Rockhouse also von Anfang an perfekt im Griff, versprühten ganz viel Spielfreude und zogen die Zuseher mit launig-witzigen Ansagen in ihren Bann. Mag sein, dass das POOPZKID dem ein oder anderen dann doch etwas zu gediegen, zu brav, zu wenig Punk ist (das Banner der deutschen Schülerband aus dem Mittelstand werden die Jungs nämlich wohl nie mehr los werden), für Stimmung sorgt diese Band aber allemal. Nicht nur, weil sie mitten im Konzert eine akustische Ballade zum Besten geben, bei der sich der Sänger im Zentrum der Crowd hinstellt und sich das Publikum rund herum einfach mal hinsetzt. Sondern auch, weil gegen Ende hin einfach auch mal ein Zuseher den Posten an den Drums für einen Song lang übernehmen darf. Das sorgt für Spaß, aufgeheizte Stimmung und ein publikumsnahes Konzerterlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Und dass das Ganze nebenher auch noch sehr schön abgemischt war und treibend vorgetragen wurde, sei dabei nur noch nebenher erwähnt. Gut war er auf alle Fälle, der ITCHY-Gig. Hut ab und gerne mehr davon...

PS: Dank an Ludwig Seidl für die zur Verfügung gestellten Konzert-Pics.


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